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Mittwoch, 1. Juli 2026

Das Blutwunder von Walldürn

Der Monat Juli ist in besonderer Weise dem Kostbaren Blut Christi geweiht. Es erinnert uns an die unendliche Liebe, mit der Christus sein Blut zur Erlösung der Welt vergossen hat.

Ein eindrucksvolles Zeugnis dieser Verehrung ist das Blutwunder von Walldürn: Im Jahr 1330 wurde während der Feier der Heiligen Messe konsekrierter Wein auf das Korporale verschüttet. Dabei erschien das Bild des gekreuzigten Christus, umgeben von zahlreichen Häuptern – ein Ereignis, das bis heute Pilger aus nah und fern nach Walldürn führt.

St. Georg, Walldürn

St. Georg, Walldürn

Das Blutwunder von Walldürn ist eines der bekanntesten eucharistischen Wunder der katholischen Kirche und begründet die bis heute bestehende Wallfahrt nach Walldürn.

Der Überlieferung nach ereignete sich das Wunder um das Jahr 1330. Während einer Heiligen Messe soll der Priester Heinrich Otto nach der Wandlung versehentlich den bereits konsekrierten Kelch umgestoßen haben. Der geweihte Wein ergoss sich auf das unter dem Kelch liegende Leinentuch (Korporale). Auf diesem Tuch soll sich daraufhin das Bild des gekreuzigten Christus sowie elf Christus-Häupter („Veronicae“) gebildet haben.

Der Legende zufolge versteckte der Priester das Korporale aus Angst im Altar. Erst viele Jahre später, auf seinem Sterbebett, offenbarte er das Versteck. Das Tuch wurde gefunden und entwickelte sich zum Mittelpunkt einer wachsenden Verehrung. Bereits im 15. Jahrhundert wurde die Wallfahrt kirchlich gefördert und zog im Laufe der Jahrhunderte immer mehr Pilger an.

Heute wird das sogenannte Blutkorporale in der Wallfahrtsbasilika St. Georg aufbewahrt. Jährlich besuchen während der Hauptwallfahrtszeit Zehntausende Pilger den Wallfahrtsort.

Fahne mit der Darstellung des Blutwunders

Altar des Blutwunders, in der Wallfahrtszeit geöffnet

Der Heilig-Blut-Altar besitzt einen mehrteiligen Schrein:

  • Geschlossen sind die auf Kupfer gemalten Außenflügel sichtbar. Sie erzählen zusammen mit den Alabasterreliefs die Geschichte des Walldürner Blutwunders.
  • Während der Hauptwallfahrtszeit werden die äußeren Flügel geöffnet. Dann ist der innere Schrein mit den Gemälden der Passion Christi und – im Zentrum – der Silberschrein mit dem Blutkorporale zu sehen. Der äußere Schrein wird „nur zu den Wallfahrtstagen“ geöffnet.

Im Ablauf des Kirchenjahres bedeutet das:

  • Von dem Ende der Wallfahrtszeit bis zum Beginn der nächsten Wallfahrtszeit (also den größten Teil des Jahres) sind die Außenflügel mit den Blutwunder-Gemälden sichtbar.
  • Während der vierwöchigen Hauptwallfahrtszeit, die am Sonntag nach Pfingsten beginnt, werden die Außenflügel geöffnet; dann sind stattdessen die Innenflügel mit den Passionsszenen sowie der Blutschrein zu sehen.








Altar mit geöffnetem Blutschrein

Heilig Blut! Heilig Blut!
Schütze unser Glaubensgut!
Stärke unseren Hoffnungsmut!
Mehre unsere Liebesglut!

Heilig Blut! Heilig Blut!
Wende Not und tröste Leid!
Gib uns Kraft im guten Streit!
Und nach allem Kampf der Zeit
schenk uns Himmels Seligkeit!
Wallfahrtsgebet

Sonntag, 26. August 2012

Unsere Liebe Frau von Tschenstochau

Die Kirche Polens begeht heute das Gedenken unserer Lieben Frau von Tschenstochau. Tschenstochau (polnisch Czestochowa) ist DER marianische Wallfahrtsort Polens. Ein absolutes Muss für jeden katholischen Polen, ja eigentlich für jeden, der das katholische Polen verstehen will.

