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Mittwoch, 17. September 2025

Du leuchtender Stern in den Wirren der Zeit

 

Marktbrunnen in Bingen, Heiliger Willigis, bitte für uns




Heilige Hildegard, bitte für uns!

Litanei zur heiligen Hildegard von Bingen

Herr, erbarme Dich.
Christus, erbarme Dich.
Herr, erbarme Dich.
Christus, höre uns. Christus, erhöre uns.
Gott Vater im Himmel, erbarme Dich unser.
Gott Sohn, Erlöser der Welt, erbarme Dich unser.
Gott Heiliger Geist, erbarme Dich unser.
Heiliger Dreifaltiger Gott, erbarme Dich unser.

Heilige Maria, bitte für uns.
Heilige Hildegard, bitte für uns.
Du gottgeweihte Jungfrau,
Du Spiegel der Herrlichkeit Gottes,
Du Leuchte der Kirche,
Du Künderin von Gottes Wort und Werk,
Du Harfe Gottes,
Du Lehrmeisterin zur Vollkommenheit,
Du Kämpferin für Wahrheit und Recht,
Du leuchtender Stern in den Wirren der Zeit,
Du Ratgeberin in Schwierigkeiten,
Du Beschützerin der Schwachen,
Du Helferin der Kranken.

Heilige Hildegard, erfüllt von prophetischem Geist,
heilige Hildegard, demütig in der Erwählung Gottes,
heilige Hildegard, glühend von Liebe zu Gott und den Menschen,
heilige Hildegard, unbeirrt in der Liebe zur Kirche,
heilige Hildegard, begnadet mit der Kraft der Heilung,
heilige Hildegard, in Schwachheit stark durch Gottes Kraft,
dass wir die Wege Gottes wissen und gehen, hilf uns, heilige Hildegard!
Dass wir den Geist Gottes in der Schöpfung Gottes tiefer erkennen,
dass wir Gott in allem und über alles lieben,
dass wir dem Anruf Gottes allezeit folgen,
dass wir uns durch sein Wort und Beispiel leiten lassen.

Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt; Herr, verschone uns!
Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt; Herr, erhöre uns!
Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt; Herr, erbarme Dich!
Bitt für uns, heilige Hildegard.
Auf dass wir würdig werden der Verheißung von Christi!

Lasset uns beten:
Gott, Du hast die heilige Hildegard mit himmlischen Gaben beschenkt. Wir bitten Dich: Verleihe uns, dass wir ihren Spuren und Weissagungen folgen und so aus der Finsternis dieser Welt in Dein herrliches Licht gelangen. Durch Christus, unsern Herrn. Amen.
(von einem Gebetszettel des Beuroner Kunstverlags, D-88361 Beuron)

 



Samstag, 17. September 2022

Erlöst (Hildegard)

 

Hildegard von Bingen, v. Rudolf Schillings, 1950

 

Hildegard von Bingen verließ zwischen 1147-1151 ihr Heimatkloster auf dem Disibodenberg und gründete an der Nahe ihr erstes Kloster auf dem Rupertsberg. Heute ist es leider nicht mehr erhalten. Die wenigen Reste der Klosterruine wurden in einem Neubau integriert. Von der Klosterkirche sind sechs Pfeiler der südlichen Mittelschiffwand im Haus Rupertsberg erhalten geblieben und 1976 restauriert und freigestellt worden. Als östlicher Kellereingang des Hauses dient heute ein reich verziertes Portal des Klosters aus dem späten 15. Jahrhundert, dessen ursprünglicher Standort unbekannt ist. Ein Rekonstruktionsmodell der gesamten Klosteranlage ist im Historischen Museum am Strom – Hildegard von Bingen zu besichtigen. (Quelle)

Relief des dornengekrönten Antlitzes Jesu


Erlöst durch das Blut des Gotteslammes
lasst uns von ganzem Herzen frohlocken,
uns freuen aus ganzer Seele in dir,
dreifaltiger Gott, der uns erhält.

Wir wollen gedenken des himmlischen Lohns
für alle Leiden und Nöte,
die uns die Feinde der Wahrheit bereitet.
Sie gelten uns nichts
im vergleich zu der Freude,
mit der wir deine Gebote verkosten.

