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Montag, 27. Mai 2019

Augustinus von Canterbury und Gregor der Große

Augustinus von Canterbury und Papst Gregor der Große, Our Lady and the
English Martyrs Church, Cambridge

Augustin von Canterbury, erster Erzbischof von Canterbury. Augustinus stammte aus Italien und war zuerst Prior des Andreasklosters in Rom. 596 wurde er von Papst Gregor dem Großen mit etwa vierzig Mönchen zur Bekehrung der Angelsachsen nach England gesandt.

 Gregor der Große schickt den Mönch Augustinus nach England (Westminster Cathedral)

Augustinus von Canterbury als Täufer


Unsere Liebe Frau, bitte für die verfolgten Christen
Our Lady and the English martyrs Church, Cambridge

Montag, 3. September 2018

Papst Gregor der Große schickt den Mönch Augustinus nach England

Papst Gregor schickt Augstinus zu den Angeln, Westminster Cathedral, rechts der Kardinalshut von Basil Hume

Im Rom des 6. Jahrhunderts sah Papst Gregor eines Tages eine Gruppe Gefangener, die zum Verkauf zum Markt geführt wurden. Sie waren hoch gewachsen, besaßen eine helle Haut und hatten blondes Haar. Von Mitleid und Neugier bewegt fragte er, woher diese Gefangenen gekommen waren.
"Das sind Angeln", kam die Antwort.
"Nicht Angeln, sondern Engel", sagte Gregor.
Er entschied, Missionare in die Ländern des Nordens zu schicken, unter anderem den benedik-tinischen Mönch Augustinus, später bekannt als Augustinus von Canterbury.
Als Augustinus in Kent ankam, schrieb er einen Brief an Gregor und fragte ihn, was er mit den heidnischen Heiligtümern machen solle. Gregors Brief bildete die Vorlage für die spätere christliche Mission. Man solle die Heiligtümer nicht zerstören, sagte er, sondern sie reinigen.



Ein großer Erfolg war Gregor in England beschieden. Dort waren die christlichen Briten von den angelsächsischen Eroberern, die sich in dem südöstlichen Teile der Insel festsetzten, nach Westen zurückgedrängt worden. Die Briten unternahmen nichts, um die noch heidnischen Eroberer dem Christentum zuzuführen, ebenso nicht die benachbarten gallischen Bischöfe. Da ging Gregor unter König Ethelbert von Kent an das Missionswerk. „Unter all seinen Bürden und Bedrängnissen scheint der Papst nie die jungen englischen Sklaven vergessen zu haben, die er einmal auf dem Forum zum Verkaufe ausgestellt sah.“ 1 595 erhält der Presbyter Candidus bei seiner Abreise nach Gallien den Auftrag, dort englische Sklaven im Alter von 17 bis 18 Jahren loszukaufen und sie zu klösterlicher Ausbildung nach Rom zu senden; 2 zweifellos, meint Dudden, 3 um sie später als Missionäre nach England zurückzusenden.
Diese Art der Missionierung erschien Gregor aber bald als zu langsam. Darum gab er schon im folgenden Winter Mönchen aus seinem St. Andreas-Kloster den Auftrag, sich unter der Leitung des Augustinus über Gallien nach England zu begeben. Die Missionäre machten sich auf den Weg, schraken aber mehr und mehr vor der Schwierigkeit der Aufgabe zurück und sandten Augustin nach Rom mit der Bitte, Gregor möge ihnen den Auftrag abnehmen. Dieser aber blieb bei seinem Vorhaben, ernannte Augustin zum Abt der Mönche und schickte ihn mit Begleitschreiben an gallische Bischöfe und an die Könige Theudebert und Theoderich nach dem Frankenreiche zurück. Von da aus gingen dann die Missionäre nach England. Durch die Mitwirkung der Königin Bertha von Kent gelang das Missionswerk so glänzend, daß Gregor in unverkennbarer freudiger Erregung etwa im August 598 an Bischof Eulogius von Alexandrien schreiben konnte: „Da Du Dich bei Deinen guten Werken auch über andere freust, will ich Dir etwas von mir berichten. Das Volk der Angeln, das an einer Weltenecke draußen wohnt, verehrte bisher noch Bäume und Steine. Unterstützt durch Dein Gebet, habe ich nach Gottes Willen zu ihnen einen Mönch aus meinem Kloster zur Glaubenspredigt geschickt. Mit meiner Erlaubnis wurde er von germanischen 4 Bischöfen zum Bischof geweiht und reiste, gestärkt durch ihre ermunternden Worte, zu jenem Volke ans Ende der Welt. Und jetzt ist die Nachricht bei mir eingetroffen, daß er und seine Begleiter beim Volke durch so viele Wunder glänzen, daß sie die Apostel in ihren Wundern nachzuahmen scheinen. Am letzten Weihnachtsfeste sind, wie er meldet, mehr als 10 000 Angeln von ihm und seinen Begleitern getauft worden.“ 5 Dieselbe Freude spricht aus einem Briefe vom Herbst 600 an Augustinus: „Wer vermöchte die Freude zu schildern, die hier alle Gläubigen erfüllt hat, weil das Volk der Angeln durch Gottes Gnadenhilfe und Deine Mitarbeit vom Lichte des Glaubens durchdrungen wurde!“ 6 Der Papst gibt schließlich den Missionären in weiteren Brieten ausführliche Pastoralanweisungen, die zum großen Teil in das allgemeine Kirchenrecht übergingen, und er- [S. 37] richtete in Kent die kirchliche Hierarchie, Augustinus wurde 604 Primas von Canterbury. Allerdings erfuhr das Missionswerk noch viele harte Rückschläge, doch das englische Volk erinnert sich zu Bedas Zeiten noch an Gregor und nennt ihn seinen Apostel. (Bibliothek der Kirchenväter)
1: Dudden, Gregory the Great II 99.
2: Ep. lib. VI 7, Migne P. L. LXXVII 799.
3: Dudden, ebd.
4: Gemeint sind fränkische Bischöfe.
5: Ep. lib. VIII 30, Migne P. L. LXXVII 932.
6: Ep. lib. XI 28, Migne P. L. LXXVII 1139.

