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Dienstag, 15. September 2026

MEMORIA DER SCHMERZEN MARIENS

 

Beweinung Christi, Raffaellino del Garbo, um 1500
 

Maria Mater Dolorosa, die schmerzensreiche Jungfrau und Gottesmutter Maria. Der Ursprung des Gedenktages entspringt der Mystik und der Marienminne des Spätmittelalters. Schon 1423 ist ein Fest zum Gedächtnis der Schmerzen Marias in der Erzdiözese Köln bekannt.
Von dieser Zeit an stellt die Kunst Maria als „Mater dolorosa“ dar: in der Gestalt der Pietà oder mit Schwertern in der Brust.
Durch die Serviten verbreitet sich die Verehrung von gezählten 7 Schmerzen Mariens ab dem 17. Jahrhundert. Als Schmerzen werden aufgezählt: die Beschneidung Jesu, die Flucht nach Ägypten, der Verlust im Tempel, die Begegnung auf dem Kreuzweg, die Kreuzigung, die Kreuzabnahme und die Grablegung.
Die Serviten begingen das Fest der „Mater dolorosa“ ab 1668 am Tag nach Kreuzerhöhung, am 15. September. Pius VII. ordnete 1814 das Gedächtnis für die ganze Kirche an, um damit für die glückliche Heimkehr aus seiner fünfjährigen Gefangenschaft durch Napoleon zu danken.
(Martyrologium Sancrucense)


Montag, 14. September 2026

Durch Dein Kreuz hast Du das Tor zum Himmel geöffnet - Tintoretto

 

Kreuzigung, Tintoretto, um 1550, Alte Pinakothek München
 
 

Laßt uns beten zu unserem Herrn Jesus Christus, der durch sein heiliges Kreuz die Welt erlöst hat:

R: Kyrie, eleison.


Du hast dich entäußert, du wurdest wie ein Sklave und uns Menschen gleich;
- gib, dass die Welt deine Liebe erkennt.


Du wurdest gehorsam bis zum Tod am Kreuz;
- hilf den Leidenden, ihr Geschick anzunehmen.


Gott hat dir den Namen verliehen, der alle Namen übertrifft;
- steh allen bei, die sich zu diesem Namen bekennen.


Vor dir beugen die Knie alle Mächte im Himmel, auf der Erde und unter der Erde;
- gib, dass alle Menschen dich anbeten.


Durch dein Kreuz hast du das Tor des Himmels geöffnet;
- nimm unsere verstorbenen Brüder und Schwestern auf.

Vater unser

Allmächtiger Gott, deinem Willen gehorsam, hat dein geliebter Sohn den Tod am Kreuz auf sich genommen, um alle Menschen zu erlösen. Gib, dass wir in der Torheit des Kreuzes deine Macht und Weisheit erkennen und in Ewigkeit teilhaben an der Frucht der Erlösung. Darum bitten wir durch Jesus Christus.





Auch meine Wunden - Rembrandt - Kreuzaufrichtung

 

Kreuzaufrichtung, Rembrandt, um 1633, Alte Pinakothek, München

Es leuchtet das heilige Kreuz;
an dem der Herr im Fleische hing 
und unsere Wunden wusch mit seinem Blut.

 

(2. Antiphon der Laudes)


Kreuzkapelle im Grazer Dom 

Steinrelief, Kathedrale von Como

Mosaik San Clemente, Rom 

Mose in der Wüste, Glasfenster, Saint Aignan, Chartres 

Musee beaux arts, Rennes

Kreuzerhöhung - in diesem Zeichen wirst du siegen (Baptisterium von S. Giovanni in Laterano)

Die Kreuzreliquie in S. Croce in Gerusalemme

Altarbild der Auffindung des Kreuzes durch Helena, Pfarrkirche zur hl. Notburga, Eben, Aachensee

Die Kreuzauffindungskapelle in der Grabeskirche 

Apsismosaik in S. Croce in Gerusalemme (Kreuzauffindung)


