Posts mit dem Label Katharina von Schweden werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Katharina von Schweden werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 24. März 2017

Katharina von Schweden


Katharina von Schweden, Vadstena, Schweden


Katharina von Schweden, Ordensfrau. Katharina war die Tochter der hl. Birgitta von Schweden und wurde um 1331 geboren. Sie war seit 1345 mit Eggard von Kyren verheiratet. 1350 reiste Katharina zu ihrer Mutter nach Rom. Da im darauffolgenden Jahr ihr Gatte starb, blieb Katharina bei Birgitta und wurde deren treueste Schülerin. 1374 brachte sie den Leib ihrer heiligen Mutter nach Schweden und wurde die erste Vorsteherin des Klosters Vadstena. 1378 erlangte Katharina vom Papst die Bestätigung der Regel des Birgittenor-dens und ihres Klosters. Sie starb am 24. März 1381 und wurde in Vadstena bestattet. Dargestellt wird Katharina Birgittinnenhabit oder als Pilgerin.
(Martyrologium Sancrucense)

Am Grab der hl. Birgitta und Katharina von Schweden

Schrein mit den Reliquien der hl. Birgitta und der hl. Katharina von Schweden, Vadstena




Mittwoch, 18. Mai 2016

Am Grab des hl. Erik von Schweden in Uppsala

Westportal mit dem hl. Erik


Erich IX. Jedvardsson, König von Schweden. Erich führte ein sittenreines Leben, schützte die Kirche und machte sich um die Bekehrung der Finnen verdient. Er starb im Kampf gegen den dänischen Prinzen Magnus Henriksson am 18. Mai 1160.
Nach der Legende wurde Erich während eines Gottesdienstes ermordet. Schon bald nach seinem Tod, nachweislich 1198, wurde Erich als Heiliger verehrt. Seine Gebeine ruhen in einem goldenen Schrein hinter dem Hochaltar des Doms zu Uppsala. Erich wird mit königlichen Insignien vor einem Altar stehend mit Kirchenmodell dargestellt.
(Martyrologium Sancrucense)

Nach dem Konzil wurde der Gedenktag des hl. Erich (18. Mai) auf den 10. Juli gelegt und wird jetzt gemeinsam mit den hll. Knud und Olaf begangen.


Mit dem Bau des Eriksdoms wurde um 1270 begonnen. Erst 1435, nach fast 200 Jahren, erfolgte die Weihe durch Erzbischof Olaus Laurentii. Über Jahrhunderte wurden hier die schwedischen Könige gekrönt und begraben. Die Gebeine Eriks hatte man zunächst in Gamla Uppsala beigesetzt.  Anlässlich der Verlegung des Beschofssitzes nach Uppsala wurde Erik zusammen mit dem heiligen Olav und dem heiligen Lars zum Kirchenpatron des Domes gemacht. 1273 wurden die Reliquien von Erik in den Dom zu Uppsala überführt. Jeden 18. Mai, dem Gedenktag Eriks, wurden seine Gebeine in einer feierlichen Prozession nach Gamla Uppsala übertragen.
Im großen Stadtbrand von 1702 wurden Türme, Dach und Innenausstattung beschädigt, der Bau wurde barockisiert. Ende des 19. Jahrhunderts bekam die Kirche ihre hohen neugotischen Turmspitzen. Der Dom ist die größte Kirche Skandinaviens: Länge 118,7 m, Turmhöhe 118,7, Deckenhöhe 27 m.


Westseite mit dem Hauptportal (Eriksportal) und Südseite Lars/(Laurentius)portal

Eriksportal
Am 18. Mai wird der hl. Erik mit Blumen bedacht


über dem hl. Erik die beiden Reliefdarstellungen Jesus an der Geißelsäule und die Verkündigung an Maria

Über dem Portal Josef, Maria mit dem Kind und Johannes der Täuifer unter kleinen Baldachinen


Südportal (St. Larsportal), Reliefs zeigen die Erschaffung der Welt, das Relief im Tympanon illustriert
Mt 11,28: Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.
In den Archivolten sind Propheten und Apostel dargestellt, die Rundreliefs zeigen die Schöpfung der Welt

Lars / Laurentiusportal


Grabkapellen säumen die dreischiffige Kirche, auch der Chor ist von einem Kapellenkranz umgeben


Der Schrein des hl. Erik steht im nördlichen Chorumgang, im sog. Finstachor. Aus Finsta stammten die hl. Birgitta von Schweden und ihre Familie.

12.45 Uhr, Mittagsgebet der schwedischen Kirche am Fest des hl. Erich
(wo ist der Altar für die Zelebration;-)

Heiliger Erich - König und Märtyrer

Der Erikschrein aus dem Jahr 1579 besteht aus 34 kg Silber, 0,6 kg Gold und 1,4 kg Kupfer. Anfang des 14. Jahrhunderts wurden die Eltern der hl. Birgitta von Schweden im Finstachor beigesetzt. Seit 1990 wird hier auch eine Reliquie der hl. Birigitta, eine Stück von ihrem Hüftbein, aufbewahrt.