 
Kapelle der Heiligen Augustinus von Canterbury und Gregor des Großen, Westminster Cathedral, davor am Boden
das Grab von Kardinal Basil Hume

Samstag, 27. Mai 2017

Augustinus von Canterbury als Täufer



Augustin von Canterbury, erster Erzbischof von Canterbury. Augustinus stammte aus Italien und war zuerst Prior des Andreasklosters in Rom. 596 wurde er von Papst Gregor dem Großen mit etwa vierzig Mönchen zur Bekehrung der Angelsachsen nach England gesandt. König Ethelbert von Kent empfing die Glaubensboten sehr freundlich und geleitete sie nach seiner Residenzstadt Canterbury. Das Bekehrungswerk konnte bald großen Erfolg aufweisen. Am Weihnachtstag 597 wurde die Taufe von zehntausend neuen Christen gefeiert. 601 verlieh Papst Gregor I. dem Augustin das erzbischöfliche Pallium sowie den Auftrag, eine kirchliche Organisation mit zwei Erzbistümern in London und in York aufzubauen, zu denen je zwölf Bistümer gehören sollten. Außerdem gab Gregor die Anweisung, keine Götzentempel zu zerstören, sondern sie in christliche Kirchen umzuwandeln. Mit der keltisch-irischen Kirche konnte Augustin in Fragen des Taufritus, der Tonsur und der Osterfeier zu keiner Einigung gelangen. In Canterbury errichtete er die später berühmte Christ Church. Augustin starb am 26. Mai um 604. Er wurde in der Peter-und-Paul-Kirche in Canterbury bestattet, die später in Saint Augustin’s Church umbenannt wurde. Sein Werk zerbrach unmittelbar nach seinem Tod an den Rivalitäten der angelsächsischen Stämme. Unter Ethelberts Nachfolger wurde Kent wieder heidnisch, 1200 Mönche fielen in Bangor den Angeln zum Opfer. Augustinus war also nicht der Missionar Englands, hat aber für die Christianisierung tragfähige Fundamente geschaffen.
(Martyrologium Sancrucense)



Gott, du Herr aller Völker,
durch die Predigt des heiligen Bischofs Augustinus von Canterbury
hast du den Bewohnern von England das Licht des Evangeliums gebracht.
Gib, dass sein apostolisches Werk immer neue Frucht bringt in deiner Kirche.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.


Am 2. Juni 597 hat Augustinus von Canterbury König Ethelbert getauft. Im Durchgang zwischen der Augustinuskapelle und der Taufkapelle der Westminster Cathedral wird Augustinus mit Johannes dem Täufer verglichen. Beide halten das Kreuz und eine Taufmuschel, aus der Wasser fließt.

Augustinus von Canterbury und Johannes der Täufer, Westminister Cathedral