Bei seinem ersten Besuch als Papst sagte Johannes Paul II. 1979: "Jasna Gora (klarer, strahlender Berg, Hügel auf dem das Paulinerkloster erbaut ist) ist das Heiligtum der Nation. Man soll das Ohr an diesen heiligen Ort legen, um zu spüren, wie das Herz der Nation im Herzen der Mutter schlägt".

Das Gebet, mit dem Johannes Paul II. sich selbst und alle Menschen der Schwarzen Madonna weihte, findet ihr auf meinem Marienblog.

Und hier eine kleine Photomeile:

Blick auf die Straße, die zum südlichen Haupteingang führt


Über dem Eingangstor befindet sich ein stattliches Papstwappen
Im Osten errichtete man eine Statue von Johannes Paul II.,
der das Heiligtum als Papst sechsmal besuchte


Eingang im Osten, der Erzengel Michael wacht Richtung Kirche und Richtung Stadt (2 Schwerter)




Verschiedene Ansichten des Heiligtums:




Die Sakristei: wo die beiden Priester stehen, ist die Tür zur Marienkapelle, in der die Ikone von der Schwarzen Madonna aufbewahrt wird. Bilder von der Kapelle mit der Ikone habe ich in meinem Marienblog "Maria dich lieben" gepostet.

die Schwestern freuen sich über den Schnappschuß, der Aufseher, hätte er mich gesehen, wäre nicht so erfreut gewesen



Das Lied zur Schwarzen Madonna (deutsch), a bisserl kitschig

Lied auf polnisch, Aufnahmen vom Heiligtum, mir kommen ehrlich die Tränen, so inbrünstig und schön ist das. Amen.

Dienstag, 7. August 2012

Zu den Heiligen unterwegs

Wo ich ausspanne, wurde ich "urlaubsreif" gefragt.  Zur geistlichen Erholung hat es mich heuer nach Italien, Frankreich, Spanien und Deutschland verschlagen. Angesagt war katholisches Sightseeing. Heiligen einen Besuch abzustatten, um an ihren Gräbern und Geburtsstätten ihre Fürsprache zu erbitten.

Nun der Reihe nach:

Verona (Zeno von Verona, "Romeo und Julia")
Mailand (Karl Borromäus, Ambrosius)
Pavia (Augustinus) - dass Augustinus dort begraben liegt, weiß ich erst seit dem Besuch von Papst Benedikt in Pavia)
Genua (Katharina von Genua)

Toulouse (Sernin = Saturnin, Thomas von Aquin)
Arles (Antonius d. Wüstenvater)
Carcasonne (mal was Profanes zwischendurch)
Lourdes (Bernadette Soubirous, Unsere Liebe Frau von Lourdes)

Javier (Franz Xaver)
Puenta la Reina
Estella
Burgos
Leon (Isidor von Sevilla - Anrufung zum rechten Gebrauch des Internets)
Oviedo
San Millan de la Cogolla (Yuso und Suso) - Ämillianus von Cogolla
Caleruega (Dominikus)

Kloster von Silos
Loyola (Ignatius)

NOCH EINMAL LOURDES



NOCH EINMAL TOULOUSE (Reifenplatzer)
Ars (Johannes Maria Vianney) - ein Highlight für mich als Pfarrer
Annecy (Franz von Sales und Johanna Franziska von Chantal)
Genf (Flop, mangels Vorbereitung nur calvinische Kathedrale gefunden :(

Altötting (Abschluß der Wallfahrt mit der Mutter des Herrn und dem Br. Konrad v. Parzham)
Marktl (Papst Benedikt XVI. - Heiligsprechung steht noch aus)
 
Ihr könnt euch sicher denken, dass ich mich nach dieser Wallfahrt auch körperlich erholen musste. Das geschah im Franziskanerkloster Frauenkirchen im Burgenland, in der Nähe des Neusiedlersees. Die Basilika zur "refugium peccatorum" ist die größte Kirche im Burgenland und Wallfahrtsziel nicht nur für Einheimische, sondern auch für Ungarn, Slowaken, Kroaten und viele, viele Radfahrer.
Bei meinen Ausflügen im Nationalpark bin ich Vögeln, Rindern, weißen Eseln, Pferden, Schafen und Mangalizaschweinen begegnet und hab gesehen, dass es auch im Tierreich Arbeit und Ausruhen gibt.