 


Gedenktag und wahrscheinlicher Todestag 18. Mai 1160
(andere Deutung: am 18. Mai 1167 wurden seine Reliquien in einen Schrein gelegt, der Todestag war ein paar Tage vorher)

Als der hl. Erik am Himmelfahrtstag 1160 der hl. Messe in der damaligen Pfarrkirche, der Dreifaltigkeitskirche beiwohnte, erhielt er Nachricht davon, dass Dänen, die ihm den Thron streitig machten, in der Stadt seien. Erik allerdings wollte den Kampf erst aufnehmen, nachdem er die Messe zu Ende gehört hatte. Da seine Männer in der Unterzahl waren, hatten die Dänen leichtes Spiel. Erik wurde mit einem Hieb durch den Hals getötet. (..) Im Weiteren erzählt die Legende, dass dort, wo der abgeschlagene Kopf Eriks auf den Boden aufschlug, nämlich zwischen Domkirche und Fluß, eine Quelle entsprang, deren Wasser Wunderheilungen bewirkte.
(S. Hardegger, Weiter Himmel, stille Wege, 50ff)



Herr, unser Gott,
höre auf die Fürsprache
der heiligen Könige Knud, Erich und Olaf,
die in ihren Ländern
die Botschaft von Christus verbreitet haben.
Gib, dass wir mit den Völkern des Nordens
im Glauben an Christus verbunden bleiben,
und stärke in uns allen
die Bereitschaft zur Einheit, wie du sie willst.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.



Patron Schwedens

Reliquie der hl. Birgitta von Schweden im Finstachor, Uppsala

Reliquienschrein der hl. Birgitta von Schweden, die fünf roten Punkte symbolisieren die fünf Wunden Christi, Uppsala

Grab der Eltern der hl. Birgitta von Schweden, Birger Persson und Ingeborg Bengtsdotter

Grabplatte der Eltern der hl. Birgitta, Finstachor, Dom zu Uppsala


Birgitta von Schweden, Finstachor, Uppsala

Birgitta von Schweden, Finstachor, Eriksdom


Katharina von Schweden, die Tochter Birgittas, Finstachor, Eriksdom

Blick zum Hauptportal nach Westen
 
Südseite des Doms zu Uppsala

Mittwoch, 23. März 2016

Am Grab der hl. Birgitta und der hl. Katharina in Vadstena

Klosterkirche in Vadstena

Birgitta von Schweden starb am 23. Juli 1373 in Rom, kurz nachdem sie von der Wallfahrt nach Jerusalem zurückgekehrt war. Ihre Tochter Katharina (Gedenktag am 24. März) und ihr Sohn Birger überführten ihre sterblichen Überreste nach Vadstena, wo sich das Kloster bereits im Bau befand. Katharina war die erste Äbtissin des neuen Klosters.
Birgitta hatte in ihren Offenbarungen die bautechnischen Vorgaben für das Kloster erhalten. Im 28. Kapitel der Revelationes Extravagantes sind die Vorschriften für den genauen Ort der Kirche, die Anzahl der Säulen und Fenster uvm. angegeben.
"Alle Wölbungen über dem Chor und auch dem übrigen Kirchenraum sollen die gleiche Höhe haben es sollen keine kunstvollen Skulpturen an den Türen, Fenstereinfassungen, den Pfeilern und den Wänden angebracht werden, sondern alles soll schlicht gestaltet sein, demütig und stark"




Im Mittelgang sieht der Pilger eines der herausragenden nordischen Kunstwerke des 15. Jahrhunderts, ein großes Triumpfkreuz, das 1420 vom Lübecker Bildhauer Johannes Junge angefertigt wurde. Vermutlich hat es bereits bei der Einweihung der Kirche im Jahr 1430 an dieser Stelle gehangen.

Kreuz, 1420, Klosterkirche Vadstena

links die hl. Birgitta, rechts die hl. Katharina

 "Kreuz und Krone sind Symbole der birgittinischen Spiritualität geworden. Sie gehen zurück auf zwei Visionen, die Birgitta als Kind erfahren hat, die erste mit sieben Jahren. Die Gottesmutter erschien ihr. Maria reichte ihr eine Krone und fragte sie, ob Birgitta diese haben wolle. Birgitta bejahte und spürte dann einen leichten Druck um ihren Kopf, als Maria ihr die Krone aufsetzte.
Die zweite Offenbarung geschah drei Jahre später. Nach einem Gottesdienst sah Birgitta den Gekreuzigten und fragte ihn, wer ihm solches Leid angetan habe.
Er antwortete ihr: ´Die, die mich verachten und meine Liebe vergessen.´"
(S. Hardegger, Weiter Himmel - stille Wege, 32)

Katharina wird dargestellt im Birgittenhabit, mit Buch, Lilie, brennender Lampe und mit einem Hirsch an ihrer Seite
(als Schutz gegen aufdringliche Verehrer)



1989 besuchte Johannes Paul II. die Klosterkirche, die seit 1829 der Schwedischen Kirche gehört, und segnete eine Statue der hl. Katharina von Schweden.

Katharina von Schweden wurde 1489 seliggesprochen




Der Reliquienschrein der hl. Birgitta und der hl. Katharina liegt im nördlichen Seitenschiff der Kirche. Er ist aus Holz, mit Samt verkleidet und mit vergoldeten Beschlägen versehen, und enthält den gesamten Reliquienschatz des Klosters: 23 Gebeine und zwei Schädel. Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge stammen die Schädel von Birgitta und Katharina.


In den Steinsockel, auf dem der Schrein steht, ist folgende Inschrift gemeißelt:

Rosa rorans bonitatem,
Stella stillans claritatem,
Birgitta vas gratiae!
Rora caeli pietatem
Stilla vitae puritatem
In vallem miseriae.

Rose, die eitel Güte atmet,
Stern, der Klarheit strahlet,
Birgitta, du Gefäß der Gnade!
Lass himmlische Frommheit fließen,
lass reines Leben strömen
hernieden in dies Tal der Trauer.

Gebet der hl. Birgitta: Herr zeige mir den Weg, und mache mich willig, ihn zu wandern.


 

Vadstena (Steinhaus am Wasser) liegt an einer Bucht des Sees Vättern