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Freitag, 19. Juni 2026

Verstehe, dass du vor Gott stehst, unter seinen Augen (hl. Romuald)

 

Hl. Romuald von Camaldoli, Petersplatz, Rom

Die Statue des heiligen Romuald auf dem Petersplatz gehört zu den 140 Heiligenfiguren, die die Kolonnaden von Petersplatz krönen. Diese Figuren wurden im späten 17. Jahrhundert von Schülern und Mitarbeitern des Bildhauers Gian Lorenzo Bernini geschaffen.

Über die Romuald-Statue weiß man unter anderem:

  • Sie stellt den heiligen Romuald von Ravenna dar, den Gründer der Kamaldulenser, eines Ordens, der das gemeinschaftliche Klosterleben mit dem Eremitentum verbinden wollte.
  • Die Statue wurde um 1672 geschaffen und gehört zu einer Gruppe von 16 Figuren, die zwischen 1670 und 1673 auf der südlichen Kolonnade aufgestellt wurden.
  • Ihr Bildhauer war Lazzaro Morelli, ein Mitarbeiter aus Berninis Werkstatt.
  • Die Figur ist etwa 3,1 Meter hoch und aus Travertin gefertigt, wie die meisten Heiligenstatuen der Kolonnade.
  • Romuald wird mit langem Bart und weitem Ordensgewand dargestellt. In seiner rechten Hand hält er ein Modell einer Kirche – ein Hinweis auf seine Rolle als Ordensgründer. In der linken Hand befand sich ursprünglich ein Hirtenstab; heute ist davon nur noch ein Fragment erhalten.

Interessant ist auch der heutige Tag: Der Gedenktag des heiligen Romuald wird am 19. Juni gefeiert. Nach der Überlieferung starb er am 19. Juni 1027.
(chatgpt)

Sitze in deiner Zelle wie im Paradies.
Stelle die ganze Welt hinter deinen Rücken und vergiss sie.
Achte auf deine Gedanken wie ein guter Fischer auf die Fische.
Der Weg, den du in den Psalmen gehen sollst, ist dieser: Verlasse ihn niemals.
Wenn du noch ein Anfänger in den geistlichen Dingen bist und dies noch nicht verstehen kannst, dann bete die Psalmen einen nach dem anderen, wobei dein Geist auf die Worte gerichtet sei.
Und wenn dein Geist zu schweifen beginnt, gib nicht auf, sondern rufe ihn rasch zurück.
Verstehe, dass du vor Gott stehst, unter seinen Augen.
Entleere dich selbst vollständig und sitze wartend da, zufrieden mit der Gnade Gottes, wie ein Schwalbenküken; denn wenn du dies nicht tust, wirst du die Süße Gottes nicht kosten.
Kurzregel des hl. Romuald

in der Mitte der hl. Josef, links Romuald, rechts Petrus/Peter Nolascus, Gründer der Mercedarier

Dienstag, 19. Juni 2018

Romuald von Camaldoli

 

Romuald, Gründer der Kamaldulenser. Romuald wurde um 952 bei Ravenna aus adeliger Familie geboren. Als er 972 miterlebte, wie sein Vater im Duell seinen Gegner tötete, ging Romuald stellvertretend zur Sühne vierzig Tage ins Benediktiner-Kloster San Apollinare in Classe bei Ravenna. Romuald fand dort Geschmack am Mönchsleben, blieb für drei Jahre dort und legte die Gelübde ab. Als er aber die Laschheit kritisierte, erregte er den Widerwillen der anderen Mönche. Romuald konnte gerade noch einem Mordanschlag entgehen und ging zu einem Einsiedler in die Nähe von Venedig. 978 begab er sich mit dem gestürzten Dogen von Venedig Pietro Orseolo nach Cuxá in den Pyrenäen, wo er eine Eremitengemeinschaft ins Leben rief. Nach Pietros Tod 987 kehrte Romuald nach Italien zurück. Dort reformierte er Klöster und gründete um 1012 das Kloster Camaldoli nach den Idealen der ägyptischen Wüstenväter verbunden mit der Klugheit der Regel Benedikts. Romuald war ein unsteter Mann, der es nie lange an einem Ort aushielt. Er übte aber durch seine überstrenge Askese großen Einfluss auf die Kirche aus, so auf Bischof Brun von Querfurt und Kaiser Otto III. Romuald starb am 19. Juni 1027 in der Einsamkeit von Val di Castro. Er wurde schon fünf Jahre nach seinem Tod in den Kanon der Heiligen aufgenommen.
(Martyrologium Sancrucense)

Tod des hl. Romuald, Francesco Ferdinandi, 1732/33, S. Gregorio Magno al Celio