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Samstag, 27. Juni 2026

Hemma von Gurk, Gründungsmutter von Admont

 

Stiftskirche Admont

Stifterin
Namensdeutung: von Wilhelma: Helm und Schutz (althochdeutsch)
Namenstage: Hemma, Emma, Emmi, Wilhelma, Helma
Gedenktag: 27. Juni

Lebensdaten: geboren um 995 in Kärnten, gestorben am 29. Juni 1045 in Gurk

Lebensgeschichte: Hemma stammte von den bayerischen Luitpoldingern ab, einer der führenden und reichsten Adelsfamilien, und kam in Kärnten zur Welt, wo ihre Familie ausgedehnte Ländereien besaß. Um 1010 wurde sie mit Wilhelm, Graf von Friesach und Markgraf im Sanntal, verheiratet.

1036 wurde ihr Mann als Konkurrent des Kärntner Herzogs ermordet, und auch ihre Söhne soll sie auf gewaltsame Weise verloren haben. Der Legende nach wurden ihre Söhne bei einem Aufstand von Knappen erschlagen, und ihr Mann hatte die Aufständischen so hart bestrafen lassen, dass Hemma ihn zur Buße auf Pilgerfahrt nach Rom schickte, von der er nicht mehr lebend zurückkehrte.

Hemma gründete auf ihren Besitztümern in Kärnten, der Steiermark, im heutigen Slowenien und in der Krain etliche Kirchen, legte mit der Übertragung reicher Güter den Grundstein für das spätere Stift Admont und errichtete 1043 in Gurk ein Frauenkloster, in dem sie bis zu ihrem Tod am 29. Juni 1045 auch lebte.

Legende: Als die Bauarbeiter des Klosters Gurk sich über zu wenig Lohn beschwerten, ließ Hemma jeden aus einem Geldbeutel greifen, so viel er mochte. Die Arbeiter konnten genau so viel fassen, wie sie auch vorher schon bekommen hatten, alles andere entglitt ihren Fingern.

Verehrung: 1174 wurden Hemmas Gebeine in die Krypta des Gurker Doms erhoben, 1287 wurde ihr Grab feierlich geöffnet – damit war sie als Selige anerkannt. Besonders verehrt wurde Hemma von den Krainern und Slowenen, die große Wallfahrten zu ihrem Grab veranstalteten. Ab 1745 wurde ihr Gedenktag am 27. Juni begangen, bis 1938 endlich ihre Verehrung als Heilige von Papst Pius XI. bestätigt wurde.

Darstellung: als vornehme Dame mit Urkunde, Rose oder Kirchenmodell

Patronin: von Kärnten, des Bistums Gurk-Klagenfurt, Helferin bei Augenleiden, Krankheit, für eine glückliche Geburt und bei Kinderwunsch

Altar der hl. Hemma in der Stiftskirche Admont


auf dem Weg dorthin

Samstag, 27. Juni 2020

Hemma von Gurk

Votivtafel beim Grab der hl. Hemma im Gurker Dom
 
Hemma (Emma), Gräfin von Friesach-Zeltschach, geboren um 980, mit dem Grafen Wilhelm von der Sann verheiratet, schien zu Glück und Ehre berufen. Aber durch unglückliche Umstände verlor sie früh ihren Mann und ihre zwei Söhne. Sie nahm ihr hartes Geschick als Fügung Gottes an und benützte ihr Vermögen und den Rest ihres Lebens, um Gutes zu tun. Sie wurde dem Volk von Kärnten eine sorgende Mutter. Auf ihrem Besitz stiftete sie das Doppelkloster Gurk; auch das Kloster Admont verehrt sie als Stifterin. Sie starb 1045 in Gurk. Ihre Verehrung wurde 1938 kirchlich bestätigt. (Erzabtei Beuron)

Barmherziger Gott, du lenkst unsere Wege.
In schwerer Zeit hat die heilige Hemma
(als Landesmutter von Kärnten)
für die Bedrückten und Armen gesorgt.
Gib auch uns die Kraft,
in der Not nicht zu verzweifeln,
sondern auf dich zu schauen und Gutes zu tun.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.


