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Mittwoch, 11. Februar 2026

Das Lourdesfenster in La Salette

Vom 11. Februar bis zum 16. Juli 1858 erschien die selige Jungfrau dem Mädchen Bernadette Soubirous achtzehn Mal in der Grotte von Massabielle (Lourdes), zu der seither unzählige Gläubige aus der ganzen Welt pilgern. Unter Papst Pius X. wurde 1907 der heutige Gedenktag eingeführt.

Geburtshaus von Bernadette Soubirous

Die 18 Marienerscheinungen von Lourdes

Bernadette (vita, martyrologium sancrucense)

Bernadette wird verhört

Lichterprozession in Lourdes (2024) 

Anbetung in der Unterkirche (2022)

Bilder von Lourdes aus dem Jahr 2012 (2022) 

Bernadette Soubirous in ihrem Geburtshaus - ich verspreche euch nicht... (2021) 

Bernadette bei der Untersuchungskommission 7.12.1860 (2021) 

Bilder der Lichterprozession (2020) 

Heilung von Francois Macary (2020)

Mosaik in der Rosenkranzbasilika, den du o Jungfrau im Tempel aufgeopfert hast (2020)

Stammbaum Jesu in der Pfarrkirche in Lourdes (2019) 

Monument/Denkmal Maria, Heil der Kranken, in Lourdes (2019)

Pfarrkirche Lourdes, Glasfenster der Marienerscheinung in der Rue de Bac, Catherine Laboure (2018)

Rosenkranzmosaik in der Rosenkranzbasilika (2018)

Krönung Mariens in der Rosenkranzbasilika (2018) 

Mosaik von Pius X. in Lourdes (2018) 

Mosaik der Aufnahme Mariens in der Rosenkranzbasilika (2018) 

Bilder von Lourdes, zum 160 Jahr Jubiliäum gibt es eine Übersicht über alle 18. Erscheinungen in Lourdes samt den entsprechenden Glasbildern der Basilika der unbefleckten Empfängnis. 

Geburtshaus von Bernadette Soubirous

Rosenkranzbasilika und Basilika der Unbefleckten Empfängnis in Lourdes

PREDIGT VON BENEDIKT XVI.

Lourdes, Notre-Dame, Esplanade du Rosaire
Samstag, 13. September 2008

 

Lieber Bischof Perrier von Tarbes und Lourdes,
Liebe Mitbrüder im bischöflichen und priesterlichen Dienst,
liebe Pilger, liebe Brüder und Schwestern
!

Vor hundertfünfzig Jahren, am 11. Februar 1858, sah ein einfaches Mädchen aus Lourdes, Bernadette Soubirous, an diesem Ort außerhalb der Stadt, der sogenannten Grotte von Massabielle, ein Licht und in diesem Licht eine junge Dame, „schön, über alles schön“. Diese Dame wandte sich mit Güte und Liebenswürdigkeit, mit Achtung und Vertrauen an sie. „Sie siezte mich“, erzählt Bernadette, „… Möchten Sie mir den Gefallen tun, in den nächsten fünfzehn Tagen hierher zu kommen?“ fragt die Dame sie. „… Sie schaute mich an wie ein Mensch, der mit einem anderen Menschen spricht.“ In dieser Unterhaltung, in diesem ganz von Feingefühl geprägten Dialog beauftragt die Dame sie, einige ganz einfache Botschaften über das Gebet, die Buße und die Umkehr zu vermitteln. Daß Maria schön ist, überrascht nicht, offenbart sie doch in der Erscheinung vom 25. März 1858 ihren Namen so: „Ich bin die Unbefleckte Empfängnis“.

Betrachten wir unsererseits diese „mit der Sonne bekleidete Frau“, die uns die Schrift vor Augen stellt (vgl. Offb 12,1). Die Allerseligste Jungfrau Maria, die glorreiche Frau der Geheimen Offenbarung, trägt auf ihrem Haupt einen Kranz von zwölf Sternen, welche die zwölf Stämme Israels, das ganze Volk Gottes, die gesamte Gemeinschaft der Heiligen darstellen, und zugleich hat sie unter ihren Füßen den Mond, das Bild des Todes und der Sterblichkeit. Maria hat den Tod hinter sich gelassen; sie ist ganz vom Leben bekleidet, vom Leben ihres Sohnes, des auferstandenen Christus. So ist sie das Zeichen für den Sieg der Liebe und des Guten, für den Sieg Gottes. Sie gibt unserer Welt die Hoffnung, die sie braucht. Richten wir heute Abend unseren Blick auf Maria, die so glorreich und so menschlich ist, und lassen wir uns von ihr zu Gott, dem Sieger, führen.

