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Donnerstag, 4. Juni 2026

Ein einstimmiges Bittgebet zum in der konsekrierten Hostie gegenwärtigen Herrn

 

Fronleichnamsprozession, Großrußbach

Der hl. Jean-Marie Vianney sagte gerne zu seinen Pfarrkindern: »Kommt zur Kommunion… Es ist wahr, daß ihr nicht würdig seid, aber ihr braucht sie« (Bernard Nodet, Le curé d’Ars. Sa pensée – Son coeur, hg. Xavier Mappus, Paris 1995, S. 119). Im Bewußtsein, daß wir wegen unserer Sünden unwürdig sind, wir aber zugleich die Nahrung der Liebe brauchen, die der Herr uns im eucharistischen Sakrament schenkt, erneuern wir am heutigen Abend unseren Glauben an die wirkliche Gegenwart Christi in der Eucharistie.
Dieser Glaube darf nicht als selbstverständlich angesehen werden! Heute stehen wir vor der Gefahr einer sich auch in der Kirche schleichend ausbreitenden Säkularisierung, die sich in einen formalen und leeren eucharistischen Kult umsetzen kann, in Feiern, denen es jener Teilnahme des Herzens ermangelt, die in Verehrung und Achtung für die Liturgie zum Ausdruck kommt. Immer stark ist die Versuchung, das Gebet zu oberflächlichen und flüchtigen Momenten zu machen und sich von den Beschäftigungen und irdischen Sorgen überwältigen zu lassen.
Wenn wir jetzt gleich das Vaterunser, das Gebet schlechthin, wiederholen werden, so werden wir sagen: »Gib uns unser tägliches Brot«, wobei wir natürlich an das tägliche Brot für uns und für alle Menschen denken. Diese Bitte jedoch beinhaltet etwas Tieferes. Das griechische Wort epioúsios, das wir mit »täglich« übersetzen, könnte auch auf das »über-substantielle« Brot, auf das Brot »der zukünftigen Welt« anspielen. Einige Kirchenväter haben hierin einen Bezug auf die Eucharistie gesehen, auf das Brot des ewigen Lebens, der neuen Welt, das uns bereits heute in der heiligen Messe gegeben ist, auf daß die künftige Welt schon jetzt in uns ihren Anfang nehme. Mit der Eucharistie also kommt der Himmel auf die Erde, das Morgen Gottes senkt sich in die Gegenwart ein, und es ist, als liege die Zeit in der Umarmung der göttlichen Ewigkeit.

Liebe Brüder und Schwestern, wie jedes Jahr wird sich nach der heiligen Messe die traditionelle eucharistische Prozession durch die Straßen ziehen, und wir werden mit Gebeten und Gesängen ein einstimmiges Bittgebet zum in der konsekrierten Hostie gegenwärtigen Herrn erheben.
Wir werden ihm im Namen der ganzen Stadt sagen:
Bleibe bei uns, Jesus, schenke dich uns und gib uns das Brot, das uns für das ewige Leben Nahrung gibt! Befreie diese Welt vom Gift des Bösen, der Gewalt und des Hasses, das die Gewissen verschmutzt, reinige sie mit der Kraft deiner barmherzigen Liebe.
Und du, Maria, die du in deinem ganzen Leben die »eucharistische Frau« gewesen bist, hilf uns, geeint zum himmlischen Ziel zu gehen, genährt vom Leib und Blut Christi, Brot des ewigen Lebens und Arznei der göttlichen Unsterblichkeit. Amen! 

(B16, Fronleichnam 2009) 

Das eucharistische Wunder von Amsterdam, 2025

Glasfenster mit eucharistischer Anbetung, Geheimnis seiner Herrlichkeit, 2024 

Eucharistischer Segen 

Sei gegrüßt lebendige Opfergabe, Prozession 

Fronleichnam in Malaga, mit Videos und schräger Musik, die Vorbereitungen dafür

Fronleichnamsaltäre in Malaga

Eucharistische Anbetung der Engel, St. Gervais, Paris

Der Esel betet die Eucharistie an, Bavokathedrale, Gent

eucharistischer Segen am Sonntagberg, Gebet Alfons Maria von Liguori 

Das eucharistische Wunder in Bolsena 

Glasfenster in La Salette, Maria empfängt bei ihrem Sterben den Leib des Herrn

Das eucharistische Wunder von Lanciano

 