Nach beschwerlichem Unterwegssein

 
habe ich mich ausgeruht




und bin nun voller Tatendrang!

 


Sonntag, 24. Juni 2012

Ein internationaler Wallfahrtsort

Am 24. Juni vor 31 Jahren, am Geburtsfest Johannes des Täufers, sahen Kinder in Medjugorje eine schöne junge Frau mit einem kleinen Kind in den Armen. Am 26. Juni 1981 antwortete die Frau auf die Frage nach ihrem Namen: Ich bin die Jungfrau Maria.

Die Botschaft von Medjugorje ist schlicht wie die Botschaft des Johannes: Kehrt um und bereitet dem Herrn den Weg! (Matthäus 3)

"Heute lade ich euch zur Umkehr ein. Das ist die wichtigste Botschaft, die ich euch hier gegeben habe." (25.6.1996)

"Heute lade ich euch ein, dass ihr euch auf das Kommen Jesu vorbereitet. Bereitet besonders eure Herzen vor. Die heilige Beichte soll für euch der erste Schritt der Umkehr sein und dann, liebe Kinder, entscheidet euch für die Heiligkeit. Eure Umkehr und Entscheidung für die Heiligkeit soll heute und nicht morgen beginnen." (25.11.1998)

Kirche Semmering, Niederösterreich

Samstag, 10. Dezember 2011

Verwechslungsgefahr

Loretto im Burgenland


So wie überall Nachbildungen der Grotte in Lourdes und Fatimakapellen entstanden, so stifteten früher Pilger nach ihrer Rückkehr in die Heimat Loreto-Kapellen. Freiherr von Stotzingen besuchte 1644 auf einer Italienreise auch den Gnadenort Loreto. Er ließ eine Nachbildung der Gnadenstatue schnitzen und errichtete eine Loretto-Kapelle, die bald das Ziel vieler Wallfahrer wurde. 




Papst Benedikt betete bei seinem Besuch in Loreto (das Original in Italien) mit den Jugendlichen:

Maria, Mutter des Ja, du hast Jesus gehört
und kennst den Klang seiner Stimme und das Pochen seines Herzens.
Morgenstern, sprich uns von ihm
und erzähle uns deinen Weg, damit wir ihm auf dem Weg des Glaubens folgen.

Maria, die du in Nazareth mit Jesus gewohnt hast,
präge unserem Leben deine Gefühle ein,
deine Fügsamkeit, dein hörendes Schweigen,
und lass das Wort in Entscheidungen wahrer Freiheit erblühen.

Maria, sprich uns von Jesus,
auf dass die Frische unseres Glaubens
in unseren Augen glänze und das Herz dessen erwärme, der uns begegnet,
wie du es getan hast, als du Elisabeth besuchtest,
die sich im hohen Alter mit dir ob des Geschenks des Lebens freute.

Maria, Jungfrau des Magnifikat,
hilf uns, die Freude in die Welt zu tragen, und veranlasse wie in Kana
jeden jungen Menschen, der sich im Dienst an den Brüdern einsetzt,
nur das zu tun, was Jesus sagt.

Maria, schau auf die „Agorà der Jugend“,
auf dass sie fruchtbarer Boden der italienischen Kirche sei.
Bete, auf dass der gestorbene und auferstandene Jesus in uns neu geboren werde
und uns in eine Nacht voller Licht verwandle, voll von ihm.

Maria, unsere Liebe Frau von Loreto, Pforte des Himmels,
hilf uns, den Blick zu erheben.
Wir wollen Jesus sehen, mit ihm sprechen,
allen seine Liebe verkünden.