Zahlreiche Menschen haben es bezeugt: Die Begegnung mit dem leuchtenden Antlitz von Bernadette verwandelte die Herzen und die Blicke. Sowohl während der Erscheinungen als auch, wenn sie davon erzählte, begann ihr Gesicht über und über zu strahlen. Bernadette war bereits erfüllt von dem Licht von Massabielle. Das alltägliche Leben der Familie Soubirous bestand jedoch aus Elend und Traurigkeit, aus Krankheit und Unverständnis, aus Ablehnung und Armut. Auch wenn es in den familiären Beziehungen nicht an Liebe und Wärme fehlte, war es doch schwierig, im cachot („Verließ“) zu leben. Aber die Schatten der Erde haben das Licht des Himmels nicht daran gehindert zu leuchten: „Das Licht leuchtet in der Finsternis…“ (Joh 1,5).

Lourdes ist einer der Orte, die Gott erwählt hat, um dort einen besonderen Strahl seiner Schönheit leuchten zu lassen; daher rührt die Bedeutung, die hier das Symbol des Lichtes bekommt. Von der vierten Erscheinung an entzündete Bernadette, wenn sie an der Grotte ankam, jeden Morgen eine gesegnete Kerze und hielt sie in der linken Hand, bis die Jungfrau sich zeigte. Sehr bald übergaben verschiedene Personen Bernadette eine Kerze, damit sie diese in der Tiefe der Grotte in die Erde stecke. Sehr bald brachten andere Menschen auch selbst Kerzen an diesen Ort des Lichtes und des Friedens. Die Muttergottes tat selber kund, daß ihr diese berührende Huldigung dieser Tausenden Kerzen gefiel, die seitdem zu ihrer Ehre ununterbrochen den Felsen der Erscheinung erleuchten. Von jenem Tag an glüht vor der Grotte Tag und Nacht, im Sommer wie im Winter, ein brennender Dornbusch, entzündet vom Gebet der Pilger und der Kranken, die ihre Sorgen und Nöte, vor allem aber ihren Glauben und ihre Hoffnung zum Ausdruck bringen.

Da wir als Pilger hier nach Lourdes kommen, wollen wir auf den Spuren Bernadettes in diese außergewöhnliche Nähe zwischen Himmel und Erde eintreten, die sich niemals widersprochen hat und die sich unaufhörlich weiter festigt. Während der Erscheinungen ist zu bemerken, daß Bernadette den Rosenkranz unter den Augen Marias betet, die im Moment der Doxologie mit einstimmt. Diese Tatsache bestätigt den zutiefst theozentrischen Charakter des Rosenkranzgebets. Wenn wir den Rosenkranz beten, leiht uns Maria ihr Herz und ihre Augen, um das Leben ihres Sohnes, Christus Jesus, zu betrachten. Mein verehrter Vorgänger Papst Johannes Paul II. ist zweimal hierher nach Lourdes gekommen. Wir wissen, wie sehr sich in seinem Leben und in seinem Dienst das Gebet auf die Fürsprache der Jungfrau Maria stützte. Wie viele seiner Vorgänger auf dem Stuhl Petri hat auch er das Rosenkranzgebet nachdrücklich gefördert; er hat dies unter anderem in einer ganz besonderen Weise getan, indem er es durch die Betrachtung der lichtreichen Geheimnisse bereichert hat. Sie sind übrigens auf der Fassade der Basilika in den neuen, im vergangenen Jahr eingeweihten Mosaiken dargestellt. Wie bei allen Geschehnissen im Leben Christi, die sie in ihrem Herzen bewahrte und überdachte (vgl. Lk 2,19), läßt Maria uns alle Etappen seines öffentlichen Wirkens als einen Teil der Offenbarung der Herrlichkeit Gottes begreifen. Möge der lichterfüllte Ort Lourdes eine Schule zum Erlernen des Rosenkranzgebets bleiben, das die Jünger Jesu in Gegenwart seiner Mutter in einen echten und herzlichen Dialog mit ihrem Meister einführt!