Dienstag, 23. Juni 2026

Die Niederlage des Sanherib

Der König von Assur hat die kleinen Königreiche des Westens unterworfen, nur Jerusalem leistet noch Widerstand, einen aussichtslosen Widerstand, wenn man die Machtverhältnisse betrachtet. Aber der König Hiskija, gestützt vom Propheten Jesaja, kapituliert nicht. Er verlässt sich auf Jahwe, den lebendigen Gott, der helfen kann. Tatsächlich wird Jerusalem gerettet. Der biblische Bericht schreibt die Rettung dem „Engel des Herrn“ zu. Der griechische Schriftsteller Herodot weiß von einer Epidemie, die im Lager der Assyrer ausbrach. Beide Darstellungen schließen sich nicht aus. Die Frage ist, von welcher Seite man die Ereignisse betrachtet. – Zu bedenken ist, dass es keine geschichtliche Situation gibt, in der Gott durch ein Wunder eingreifen müsste. Er kann auch zulassen, dass Jerusalem zerstört wird. Gott hat viele Weisen, die Geschichte der Welt und des einzelnen Menschen zu regieren. – 2 Chr 32, 17; Jes 37, 9b–38; 2 Chr 32, 20; Weish 13, 10; 1 Sam 17, 47; 2 Sam 7, 12–17; Hos 1, 7; 2 Chr 32, 21–22; 2 Makk 8, 18–19; Sir 48, 17–21

(erzabteibeuron) 


Lesung aus dem zweiten Buch der Könige 19

In jenen Tagen
9b sandte Sánherib, der König von Assur,
Boten zu Hiskíja, dem König von Juda,
um ihm zu sagen:
10 So sollt ihr zu Hiskíja, dem König von Juda, sagen:
Dein Gott täusche dich nicht, auf den du vertraust, wenn du sagst:
Jerusalem wird nicht in die Hand
des Königs von Assur gegeben werden.
11 Siehe, du hast doch gehört,
was die Könige von Assur
mit allen Ländern gemacht haben.
Sie haben an ihnen den Bann vollzogen.
Und du solltest gerettet werden?
14 Hiskíja nahm das Schreiben von den Boten in Empfang
und las es.
Dann ging er zum Haus des Herrn hinauf,
breitete das Schreiben vor dem Herrn aus
15 und betete vor dem Herrn;
er sagte:
Herr, Gott Israels, der über den Kérubim thront,
du allein bist der Gott aller Reiche der Erde.
Du hast den Himmel und die Erde gemacht.
16 Neige, Herr, dein Ohr und höre!
Öffne, Herr, deine Augen und sieh her!
Höre die Worte Sánheribs,
der seinen Boten hergesandt hat,
um den lebendigen Gott zu verhöhnen.
17 Es ist wahr, Herr,
die Könige von Assur haben die Völker vernichtet,
ihre Länder verwüstet
18 und ihre Götter ins Feuer geworfen.
Denn das waren keine Götter,
sondern Werke von Menschenhand,
aus Holz und Stein;
darum konnte man sie vernichten.
19 Nun aber, Herr, unser Gott,
rette uns aus seiner Hand,
damit alle Reiche der Erde erkennen,
dass du, Herr, Gott bist, du allein!
20Der Prophet Jesája, der Sohn des Amoz,
schickte zu Hiskíja
und ließ ihm sagen:
So spricht der Herr, der Gott Israels:
Du hast zu mir wegen Sánherib,
des Königs von Assur, gebetet.
Ich habe es gehört.
21 Das ist das Wort, das der Herr über ihn gesprochen hat:
Dich verachtet, dich verspottet
die Jungfrau, die Tochter Zion.
Hinter dir
schüttelt die Tochter Jerusalem den Kopf über dich.
31 Denn von Jerusalem wird ein Rest ausziehen,
vom Berg Zion ziehen die Geretteten hinaus.
Der Eifer des Herrn wird das vollbringen.
32 Darum – so spricht der Herr über den König von Assur:
Er wird nicht in diese Stadt eindringen;
er wird keinen einzigen Pfeil hineinschießen,
er wird nicht
unter dem Schutz seines Schildes gegen sie anrennen
und keinen Wall gegen sie aufschütten.
33 Auf dem Weg, auf dem er gekommen ist,
wird er wieder zurückkehren.
Aber in diese Stadt wird er nicht eindringen – Spruch des Herrn.
34 Ich werde diese Stadt beschützen und retten,
um meinetwillen und um meines Knechtes David willen.
35a In jener Nacht zog der Engel des Herrn aus
und erschlug im Lager der Assýrer
hundertfünfundachtzigtausend Mann.
36 Da brach Sánherib, der König von Assur, auf
und kehrte in sein Land zurück.
Er blieb in Nínive.

Peter Paul Rubens, die Niederlage des Sanherib, um 1617, Alte Pinakothek