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Donnerstag, 2. Februar 2012

Am Tag des geweihten Lebens

sollten wir uns gehörig ins Zeug legen und den Herrn auf Knien anflehen um geistliche Berufungen. Noch ohne darum zu wissen warten in jeder Pfarre Burschen und Mädchen  auf den Empfang dieser Gabe.

O Vater, laß unter den Christen
viele und heilige Berufungen zum Priestertum entstehen,
die den Glauben am Leben erhalten
und die dankbare Erinnerung an deinen Sohn Jesus bewahren,
durch die Verkündigung seines Wortes
und die Verwaltung der Sakramente,
durch die du deine Gläubigen ständig erneuerst.


Schenke uns heilige Diener deines Altars,
die aufmerksame und eifrige Bewahrer der Eucharistie seien,
des Sakraments der höchsten Gabe Christi
für die Erlösung der Welt.


Rufe Diener deiner Barmherzigkeit,
die durch das Sakrament der Versöhnung
die Freude deiner Vergebung verbreiten.
O Vater, laß die Kirche mit Freuden die
zahlreichen Inspirationen  des Geistes deines Sohnes aufnehmen
und laß sie – deiner Lehre fügsam – Sorge tragen
für die Berufungen zum priesterlichen Dienst und zum geweihten Leben.


Unterstütze die Bischöfe, die Priester,
die Diakone, die Menschen des geweihten Lebens
und alle in Christus Getauften, damit sie treu
ihre Sendung erfüllen im Dienst des Evangeliums.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Amen.


Maria, Königin der Apostel, bitte für uns!


(Papst Benedikt XVI.)

Darstellung im Tempel, Kleinmariazell, Niederösterreich

Donnerstag, 19. Januar 2012

Der Kirche treu

Weil jedoch der priesterliche Dienst ein Dienst der Kirche ist, kann er nur in der hierarchischen Gemeinschaft des ganzen Leibes ausgeübt werden.

Die Hirtenliebe drängt also die Priester dazu, in dieser Gemeinschaft zu handeln und darum den eigenen Willen gehorsam in den Dienst für Gott und die Brüder zu stellen, indem sie gläubigen Geistes annehmen und ausführen, was der Papst oder der eigene Bischof sowie andere Vorgesetzte vorschreiben oder nahelegen ...

Durch diese Demut und diesen verantwortungsbewußten und freien Gehorsam machen sich die Priester Christus gleichförmig.

Presbyterorum ordinis, Dekret über Dienst und Leben der Priester, 15.

Karmeliterkirche, Wien

Donnerstag, 12. Januar 2012

Geist und Leben

Durch einen Kommentar bei Elsa zum Thema Embolismus erfuhr ich, dass die Zeitschrift Geist und Leben in einem Online-Archiv alle Artikel von 1926-2007 zum Lesen und Download zur Verfügung stellt.  Das Archiv ist eine Fundgrube für alle, die an Spiritualität und Theologie interessiert sind.

Wer kennt heute noch Aufsätze und Bücher von Theologen wie Hugo Rahner, Friedrich Wulf, Josef Sudbrack, H. U. v. Balthasar, Alois Grillmeier, Josef Jungmann, Heinrich Schlier u. a.?

Zum fünfzigjährigen Konzilsjubiläum sind die Beiträge von besonderem Interesse, die zur Zeit des Konzils und unmittelbar danach das Konzilsgeschehen und die Dokumente bewerten.

Bitte stöbern!

Lesetipp 1: H. U. v. Balthasar, Meditation als Verrat, in: GuL 50/4 (1977), 260−268.

Lesetipp 2: H. Rahner, Ignatius von Loyola und sein geistlicher Briefwechsel mit Frauen (Teil I), GuL 24/3 (1951), 176–196.

Lesetipp 3: H. Barth, Vom Geist des Predigerordens, GuL 39 (1966), 442-455.

Lesetipp 4: K. Gierlichs, Die geistliche Vorbereitung des zweiten Vatikanischen Konzils, GuL 35 (1962), 363-374.

Lesetipp 5: A. Grillmeier, Der Geist der Seligpreisungen und das Zweite Vatikanische Konzil, GuL 38 (1965), 321-324.