Donnerstag, 18. Juni 2026
Dienstag, 16. September 2025
Cyprian - über das Vaterunser
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| Cyprian von Karthago, St Cyprian´s Clarence Gate, London |
Die Gebote des Evangeliums sind nichts anderes als
göttliche Lehren,
Grundlagen zur Erbauung der Hoffnung,
Stützen zur Festigung des Glaubens,
Speisen zur Erquickung des Herzens,
ein Steuerruder auf dem richtigen Weg
und ein Hilfsmittel zur Behauptung des Heils,
und indem sie den gelehrigen Sinn der gläubigen auf Erden unterweisen, führen sie zum himmlichen Reich.
Vieles wollte Gott auch schon durch den Mund seiner Diener, der Propheten, verkündigen und uns vernehmen lassen; doch wieviel erhabener ist, was der Sohn spricht, was das Wort Gottes, das in den Propheten wohnte, mit eigener Stimme bezeugt. Denn es befiehlt nicht mehr, dem Kommenden den Weg zu bereiten, sondern es kommt selbst und eröffnet und zeigt uns den Weg, damit wir, die wir in der Finsternis des Todes umherirrten und zuvor unachtsam und blind waren, erleuchtet durch das Licht der Gnade, unter der Führung und Leitung des Herrn, den Weg des Lebens wandeln.
(Cyprian, über das Gebet des Herrn, Texte der Kirchenväter 3, Kösel)
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| St Cyprian´s Clarence Gate, London |
Freitag, 4. Oktober 2024
Erklärung zum Vaterunser (Franz von Assisi)
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Nuestra señora de la Porciúncula, Kristallkirche, Palma de Mallorca |
O heiligster Vater unser:
unser Schöpfer, Erlöser, Tröster und Retter.
Der du bist in den Himmeln: in den Engeln und in den Heiligen.
Du erleuchtest sie zum Erkennen, weil du, Herr, das Licht bist.
Du entflammst sie zur Liebe, weil du, Herr, die Liebe bist.
Du wohnst in ihnen und erfüllst sie zur Seligkeit,
weil du, Herr, das höchste Gut bist,
das ewige Gut, von dem jegliches Gute kommt, ohne den nichts Gutes ist.
Geheiligt werde dein Name:
aufleuchten soll in uns die Kenntnis von dir, damit wir erkennen
die Breite deiner Wohltaten,
die Länge deiner Verheißungen,
die Höhe deiner Majestät
und die Tiefe deiner Urteile.
Dein Reich komme:
damit du in uns durch die Gnade herrschst
und uns in dein Reichkommen lässt,
wo ist die unverhüllte Anschauung deiner selbst,
die vollkommene Liebe zu dir,
die selige Gemeinschaft mit dir,
das ewige Genießen deiner selbst.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden:
damit wir dich lieben
aus ganzem Herzen, indem wir immer an dich denken;
aus ganzer Seele, indem wir immer nach dir verlangen;
aus ganzem Gemüte, indem wir all unser Streben zu dir hinlenken und deine Ehre in allem suchen;
und aus allen unseren Kräften,
indem wir alle unsere Kräfte und Empfindungen der Seele und des Leibes
zum Gehorsam gegen deine Liebe und für nichts anderes aufbieten.
Und damit wir unsere Nächsten wie uns selbst lieben,
indem wir alle nach Kräften zu deiner Liebe hinziehen,
uns über das Gute der anderen wie über das unsrige freuen
und in Widerwärtigkeiten Mitleid mit ihnen haben und niemanden irgendwie beleidigen.
Unser tägliches Brot:
deinen geliebten Sohn, unseren Herrn Jesus Christus,
gib uns heute:
zum Gedächtnis und Verständnis
und zur Hochachtung der Liebe, die er zu uns gehabt hat,
und dessen, was er für uns gesprochen, getan und erduldet hat.
Und vergib uns unsere Schuld:
durch dein unsagbares Erbarmen
und durch die Kraft des Leidens deines geliebten Sohnes
und durch die Verdienste und Fürsprache der allerseligsten Jungfrau Maria
und aller deiner Auserwählten.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern:
Und was wir nicht vollkommen vergeben, mach du, Herr, dass wir es vollkommen vergeben,
damit wir die Feinde um deinetwillen wahrhaft lieben
und für sie bei dir ergeben Fürsprache einlegen,
niemandem Böses mit Bösem vergelten
und in allem in dir nützlich zu sein uns bemühen.
Und führe uns nicht in Versuchung:
in keine verborgene oder offenkundige, unvermutete oder ungestüme.
Sondern erlöse uns von dem Bösen:
dem vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen.