Durch den Mund Bernadettes hören wir die Bitte der Jungfrau Maria an uns, in Prozession hierher zu kommen, um in Einfachheit und mit Eifer zu beten. Die Lichterprozession vermittelt unseren sinnlichen Augen das Geheimnis des Gebetes: In der Gemeinschaft der Kirche, welche die Erwählten des Himmels und die Pilger der Erde miteinander vereint, entspringt das Licht aus dem Gespräch zwischen dem Menschen und seinem Herrn, und eine leuchtende Straße öffnet sich in der Geschichte der Menschen, auch in den dunkelsten Augenblicken. Diese Prozession ist ein Moment großer kirchlicher Freude, aber auch eine Zeit tiefen Ernstes: Die Anliegen, die wir mit uns tragen, unterstreichen unsere tiefe Verbundenheit mit allen, die leiden. Denken wir an die unschuldigen Opfer, die unter Gewalt, Krieg, Terrorismus und Hungersnot leiden oder die die Folgen von Ungerechtigkeiten, Plagen und Unheil, von Haß und Unterdrückung, von Angriffen auf ihre Menschenwürde und ihre Grundrechte, auf ihre Handlungs- und Gedankenfreiheit zu tragen haben. Denken wir auch an jene, die familiäre Probleme erleben oder die infolge von Arbeitslosigkeit, Krankheit, Gebrechen, Einsamkeit oder ihrer Situation als Einwanderer leiden. Außerdem möchte ich diejenigen nicht vergessen, die um des Namens Christi willen leiden und für ihn sterben.

Maria lehrt uns, zu beten und unser Gebet zu einem Akt der Gottes- und der Nächstenliebe zu machen. Wenn wir mit Maria beten, nimmt unser Herz die Leidenden auf. Wie könnte unser Leben dabei unverändert bleiben? Warum sollte unser Sein und unser ganzes Leben nicht Ort der Gastfreundschaft für unseren Nächsten werden? Lourdes ist ein Ort des Lichtes, weil es ein Ort der Gemeinschaft, der Hoffnung und der Umkehr ist.

Nun, beim Einbruch der Nacht, sagt Jesus zu uns: „Laßt eure Lampen brennen!“ (Lk 12,35): die Lampe des Glaubens, die Lampe des Gebetes, die Lampe der Hoffnung und der Liebe! Dieses Gehen in der Nacht mit dem Licht in der Hand spricht unser Inneres nachdrücklich an, es berührt unser Herz und besagt viel mehr als jedes andere gesprochene oder gedachte Wort. Diese Geste erfaßt allein unsere Lage als Christen unterwegs: Wir brauchen Licht und sind zugleich berufen, Licht zu werden. Die Sünde macht uns blind; sie hindert uns daran, unsere Mitmenschen führen zu können, und bewirkt, daß wir ihnen mißtrauen und uns selber nicht führen lassen. Wir haben es nötig, erleuchtet zu werden, und wiederholen die flehentliche Bitte des blinden Bartimäus: „Rabbuni, ich möchte wieder sehen können!“ (Mk 10,51). Mach, daß ich meine Sünde sehe, die mich hemmt, doch vor allem: Herr, gib, daß ich deine Herrlichkeit sehe! Wir wissen, daß unser Gebet schon erhört ist, und wir sagen Dank, denn, wie der heilige Paulus im Epheserbrief sagt: „Christus wird dein Licht sein“ (5,14), und der heilige Petrus fügt hinzu: „Er hat euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen“ (1 Petr 2,9).

