Posts mit dem Label Simon Kananäus werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Simon Kananäus werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 28. Oktober 2025

Gebet zum hl Judas Thaddäus (Crescentia von Kaufbeuren)

Verehrung des hl. Judas Thaddäus durch Klemens Maria Hofbauer, Michaelerkirche in Wien

Simon und Judas im Lateran

Simon und Judas im Wiener Neustädter Dom 

Glasmalereien in St Mary Abbots, London

Relief des Simon in der Stadtpfarrkirche Krems, St. Veith

Judas Thaddäus
 

Gebet der hl. Crescentia von Kaufbeuren zum hl. Judas Thaddäus

Mit zerknirschtem und demütigem Herzen komme ich zu dir, o Tröster der Betrübten, heiliger Apostel Judas Thaddäus, und bitte Dich auf meinen Knien, wie wenn ich dich hier vor meinen Augen gegenwärtig sähe, sieh an meine Leiden und die schwere Last des Kreuzes, unter der ich seufze.

Zu dir nehme ich vertrauensvoll meine Zuflucht, da du ja das seltene Vorrecht besitzt, jenen mit augenscheinlicher Hilfe beizuspringen, die vom Unglück verfolgt werden und fast an jeder Hoffnung verzweifeln. Komm auch mir Armseligem jetzt in meiner Not (hier nenne das Anliegen) zu Hilfe, aus der ich mich aus eigener Kraft nicht mehr zu retten weiß.
Gedenke, heiliger Judas Thaddäus, welch große Gnade dir Gott dadurch gezeigt hat, dass er dich zu einem sicheren Nothelfer in allen Anliegen gemacht hat und, um deinen Namen zu ehren, allerlei Notleidende und Bedrängte zu dir sendet. Lass auch mich deine allbekannte und oft erprobte Güte erfahren und zeige jetzt deine Macht.
Ich versichere und verspreche dir, dass ich diese Gnade und Wohltat mein Leben lang nicht vergessen werde, dich als meinen besonderen Beschützer stets verehren und vor aller Welt kundtun will, dass du wirklich ein mächtiger, rascher und sicherer Helfer bist in allen Trübsalen und Bedrängnissen. Amen.


Simon Kananäus

St. Veith am Vogau, Steiermark

 

Donnerstag, 28. Oktober 2021

Simon Kananäus

 

Martyrium des hl. Simon Thaddäus, Stadtpfarrkirche Krems - St. Veit

Apostel, Märtyrer
Namensdeutung: Gott erhört (hebr.)
Namenstage: Simon, Simeon, Schimon, weibl.: Simone, Simona
Gedenktag: 28. Oktober

Lebensdaten: gestorben 65 in Südarmenien

Lebensgeschichte: Simon mit dem Beinamen „Kananäus“ oder „der Zelot“ wird in den Apostellisten der drei synoptischen Evangelien sowie in der Apostelgeschichte erwähnt (Mt 10,4, Mk 3,18, Lk 6,15, Apg 1,13). Obwohl sein Beiname kananaios (von hebräisch qana) oder zelotes schlicht „der Eiferer“ bedeutet, wurde Simon der antirömischen Widerstandsgruppe der Zeloten zugerechnet und mit dem Bräutigam von der Hochzeit in Kana identifiziert. Da die Bezeichnung eines Apostels als „Zelot“ Anstoß im Römischen Reich erregt hätte, benutzte man lieber die griechische Transliteration des hebräischen Ausdrucks – den aber niemand mehr verstand.

Während die ostkirchliche Tradition diesen Simon vom Herrenbruder Simon, dem Sohn des Klopas und zweiten Vorsteher der Jerusalemer Gemeinde, stets unterschieden hat, stifteten die lateinischen Väter weiter Verwirrung: Hippolyt von Rom behauptete, auch der Herrenbruder Simon hätte „der Zelot“ geheißen, Hieronymus, der ihn nicht einordnen konnte, überging ihn einfach, und Isidor von Sevilla setzte beide gleich, was sich in der Goldenen Legende niedergeschlagen hat.