Wer die Werke der Heiligkeit wirkt,
umfängt dich in wahrer vollkomm´ner Liebe;
den Liebenden gibst du ja alle Güter und schenkst ihnen schließlich
das ewige Leben.

(in Walburga Storch, Gebete der hl. Hildegard von Bingen, 62)


Hildegard-Gedächtniskirche auf dem Rupertsberg

 

 

Malerei auf einem Haus in Bingen (Gebet um Hilfe)

Hymnus zu Ehren der 1100 Jungfrauen (St. Ursula, Köln)

Statue und Bild der hl. Hildegard in der Abtei St. Hildegard, Rüdesheim,Eibingen

Hildegard wird zu Jutta von Disiboden gebracht

Die älteste bekannte Darstellung der hl. Hildegard

Zur Kirchenlehrerin erhoben

Der Hildegardis-Schrein in Eibingen


Der Hildegardis-Altar in der Binger Rochuskapelle


Hildegard-Gedächtniskirche auf dem Rupertsberg in Bingerbrück

Donnerstag, 11. November 2021

In seinem Mund war nichts anderes als Christus

 

Martin wurde um 316 in Sabaria, dem heutigen Steinamanger in Ungarn, geboren. Mit fünfzehn Jahren wurde er in die Gardereiterei eingereiht und wenig später in den Westen versetzt. Am Stadttor von Amiens teilte er seinen Soldatenmantel mit einem frierenden Bettler; in der Nacht darauf erschien ihm Christus, mit dem abgeschnittenen Mantelstück bekleidet. Mit achtzehn Jahren ließ sich Martin taufen, diente aber noch bis 356 in der kaiserlichen Garde. Nach seinem Abschied vom Heer (in der Nähe von Worms) ging er zum Bischof Hilarius von Poitiers, der ihn in die pannonische Heimat zurückschickte. ­ Um 360 traf er wieder mit Hilarius zusammen. 361 gründete er Ligugé, das erste Kloster Galliens. 371 wurde er Bischof von Tours, 375 gründete er das Kloster Marmoutier an der Loire, das zu einem Mittelpunkt monastischer Kultur wurde und als Missionsseminar bezeichnet werden kann. Unermüdlich widmete er sich der Glaubenspredigt in den noch weithin heidnischen Gebieten. Er starb am 8. November 397 und wurde am 11. November in Tours begraben. Sein Grab wurde zum Nationalheiligtum der Franken. Martin ist der erste Nichtmärtyrer, der in der abendländischen Kirche als Heiliger verehrt wurde.

Sulpicius Severus, der das Leben des hl. Martin schrieb, berichtet: „Auch wenn er las oder sonst mit einer Arbeit beschäftigt war, ließ sein Geist doch nie vom Gebet ab. Wie ein Schmied bei seiner Arbeit immer wieder den Hammer auf den Amboss fallen lässt, so betete Martinus ohne Unterbrechung, auch wenn er anscheinend etwas anderes tat ... In seinem Mund war nichts anderes als Christus, in seinem Herzen wohnten nur Güte, nur Friede, nur Erbarmen.“

Allmächtiger Gott, der heilige Bischof Martin hat dich in seinem Leben und in seinem Sterben verherrlicht. Lass auch in uns die Macht deiner Gnade wirksam sein, damit weder Tod noch Leben uns von deiner Liebe trennen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Wie Martin Bischof wurde

Im Zeichen des Kreuzes gegen heidnische Kulte (Pachamama und Co)

Mantelteilung, Glasfenster in Canterbury Cathedral, Angelus von Papst Benedikt XVI.

Martin von Tours begegnet Hilarius von Poitiers

Wo Martin seinen Mantel teilte

Warum haben wir nur so geschnattert?

Martin als bischöflicher Exorzist


Eine über 700 Jahre alte Mantelteilung

Am Geburtsort des hl. Martin

Am Grab des hl. Martin

Bonusmaterial: Grab des hl. Martin


Freitag, 17. September 2021

Der rettende Name - Hildegard von Bingen

 

ora pro nobis


O mächtiger Vater,
wir sind jetzt in großer Not,
drum flehen wir,
flehen dich an durch dein Wort,
durch das du uns alles in Fülle gewährst,
was wir zu unserem Leben brauchen:

Blicke nun, Vater,
wie es deinem Namen entspricht,
nieder auf uns und hilf uns,
dass wir nicht ganz zugrunde geh´n
und dein Name in uns nicht verdunkelt werde.

