Posts mit dem Label Erich / Erik von Schweden werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Erich / Erik von Schweden werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 10. Juli 2020

Erich von Schweden

Krönung des hl. Erich, Eriksdom, Uppsala


König, Märtyrer
Namensdeutung: reich an Ehren (skandinavisch-althochdeutsch)
Namenstage: Erik, Erich, Eric, Erico, weibl.: Erika
Gedenktag: 10. Juli, gemeinsam mit Olaf und Knud
Lebensdaten: geboren um 1120 in Västergötland, gestorben am 18. Mai 1160 in Uppsala

Lebensgeschichte: Erik Jedvardsson war über seine Frau mit der dänischen, der norwegischen und mit der früheren schwedischen Herrscherdynastie verschwägert und wurde um 1150 selber König von Schweden, wobei „Schweden“ große Teile Skandinaviens umfasste und Erik sich bis zu seinem Tod noch gegen zwei Konkurrenten auf den Thron behaupten musste.
Seiner Heiligenlegende aus dem 13. Jahrhundert nach zeichnete sich Erik durch bescheidene Lebensweise, Sorge um die Armen und Unterdrückten und den Verzicht auf Steuererhebungen aus. Gesichert ist, dass er durch Klostergründungen und der Einberufung eines Kirchentags in Linköping die Christianisierung des weithin noch heidnischen Landes voranbrachte.
Um 1155 unternahm er einen Kreuzzug nach Finnland, wo er gemeinsam mit Bischof Henrik das Bistum Uppsala begründete. Wie Bischof Henrik erlitt auch Erik später das Martyrium: Er wurde an Christi Himmelfahrt 1160 in der Dreifaltigkeitskirche von Östra Aros, dem heutigen Uppsala, vom dänischen Thronkonkurrenten Magnus Henriksson getötet.

Verehrung: König Erik wurde im Dom von Alt-Uppsala bestattet. Bei der Erhebung seiner Gebeine im Zuge der Übertragung des Bistumssitzes nach Östra Aros entsprang 1273 eine Quelle an der Nordseite des neuen Doms, was für jede damalige Heiligenverehrung ausschlaggebend war. Sein Kult wurde von den Dominikanern und Franziskanern bzw. den Erzbischöfen von Uppsala sowie von den schwedischen Herrschern betrieben. Seine Reliquien ruhen seit 1574 in einem vergoldeten Schrein im evangelisch gewordenen Dom, sein Gedenktag am 18. Mai wanderte mit der Liturgiereform auf den Todestag des dänischen Königs Kanut (Knud), ebenso wie der des norwegischen Königs Olav.

Darstellung: im Königsornat mit Kirchenmodell vor dem Altar
Patron: von Schweden

Am Grab des hl. Erich in Uppsala

Das Olafsportal des Eriksdoms 

Wandmalerei, Darstellungen aus dem Leben des hl. Erich im Eriksdom, Uppsala

Mittwoch, 18. Mai 2016

Am Grab des hl. Erik von Schweden in Uppsala

Westportal mit dem hl. Erik


Erich IX. Jedvardsson, König von Schweden. Erich führte ein sittenreines Leben, schützte die Kirche und machte sich um die Bekehrung der Finnen verdient. Er starb im Kampf gegen den dänischen Prinzen Magnus Henriksson am 18. Mai 1160.
Nach der Legende wurde Erich während eines Gottesdienstes ermordet. Schon bald nach seinem Tod, nachweislich 1198, wurde Erich als Heiliger verehrt. Seine Gebeine ruhen in einem goldenen Schrein hinter dem Hochaltar des Doms zu Uppsala. Erich wird mit königlichen Insignien vor einem Altar stehend mit Kirchenmodell dargestellt.
(Martyrologium Sancrucense)

Nach dem Konzil wurde der Gedenktag des hl. Erich (18. Mai) auf den 10. Juli gelegt und wird jetzt gemeinsam mit den hll. Knud und Olaf begangen.