Der glaubwürdigsten Überlieferung nach wirkte Simon zuerst in Ägypten und bei den Berbern als Glaubensbote, bevor er „jenseits des Euphrats“, das heißt im Partherreich, zusammen mit Judas Thaddäus missionarisch tätig wurde. Im heutigen Armenien erlitten beide gemeinsam das Martyrium: Judas wurde zu Tode geprügelt, Simon mit einer Säge entzweigeteilt. Nach der Geschichte Armeniens von Moses von Choren (5. Jahrhundert) geschah dies in Weriosphora im Königreich Iberien (entspricht in etwa Südarmenien). Auch das heutige Kloster Nowy Afon (Neuer Athos) im heutigen Abchasien beansprucht, über Simons Grab errichtet worden zu sein.

Verehrung und Brauchtum: Reliquien der Apostel Simon und Judas Thaddäus werden unter anderem im Petersdom und in der Kölner St. Andreaskirche verehrt. Heilkräftig soll der Simonsbrunnen hinter der Abteikirche von Sayn bei Neuwied sein.

Darstellung: mit Säge, Keule, Schwert, Lanze oder Beil, mit Judas Thaddäus

Patron: von Goslar, der Färber, Gerber, Holzhauer, Lederarbeiter, Maurer, Waldarbeiter und Weber
(BistumAugsburg)
 

Waldarbeiter und Weber

Mittwoch, 28. Oktober 2020

Simon der Eiferer und Judas Thaddäus

Heute gedenkt die Kirche auch des Königs Alfred des Großen (Winchester Cathedral), seinTodestag ist der 26.10., manchmal wird als Gedenktag auch der 28.10. angegeben.

St Mary Abbots, London

Apostel, Märtyrer
Namensdeutung: Gott erhört (hebr.)
Namenstage: Simon, Simeon, Schimon, weibl.: Simone, Simona
Gedenktag: 28. Oktober

Lebensdaten: gestorben 65 in Südarmenien

Lebensgeschichte: Simon mit dem Beinamen „Kananäus“ oder „der Zelot“ wird in den Apostellisten der drei synoptischen Evangelien sowie in der Apostelgeschichte erwähnt (Mt 10,4, Mk 3,18, Lk 6,15, Apg 1,13). Obwohl sein Beiname kananaios (von hebräisch qana) oder zelotes schlicht „der Eiferer“ bedeutet, wurde Simon der antirömischen Widerstandsgruppe der Zeloten zugerechnet und mit dem Bräutigam von der Hochzeit in Kana identifiziert. Da die Bezeichnung eines Apostels als „Zelot“ Anstoß im Römischen Reich erregt hätte, benutzte man lieber die griechische Transliteration des hebräischen Ausdrucks – den aber niemand mehr verstand.
Während die ostkirchliche Tradition diesen Simon vom Herrenbruder Simon, dem Sohn des Klopas und zweiten Vorsteher der Jerusalemer Gemeinde, stets unterschieden hat, stifteten die lateinischen Väter weiter Verwirrung: Hippolyt von Rom behauptete, auch der Herrenbruder Simon hätte „der Zelot“ geheißen, Hieronymus, der ihn nicht einordnen konnte, überging ihn einfach, und Isidor von Sevilla setzte beide gleich, was sich in der Goldenen Legende niedergeschlagen hat.
Der glaubwürdigsten Überlieferung nach wirkte Simon zuerst in Ägypten und bei den Berbern als Glaubensbote, bevor er „jenseits des Euphrats“, das heißt im Partherreich, zusammen mit Judas Thaddäus missionarisch tätig wurde. Im heutigen Armenien erlitten beide gemeinsam das Martyrium: Judas wurde zu Tode geprügelt, Simon mit einer Säge entzweigeteilt. Nach der Geschichte Armeniens von Moses von Choren (5. Jahrhundert) geschah dies in Weriosphora im Königreich Iberien (entspricht in etwa Südarmenien). Auch das heutige Kloster Nowy Afon (Neuer Athos) im heutigen Abchasien beansprucht, über Simons Grab errichtet worden zu sein.

Verehrung und Brauchtum: Reliquien der Apostel Simon und Judas Thaddäus werden unter anderem im Petersdom und in der Kölner St. Andreaskirche verehrt. Heilkräftig soll der Simonsbrunnen hinter der Abteikirche von Sayn bei Neuwied sein.