Zu uns, die wir nicht das Licht sind, kann Christus nun sagen: „Ihr seid das Licht der Welt“ (Mt 5,14), indem er uns aufträgt dafür zu sorgen, das Licht der Liebe leuchten zu lassen. Wie der Apostel Johannes schreibt: „Wer seinen Bruder liebt, bleibt im Licht; da gibt es für ihn kein Straucheln“ (1 Joh 2,10). Die christliche Liebe leben bedeutet, das Licht Gottes in die Welt zu tragen und zugleich auf seine wahre Quelle hinzuweisen. Der heilige Leo der Große schreibt: „Wer nämlich fromm und keusch in der Kirche lebt, wer seinen Sinn auf das Himmlische und nicht auf das Irdische lenkt (vgl. Kol 3,2), ist in gewisser Weise dem himmlischen Licht gleich; während er selbst auf den Glanz eines heiligen Lebens achtet, weist er wie ein Stern vielen den Weg, der zu Gott führt“ (Sermon III,5).

In diesem Wallfahrtsort Lourdes, auf den die Christen der ganzen Welt ihren Blick richten, seit die Jungfrau Maria hier die Hoffnung und die Liebe hat erstrahlen lassen, indem sie den Kranken, den Armen und den Kleinen den ersten Platz zuwies, sind wir eingeladen, die Einfachheit unserer Berufung zu entdecken: Denn es genügt zu lieben.

Morgen wird uns die Feier der Kreuzerhöhung direkt ins Herz dieses Geheimnisses einführen. In dieser Vigil richtet sich unser Blick schon auf das Zeichen des Neuen Bundes, auf das das ganze Leben Jesu zuläuft. Das Kreuz ist der höchste und vollkommenste Akt der Liebe Jesu, der sein Leben für seine Freunde hingibt. „So muß der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, in ihm das ewige Leben hat“ (Joh 3,14-15).

Wie es in den Liedern vom Gottesknecht angekündigt wurde, ist der Tod Jesu ein Tod, der zum Licht für die Völker wird; es ist ein Tod, der in Verbindung mit der Sühneliturgie die Versöhnung bringt, ein Tod, der das Ende des Todes bedeutet. Von da an ist das Kreuz ein Zeichen der Hoffnung, ein Banner des Sieges Jesu, denn „Gott hat die Welt so sehr geliebt, daß er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat“ (Joh 3,16). Durch das Kreuz empfängt unser ganzes Leben Licht, Kraft und Hoffnung. Mit ihm ist die ganze Tiefe der Liebe offenbart, die im ursprünglichen Plan des Schöpfers enthalten war; mit ihm ist alles geheilt und zur Vollendung geführt. Das ist der Grund, warum das Leben im Glauben an den gestorbenen und auferstandenen Christus Licht wird.

Die Erscheinungen waren von Licht umflutet, und Gott hat im Blick von Bernadette eine Flamme entzündet, die zahllose Herzen bekehrt hat. Wie viele Menschen kommen hierher, um ein Wunder zu sehen, und hoffen vielleicht insgeheim, eines an sich selbst zu erfahren; auf dem Heimweg, nachdem sie eine geistliche Erfahrung eines echten kirchlichen Lebens gemacht haben, ändert sich dann ihr Blick auf Gott, auf die anderen und auf sich selbst. Eine kleine Flamme, die sich Hoffnung, Mitleid und Zartgefühl nennt, wohnt in ihnen. Die verborgene Begegnung mit Bernadette und mit der Jungfrau Maria kann ein Leben verändern, denn sie sind an diesem Ort Massabielle gegenwärtig, um uns zu Christus zu führen, der unser Leben, unsere Kraft und unser Licht ist. Mögen die Jungfrau Maria und die heilige Bernadette Euch helfen, als Kinder des Lichtes zu leben, um alle Tage Eures Lebens zu bezeugen, daß Christus unser Licht, unsere Hoffnung und unser Leben ist!


bei der Grotte

Lourdesfenster in Notre Dame de la Salette

Mittwoch, 16. April 2025

Doch weh dem Menschen

 