(Franziskusquellen, S. 31-32)
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| Keuschheit, Wahrheit, Gehorsam, Demut |
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Sonntag, 24. Juli 2022
So sollt ihr beten
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| Apsisbild, Bergpredigt, hl. Matthäus schreibt sie auf, Wallern im Bgld |
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas 11,1-13
1Jesus
betete einmal an einem Ort;
als er das Gebet beendet hatte,
sagte einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten,
wie auch Johannes seine Jünger beten gelehrt hat!
2Da sagte er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht:
Vater, geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
3Gib uns täglich das Brot, das wir brauchen!
4Und erlass uns unsere Sünden;
denn auch wir erlassen jedem, was er uns schuldig ist.
Und führe uns nicht in Versuchung!
5Dann sagte er zu ihnen:
Wenn einer von euch einen Freund hat
und um Mitternacht zu ihm geht
und sagt: Freund, leih mir drei Brote;
6denn einer meiner Freunde, der auf Reisen ist,
ist zu mir gekommen
und ich habe ihm nichts anzubieten!,
7wird dann der Mann drinnen antworten: Lass mich in Ruhe,
die Tür ist schon verschlossen
und meine Kinder schlafen bei mir;
ich kann nicht aufstehen und dir etwas geben?
8Ich sage euch:
Wenn er schon nicht deswegen aufsteht
und ihm etwas gibt,
weil er sein Freund ist,
so wird er doch wegen seiner Zudringlichkeit aufstehen
und ihm geben, was er braucht.
9Darum sage ich euch:
Bittet und es wird euch gegeben;
sucht und ihr werdet finden;
klopft an und es wird euch geöffnet.
10Denn wer bittet, der empfängt;
wer sucht, der findet;
und wer anklopft, dem wird geöffnet.
11Oder welcher Vater unter euch,
den der Sohn um einen Fisch bittet,
gibt ihm statt eines Fisches eine Schlange
12 oder einen Skorpion, wenn er um ein Ei bittet?
13Wenn nun ihr, die ihr böse seid,
euren Kindern gute Gaben zu geben wisst,
wie viel mehr wird der Vater im Himmel
den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten.
(Evangelium vom 17. Sonntag im Jahreskreis, C)
Donnerstag, 18. Juni 2020
Das Heilige Land (32) - die Paternoster-Kirche
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| Paternoster-Kirche am Ölberg (Karmelitinnenkirche) |
Die Eleona-Basilika als urspr. Stätte der Himmelfahrt Christi
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| Klausurbereich |
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| im Hintergrund die Karmelitinnenkirche |
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| Eleona-Kirche, (Oliven-)Ölbergkirche |
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| hebräisches und aramäisches Vaterunser; beide sind Zurückübersetzungen des griechischen Vaterunser-Textes bei Matthäus. Der hebr. oder aramäische Text Jesu selber ist uns nicht überliefert. |
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| Maria, lehre uns mit dem Herzen zu beten |
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Sonntag, 28. Juli 2019
Herr, lehre uns beten
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| Kreuz in der Markuskirche, Zagreb |
Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Kolóssä. (Kol 2)
Schwestern und Brüder!
12 Mit Christus wurdet ihr in der Taufe begraben,
mit ihm auch auferweckt,
durch den Glauben an die Kraft Gottes, der ihn von den Toten auferweckt hat.
13 Ihr wart tot infolge eurer Sünden und euer Fleisch war unbeschnitten;
Gott aber hat euch mit Christus zusammen lebendig gemacht und uns alle Sünden vergeben.
14 Er hat den Schuldschein, der gegen uns sprach, durchgestrichen
und seine Forderungen, die uns anklagten, aufgehoben.
Er hat ihn dadurch getilgt, dass er ihn an das Kreuz geheftet hat.
(2. Lesung vom 17. Sonntag)
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| betet so, Vater unser, du du bist in den Himmeln, Markuskirche, Zagreb |
als er das Gebet beendet hatte,
sagte einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten,
wie auch Johannes seine Jünger beten gelehrt hat!
2 Da sagte er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht:
Vater, geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
3 Gib uns täglich das Brot, das wir brauchen!
4 Und erlass uns unsere Sünden;
denn auch wir erlassen jedem, was er uns schuldig ist.
Und führe uns nicht in Versuchung!
5 Dann sagte er zu ihnen:
Wenn einer von euch einen Freund hat
und um Mitternacht zu ihm geht
und sagt: Freund, leih mir drei Brote;
6 denn einer meiner Freunde, der auf Reisen ist,
ist zu mir gekommen
und ich habe ihm nichts anzubieten!,
7 wird dann der Mann drinnen antworten: Lass mich in Ruhe,
die Tür ist schon verschlossen
und meine Kinder schlafen bei mir;
ich kann nicht aufstehen und dir etwas geben?
