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Donnerstag, 11. August 2022

Das Gebet der hl. Klara im Heiligsprechungsprozeß

S. Maria della Concezione, Rom

 

Wenn sie vom Gebet zurückkam, ermahnte und tröstete sie die Schwestern, ständig von Gott redend, der immer in ihrem Munde war, während sie von den Nichtigkeiten weder hören noch sprechen mochte. Und wenn sie vom Gebet zurcükkehrte, freuten sich die Schwestern, wals wäre sie direkt vom Himmel gekommen (Pacifica di Guelfuccio, Prozeß, I 9).

Sie war beharrlich im Gebet, und ihre Gespräche und Worte befaßten sich immer mit den Dingen Gottes, so daß sie ihre Zunge oder ihr Ohr nie den weltlichen Dingen zuwandte (Filippa di Leonardo, Prozeß, III 3).

Im Gebet und in der Kontemplation war sie ausdauernd; und wenn sie vom Gebet zurückkehrte, erschien ihr Gesicht heller und schöner als die Sonne. Und ihre Worte verbreiteten eine unbeschreibliche Süßigkeit, und dies in einem Maße, daß ihr ganzes Leben himmlisch schien (Amata di Martino, Prozeß, IV 4).

Sie war war wachsam in Gebet und Kontemplation, so daß ihr Gesicht manchmal, wenn sie vom Gebet zurückkam, noch strahlender als sonst schien und aus ihrem Munde eine gewisse Süße ausströmte (Cäcilia di Gualtieri, Prozeß, VI 3)


heilige Klara, bitte für uns!
von Fr. Cosimo da Castelfranco Veneto, +1620

Sonntag, 5. April 2020

7. Station: Jesus, du fällst das zweite Mal unter dem Kreuz


Jesus fällt das zweite Mal unter dem Kreuz, Mariä Himmelfahrtsbasilika, Gödöllö


 
P: Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich.
A: Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.

V: Jesus, deine Schmerzen werden mehr
A: Du fällst wieder zu Boden.
V: Die Menschen verspotten dich.
A: Du aber stehst auf und gehst weiter.

V: Jesus, aus Liebe trägst du dein Kreuz.
A: Jesus ich danke dir für deine Liebe. Hab Erbarmen mit uns und unseren Verstorbenen.

Sonntag, 29. September 2019

Erzengel Michael - Castelmonte








Castelmonte (slowenisch: Stara gora, friaulisch: Madone di Mont) ist ein Kapuzinerkloster und eine Wallfahrtsstätte in den Julischen Alpen nahe Prepotto. Es liegt auf einem Berggipfel auf 618 m Höhe.
Das Marienheiligtum in Castelmonte ist seit 1175 belegt. Ein antiker Ziegelfußboden lässt jedoch den Schluss zu, dass die Pilgerstätte vor dem 6. Jahrhundert entstand, womit es eine der ältesten Marienpilgerstätten der Welt wäre. Im 13. und 14. Jahrhundert erlebte Castelmonte einen Aufschwung, u. a. durch Ablassversprechen der Päpste Innozenz IV. und Urban VI. 1419 kam es zu Beschädigungen durch Ungarn. 1478 wurde die Anlage gegen die Türkenheere befestigt. 1479 wurde die bestehende Marienstatue aufgestellt, deren Erschaffung im frühen 15. Jahrhundert verortet wird. 1511 und 1513 kam es zu Erdbebenschäden. Das heutige Kirchengebäude entstand ab dem 16. Jahrhundert, erfuhr jedoch wiederholt Umgestaltungen. 1797 wurde die Kirche im Zuge des Italienfeldzuges durch Franzosen geplündert. 1944 entstanden Bombenschäden. Nach dem Erdbeben im Friaul 1976 veranstalteten die Brüder eine Wallfahrt nach Castelmonte, die seither jedes Jahr am 8. September wiederholt wird.

Der älteste Teil des Heiligtums ist die Krypta, die jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg erweitert wurde.
(wikipedia)



Michaelskapelle in der Krypta von Castelmonte
Da ist zunächst Michael. Ihm begegnen wir in der Heiligen Schrift vor allem im Buch Daniel, im Brief des Apostels Judas Taddäus und in der Offenbarung. Zwei Aufgaben dieses Erzengels werden in diesen Texten offenkundig.