 

Mittwoch, 1. Oktober 2025

Das Vorbild des Vaters - Theresia von Lisieux

  

Kapelle beim Elternhaus in Alençon
 

Die Feste! Oh! Wenn die hohen auch selten waren, jede Woche brachte doch eines, das meinem Herzen gar teuer war: "Den Sonntag!" Welch ein Tag war doch der Sonntag!.... Es war der Festtag des Lieben Gottes, der Festtag der Ruhe.
Erstens blieb ich länger im Bettchen als an den übrigen Tagen, und dann verwöhnte Mama Pauline ihr Töchterchen und brachte ihm Schokolade ans Bett; hernach kleidete sie es an wie eine kleine Königin... die Patin kam um das Patenkind zu frisieren, das sich nicht immer artig benahm, wenn man es dabei an den Haaren riß, dann aber war es froh, wenn es seinen König bei der Hand fassen konnte, der es an diesem Tage noch zärtlicher küßte als sonst, und nun ging die ganze Familie zur Messe.

Auf dem ganzen Weg und selbst in der Kirche gab "Papas kleine Königin" ihm die Hand, ihr Platz war neben dem seinen, und mußten wir zur Predigt hinuntergehen, so galt es auch noch zwei Stühle nebeneinander zu finden. Das war nicht schwer, jedermann schien es so nett zu finden, einen so schönen alten Herrn mit einem so kleinen Mädchen zu sehen, daß die Leute sich stören ließen, um uns ihre Plätze zu geben. Mein Onkel, der in den Bänken der Kirchenvorsteher saß, freute sich, wenn er uns kommen sah, er sagte, ich sei sein kleiner Sonnenstrahl....

Mich kümmerte es wenig, beachtet zu werden, denn ich hörte den Predigten aufmerksam zu, obwohl ich nicht eben viel davon verstand; die erste, die ich begriff und die mich tief bewegte, war eine Predigt von Abbe Ducellier über das Leiden, und von da an verstand ich alle anderen Predigten.
Wenn der Prediger von der heiligen Theresia sprach, neigte sich Papa herab und sagte mir ganz leise:-"Hör gut zu, kleine Königin, man spricht von deiner heiligen Namenspatronin."
Ich hörte wohl aufmerksam zu, aber noch öfter als auf den Prediger schaute ich auf Papa, sein schönes Antlitz verriet mir so viele Dinge!...
Manchmal füllten sich seine Augen mit Tränen, die er vergeblich zurückzuhalten suchte, er schien bereits nicht mehr der Erde anzugehören, so sehr liebte es seine Seele, sich in den ewigen Wahrheiten zu versenken...
Und doch war sein irdischer Lauf bei weitem nicht zu Ende, lange Jahre sollten noch dahingehen, ehe der schöne Himmel sich seinen entzückten Augen erschloß, und der Herr die Tränen seines guten und getreuen Dieners trocknete.
(Therese von Lisieux, Selbstbiographie, Johannes Verlag, 37f)

Glasfenster der hl. Theresia und drei Aussprüche 

Die Taufkapelle der hl. Theresia in Alencon

Sich opfern für die Priester - Bild in der Wiener Peterskirche

Aus Liebe leben - Statue in der St Salvator Kathedrale in Brügge

Theresia, Patronin der Missionen (Basilika Sainte Therese, Lisieux)

Das Lächeln der Himmelskönigin

Für die Priester beten! 

und nochmal: Gebet für die Priester

Gebet zum göttlichen Antlitz

Theresia lässt Rosen regnen

Die Mosaiken in der Unterkirche der Basilika St. Therese de Lixieux

In der Pfarrkirche St. Pierre erkennt Therese ihre Mission

Der pilgernde Reliquienschrein der hl. Therese

Die Eltern Zelie und Louis Martin

Am Grab der hl. Theresia vom Kinde Jesu


Mittwoch, 3. September 2025

Kann es nun etwas geben, was den Seelen der Verstorbenen zu helfen vermag?