Mit dem Bau des Eriksdoms wurde um 1270 begonnen. Erst 1435, nach fast 200 Jahren, erfolgte die Weihe durch Erzbischof Olaus Laurentii. Über Jahrhunderte wurden hier die schwedischen Könige gekrönt und begraben. Die Gebeine Eriks hatte man zunächst in Gamla Uppsala beigesetzt.  Anlässlich der Verlegung des Beschofssitzes nach Uppsala wurde Erik zusammen mit dem heiligen Olav und dem heiligen Lars zum Kirchenpatron des Domes gemacht. 1273 wurden die Reliquien von Erik in den Dom zu Uppsala überführt. Jeden 18. Mai, dem Gedenktag Eriks, wurden seine Gebeine in einer feierlichen Prozession nach Gamla Uppsala übertragen.
Im großen Stadtbrand von 1702 wurden Türme, Dach und Innenausstattung beschädigt, der Bau wurde barockisiert. Ende des 19. Jahrhunderts bekam die Kirche ihre hohen neugotischen Turmspitzen. Der Dom ist die größte Kirche Skandinaviens: Länge 118,7 m, Turmhöhe 118,7, Deckenhöhe 27 m.


Westseite mit dem Hauptportal (Eriksportal) und Südseite Lars/(Laurentius)portal

Eriksportal
Am 18. Mai wird der hl. Erik mit Blumen bedacht


über dem hl. Erik die beiden Reliefdarstellungen Jesus an der Geißelsäule und die Verkündigung an Maria

Über dem Portal Josef, Maria mit dem Kind und Johannes der Täuifer unter kleinen Baldachinen


Südportal (St. Larsportal), Reliefs zeigen die Erschaffung der Welt, das Relief im Tympanon illustriert
Mt 11,28: Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.
In den Archivolten sind Propheten und Apostel dargestellt, die Rundreliefs zeigen die Schöpfung der Welt

Lars / Laurentiusportal


Grabkapellen säumen die dreischiffige Kirche, auch der Chor ist von einem Kapellenkranz umgeben


Der Schrein des hl. Erik steht im nördlichen Chorumgang, im sog. Finstachor. Aus Finsta stammten die hl. Birgitta von Schweden und ihre Familie.

12.45 Uhr, Mittagsgebet der schwedischen Kirche am Fest des hl. Erich
(wo ist der Altar für die Zelebration;-)

Heiliger Erich - König und Märtyrer

Der Erikschrein aus dem Jahr 1579 besteht aus 34 kg Silber, 0,6 kg Gold und 1,4 kg Kupfer. Anfang des 14. Jahrhunderts wurden die Eltern der hl. Birgitta von Schweden im Finstachor beigesetzt. Seit 1990 wird hier auch eine Reliquie der hl. Birigitta, eine Stück von ihrem Hüftbein, aufbewahrt.


 


Gedenktag und wahrscheinlicher Todestag 18. Mai 1160
(andere Deutung: am 18. Mai 1167 wurden seine Reliquien in einen Schrein gelegt, der Todestag war ein paar Tage vorher)

Als der hl. Erik am Himmelfahrtstag 1160 der hl. Messe in der damaligen Pfarrkirche, der Dreifaltigkeitskirche beiwohnte, erhielt er Nachricht davon, dass Dänen, die ihm den Thron streitig machten, in der Stadt seien. Erik allerdings wollte den Kampf erst aufnehmen, nachdem er die Messe zu Ende gehört hatte. Da seine Männer in der Unterzahl waren, hatten die Dänen leichtes Spiel. Erik wurde mit einem Hieb durch den Hals getötet. (..) Im Weiteren erzählt die Legende, dass dort, wo der abgeschlagene Kopf Eriks auf den Boden aufschlug, nämlich zwischen Domkirche und Fluß, eine Quelle entsprang, deren Wasser Wunderheilungen bewirkte.
(S. Hardegger, Weiter Himmel, stille Wege, 50ff)



Herr, unser Gott,
höre auf die Fürsprache
der heiligen Könige Knud, Erich und Olaf,
die in ihren Ländern
die Botschaft von Christus verbreitet haben.
Gib, dass wir mit den Völkern des Nordens
im Glauben an Christus verbunden bleiben,
und stärke in uns allen
die Bereitschaft zur Einheit, wie du sie willst.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.



Patron Schwedens

Reliquie der hl. Birgitta von Schweden im Finstachor, Uppsala

Reliquienschrein der hl. Birgitta von Schweden, die fünf roten Punkte symbolisieren die fünf Wunden Christi, Uppsala

Grab der Eltern der hl. Birgitta von Schweden, Birger Persson und Ingeborg Bengtsdotter

Grabplatte der Eltern der hl. Birgitta, Finstachor, Dom zu Uppsala


Birgitta von Schweden, Finstachor, Uppsala

Birgitta von Schweden, Finstachor, Eriksdom


Katharina von Schweden, die Tochter Birgittas, Finstachor, Eriksdom

Blick zum Hauptportal nach Westen
 
Südseite des Doms zu Uppsala