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Montag, 29. September 2025

Sankt Michael und Maria, die Königin der Engel

 

Hochaltar der Kollegienkirche in Salzburg

 

Der heutige Hochaltar wurde von Pater Bernard Stuart entworfen und von Josef Anton Pfaffinger ausgeführt. Das Programm des Hochaltares stammt aus dem Alten Testament und bezieht sich auf einen Spruch Salomos (Spr 9,1 EU): „Die Weisheit hat ihr Haus gebaut, ihre sieben Säulen behauen.“ Vor den Säulen stehen allegorische Figuren der Musik, Dichtung, Malerei und Baukunst sowie der vier Fakultäten. Darüber schweben Liebe und Hoffnung, beflügelt vom Glauben. Auf der Höhe des Gesimses stehen hier sieben Erzengel. Der Altar löst sich nach oben hin in die von Fischer von Erlach entworfenen Stuckfiguren auf. Er wiederholt die Hauptmotive der Kirche und führt sie weiter. Als oberster Abschluss des Chores erscheint vor dem hellen Fenster der Apsis umgeben von plastisch modellierten Wolken, zahlreichen Engeln und einem Strahlenkranz – gleichsam überirdisch – Maria Immaculata auf einer Mondsichel. (wiki)

sieben Engel, in der Mitte der Erzengel Michael

Sankt Michael, du starker Held,
ergreife Schild und Lanze,
und steig hernieder auf die Welt
im goldnen Strahlenglanze!
 
Erheb dich kühn voll Himmelskraft
wie einst in Schöpfungszeiten,
um gegen List und Leidenschaft
und Satans Macht zu streiten.
 
Du Himmelsfürst, laß dich erflehn:
Hilf uns in schlimmen Tagen!
Dann werden wir den Kampf bestehn
und Siegeskränze tragen.
(Otto Zischkin, wirksame Gebete um Hilfe und Schutz, 35f)

darüber Maria Immaculata mit der Mondsichel

Sonntag, 8. Dezember 2024

Der Makel des Anfangs ist nicht in dir

 

Laurentiuskirche, Vittoriosa

Sei gegrüßt, du Himmelstür,
Stern, der leuchtet für uns für,
Heiligste im Himmelsheer,
o Maria, Gottes Mutter, hoch und hehr,

die des höchsten Königs Sinn
als die einzige im Chor
huldvoll sich zur Magd erkor
schon vor aller Zeiten erstem Anbeginn.

Sünde hat mit böser Macht
nie dein Innerstes betört,
da du Gottes Wort gehört,
hast du Erd´und Himmel Fröhlichkeit gebracht.

Preis den Vater und dem Sohn
und dem Geist auf gleichem Thron,
deren Ruhm und Herrlichkeit
machtvoll währt durch alle Zeit und Ewigkeit.
Amen.
Hymnus zur Lesehore

Donnerstag, 28. November 2013

Katharina Laboure und die Wunderbare Medaille

Kapelle der Erscheinungen, Rue du Bac

Am 28. November wird bei den Lazaristen/Vinzentinern und den Barmherzigen Schwestern der Gedenktag der Hl. Katharina Laboure begangen. Kurz nach Noviziatsbeginn erlebte sie in Paris in der Schwesternkapelle eine Vision der Gottesmutter (18./19.7.1830). Maria kündigte erschütternde Ereignisse in Frankreich und in der ganzen Welt an.



Darstellung der ersten Marienerscheinung in der Rue de Bac vom August 1830


In seinen Aufzeichnungen beschreibt P.  Aladel, der Beichtvater der Schwestern, die bedeutsamste Erscheinung vom 27.11.1830:

"Die Novizin hat bei der Betrachtung ein Bild gesehen, das die seligste Jungfrau darstellt, wie sie gewöhnlich unter dem Titel der Unbefleckten Empfängnis dargestellt ist, stehend und mit ausgebreiteten Armen. Sie war angetan mit einem weißen Kleid und einem silbrigblauen Mantel und einem Schleider in der Farbe des Morgenrotes. Von ihren Händen gingen ganze Bündel von wunderschön glänzenden Strahlen aus.
Die Schwester hörte im selben Augenblick eine Stimme die sagte: "Diese Strahlen sind ein Symbol für die Gnaden, die Maria für die Menschen erwirkt."
Rund um das Bild liest sie in Goldbuchstaben die Anrufung: "O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu dir unsere Zuflucht nehmen."