Altar des hl. Papstes Gregor, S. Gregorio Magno al Celio

The reliefs show the pope having a vision of Christ while saying Mass (centre), from which he learned that the celebration of thirty consecutive daily Masses would release a soul from Purgatory. The left hand panel shows the first occurrence of this with the soul of one of his monks, and the right hand one features the pope continuing the practice for many souls.

Bibliothek der Kirchenväter, Viertes Buch der Dialoge, Gregor der Große

LV. Kapitel: Was den Seelen nach dem Tode zur Freisprechung verhelfen kann; von einem Presbyter von Centumcellä und von der Seele des Mönches Justus

Petrus. Kann es nun etwas geben, was den Seelen der Verstorbenen zu helfen vermag?

Gregorius. Wenn die Sünden nach dem Tode nicht untilgbar sind, so pflegt die Darbringung des heiligen Opfers den Seelen auch noch nach dem Tode viel zu nützen, so zwar, daß die Seelen der Verstorbenen es selbst manchmal erbitten.(....über den Presbyter....)
Ich meine, ich darf auch das nicht verschweigen, was sich vor drei Jahren, wie ich mich erinnere, in meinem Kloster zutrug. Ein Mönch namens Justus war in der Arzneikunde bewandert und leistete mir, da ich mich in demselben Kloster befand, viele Dienste; auch pflegte er mich bei meinen beständigen Körperleiden zu behandeln. Er wurde aber von einer Krankheit befallen und kam zum Sterben. Hierbei diente ihm sein leiblicher Bruder namens Copiosus, der jetzt noch hier in der Stadt in der Ausübung der Heilkunde seine zeitliche Existenz findet. Als aber der genannte Justus sah, daß es mit ihm zu Ende ging, verriet er seinem Bruder Copiosus, daß er heimlich drei Goldstücke besitze. Den Brüdern konnte dies natürlich nicht verborgen bleiben, sondern sie forschten sorgfältig nach, durchsuchten all seine Arzneien und fanden die drei Goldstücke in einem Heilmittel versteckt. 
Alsbald wurde mir die Sache mitgeteilt, und ich konnte etwas so Schlimmes von einem Bruder, der gemeinschaftlich mit uns lebte, nicht gleichgültig hinnehmen; denn bei uns im Kloster galt immer die Regel, so in Gemeinschaft zu leben, daß keiner etwas Eigenes besitzen durfte. Tief betrübt dachte ich darüber nach, was ich tun könnte, um den Sterbenden zur Buße zu bringen und um den Lebenden ein abschreckendes Beispiel zu geben. Ich ließ also Pretiosus, den Prior des Klosters, zu mir kommen und sagte zu ihm: „Laß keinen von den Brüdern zu dem Sterbenden; er soll aus ihrem Munde kein Wort des Trostes vernehmen; und falls er beim Sterben nach den Brüdern verlangen sollte, so soll ihm sein leiblicher Bruder sagen, daß er wegen der Goldstücke, die er heimlich in Besitz hatte, von allen Brüdern gemieden werde, damit er wenigstens beim Tode bittere Reue über seinen Fehler empfinde und so sein Herz von der begangenen Sünde reinige. Nach seinem Tode aber soll sein Leichnam nicht auf dem Be gräbnisplatze der Brüder beerdigt werden, sondern machet irgendwo bei der Düngerstätte eine Grube, werfet den Leichnam hinein, werfet die drei Goldstücke, die er hinterlassen hat, auf ihn und rufet dabei alle zusammen: ‘Dein Geld sei mit dir zum Verderben!’  Und dann deckt ihn mit Erde zu.” Durch diese Anordnung wollte ich einerseits dem Sterbenden, andrerseits den lebenden Brüdern nützen; jenem sollte die Bitterkeit seines Todes die Befreiung von seiner Sünde bringen, diese sollte eine so strenge Verurteilung der Habsucht von der Nachahmung des Fehlers abschrecken. Und so geschah es auch. Denn als der Mönch dem Tode näher kam und inständig nach den Brüdern verlangte, um sich ihnen zu empfehlen, keiner aber zu ihm kommen und mit ihm reden wollte, sagte ihm sein leiblicher Bruder, warum er von allen gemieden werde. Da seufzte er aus tiefster Seele wegen seiner Schuld und verschied in seiner Betrübnis; er wurde begraben, wie ich gesagt hatte. 