Judas Iskariot, Rosenkranzbasilika, Lourdes 

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus 26

In jener Zeit
14 ging einer der Zwölf namens Judas Iskáriot
zu den Hohepriestern
15 und sagte: Was wollt ihr mir geben,
wenn ich euch Jesus ausliefere?
Und sie boten ihm dreißig Silberstücke.
16 Von da an suchte er nach einer Gelegenheit, ihn auszuliefern.
17 Am ersten Tag des Festes der Ungesäuerten Brote
gingen die Jünger zu Jesus
und fragten:
Wo sollen wir das Paschamahl für dich vorbereiten?
18 Er antwortete:
Geht in die Stadt zu dem und dem
und sagt zu ihm: Der Meister lässt dir sagen:
Meine Zeit ist da;
bei dir will ich mit meinen Jüngern das Paschamahl feiern.
19 Die Jünger taten, wie Jesus ihnen aufgetragen hatte,
und bereiteten das Paschamahl vor.
20 Als es Abend wurde,
begab er sich mit den zwölf Jüngern zu Tisch.
21 Und während sie aßen,
sprach er: Amen, ich sage euch:
Einer von euch wird mich ausliefern.
22 Da wurden sie sehr traurig
und einer nach dem andern fragte ihn:
Bin ich es etwa, Herr?
23 Er antwortete:
Der die Hand mit mir in die Schüssel eintunkt,
wird mich ausliefern.
24 Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen,
wie die Schrift über ihn sagt.
Doch weh dem Menschen,
durch den der Menschensohn ausgeliefert wird!
Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre.
25 Da fragte Judas, der ihn auslieferte:
Bin ich es etwa, Rabbi?
Jesus antwortete: Du sagst es.

Dienstag, 11. Februar 2025

Unsere Liebe Frau von Lourdes, bitte für uns!

 


 

Vom 11. Februar bis zum 16. Juli 1858 erschien die selige Jungfrau dem Mädchen Bernadette Soubirous achtzehn Mal in der Grotte von Massabielle (Lourdes), zu der seither unzählige Gläubige aus der ganzen Welt pilgern. Unter Papst Pius X. wurde 1907 der heutige Gedenktag eingeführt.

Barmherziger Gott,
in unserer Schwachheit

suchen wir bei dir Hilfe und Schutz.
Höre auf die Fürsprache
der jungfräulichen Gottesmutter Maria,
die du vor der Erbschuld bewahrt hast,
und heile uns von aller Krankheit
des Leibes und der Seele.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Die 18 Marienerscheinungen von Lourdes

Bernadette (vita, martyrologium sancrucense)

Bernadette wird verhört

 

Sonntag, 13. Februar 2022

Hochgelobt und gepriesen

 

sei Jesus Christus im Allerheiligsten Sakrament des Altares.
Von nun an bis in Ewigkeit. Amen.

Freitag, 16. April 2021

Bernadette Soubirous

 

Ich erhob die Augen und sah nur Jesus allein:
Jesus, mein einziges Ziel, Jesus, mein einziger Meister,
Jesus, mein einziges Vorbild, Jesus, mein einziger Führer,
Jesus, meine einzige Freude, Jesus, mein einziger Reichtum,
Jesus, mein einziger Freund!
O ja, mein Jesus! Sei von jetzt an mein Alles und mein Leben; ich folge Dir überall, wohin Du gehst. … Auf, meine Seele, Mut! Noch einen Tag in der Woche in der Nachfolge Jesu und Mariä auf dem Weg zum Kalvarienberg. … Und dann mit Jesus und Maria das Glück, die Freude, die Ewigkeit!
Trost, den Jesus spendet: Mut, meine Tochter, das Kreuz ist das Erbteil meiner nächsten Freunde; auf Erden das Leid, im Himmel das wahre Glück.
Trost, den Jesus spendet: Mut, meine Tochter, das Kreuz ist das Erbteil meiner nächsten Freunde; auf Erden das Leid, im Himmel das wahre Glück.
Ich verspreche nicht, Sie in dieser Welt glücklich zu machen, sondern in der anderen!

 

Am 29. Juli 1866 wurde Bernadette zusammen mit 42 anderen Postulantinnen eingekleidet - jetzt war ihr Name: Schwester Marie-Bernard.

Schon wenige Wochen danach musste Schwester Marie-Bernard die Krankenstation des Klosters beziehen und ihr Zustand verschlechterte sich von Tag zu Tag. Unter großen Schmerzen wurde sie zusehends schwächer. Aus diesen Tagen ist uns folgendes Gespräch überliefert, das die vorbildliche Geduld der Schwerkranken bezeugt.