Würdige dich, uns zu Hilfe zu kommen
durch diesen deinen heiligen Namen!

(Walburga Storch, Gebete der hl. Hildegard von Bingen, 94)


Hl. Hildegard, Bingen

Hymnus zu Ehren der 1100 Jungfrauen (St. Ursula, Köln)

Statue und Bild der hl. Hildegard in der Abtei St. Hildegard, Rüdesheim,Eibingen

Hildegard wird zu Jutta von Disiboden gebracht

Die älteste bekannte Darstellung der hl. Hildegard

Zur Kirchenlehrerin erhoben

Der Hildegardis-Schrein in Eibingen


Der Hildegardis-Altar in der Binger Rochuskapelle


Hildegard-Gedächtniskirche auf dem Rupertsberg in Bingerbrück

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Jutta vom Disibodenberg


Hildegard wird von ihren Eltern zu Jutta in ihrer Klausur auf dem Disibodenberg gebracht.

Jutta vom Disibodenberg, Reklusin. Jutta wurde um 1090 aus dem Geschlecht der Grafen von Sponheim geboren. Seit dem Allerheiligenfest 1106 lebte sie bei dem Benediktinerkloster Disibodenberg in einer Zelle, die sich bald zu einem ansehnlichen Frauenkloster neben dem Mönchskonvent entwickelte. Jutta unterrichtete dort junge Mädchen und war „Magistra“ eines Frauenkonvents.
Unter ihren Schülerinnen war auch ihre Nichte, die später berühmte Hildegard von Bingen, die auch ihre Nachfolgerin werden sollte. Jutta starb am 22. Dezember 1136 in ihrer Zelle auf dem Disibodenberg. Im Benediktinerorden wird sie als Selige verehrt.
(Martyrologium Sancrucense)


"Im Alter von acht Jahren ließ sie sich auf dem Berg des hl. Disibod einschließen, um mit Christus begraben zu werden und mit ihm zur Glorie der Unsterblichkeit aufzuerstehen. Bei ihr war die fromme gottgeweihte Frau Jutta." 

 Der Hildegardisaltar in der Binger Rochuskapelle

Hildegardisaltar, Binger Rochuskapelle

Samstag, 17. September 2016

Die älteste bekannte Darstellung von Hildegard von Bingen


O du herrlicher Vater!
Wir eilen in glühendem Eifer zu dir,
wir seufzen nach dir in liebender Reue,
die wir von dir empfingen.

O Christus, so herrlich und überaus schön,
du bist die Auferstehung zum Leben.
Hilf uns beharrlich zu bleiben,
um mit dir uns zu freuen.

Lass uns doch niemals getrennt sein von dir!

(Walburga Storch, Gebete der hl. Hildegard von Bingen)


Zur Kirchenlehrerin erhoben
Der Hildegardis-Schrein in Eibingen
Der Hildegardis-Altar in der Binger Rochuskapelle
Hildegard-Gedächtniskirche auf dem Rupertsberg in Bingerbrück


Hildegard von Bingen, 1237, (Chronica regia coloniensis),
Wallfahrtskapelle des hl. Rochus zu Bingen am Rhein

Mittwoch, 17. September 2014

Der Hildegardisaltar in der Binger Rochuskapelle

Der gotische Baldachinaltar der hl. Hildegard aus dem Jahr 1895 stammt aus der Holzschnitzer-dynastie Busch. Neben der Halbreliefstatue, die Hildegard als Äbtissin vom Rupertsberg darstellt, befinden sich Szenen aus dem Leben der Heiligen. Unter dem Bilderzyklus ist ein Reliquiar mit einer Rippe der hl. Hildegard und einem Stück ihres Ordensgewandes eingelassen. Der Schrein stammt aus dem Jahre 1863.




1. Hildegard schaut als Kind ein geheimes Licht
"In meinem dritten Lebensjahr sah ich ein so großes Licht, daß meine Seele erbebte, doch wegen meiner Kindheit konnte ich mich nicht darüber äußern."