Die Brüder aber waren alle durch diese Strafe erschüttert, und einer nach dem andern brachte die kleinen und wertlosen Dinge, die sie nach der Regel hätten behalten dürfen, voll Furcht, sie könnten etwas Unrechtes bei sich haben. Als nun nach seinem Tode schon dreißig Tage vergangen waren, empfand mein Gemüt Mitleid mit dem verstorbenen Bruder; mit großem Schmerz dachte ich an seine Qualen und suchte nach einem Mittel, ihn zu befreien. Ich rief deshalb Pretiosus, den Prior unseres Klosters, zu mir und sagte voll Trauer zu ihm: „Lange ist es nun schon her, daß der verstorbene Bruder im Feuer gepeinigt wird; wir müssen ihm ein Werk der Liebe zuwenden und ihm, so gut wir können, dazu verhelfen, daß er erlöst wird. Geh also hin und bringe für ihn an dreißig Tagen nacheinander das heilige Opfer dar, so daß gewiß kein Tag ausfällt, an dem nicht für ihn das heilige Opfer gefeiert wird.”
Pretiosus tat, wie ihm gesagt worden. Während wir nun an andere Dinge dachten und die Tage nicht zählten, erschien der verstorbene Bruder einmal nachts seinem leiblichen Bruder Copiosus in einem Gesichte. Als dieser ihn erblickte, fragte er ihn: „Was gibt es, Bruder, wie geht es dir?” „,Bisher”, antwortete er, „erging es mir schlecht, aber jetzt befinde ich mich wohl; denn heute wurde ich in die Gemeinschaft aufgenommen.”

Sogleich teilte Copiosus dies den Brüdern im Kloster mit. Die Brüder zählten aufmerksam die Tage nach, und siehe, es war gerade der Tag, an welchem für ihn zum dreißigsten Mal das Opfer dargebracht wurde. Während nun Copiosus nichts davon wußte, was die Brüder taten, und die Brüder nicht wußten, was Copiosus gesehen, erfuhr zu ein und derselben Zeit Copiosus, was die Brüder getan, und erfuhren diese, was Copiosus gesehen; es stimmten Gesicht und Opfer miteinander überein, und es war klar, daß der verstorbene Bruder durch das heilige Meßopfer der Pein entrann.

Gregor und seine Mutter Silvia betend vor Stephanus (sagt das heiligenlexikon)
rechts: nach dreißig heiligen Messen wurde der Mönch aus dem Fegefeuer befreit, 
Luigi Caponi, Relief, um 1450

Christus offenbart Papst Gregor den Nutzen der Gregorianischen Messen

Papst Gregor feiert die hl. Messe für die Erlösung der Armen Seelen aus dem Fegefeuer

Nach dem Vorbild Gregors werden bis heute Gregorianische Messen für Verstorbene gelesen, das sind 30 tägliche Messen hintereinander. Gregor begründete diesen Brauch, als er noch Abt des Andreasklosters war. Dort verstarb der Mönch Justus im Ruf, dass er die Armutsgelübde nicht geachtet habe; daraufhin ließ Gregor 30 Messen an 30 aufeinanderfolgenden Tagen für den Mitbruder lesen und der dankte es Gregor dann mit einer Vision, dass er nun aus dem Fegefeuer, befreit sei. (heiligenlexikon)

Sonntag, 15. Juni 2025

Dreifaltiger Gott!

 

Gnadenstuhl, hl. Familie und Eucharistie, Sonntagberg

  

Dreifaltiger Gott! Im Angesicht Christi, unseres Herrn, der im heiligsten Sakrament als unser Mittler und Hoherpriester zugegen ist, wagen wir es, Dir unsere Bitten vorzutragen:
 

Daß du uns allezeit im Glauben an das erhabene Geheimnis Deines dreifaltigen Lebens erhalten wollest.

Daß Du in uns eine große Ehrfurcht vor Dir, dem dreimal heiligen Gott wecken wollest.

Daß Du in uns die Liebe zu Dir, dem über alles liebenswerten Gott, entzünden wollest.

Daß Du uns in der Gnade der Gotteskindschaft erhalten wollest.