Die Oberin besuchte Marie-Bernard und sagte zu ihr: "Na, was machen Sie denn da, kleine Faulenzerin?" -"Meine liebe Mutter, ich fröne meiner Beschäftigung." - Und was ist das für eine Beschäftigung?" - "Kranksein", antwortete Bernardette freundlich.

Ich erhob die Augen und sah nur Jesus allein:
Jesus, mein einziges Ziel, Jesus, mein einziger Meister,
Jesus, mein einziges Vorbild, Jesus, mein einziger Führer,
Jesus, meine einzige Freude, Jesus, mein einziger Reichtum,
Jesus, mein einziger Freund!
O ja, mein Jesus! Sei von jetzt an mein Alles und mein Leben; ich folge Dir überall, wohin Du gehst. … Auf, meine Seele, Mut! Noch einen Tag in der Woche in der Nachfolge Jesu und Mariä auf dem Weg zum Kalvarienberg. … Und dann mit Jesus und Maria das Glück, die Freude, die Ewigkeit!
Bernadette und ihre Eltern

Geburtshaus der hl. Bernadette, Lourdes

Die 18 Marienerscheinungen von Lourdes

Bernadette (vita, martyrologium sancrucense)

Bernadette wird verhört

Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Benedikt Labre:

Am Grab des hl. Benedikt Labre in Rom

Statue des hl. Benedikt Labre im Vaterhaus der hl. Bernadette

Donnerstag, 11. Februar 2021

Bernadette im Verhör - die Untersuchungskommission vom 7.12.1860

Bernadette macht ihre Aussage vor der Untersuchungskommission unter dem Vorsitz von
Mons. Laurence, Bischof von Tarbes und Lourdes, im Vordergrund der Pfarrer (7.12.1860)
Basilika der Unbefleckten Empfängnis, Lourdes

Die 18 Marienerscheinungen von Lourdes

Alle Bilder von Lourdes (53 Posts)

ln dieser Zeit also, 1858, kam es zu den Erscheinungen. Beschäftigt mit Alltagsdingen, auf dem Weg, um Brennholz zu sammeln, begegnet Bernadette dem Mysterium. Ein Säuseln, das dem Wehen des Windes gleicht, ein Licht, eine Präsenz. Wie reagiert sie? Bernadette zeigt gesunden Menschenverstand. In der Meinung, sich zu täuschen, mobilisiert sie alle Kräfte: Sie schaut genau hin, sie reibt sich die Augen, sie versucht zu begreifen. Dann wendet sie sich ihren Gefährtinnen zu: „Habt ihr nichts gesehen?“ Sie wendet sich an Gott, sie betet den Rosenkranz. Sie wendet sich an die Kirche und holt sich Rat bei Abbé Pomian: ,,Ich habe etwas Weißes gesehen, das aussah wie eine Dame.“ lm Verhör durch Kommissar Jacomet antwortet sie, ähnlich wie die Apostel vor dem Hohen Rat (Apostelgeschichte 4,13) mit einer Sicherheit, Klugheit und Standfestigkeit, die bei einem Mädchen, das keine Schule besucht hat, überraschen: „Aquero [diese da; jene]: Ich habe nicht von der Jungfrau Maria gesprochen …. Monsieur. Sie haben mir jedes Wort verdreht.“ Überraschend gleichmütig und freimütig sagt sie, was sie gesehen hat: „Ich habe den Auftrag, es Ihnen zu sagen, nicht, Sie zum Glauben daran zu bringen.“

Präzise berichtet sie von den Erscheinungen, ohne etwas hinzuzufügen oder auszulassen. Ein einziges Mal, verängstigt durch die Schroffheit von Abbé Peyramale, fügt sie ein Wort hinzu: Herr Pfarrer, die Dame bittet immer noch um eine Kapelle… – und sei sie „ganz klein“! ln seiner schriftlichen Erklärung zu den Erscheinungen unterstreicht Bischof Laurence „die Einfachheit, die Offenheit und Bescheidenheit dieses Kindes …; sie erzählt alles ohne Affektiertheit, mit einer bewegenden Unbefangenheit… und auf die vielen Fragen, die man ihr stellt, gibt sie ohne zu zögern klare, präzise Antworten mit großer Überzeugungskraft“. Von Drohungen oder angebotenen Geschenken ließ sie sich nicht beeinflussen. „Die Aufrichtigkeit Bernadettes ist unzweifelhaft: Sie wollte nicht täuschen“. Aber hat sie sich vielleicht selbst getäuscht, hatte sie Halluzinationen, fragt sich der Bischof.

