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Donnerstag, 17. Februar 2022

Am Grab der hl. Gründer des Servitenordens

 

Altar mit den Reliquien der 7 Gründer des Servitenordens,
Monte Senario

 

Sieben angesehene Kaufleute verließen zwischen 1225 und 1227 ihre Geschäfte in Florenz. Es war eine Zeit religiöser und politischer Kämpfe und sittlicher Verwilderung. Über die Anfänge der kleinen Gemeinschaft fehlt es an genauen Nachrichten. Zunächst führten sie ein sehr strenges Leben in der Einsamkeit des Monte Senario, nicht weit von Florenz. Sie übernahmen dann die Regel des hl. Augustinus und wurden als „Orden der Diener Mariens“ (Serviten) 1256 anerkannt, aber erst 1304 durch Papst Benedikt XI. endgültig bestätigt. Damals lebte noch der Letzte von den Sieben. Alessio Falconieri (gest. 17. Febr. 1310). Er bezeichnete es als Aufgabe der Serviten, heilig zu werden und allen Menschen den Weg zur Heiligkeit zu zeigen. Das bevorzugte Mittel dazu: die Betrachtung der Schmerzen Mariens und ihres göttlichen Sohnes. (erzabteibeuron)

Gütiger Gott, du hast den heiligen Gründern des Servitenordens
eine kindliche Liebe zur Mutter Christi geschenkt
 und sie befähigt, dein Volk näher zu dir zu führen.
Gib auch uns den Geist der Frömmigkeit und die Bereitschaft, zu dienen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Schädelreliquien unter den Figuren der Gründer der Serviten, Monte Senario

Freitag, 19. Juni 2020

Juliana Falconieri

Juliana Falconieri, Museum Maria Langegg


Ordensgründerin
Namensdeutung: aus dem Geschlecht der Julier (lat.)
Namenstage: Juliana, Julie, Juliette, Julienne, Liane, Giuliana, Gilian, männl.: Julian, Julius, Jules
Gedenktag: 19. Juni

Lebensdaten: geboren um 1270 in Florenz, gestorben am 19. Juni 1341 ebendort

Lebensgeschichte: Giuliana war die Großnichte von Alexis Falconieri, einem der sieben Gründer des Servitenordens, und erhielt von Philipp Benizi, dem Generalsuperior der Serviten, den Habit des Dritten Ordens: einen langen Mantel, nach dem die Servitinnen auch Mantellatinnen hießen. Bis zum Tod ihrer Eltern 1304 lebte sie zu Hause und nahm von dort aus teil am Gottesdienst, Chorgebet sowie dem Dienst an Armen und Bedürftigen. Dann bezog sie mit einigen Gefährtinnen ein eigenes Haus, in dem sie bis zu ihrem Tod als Oberin der Serviten-Terziarschwestern wirkte und im marianischen Geist des Ordens ein intensives Gebetsleben mit Bußübungen, Gebetswachen und häufigem Fasten führte.
Sie war von einer tiefen eucharistischen Frömmigkeit geprägt, was sich im Bericht über die Umstände ihres Sterbens niederschlägt: Als Juliana den Tod nahen spürte und noch einmal den Leib Christi empfangen wollte, infolge ihrer Schwäche aber keine Nahrung mehr behalten konnte, ließ sie sich die heilige Hostie auf das mit einem Tuch bedeckte Herz legen. Die Hostie verschwand in ihr. Nach ihrem Heimgang fand man das auf der Hostie aufgeprägte Bild des Gekreuzigten auf ihrer Brust abgebildet.

Verehrung: Juliana wurde 1678 selig- und 1737 heiliggesprochen. Ihr Grab befindet sich in der heutigen Sakramentskapelle der Basilica della Santissima Annunziata in Florenz, der Klosterkirche des Servitenordens. In Rom ist ihr seit dem 20. Jahrhundert eine Kirche auf dem Gianicolo geweiht. Juliana ist die einzige weibliche Heilige des Servitenordens.

Darstellung: in Ordenstracht mit Hostie auf der Brust

Patronin: der Servitinnen

(Bistum Augsburg)

Kapelle der hl. Juliana in der Wiener Servitenkirche


Heute gedenkt die Kirche auch der Märtyrer Gervasius und Protasius
Figuren in Saint Gervais, Paris
an ihrem Grab in Mailand

und des hl. Romuald von Ravenna, Ordensgründer


Juliana Falconieri, Darstellung mit der Hostie auf der Brust

Dienstag, 18. Februar 2020

Schenk uns feste Treue bei dem Dienste




 

Gestern, am 17. 2. gedachte die Kirche der sieben Gründer der Serviten und des sel. Lukas Belludi.
 

Hochaltar Vermählung Josef mit Maria, Servitenkirche Innsbruck

 
Maria, die den Schatz der Gnad' uns öffnet,
der unendlichen Liebe, güt'ge Mutter!
Erfülle deine Diener mit der Hoffnung.


O Milde, eilst uns großmütig zu Hilfe
auf den unsich'ren, oft so schweren Wegen.
Schenk uns feste Treue bei dem Dienste.


Beleb' in uns das alte, heil'ge Sollen,
allen Menschen in Liebe nur zu dienen,
den Blick zu dir gewandt, dem Herrn zu folgen.