2. Hildegard wird von ihren Eltern zu Jutta in die Klause auf den Disibodenberg gebracht:
"Im Alter von acht Jahren ließ sie sich auf dem Berg des hl. Disibod einschließen, um mit Christus begraben zu werden und mit ihm zur Glorie der Unsterblichkeit aufzuerstehen. Bei ihr war die fromme gottgeweihte Frau Jutta."


3. Hildegard schreibt auf dem Disibodenberg ihr Werk "Scivias - Wisse die Wege"
"Im Jahr 1141 nach der Menschwerdung Jesu Christi, des Gottessohnes, als ich zweiundvierzig Jahre und sieben Monate alt war kam ein feuriges Licht mit Blitzesleuchten vom offenen Himmel hernieder. Es durchströmte mein Gehirn und durchglühte mir Herz und Brust gleich einer Flamme, die jedoch nicht brannte, sondern wärmte, wie die Sonne den Gegenstand erwärmt, auf den sie ihre Strahlen legt. Nun erschloß sich mir plötzlich der Sinn der Schriften, des Psalters, des Evangeliums und der übrigen katholischen Bücher des Alten und Neuen Testamentes."


4. Erzbischof Heinrich legt 1147 auf der Synode von Trier Papst Eugen III. und Bernhard von Clairvaux die Schriften der heiligen Hildegard vor.


5.  Empfang Hildegards durch die Einwohner der Stadt Bingen.
Alternative Deutung: die Begegnung mit Bernhard von Clairvaux (historisch falsch)


6. Kaiser Barbarossa empfängt Hildegard 1155 in der Kaiserpfalz zu Ingelheim.


7. Hildegard predigt vor Klerus und Volk in Köln.
"Die Wundmale meines Bräutigams (Christus) bleiben frisch und offen, solange die Sündenwunden der Menschen offen sind. Eben dieses Offenbleiben der Wunden Christi ist die Schuld der Priester. Sie die mich strahlend rein machen und mir in Reinheit dienen sollten, wechseln aus maßloser Habsucht (bessere Stellen erwerbend) von Kirche zu Kirche. Auch mein Gewand zerreißen sie dadurch, daß sie Übertreter des Gesetzes, des Evangeliums und ihrer Priesterpflicht sind..."
Und ich hörte eine Stimme vom Himmel, die sprach: "Dieses Bild stellt die Kirche dar.""


8. Hildegards Tod auf dem Rupertsberg 1179
Nachdem die heilige Mutter viele mühsame Kämpfe mit Hingabe vollführt hatte, empfand sie Überdruß am gegenwärtigen Leben und wünschte täglich, aufgelöst zu werden und bei Christus zu sein. Gott erhörte ihren Wunsch und offenbarte ihr, wie sie es vorher gewünscht hatte, in prophetischen Geist ihr Ende, das sie auch ihren Schwestern voraussagte. Sie wurde einige Zeit von einer Krankheit heimgesucht und ging in ihrem zweiundachzigsten Lebensjahr am 17. September in einem seligen Sterben hinüber zu ihrem himmlischen Bräutigam. (aus der Vita)
(Texte von E. Gronau, Hildegard von Bingen)




Reliquienschrein mit einem Teil des Ordensgewandes und einer Rippe der heiligen Hildegard

links Hildegardisaltar, Hochaltar mit dem hl. Rochus, rechts Marienaltar

HEILIGKEIT

Ich rufe zu dir, o Gott:
Was nottun zum Leben, das gib mir!
Gute Pläne hast du mit mir,
sehen darf ich dich und erkennen.

Mein gutes Gewissen erspürt dich, mein Gott;
ich schlage die Zither des Gebets,
wenn ich in Anbetung dich erkenne.
Gegürtet mit der Enthaltsamkeit,
erblühe ich in Glückseligkeit.

Vollbringe, o Gott, deine Werke
mit der Streitschar Christi des Königs,
die ich zum Kampfe führe.

