Posts mit dem Label Gereon von Köln werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gereon von Köln werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 10. Oktober 2025

Gereon, Märtyrer und Heiliger

Er kam als Soldat nach Köln und wurde zum Märtyrer und Heiligen: Gereon. Die Skulptur eines abgeschlagenen Kopfes vor St. Gereon in Köln erinnert an die Legende um einen der Anführer der Thebäischen Legion aus dem 4. Jahrhundert. Die Kirche gedenkt seiner am 10. Oktober.

 

das abgeschlagene Haupt des hl. Gereon vor der Basilika St. Gereon

Die Legenden um den heiligen Gereon erzählen von der frühen Zeit des Christentums und der Christenverfolgung im Römischen Reich. Gereon soll als Anführer einer Legion mit 318 Soldaten vom ägyptischen Theben aus nach Köln gekommen sein. Die Thebäische Legion war im Auftrag von Kaiser Diokletian unterwegs. Sie sollten gegen Christen vorgehen. Gereon und seine Soldaten weigerten sich als bekennende Christen an der Verfolgung teilzunehmen und legten vor Kaiser Maximian die Waffen nieder. Der Kaiser befahl, jeden zehnten Soldaten zu enthaupten. Als die übrigen Soldaten sich immer noch weigerten, befahl er sie zu erschlagen. Ihre Leichname wurden in einen Brunnen geworfen.

Wo das Martyrium stattgefunden haben soll, wird unterschiedlich überliefert. Einige Legenden sprechen von Mechtenfeld, dem heutigen Köln-Ehrenfeld. Andere Legenden berichten von einem Gräberfeld vor den Toren der Stadt, dem heutigen Standort der Gereonskirche in der Kölner Innenstadt. Das Blut der Soldaten soll während des Martyriums an eine Säule gespritzt sein, die heute als Blutsäule in St. Gereon zu sehen ist. Ihr wird nachgesagt, dass sie zwischen Gut und Böse unterscheiden und Sünder entlarven kann.

Kaiserin Helena soll auf dem Gräberfeld der Legende nach den Vorgängerbau der heutigen Kirche St. Gereon haben bauen lassen. Historische Belege gibt es dafür nicht, jedoch gehen die Ursprünge von St. Gereon bis ins 4. Jahrhundert zurück. Und auch das Gräberfeld ist archäologisch belegt. Die Gräber der Enthaupteten sollen unter dem Altar von St. Gereon liegen. Dieser Teil der Legende deckt sich mit der Legende der Märtyrer der Thebäischen Legion in Bonn, Cassius und Florentius sowie Victor in Xanten.

erzbistumköln 

Heiliger Gereon, bitte für uns!




St Gereon, Köln

Donnerstag, 10. Oktober 2019

Gereon von Köln

Gereon und Gefährten, rechter Flügel des Altars der Stadtpatrone,
Stefan Lochner, 1445, Kölner Dom



Dem Ursulaflügel entsprechend ist rechts die Schar der Märtyrer der thebäischen Legion mit dem hl. Gereon an der Spitze dargestellt. Der Legende nach ruhen die Gebeine in der Kölner Kirche St. Gereon. In mittelalterlicher Zeit erlangten die Thebäerreliquien eine ähnliche Bedeutung wie die der 11000 Jungfrauen. So waren in der Ratskapelle über Lochners Altar Schränke mit Reliquien der Thebäer und der ursulanischen Jungfrauen aufgehängt, in der Predella wurden ebenfalls Reliquien aufbewahrt. Gereon ist in prachtvoller Rüstung mit einem goldenen Steckkreuz auf der Brust dargestellt. Wie Ursula ist auch er als einziger mit einem Goldnimbus ausgezeichnet.
 


Gereon von Köln, frühchristlicher Märtyrer. Gereon soll nach der späteren Legende ein Offizier der Thebaischen Legion gewesen sein, der wegen seines christlichen Glaubens bei Köln auf einem Felde, das später Mechtern, lateinisch „ad martyres“, genannt wurde, enthauptet worden war. Der Leib des Märtyrers wurde in einen Brunnen vor der Stadtmauer geworfen, über dem die Kaiserin Helena eine Kirche errichten ließ. Der Legende liegt wohl ein echtes Martyrium des 3. Jahrhunderts zugrunde. Die Kirche Sankt Gereon zu Köln stammt in ihren ältesten Teilen aus dem Ende des 4. Jahrhunderts. Gereon wird in ritterlicher Rüstung mit Kreuzfahne dargestellt.
(Martyrologium Sancrucense)


St. Gereon in Köln

Kölner Dom

Kölner Dom

Donnerstag, 10. Oktober 2013

St. Gereon in Köln

Der hl. Gereon und seine 381 Gefährten gehörten zur Thebaischen Legion und wurden um 304 als Christen getötet. Die heutige Gereonskirche, wo der Heilige begraben ist, bildet einen zehneckigen Zentralbau (Dekagon). Die antike Kirche soll Kaiserin Helena, die Mutter Konstantins des Großen, über den Gebeinen der Märtyrer errichtet haben.


St. Gereon, Köln

Kölner Dom im Hintergrund, rechts St. Gereon, Köln

St. Gereon, Köln
Die neuen Fenster des Dekagons entstanden nach Entwürfen von Georg Meistermann und Wilhem Buschultes.




Westfenster: Pfingsten: Geistsendung - Himmelfahrt - Reich des Todes





 

Ostfenster vlnr: Maria - Lamm Gottes - Johannes d. Täufer

Prolog aus dem Johannesevangelium, Johannes 1

Wandmalerei aus dem 13. Jahrhundert in der Krypta, Kreuzigung, links Gereon, rechts Helena