Die Hemma-Tafeln im Gurker Dom





Bitte für uns, Heilige Gottesgebärerin

Dienstag, 27. Juni 2017

Heute gedenkt die österreichische Kirche der Landesmutter Kärntens



Grab der hl. Hemma von Gurk, Gurker Dom

Barmherziger Gott, du lenkst unsere Wege.
In schwerer Zeit hat die heilige Hemma
(als Landesmutter von Kärnten)
für die Bedrückten und Armen gesorgt.
Gib auch uns die Kraft,
in der Not nicht zu verzweifeln,
sondern auf dich zu schauen und Gutes zu tun.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Montag, 27. Juni 2016

Die Hemma-Tafeln im Gurker Dom

Sechs Holzreliefs an den Seitenwänden des Gurker Doms, die aus dem 16. Jahrhundert stammen (gefertigt durch "Meister Lienhart von der St. Veiter Werkstatt), erzählen in chronologischer Reihenfolge aus dem Leben der damals noch seligen Hemma.

1. Hemma und ihr Mann Wilhelm trauern um ihre Söhne Wilhelm und Hartwig, die bei einem Aufstand von Bergleuten getötet worden sind.

Die Söhne der hl. Hemma wurden getötet, Hemma-Tafeln, Gurker Dom

2. Wilhelm unternahm eine Wallfahrt nach Jerusalem, von der nicht mehr zurückgekommen ist. Hemma weint bei der Verabschiedung.

Hemma verabschiedet ihren Mann Wilhelm, Hemma-Tafeln, Gurker Dom

3. Hemma lässt das Kloster und die Kirche in Gurk bauen. Sie sitzt auf dem "Hemmastein" und überwacht die Bauarbeiten. "Jede Woche besteht sie darauf, dass sie selbst den Arbeitern den Lohn auszahlt. Einmal glaubte ein Baumeister, er würde zu wenig Geld für seine Arbeit bekommen. Hemma lässt daraufhin alle selber in den Sack greifen. Sie könne sich so viele Münzen mitnehmen, wie sie wollen. Die Überlieferung berichtet, dass jeder nur so viel nehmen kann, wie er auch wirklich verdient." (Feste feiern im Kirchejahr, Hemma von Gurk, 9)

Hemma überwacht den Bau der Gurker Klosterkirche, Hemma-Tafeln, Gurker Dom

4. Hemma hat mit Schwestern aus der Stadt Salzburg ein Benediktinerinnenkloster gegründet, das 1072 aufgehoben wurde. Das Bild zeigt Nonnen und Mönche im Habit der Augustiner Chorherren, die später das aufgelassene Kloster bewohnt haben.

Ordensleute ziehen in das Koster ein

5. Am Hemmagrab ereignen sich an die 100 Wunder und Heilungen. Viele Menschen bitten die hl. Hemma um Hilfe. Krücken von Geheilten liegen vor dem Grab der Heiligen. Eine schwangere Frau bittet um eine glückliche Geburt. Kranke Menschen erbitten die Fürsprache der Heiligen.

Viele Menschen bitten am Grab der hl. Hemma um Hilfe, Hemma-Tafeln, Gurker Dom

Am Grab der hl. Hemma


6. Hemma wird besonders gegen Gicht, Lähmungen, Kopf- und Halsschmerzen, Geschwülste, Epilepsie und Augenleiden angerufen, Frauen bitten um eine glückliche Geburt. Der Ring der hl. Hemma soll bei Augenkrankheiten besondere Heilkraft haben. Bis heute wird der Augensegen am 27. Juni gespendet.

Ein Priester erteilt den Augensegen, Hemma-Tafeln, Gurker Dom

Hl. Hemma, bitte für uns und für alle,

die wir deiner Fürsprache anempfehlen.