Einige Augenblicke später wendet sich das Bild, und auf der Rückseite unterscheidet sie den Buchstaben M, von einem kleinen Kreuz überragt, und unten die heiligsten Herzen Jesu und Mariä. Nachdem die Schwester all das aufmerksam angeschaut hat, sagt ihr die Stimme: "Lass nach diesem Muster eine Medaille prägten, und die Menschen, die sie tragen und die mit Andacht dieses kurze Gebet verrichten, werden sich eines besonderen Schutzes der Gottesmutter erfreuen."

(aus: Laurentin, Das Leben der heiligen Katharina Laboure, 87f)



 "O Maria, ohne Sünde empfangen,
bitte für uns, die wir zu dir unsere Zuflucht nehmen.
Das ist das Gebet, das du, o Maria, der heiligen Katharina Laboure an diesem Ort vor nunmehr 150 Jahren eingegeben hast, Seither ist es auf die Medaille geprägt und wird jetzt von so vielen  Gläubigen au f der ganzen Welt getragen und gebetet.
An diesem gesegneten Orth möchte auch ich dir heute gerne das Vertrauen und die ganze Anhänglichkeit beteuern, die du mir in deiner Gnade immer geschenkt hast. "Totus tuus" (Ich bin ganz Dein.) Ich komme als Pilger (...) wie der selige Maximilian Kolbe, der vor seiner Missionsreise nach Japan, genau vor 50 Jahren hierher kam."
Johannes Paul II., in der Kapelle in der Rue du Bac am 31. Mai 1980


Beter am Grab der hl. Katharina Laboure, Paris



Im Innenhof der Vinzentinerinnen über dem Eingang

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Maria, vorerlöst und vollerlöst

Sei gegrüßt, du Himmelstür,
Stern, der leuchtet für und für,
Heiligste im Himmelsheer,
o Maria, Gottes Mutter, hoch und hehr.

Die des höchsten Königs Sinn
als die einzige im Chor
huldvoll sich zur Magd erkor
schon vor aller Zeiten erstem Anbeginn.

Sünde hat mit böser Macht
nie dein Innterstes betört,
da du Gottes Wort gehört,
hast du Erd´und Himmel Fröhlichkeit gebracht.
(aus dem Hymnus zur Lesehore des Hochfestes)

Bildausschnitt Rosenkranzmadonna, Steiermark


Ansprache und Weiheakt von Papst Benedikt XVI. bei seinem Österreichbesuch vor der Mariensäule am Hof am 7. September 2007:

.... Schon vor der Erschaffung der Welt hat Gott uns in Christus erwählt. Jeden von uns kennt und liebt er von Ewigkeit her! Und wozu hat er uns erwählt? Um in Liebe heilig und untadelig vor ihm zu leben! Und das ist keine unerfüllbare Aufgabe: In Christus hat er uns die Verwirklichung schon geschenkt. Wir sind erlöst! Durch unsere Gemeinschaft mit dem auferstandenen Christus hat Gott uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet. Öffnen wir unser Herz, nehmen wir das kostbare Erbe an! Dann werden wir mit Maria das Lob seiner herrlichen Gnade anstimmen. Und wenn wir weiter unsere alltäglichen Sorgen vor die makellose Mutter Christi hintragen, wird sie uns helfen, unsere kleinen Hoffnungen immer zu öffnen auf die große, die eigentliche Hoffnung hin, die unserem Leben Sinn gibt und uns mit tiefer, unzerstörbarer Freude erfüllen kann.

... In diesem Sinne möchte ich nun mit Ihnen aufschauen zur Immaculata, ihrer Fürsprache die Bitten anvertrauen, die Sie vorhin vorgetragen haben, und sie um ihren mütterlichen Schutz für dieses Land und seine Bewohner bitten:

Heilige Maria, makellose Mutter unseres Herrn Jesus Christus,
in dir hat Gott uns das Urbild der Kirche und des rechten Menschseins geschenkt.
Dir vertraue ich das Land Österreich und seine Bewohner an:
Hilf uns allen, deinem Beispiel zu folgen
und unser Leben ganz auf Gott auszurichten!
Laß uns, indem wir auf Christus schauen,
ihm immer ähnlicher, wirklich Kinder Gottes werden!
Dann können auch wir, erfüllt mit allem Segen seines Geistes,
immer besser seinem Willen entsprechen und so zu Werkzeugen des Friedens werden für Österreich, für Europa und für die Welt. Amen.