Er erinnert an ihre Ruhe, ihren gesunden Menschenverstand, das Fehlen jedes Zeichens einer Überspanntheit und an die Tatsache, dass die Erscheinungen nicht von Bernadette abhingen: Sie ereigneten sich, ais Bernadette nicht damit rechnete, und während der zwei Wochen der Erscheinungen passierte es zwei Mal, dass Bernadette zur Grotte ging und die Dame nicht erschien.

Bevor der Bischof urteilte, hatte Bernadette Fragen über Fragen beantworten müssen: von Neugierigen und Bewunderern, von Journalisten und anderen. Sie musste vor zivilen und kirchlichen Untersuchungsausschüssen erscheinen. Aus einem Schattendasein wurde sie ins grelle Licht der Öffentlichkeit gezerrt und sah sich einem regelrechten Ansturm der Medien ausgesetzt.

Es brauchte viel Geduld, Ausgeglichenheit und auch Humor, um das eigene Zeugnis rein und unverfälscht zu bewahren. Bernadette nahm nichts an: „Ich will arm bleiben.“ Sie segnete nicht die Rosenkränze, die man ihr reichte: ,,Ich trage keine Stola.“ Sie verkaufte keine Medaillons: „Ich bin keine Händlerin.“ Und vor den Bildern von ihr, die man für zehn Sous verkaufte, sagte sie: „Zehn Sous, mehr bin ich nicht
wert!“

Unter diesen Gegebenheiten konnte sie nicht länger im Cachot bleiben. Um sie vor dem Andrang zu schützen, setzten sich Abbé Peyramale und Bürgermeister Lacadé dafür ein, Bernadette einen Platz im Hospizinternat der Schwestern von Nevers zu verschaffen. Am 15. Juli 1860 verließ sie ihr Cachot und traf dort ein. Nun, im Alter von 16 Jahren, lernte sie lesen und schreiben. Noch heute kann man in der Kirche von Bartrès Kostproben ihrer Schreibübungen sehen. Später hat sie oft an ihre Familie geschrieben, anlässlich einer Taufe, einer Erstkommunion oder eines Trauerfalls. Sogar an den Papst schrieb sie. Sie hielt den Kontakt zu ihren Eltern. Sie half bei der Krankenpflege, vor allem aber war sie auf der Suche nach ihrem Weg: Ohne besondere Fähigkeiten und ohne Mitgift – wie sollte sie da Ordensfrau werden? Schließlich trat sie bei den Schwestern von Nevers ein, „weil man mich dort nicht angeworben hat“. Schon damals begriff sie: „In Lourdes ist meine Mission beendet.“ Bernadette trat in den Hintergrund, um Maria Platz zu machen.

(lourdesfrance) 

Samstag, 12. September 2020

Maria hat geholfen - Mariä Namen

der Name Mariens auf einem der Altäre in der Rosenkranzbasilika in Lourdes

 

Das Fest Mariä Namen wird im Kirchenjahr am 12. September gefeiert.

Der Festtag geht auf ein Fest zu Ehren des heiligen Namens Mariens zurück. Papst Innozenz XI. (1676–1689) setzte den Festtag für die ganze Kirche verbindlich fest, nachdem am 12. September 1683 die vereinigten christlichen Heere unter dem Oberbefehl des polnischen Königs Johann III. Sobieski die Zweite Wiener Türkenbelagerung mit der siegreichen Schlacht am Kahlenberg vor Wien beendet hatten. Dem Heer wurde das Banner mit der Schutzmantelmadonna vorangetragen.