Freitag, 27. Juni 2014

Am Grab der hl. Hemma von Gurk

Dom zu Gurk


Hemma (Emma), Gräfin von Friesach-Zeltschach, geboren um 980, mit dem Grafen Wilhelm von der Sann verheiratet, schien zu Glück und Ehre berufen. Aber durch unglückliche Umstände verlor sie früh ihren Mann und ihre zwei Söhne. Sie nahm ihr hartes Geschick als Fügung Gottes an und benützte ihr Vermögen und den Rest ihres Lebens, um Gutes zu tun. Sie wurde dem Volk von Kärnten eine sorgende Mutter. Auf ihrem Besitz stiftete sie das Doppelkloster Gurk; auch das Kloster Admont verehrt sie als Stifterin. Sie starb 1045 in Gurk. Ihre Verehrung wurde 1938 kirchlich bestätigt. (Schott)




Lange vor der Seligsprechung (1287) der hl. Hemma widmete man ihr ein großes Mausoleum in Form einer 100-säuligen Krypta. 1174 wurden ihre Gebeine in die Krypta übertragen.

"Gebannt blickt der Besucher auf den an Moscheen erinnernden Säulenwald, in dem die Einzelsäule, mit wenigen Ausnahmen, durchaus schlicht gebildet ist, der jedoch gleichsam mit den vielen Kreuzgewölbeeinheiten und im Wechsel mit sechs massiven Rechteckpfeilern fantastische Lichtschattenspiele und sehr abwechslungsreiche Ausblicke bietet."



Das Hemmagrab ist durch ein kunstvoll geschmiedetes Gitter abgegrenzt und zudem an der Decke durch fein gezeichneten Stuck ausgezeichnet.


Im Zentrum steht die barocke Ummantelung des Hemmasarkophages (ab 1720) durch den barock geschwungenen Altartisch in rotem Marmor und vor allem durch die darüber gesetzte Figurenszene des Hemmatodes.



"Die Altarszene zeigt die über ein hohes Bett gelagerte Hemma mit gefalteten Händen, im Vordergrund begleitet von  einer Nonne mit aufgeschlagenem Gebetbuch und einer am Boden hockenden Klagefrau. Vor der Draperie des Hintergrundes gesellt sich dazu eine Nonne in der Pose verzweifelter Trauer, die von einer weiteren in entschiedener Gestik nach oben zur sakralen Sphäre der Hoffnung verwiesen wird, während eine weitere sich der Klage hingibt."






Wallfahrtsgebet zur hl. Hemma (Quelle)

Heilige Hemma, siehe, von weit her bin ich gekommen, um an deinem Grab zu beten.
Wie glücklich bin ich, hier zu verweilen, um dir meine Anliegen vorzutragen.
Ich weiß ja in dir eine große Fürsprecherin bei Gott.
In Seinen Heiligen ist Er verherrlicht, in ihnen offenbaren sich uns Seine Liebe, Güte und Weisheit.

Viele irdische Sorgen bedrücken mich.
Ich will sie vertrauend in deine Hände legen, damit du sie dem Heiland weitergeben mögest.
Auch du hast ja dein Leben lang alles dem Herrn überlassen,
und so will auch ich mit dir sagen: "In allen Dingen soll Gottes Wille an mir geschehen."

Doch das größte Anliegen sei mir mein ewiges Heil.
Aber nicht immer finde ich den Weg zu den heiligen Tugenden.
Demut und Liebe zu üben, fällt mir oft schwer.
Verhilf du mir dazu, heilige Hemma!
Siehe, viel Not und Unheil sind in dieser Welt,
und viele Menschen, die ich kenne, leben ohne Freude.

Lasse mich in dir ein Beispiel sehen, dem ich nacheifere,
damit auch ich dem Nächsten Licht bin, wie du ein Licht warst so vielen Bedrängten.
Eine Unmenge Haß ist auf dieser Erde.
Wir rufen zu dir, heilige Hemma, und wollen von dir lernen,
auch das Bittere, das uns angetan wird, zu vergeben und zu vergessen. Amen!