(aus: W. Storch, Gebete der hl. Hildegard von Bingen, 102)

Rochuskapelle

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Zum gestrigen Gedenktag des hl. Dionysius

Der heilige Dionysius von Paris gehört zu der Gruppe der vierzehn Nothelfer; er ist der Schutzpatron Frankreichs und der Stadt Paris. Wahrscheinlich war er es, der auf der Seine-Insel die erste christliche Kirche errichtete. Während der Christenverfolgungen um 285 wurde er zusammen mit dem Priester Rustikus und dem Diakon Eleutherius auf dem Montmartre enthauptet. König Dabobert ließ seine Reliquien in die Kirche der Benediktinerabtei Saint Denis übertragen, die dadurch zum größten Heiligtum Galliens und später zu einer Art Nationalmausoleum wurde, da dort fast alle Könige Frankreichs ihre Grabstätte fanden. ( )
Dargestellt wird der hl. Dionysius als Bischof mit abgeschlagenem Kopf in der Hand, woher sich sein Patronat gegen Kopfweh ableitet.

Hl. Dionysius, Rochuskapelle, Bingen


aus der Legende:
Sein Martyrium wird ausführlich geschildert. Zuletzt nahm man seine Gefährten Rustikus und Eleutherius gefangen und schlug allen dreien, weil sie immer laut die Dreieinigkeit bekannt hatten, zusammen die Häupter ab. Dionysius aber erhob sich alsbald, nahm sein Haupt in die Hände und trug es, von einem Engel geführt und von himmlischen Licht umgeben, zwei Meilen hinweg von dem Ort, der "Mons Martyrium" genannt ist, zu der Stätte, wo er nach seiner Wahl und nach Gottes Willen ruhen sollte. Katulla, eine fromme Matrone, die der Heilige bekehrt hatte, eilte ihm entgegen, nahm das Haupt und bestattete dasselbe nebst dem Leichnam des Heiligen ehrenvoll. Auf seinem Grabe wurde von den Gläubigen eine hölzerne Kapelle errichtet, später erbaute die hl. Genoveva auf den Trümmern dieser Kapelle eine Kirche.

(aus: Melchers, Das Jahr der Heiligen, 657f)

Mittwoch, 15. Mai 2013

Hl. Rupert von Bingen

Im Bistum Mainz wird heute des hl. Rupert von Bingen gedacht.  In der zweiten Hälfte des siebenten Jahrhunderts hatte der fromme, jung verstorbene Rupert zusammen mit seiner Mutter und dem Priester Wi(g)bert auf dem Gebiet der späteren Klostergründung Hildegards eine Siedlung für Hilfsbedürftige und eine Kirche erbaut. Hier wurde Rupert begraben und eine Zeitlang blieb die Erinnerung an den heiligen Mann erhalten.  

1147 erhielt Hildegard in einer Vision den Auftrag ein eigenes Kloster zu gründen: "So wurde Hildegard vom Heiligen Geist jene Stätte gezeigt, wo die Nahe in den Rhein mündet, nämlich der Hügel, der früher vom heiligen Bekenner Rupertus seinen Namen erhielt. Rupertus hatte den Hügel erblich besessen und dort mit seiner seligen Mutter Bertha und dem heiligen Bekenner Wibert im Werk und Dienst für Gott sein Leben glückselig vollendet. Von seinem Grab und seinen Reliquien ist dem Ort der Name verblieben." (aus der Vita)
Um etwa 1150 kam es zur Klostergründung Rupertsberg bei Bingen. Später hat die hl. Hildegard für die Nonnen ihres Klosters eine Lebensgeschichte des hl. Rupert geschrieben.
 
Aus dem Wallfahrtsführer von St. Rochus: In der Wallfahrtskirche des hl. Rochus zu Bingen am Rhein befindet sich ein Schrein mit den Reliquien des hl. Rupert von Bingen, seiner Mutter, der hl. Berta von Bingen und seines Erziehers, des hl. Wigbert von Bingen, eines Benediktiners. Das Grab des hl. Rupertus war ursprünglich in der Abteikirche auf dem Rupertsberg, dem ersten Kloster der hl. Hildegard. 1814 kamen die Reliquien in die Rochuskapelle. Rechts und links vom Schrein  steht jeweils ein Büstenreliquiar mit Reliquien der hl. Berta und des hl. Rochus.


Reliquienschrein des hl. Rupert von Bingen, Bingen

Heilige Hildegard,
erfüllt von prophetischem Geist,
bitte für uns

Bildausschnitt des Glasfensters hinter dem Schrein des hl. Rupert