8 Ich sage euch:
Wenn er schon nicht deswegen aufsteht
und ihm etwas gibt,
weil er sein Freund ist,
so wird er doch wegen seiner Zudringlichkeit aufstehen
und ihm geben, was er braucht.
9 Darum sage ich euch:
Bittet und es wird euch gegeben;
sucht und ihr werdet finden;
klopft an und es wird euch geöffnet.
10 Denn wer bittet, der empfängt;
wer sucht, der findet;
und wer anklopft, dem wird geöffnet.
11 Oder welcher Vater unter euch,
den der Sohn um einen Fisch bittet,
gibt ihm statt eines Fisches eine Schlange
12 oder einen Skorpion, wenn er um ein Ei bittet?
13 Wenn nun ihr, die ihr böse seid,
euren Kindern gute Gaben zu geben wisst,
wie viel mehr wird der Vater im Himmel
den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten.
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| Evangelist Lukas und Johannes der Täufer |
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| Crkva sv. Marka, Zagreb |
Wir haben von seinem Denken über die Kirche gesprochen, aber man darf schließlich Cyprians Lehre über das Gebet nicht vernachlässigen.
Ich liebe besonders sein Buch über das »Vaterunser«, das mir sehr geholfen hat, das »Gebet des Herrn« besser zu verstehen und es besser zu beten: Cyprian lehrt, daß gerade im »Vaterunser« dem Christen die rechte Art des Betens geschenkt ist; und er hebt hervor, daß dieses Gebet im Plural steht, »damit derjenige, der betet, nicht nur für sich allein betet. Unser Gebet«, schreibt er, »ist öffentlich und gemeinschaftlich, und wenn wir beten, beten wir nicht nur für einen, sondern für das ganze Volk, weil wir mit dem ganzen Volk eins sind« (Über das Gebet des Herrn, 8). So erscheinen persönliches und liturgisches Gebet fest miteinander verbunden. Ihre Einheit rührt aus der Tatsache her, daß sie auf dasselbe Wort Gottes antworten. Der Christ sagt nicht »mein Vater«, sondern »Vater unser«, und zwar bis hinein in die Abgeschiedenheit des verschlossenen Zimmers, da er weiß, daß er an jedem Ort, in jeder Lebenslage Glied ein und desselben Leibes ist.
»Laßt uns also beten, geliebteste Brüder«, schreibt der Bischof von Karthago, »wie Gott, der Meister, uns gelehrt hat! Es ist ein vertrauliches und inniges Gebet, wenn wir zu Gott mit dem beten, was sein ist, wenn wir das Gebet Christi zu seinen Ohren emporsteigen lassen. Möge der Vater die Worte seines Sohnes wiedererkennen, wenn wir ein Gebet sprechen: Er, der in unserer Seele wohnt, soll auch in unserer Stimme gegenwärtig sein… Wenn man betet, soll man zudem in einer Weise sprechen und bitten, die mit Zucht Ruhe und Ehrerbietung bewahrt. Bedenken wir, daß wir vor dem Blick Gottes stehen. Es gilt, sowohl in der Haltung des Körpers als auch durch den Ton der Stimme den Augen Gottes zu gefallen… Und wenn wir mit den Brüdern zusammenkommen und die göttlichen Opfer mit dem Priester Gottes feiern, müssen wir uns der Ehrfurcht und Zucht erinnern und dürfen weder unsere Bitten da und dort mit nachlässigen Worten in den Wind sprechen noch mit geräuschvoller Geschwätzigkeit ein Anliegen heraussprudeln, das mit Bescheidenheit an Gott herangetragen werden muß, weil Gott nicht Hörer der Stimme, sondern des Herzens ist (non vocis sed cordis auditor est)« (ebd., 3–4).
Das sind Worte, die auch heute gültig bleiben und uns helfen, die Heilige Liturgie gut zu feiern.
(aus der Generalaudienz von Papst Benedikt XVI. über den hl. Cyprian von Karthago, 6. Juni 2007)
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| Markuskirche, Zagreb |
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| Hochzeitsblumen |
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| Hochzeitsauto (vielleicht) |
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| Hochzeitsgeschenke |
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| Hochzeitsbegleitschutz |
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| Modenschau (anlässlich der Hochzeit) |













