Darstellung: mit Säge, Keule, Schwert, Lanze oder Beil, mit Judas Thaddäus

Patron: von Goslar, der Färber, Gerber, Holzhauer, Lederarbeiter, Maurer, Waldarbeiter und Weber

(BistumAugsburg)

Simon und Judas im Wiener Neustädter Dom

Simon und Judas in der Lateranbasilika

Judas Thaddäus in der Michaelerkirche, Wien, in Wien hat Klemens Maria Hofbauer seine Verehrung begründet

 

Simon der Zelot, Attribut Säge, St Mary Abbots, London

 

Gott, der Du uns gewährt hast,

dass wir durch Deine heiligen Apostel Simon und Judas 

zur Erkenntnis Deines Namens gelangen,

gib, dass wir, indem wir voranschreiten, ihre ewige Glorie feiern,

und indem wir sie feiern, voranschreiten. 

Durch unseren Herrn.

 

Judas Thaddäus, das seltene Attribut des Bootes
verweist auf sein missionarisches Bemühen

Montag, 28. Oktober 2019

Simon und Judas Thaddäus im Wiener Neustädter Dom

Apostel Simon, Wiener Neustädter Dom

Simon und Judas in der Lateranbasilika

Judas Thaddäus in der Michaelerkirche, Wien, in Wien hat Klemens Maria Hofbauer seine Verehrung begründet



Simon mit dem Beinamen „der Eiferer“ gehörte vermutlich zu der kämpferisch nationalistischen Gruppe der Zeloten (Mt 10,4; Mk 3,18; Lk 6,15; Apg 1,14). Im Übrigen wissen wir von ihm nicht mehr, als dass er zum Kreis der Zwölf berufen wurde. Später soll er in Ägypten und Persien gepredigt und in Persien zusammen mit Judas Thaddäus das Martyrium erlitten haben. Dieser Judas Thaddäus wird in Lk 6,16 und Apg 1,13 „Judas des Jakobus“ genannt, was wahrscheinlich als „Sohn (nicht Bruder) des Jakobus“ zu verstehen ist. Welcher Jakobus hier gemeint ist, wissen wir nicht. Auch Judas scheint aus nationalistischen Kreisen zu stammen und in Jesus zunächst einen politischen Messias, einen nationalen Befreier, erwartet zu haben.
(Erzabtei Beuron)
 
Die Apostelstatuen aus Ahorn- und Lindenholz stammen von Lorenz Luchsperger,
er wirkte spätestens ab 1471 bis zum seinem Tod 1501 in Wiener Neustadt
 

Judas Thaddäus mit Keule, Wiener Neustädter Dom

Samstag, 28. Oktober 2017

Die Apostel Simon und Judas in der Lateranbasilika


Statue des hl. Simon Kananäus, Lateranbasilika


Allmächtiger Gott, durch die Botschaft der Apostel
hast du uns zur Erkenntnis deines Namens geführt.
Mehre auf die Fürsprache der Heiligen Simon und Judas die Zahl der Gläubigen
und festige in der Kirche das Vertrauen auf deine Hilfe.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.




Statue des Apostels Judas Thaddäus, Lateranbasilika



In jenen Tagen ging Jesus auf einen Berg, um zu beten. Und er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott.
Als es Tag wurde, rief er seine Jünger zu sich und wählte aus ihnen zwölf aus; sie nannte er auch Apostel. Es waren Simon, dem er den Namen Petrus gab, und sein Bruder Andreas, dazu Jakobus und Johannes, Philippus und Bartholomäus, Matthäus und Thomas, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Simon, genannt der Zelot, Judas, der Sohn des Jakobus, und Judas Iskariot, der zum Verräter wurde. Jesus stieg mit ihnen den Berg hinab.
In der Ebene blieb er mit einer großen Schar seiner Jünger stehen, und viele Menschen aus ganz Judäa und Jerusalem und dem Küstengebiet von Tyrus und Sidon strömten herbei. Sie alle wollten ihn hören und von ihren Krankheiten geheilt werden. Auch die von unreinen Geistern Geplagten wurden geheilt. Alle Leute versuchten, ihn zu berühren; denn es ging eine Kraft von ihm aus, die alle heilte.
(Lukas 6,12-19)