Papst Pius X. verlegte das zunächst für den Sonntag nach Mariä Geburt (8. September) vorgeschriebene Fest Mariä Namen auf den 12. September, den eigentlichen Siegestag. Im Römischen Kalender von 1970 wurde das Fest gestrichen, da es eine Doppelung zum Fest Mariä Geburt am 8. September darstelle. Im Regionalkalender für das deutsche Sprachgebiet blieb es wegen des historischen Bezuges zum Sprachgebiet und der Verwurzelung im Volk als Gedenktag erhalten. Seit 2002 ist Mariä Namen auch wieder als nichtgebotener Gedenktag im Generalkalender enthalten. Zahlreiche Kirchen sind dem Patrozinium des Namens Mariens unterstellt.

Gedenken wir dankbar der Schlacht am Kahlenberg (Fußwallfahrt)

Die Rettung Wiens durch die Gottesmutter (mithilfe des sel. Markus von Aviano)

Die hl. Messe auf dem Kahlenberg vor der Schlacht von 1683

Santo subito für Markus von Aviano

Markus von Aviano - der Retter Wiens

Mariä Namen gedenkt des Sieges über die Osmanen (Jan Matejka)

 

Am Morgen des 12. September gab der selige Marco d’Aviano „Maria Hilf“ als Losung für die Entscheidungsschlacht am Kahlenberge aus. Wegen der mitmarschierenden Protestanten aus Kursachsen lautete der Schlachtruf jedoch „Jesus, Maria!“ P. Marco d’Aviano zelebrierte auf dem Kahlenberg vor Wien in der niedergebrannten Kirche des Kamaldulenserklosters die heilige Messe, bevor die Truppen zum Kampf ausrückten. Jan Sobieski ministrierte. - Im Heer der Christen diente auch der junge Prinz Eugen von Savoyen, der in der Schlacht am Kahlenberge seine sogenannte Feuertaufe erhielt.

Etwa dreißigtausend Mann der Türken setzten die Belagerung Wiens fort, die übrigen Soldaten der Mohammedaner stellten sich dem Entsatzheer entgegen. Am Morgen des 12. September begann die Schlacht.

Von den etwa dreizehntausend polnischen Reitern gehörten dreitausenddreihundert zur Hussaria. Dabei handelte es sich um eine auf schnelle Attacken spezialisierte Truppe, die mit ihren langen Lanzen die gegenerischen Reihen aufbrachen. Die Hussaria eröffnete die Schlacht mit einem Angriff auf dem rechten Flügel und im Zentrum. Sie griff in einer zweiten Welle erneut an, und dabei folgte ihr die gesamte Kavallerie des Entsatzheeres. Nach hartem Ringen wurde Kara Mustafas Lager auf dem rechten Flügel erobert, während die kaiserliche sowie die übrige deutsche Infanterie auf dem linken Flügel vorrückte.

Gegen achtzehn Uhr befand sich das Heer der Mohammedaner in Auflösung. - Auf Seiten der Sieger waren nur etwa dreitausend Soldaten gefallen.

Die Mohammedaner berichteten, sie seien geflohen, als sie in der Schlacht einen riesigen Mönch mit einem hocherhobenen Kreuz erblickten. Dieser schien immer größer zu werden, bis er an den Himmel reichte. Da seien sie in Panik geraten und hätten sich zur Flucht gewandt. - Der selige Pater Marco war allerdings von kleiner Gestalt, er ging gebückt und hinkte.

Anlässlich des Sieges schrieb der selige Innozenz XI. noch im Jahr 1683 der gesamten Kirche das Fest Mariae Namen vor. In Süddeutschland und Österreich entstanden nach dem Sieg zahlreiche Mariahilf-Kirchen und -Bruderschaften.

(detailliert nachzulesen: fsspx)

 

reinste Mutter, bitte für uns, Rosenkranzbasilika, Lourdes

Donnerstag, 2. April 2020

4. Station: Jesus, du begegnest deiner traurigen Mutter


Jesus begegnet seiner Mutter, Lourdes


P: Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich.
A: Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.

V: Jesus, du siehst deine Mutter auf dem Weg.
A: Sie leidet mit dir.
V: Sieh schaut dich voll Schmerz an.
A: Sie begleitet deinen Weg zum Kreuz.

V: Jesus, deine Mutter tröstet dich.
A: Jesus, ich danke dir für deine Liebe. Hab Erbarmen mit uns und unseren Verstorbenen.