Er verteidigt die Sache der Einzigkeit Gottes gegen die Vermessenheit des Drachen, der »alten Schlange«, wie Johannes sagt. Es ist der unablässige Versuch der Schlange, die Menschen glauben zu machen, daß Gott verschwinden müsse, damit sie groß werden können; daß Gott uns in unserer Freiheit behindere und daß wir uns darum seiner entledigen müssen. Aber der Drache klagt nicht nur Gott an. Die Offenbarung nennt ihn auch den »Ankläger unserer Brüder, der sie bei Tag und bei Nacht vor unserem Gott verklagte« (12,10). Wer Gott zurückstellt, macht den Menschen nicht groß, sondern nimmt ihm seine Würde. Da wird der Mensch zu einem mißlungenen Produkt der Evolution. Wer Gott anklagt, klagt auch den Menschen an. Der Glaube an Gott verteidigt den Menschen in allen seinen Schwächen und Unzulänglichkeiten: Der Glanz Gottes findet auf jedem einzelnen seinen Abglanz. Aufgabe des Bischofs als Mann Gottes ist es, gegen die Verleugnungen Gott in der Welt Raum zu geben und so die Größe des Menschen zu verteidigen. Und was ließe sich über den Menschen Größeres sagen und denken, als daß Gott selbst Mensch geworden ist?

Die andere Aufgabe Michaels besteht nach der Schrift darin, Beschützer des Gottesvolkes zu sein (vgl. Dan 10,21; 12,1). Liebe Freunde, seid wahrhaftig »Schutzengel« der Kirchen, die euch anvertraut sind! Helft dem Volk Gottes, dem ihr auf seiner Pilgerschaft vorangehen sollt, Freude im Glauben zu finden und die Unterscheidung der Geister zu lernen: nämlich das Gute anzunehmen und das Böse abzulehnen, kraft der Hoffnung des Glaubens Menschen zu bleiben und immer mehr Menschen zu werden, die in Gemeinschaft mit Gott lieben, der die Liebe ist.
(Benedikt XVI., 29.9.2007)
 



Freitag, 3. Mai 2019

Am Grab des sel. Thomas von Olera - der Bruder von Tirol

Bild beim Grab des sel. Thomas von Olera


Thomas von Olera (*1563, Olera, Italien; † 3. Mai 1631, Innsbruck)
Der aus dem bergamsker Bergdorf Olera in bäuerlichen Verhältnissen aufgewachsene Thomas  trat dem Kapuzinerkonvent von Verona bei. Der Ordensbruder kam 1621 im Zuge der Gegenreformation nach Innsbruck, wo der Kapuzinerorden auf Bitte Erzherzogs Leopold V., der den einfachen Bruder vielfach um Rat fragte, nunmehr wirkte. Obwohl er niemals die Priesterweihe empfing, wirkte er durch seine vorbildlichen, ansteckenden Glauben seelsorglich in Tirol.
Der Mystiker schrieb seine Erfahrungen im Gebet nieder. "Fuoco d'Amore" - "Feuer der Liebe" heißt die Schriftensammlung.
In Tirol hoch verehrt starb er am 3. Mai 1631 in Innsbruck, wo er in der dortigen Kapuzinerkirche seine letzte Ruhestätte fand.
Er wurde am 21. September 2013 in Bergamo, Italien seliggesprochen.
Sein Gedenktag ist der 3. Mai.

Grab des sel. Thomas von Olera, Kapuzinerkirche Innsbruck, Ausschmückung von Maurizio Bonato



Gebet aus der Novene des Sel. Br. Thomas v. Olera

Barmherziger Gott, 
du hast uns den seligen Thomas von Bergamo 
als Boten deiner Liebe geschenkt.
Öffne uns Herz und Hände 
für die Schätze jener Liebe, 
die uns im geöffneten Herzen deines Sohnes
zur Quelle göttlichen Erbarmens 
und zur Fülle des Lebensgeworden sind. 
Durch Jesus Christus, unseren Herrn



Altarbild: Anbetung der Könige, Cosimo da Castelfranco, 1606

an der Ostwand die Grabnische des Laienbruders Thomas von Olera,