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Donnerstag, 21. Mai 2026

Hermann Joseph in Jasov

Prämostratenserkloster in Jasov, Slowakei


Die Kirche kann nur mit einer Führung besichtigt werden

Ordenspriester, Mystiker
Namensdeutung: der Heeresmann (althochdt.)
Namenstage: Hermann, Armin, Armand, German, Harm, Hero
Gedenktag: 21. Mai

Lebensdaten: geboren um 1150 in Köln, gestorben am 7. April 1241 in Hoven (Zülpich)

Lebensgeschichte und Legende: Hermanns Biograph und Zeitgenosse Razo Bonvisinus gibt an, er sei in Köln als Sohn des verarmten Grafen Lothar von Meer (-busch) zur Welt gekommen und habe als Kind in der Kirche St. Maria im Kapitol der Gottesmutter einen Apfel angeboten, den sie auch angenommen habe.

Mit zwölf Jahren wurde er Oblate des Prämonstratenserklosters Steinfeld in der Eifel und wurde zum Studium ins friesische Mariengaarde geschickt, wo er auch zum Priester geweiht wurde.

Nach seiner Rückkehr nach Steinfeld wirkte er als Kaplan und Beichtvater in Frauenklöstern wie bei den Zisterzienserinnen in Hoven, wenn er seiner sprichwörtlichen Geschicklichkeit wegen nicht zum Reparieren von Uhren weggeholt wurde, so die etwas anachronistische Überlieferung.

Unter seinen mystischen Erfahrungen ragt seine Vermählung mit der Gottesmutter Maria hervor, die ihm den Beinamen Josef eintrug. Neben dieser Marienminne erlebte er Ekstasen bei der Feier der Eucharistie, die ihn stets drei Rosen im Kelch sehen ließen, und dichtete zahlreiche Lieder und Hymnen.

Zu Lebzeiten schon beliebt und verehrt, starb er in der Karwoche des Jahres 1241 im Kloster Hoven.

Verehrung: 1626 eingeleitet, erfolgte seine Seligsprechung erst hundert Jahre später. Am 21. Mai 1701 wurden seine Gebeine in die Basilika des Klosters Steinfeld erhoben. 1958 bestätigte Papst Pius XII. seinen Status als Heiliger. In der Romantik spielte Hermann Josef als „Kinderheiliger“ eine Rolle.

Darstellung: einen Kelch mit drei Rosen tragend, mit Apfel

Patron: der Uhrmacher, der Mütter und Kinder

Mystische Verlobung des Hermann Joseph im Kunsthistorischem Museum, 2019

Hermann Joseph, bitte für uns






 

Sonntag, 7. April 2019

Hermann Joseph von Steinfeld




Hermann Joseph von Steinfeld, Priester, Mystiker. Hermann wurde um 1150 in einer verarmten Kölner Bürgerfamilie geboren. Schon als 7-jähriges Kind pflegte er ein kindliches Verhältnis zu Maria. Die Legende erzählt, dass er dem Jesuskind in den Armen der Gottesmutter Äpfel brachte, die er sich vom Mund absparte. Mit 12 trat Hermann bei den Prämonstratensern im Kloster Steinfeld in der Eifel ein, wo er mit niederen Diensten in Speisesaal und Sakristei betraut wurde. Als er Maria klagte, dass er vor lauter Arbeit nicht mehr zum Beten komme, antwortete diese, dass ihr der Liebesdienst an den Brüdern das Liebste sei. In mystischen Erscheinungen nannte Maria Hermann ihren Kaplan und Bräutigam, sodass er von den Brüdern den Beinamen „Josef“ erhalten hatte. Nach der Priesterweihe nahmen die mystischen Gnadenerweise noch zu. Nun wurde Hermann Joseph auch des öfteren zu seelsorglichen Aufgaben außerhalb des Klosters gesandt. Unter anderem war er Spiritual der Zisterzienserinnen in Hoven bei Zülpich.
Dort starb Hermann Joseph auch im Alter von 91 Jahren am 7. April 1241. Er wurde von Papst Pius XII. 1958 heilig gesprochen. Dargestellt wird Hermann Joseph als Prämonstratenser, wie er dem Jesuskind in den Armen Mariens einen Apfel reicht. Von ihm stammt das älteste Herz-Jesu-Lied überhaupt: „Summi Regis Cor avéto!“
(Martyrologium Sancrucense)

 Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Johannes Baptist de la Salle, des Gründers der Schulbrüder.


Mystische Verlobung des sel. Hermann Joseph mit Maria, 1630, Antonius von Dyck
Kunsthistorisches Museum, Wien