(Gebet der Serviten zu Maria)


7 Gründer der Serviten mit Maria, Innsbruck

Servitenkirche St. Josef in Innsbruck

Sonntag, 17. Februar 2019

Gründer der Serviten (Maria Langegg)


die 7 Gründer der Serviten mit Maria und der Ordensregel des hl. Augustinus, Maria Langegg


Sieben angesehene Kaufleute verließen zwischen 1225 und 1227 ihre Geschäfte in Florenz. Es war eine Zeit religiöser und politischer Kämpfe und sittlicher Verwilderung. Über die Anfänge der kleinen Gemeinschaft fehlt es an genauen Nachrichten.
Zunächst führten sie ein sehr strenges Leben in der Einsamkeit des Monte Senario, nicht weit von Florenz. Sie übernahmen dann die Regel des hl. Augustinus und wurden als „Orden der Diener Mariens“ (Serviten) 1256 anerkannt, aber erst 1304 durch Papst Benedikt XI. endgültig bestätigt.
Damals lebte noch der Letzte von den Sieben. Alessio Falconieri (gest. 17. Febr. 1310). Er bezeichnete es als Aufgabe der Serviten, heilig zu werden und allen Menschen den Weg zur Heiligkeit zu zeigen. Das bevorzugte Mittel dazu: die Betrachtung der Schmerzen Mariens und ihres göttlichen Sohnes.

Serviten in Wien (Juliana Falconieri)
Servitenkirche in Budapest (Opus Dei)
Servitenkirche auf dem Mariahilfer Berg (Niederösterreich)

Gütiger Gott,
du hast den heiligen Gründern des Servitenordens
eine kindliche Liebe zur Mutter Christi geschenkt
und sie befähigt,
dein Volk näher zu dir zu führen.
Gib auch uns den Geist der Frömmigkeit
und die Bereitschaft, zu dienen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Altar der sieben Schmerzen Mariä, Maria Langegg (NÖ), ehem. Servitenkirche

Dienstag, 19. Juni 2018

Juliana Falconieri


Verherrlichung der hl. Juliana Falconieri, Servitenkirche Wien

Namensdeutung: aus dem Geschlecht der Julier (lat.)
Namenstage: Juliana, Julie, Juliette, Julienne, Liane, Giuliana, Gilian, männl.: Julian, Julius, Jules
Gedenktag: 19. Juni
Lebensdaten: geboren um 1270 in Florenz, gestorben am 19. Juni 1341 ebendort
Lebensgeschichte: Giuliana war die Großnichte von Alexis Falconieri, einem der sieben Gründer des Servitenordens, und erhielt von Philipp Benizi, dem Generalsuperior der Serviten, den Habit des Dritten Ordens: einen langen Mantel, nach dem die Servitinnen auch Mantellatinnen hießen. Bis zum Tod ihrer Eltern 1304 lebte sie zu Hause und nahm von dort aus teil am Gottesdienst, Chorgebet sowie dem Dienst an Armen und Bedürftigen. Dann bezog sie mit einigen Gefährtinnen ein eigenes Haus, in dem sie bis zu ihrem Tod als Oberin der Serviten-Terziarschwestern wirkte und im marianischen Geist des Ordens ein intensives Gebetsleben mit Bußübungen, Gebetswachen und häufigem Fasten führte. 

Sie war von einer tiefen eucharistischen Frömmigkeit geprägt, was sich im Bericht über die Umstände ihres Sterbens niederschlägt: Als Juliana den Tod nahen spürte und noch einmal den Leib Christi empfangen wollte, infolge ihrer Schwäche aber keine Nahrung mehr behalten konnte, ließ sie sich die heilige Hostie auf das mit einem Tuch bedeckte Herz legen. Die Hostie verschwand in ihr. Nach ihrem Heimgang fand man das auf der Hostie aufgeprägte Bild des Gekreuzigten auf ihrer Brust abgebildet.
Verehrung: Juliana wurde 1678 selig- und 1737 heiliggesprochen. Ihr Grab befindet sich in der heutigen Sakramentskapelle der Basilica della Santissima Annunziata in Florenz, der Klosterkirche des Servitenordens. In Rom ist ihr seit dem 20. Jahrhundert eine Kirche auf dem Gianicolo geweiht. Juliana ist die einzige weibliche Heilige des Servitenordens.
Darstellung: in Ordenstracht mit Hostie auf der Brust
Patronin: der Servitinnen
(Quelle: Bistum Augsburg)



Die sterbende Juliana empfängt auf geheimnisvolle Weise den Leib des Herrn, Servitenkirche, Wien


Die rechte Turmkapelle der Servitenkirche ist der hl. Juliana Falconieri geweiht. Die prächtigen Stukkaturen stammen vermutlich von Santino oder Giovanni Baptista Bussi, die zu den besten Stukkateuren dieser Zeit in Wien zählten.
Juliana war eine große Verehrerin der Hl. Eucharistie. Als der Tod näher kam, bat Juliana um die Stärkung vor dem Hinübergang durch den Empfang des Brotes des Lebens. Unfähig, Speise zu sich zu nehmen, wurde ihr nach damaligem Brauch das Allerheiligste vom Priester kurz auf die Brust gelegt. Als die Priester die Hostie in den Kelch zurücklegen wollte, war sie verschwunden.
Juliana starb in diesem Momente mit dem Ausruf: " Dulcis mi Jesu" (Oh mein süßer Jesus).
Bei der Bereitung des Leichnams zur Bestattung fand man an der Stelle, wo der eucharistische Herr gelegen war, das Zeichen der Hostie, wie ein Feuermal eingebrannt. Diese letzte Szene im Leben Julianas ist an der rechten Wand der Kapelle dargestellt.
(Bandion, Steinerne Zeugen des Glaubens, 191)

Hl. Juliana, erbitte uns eine große Sehnsucht nach der hl. Eucharistie