Dienstag, 28. Oktober 2014

Simon und Judas


Simon Kananäus, Apostel. Simon wird im Neuen Testament nur in den Apostelkatalogen genannt, in den Evangelien tritt er weder durch Worte noch durch Taten hervor. Sein aramäischer Beiname „Kananäus“ bedeutet „der Eiferer“ und hat nichts mit einer Herkunft aus Kanaan zu tun. Dieselbe Bedeutung hat das griechische „Zelotes“, mit dem der Apostel apostrophiert wird. Vermutlich besagt „Kananäus“ bzw. „Zelotes“, dass Simon, bevor er sich Jesus anschloss, der jüdischen Partei der Zeloten angehört hat. Die Legende macht aus Simon und Judas Thaddäus Brüder. Simon soll später in Palästina als Glaubensbote gewirkt haben. Über sein Lebensende sind wir nicht unterrichtet. Dass er zersägt worden ist, ist ebenfalls legendär. Der Apostel Simon kann mit dem „Herrenbruder“ Simon nicht gleichgesetzt werden. Die Kirche gedenkt des Herrenbruders Simon, der der zweite Bischof von Jerusalem war, am 18. Februar. Der Apostel Simon wird dargestellt mit Säge, auch mit Lanze oder Schwert.

Judas Thaddäus, Apostel. Thaddäus heißt „der Beherzte“. Judas Thaddäus war der Sohn eines Jakobus (Lk 6,16), er war von Jesus zum Apostel berufen worden. Judas Thaddäus ist nicht zu verwechseln mit Judas Ischariot, der Jesus verraten hat. Er ist auch nicht mit Judas, dem Bruder des Simon, gleichzusetzen. Ebenso wenig ist er der Verfasser des Judasbriefes im Neuen Testament. Außer in den Apostelkatalogen wird er im Neuen Testament nicht erwähnt. Nach der Legenda Aurea wurde Judas vom Apostel Thomas nach derHimmelfahrt Christi zu König Abgar von Edessa geschickt. Abgar von Edessa ist jener König, der ein Bild Jesu malen ließ, weil Christus ihn geheilt hatte. Seit Ende des 18. Jahrhunderts ist seine Verehrung im Steigen begriffen, weil er in verzweifelten und ausweglosen Situationen als Helfer angerufen wird. Der Apostel Judas Thaddäus wird dargestellt mit Buch und Keule
(Martyrologium Sancrucense)

Altar des Judas Thaddäus, Gemälde um 1928, Michaelerkirche, Wien




In Österreich geht die Verehrung des hl. Judas vor allem auf den hl. Klemens Maria Hofbauer (1751-1820) zurück. Besonders in Wien, wo Klemens wirkte, sind viele Kirchen und Kapellen dem Heiligen geweiht. Klemens Maria verfasste einige Gebete zu Judas Thaddäus und ermunterte die Gläubigen, sich in allen Nöten voll Vertrauen an den Apostel zu wenden.



Allmächtiger, ewiger Gott,
du hast den heiligen Apostel Judas Thaddäus mit der besonderen Gnade geziert,
die bösen Gedanken zu vertreiben und in ganz und gar verzweifelter Lage zu helfen.
Gib, dass ich diesen großen heiligen Apostel mit besonderer Andacht verehre und anrufe.
Verleihe, dass mir in allen meinen Nöten des Leibes und der Seele,
besonders in diesem Anliegen . . .
Erhörung und Hilfe durch seine mächtige Fürbitte am Throne Gottes zuteil werde.
Herr Jesus, wahrer Gott und Mensch,
du hast aus besonderer Huld und Gnade den heiligen Judas Thaddäus
unter deine vielgeliebten Apostel aufgenommen.
Gib mir, ich bitte dich, durch seine Fürbitte die Gnade der Beharrlichkeit bis zum Tod,
auf dass mein Name und die Namen aller mir Anbefohlenen
im Buch des Lebens eingeschrieben seien.
Liebe Mutter Gottes, um der Verdienste des heiligen Judas Thaddäus willen
erbarme dich meiner Seele und jener, für die ich besonders beten will.
Rette mich und sie. Amen.
Gebet des hl. Clemens Maria Hofbauer zum hl. Judas Thaddäus