Votivbilder auf Blechtafeln gemalt schildern Gebetserhörungen

Zwei Puttengestalten und die Darstellungen der weiblichen Symbolgestalten von Glaube (mit dünn verschleiertem Haupt, rechts) und Hoffnung (mit empor gerichtetem Blick, links) vervollständigen das Altarensemble.
Erst 1925 war durch das Aufschneiden des Altartisches wiederum der romanische Sarkophag mit den Kopfstützen zum Vorschein gelangt.

(vgl. Dom zu Gurk, Peda-Kunstführer, 2012)

Hemmagrab in der Krypta, Dom zu Gurk



Barmherziger Gott, du lenkst unsere Wege.
In schwerer Zeit hat die heilige Hemma (als Landesmutter von Kärnten)
für die Bedrückten und Armen gesorgt.
Gib auch uns die Kraft, in der Not nicht zu verzweifeln,
sondern auf dich zu schauen und Gutes zu tun.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

(Tagesgebet)

Mittwoch, 26. Juni 2013

Hemma von Gurk


Hemma von Gurk, Landesmutter, Stifterin und Ordensfrau. Hemma wurde um 980 aus dem Geschlecht der Grafen von Friesach-Zeltschach geboren und war verheiratet mit Graf Wilhelm von der Sann, der vor 1016 starb. Als 1036 ihr Sohn ermordet wurde, gründete Hemma mit ihrem Besitz das Benediktinerinnenkloster Gurk in Kärnten und schuf die Grundlage für die Errichtung des Benediktinerklosters Admont, das allerdings erst ab 1074 bewohnt war. Die Marienkirche in Gurk wurde 1043 geweiht und gleichzeitig wurde als erste Äbtissin Ida aus dem Kloster Nonnberg in Salzburg eingeführt.

Nach der Überlieferung trat Hemma selbst als Klosterfrau in Gurk ein, wo sie am 29. Juni 1045 starb. Nach der Errichtung des Bistums Gurk 1072 wurde 1074 Hemmas Leib in die vielsäulige Krypta des Domes übertragen. 1287 erfolgte die feierliche Erhebung ihrer Reliquien. 1466 wurde ihr Heiligsprechungsprozess eingeleitet, jedoch erst 1938 abgeschlossen. Das Grab der „Landesmutter Kärntens“ wird heute noch von zahlreichen Pilgern besucht. Hemma wird dargestellt als vornehme Frau mit Kirchenmodell, Urkunde und Rose.

aus dem Martyrologium Sancrucensis




Hemma von Gurk gibt den Armen Brot
Stadtpfarrkirche Waidhofen/Ybbs,
ein Gerüst verdeckt das Fenster


Wallfahrtsgebet zur hl. Hemma (Quelle)

Heilige Hemma, siehe, von weit her bin ich gekommen, um an deinem Grab zu beten.
Wie glücklich bin ich, hier zu verweilen, um dir meine Anliegen vorzutragen.
Ich weiß ja in dir eine große Fürsprecherin bei Gott.
In Seinen Heiligen ist Er verherrlicht, in ihnen offenbaren sich uns Seine Liebe, Güte und Weisheit.

Viele irdische Sorgen bedrücken mich.
Ich will sie vertrauend in deine Hände legen, damit du sie dem Heiland weitergeben mögest.
Auch du hast ja dein Leben lang alles dem Herrn überlassen,
und so will auch ich mit dir sagen: "In allen Dingen soll Gottes Wille an mir geschehen."

Doch das größte Anliegen sei mir mein ewiges Heil.
Aber nicht immer finde ich den Weg zu den heiligen Tugenden.
Demut und Liebe zu üben, fällt mir oft schwer.
Verhilf du mir dazu, heilige Hemma!
Siehe, viel Not und Unheil sind in dieser Welt,
und viele Menschen, die ich kenne, leben ohne Freude.

Lasse mich in dir ein Beispiel sehen, dem ich nacheifere,
damit auch ich dem Nächsten Licht bin, wie du ein Licht warst so vielen Bedrängten.
Eine Unmenge Haß ist auf dieser Erde.
Wir rufen zu dir, heilige Hemma, und wollen von dir lernen,
auch das Bittere, das uns angetan wird, zu vergeben und zu vergessen. Amen!