Daß Du uns durch Christi Blut immer mehr von unseren Sünden reinigen wollest. 

Ehre sei Dir, dem dreifaltigen Gott! 

(Wir beten an, Werner Bulst SJ) 

Donnerstag, 17. April 2025

Das ist mein Leib für euch

Jesus, der Herr,
nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot,
24 sprach das Dankgebet,
brach das Brot
und sagte: Das ist mein Leib für euch.
Tut dies zu meinem Gedächtnis!
1 Korinter 11

Abendmahl,St Giles Cathedral, Edinburgh

Dienstag, 15. April 2025

Was du tun willst, das tu bald

das letzte Abendmahl, St Etheldreda´s Church, Verrat durch Judas

 

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes 13

In jener Zeit,
21 als Jesus mit seinen Jüngern bei Tisch war,
wurde er im Geiste erschüttert
und bezeugte: Amen, amen, ich sage euch:
Einer von euch wird mich ausliefern.
22 Die Jünger blickten sich ratlos an,
weil sie nicht wussten, wen er meinte.
23 Einer von den Jüngern lag an der Seite Jesu;
es war der, den Jesus liebte.
24 Simon Petrus nickte ihm zu,
er solle fragen, von wem Jesus spreche.
25 Da lehnte sich dieser zurück an die Brust Jesu
und fragte ihn: Herr, wer ist es?
26 Jesus antwortete:
Der ist es,
dem ich den Bissen Brot, den ich eintauche, geben werde.
Dann tauchte er das Brot ein,
nahm es und gab es Judas, dem Sohn des Simon Iskáriot.
27 Als Judas den Bissen Brot genommen hatte,
fuhr der Satan in ihn.
Jesus sagte zu ihm: Was du tun willst, das tue bald!
28 Aber keiner der Anwesenden verstand,
warum er ihm das sagte.
29 Weil Judas die Kasse hatte,
meinten einige, Jesus wolle ihm sagen:
Kaufe, was wir zum Fest brauchen!
oder Jesus trage ihm auf, den Armen etwas zu geben.
30 Als Judas den Bissen Brot genommen hatte,
ging er sofort hinaus.
Es war aber Nacht.
31 Als Judas hinausgegangen war, sagte Jesus:
Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht
und Gott ist in ihm verherrlicht.
32 Wenn Gott in ihm verherrlicht ist,
wird auch Gott ihn in sich verherrlichen
und er wird ihn bald verherrlichen.
33 Meine Kinder, ich bin nur noch kurze Zeit bei euch.
Ihr werdet mich suchen,
und was ich den Juden gesagt habe,
sage ich jetzt auch euch:
Wohin ich gehe,
dorthin könnt ihr nicht gelangen.
36 Simon Petrus fragte ihn:
Herr, wohin gehst du?
Jesus antwortete ihm:
Wohin ich gehe, dorthin kannst du mir jetzt nicht folgen.
Du wirst mir aber später folgen.
37 Petrus sagte zu ihm:
Herr, warum kann ich dir jetzt nicht folgen?
Mein Leben will ich für dich hingeben.
38 Jesus entgegnete: Du willst für mich dein Leben hingeben?
Amen, amen, ich sage dir:
Noch ehe der Hahn kräht,
wirst du mich dreimal verleugnen.

Donnerstag, 30. Mai 2024

Kommt, lasset uns anbeten

 

Geheimnis seiner Herrlichkeit
versenkt sich ein
in Brot und Wein.
Das höchste Gut
hat Leib und Blut
für unser Heil dem Tod geweiht
Kommt, lasset uns anbeten.

Geheimnis seiner Gegenwart,
seit jener Nacht
uns übermacht,
da er sich bot
als Wein und Brot
und sich als Gott uns offenbart.
Kommt, lasset uns anbeten.

Geheimnis der Dreifaltigkeit,
das einverleibt
in uns verbleibt
und Leben heißt
und Glut und Geist
und Auferstehung uns verleiht.
Kommt, lasset uns anbeten.

(Hymnus zur Lesehore)

Donnerstag, 28. März 2024

Die Hände des Herrn

 

St Bavo, Kathedrale von Gent, Letztes Abendmahl

 

Im Einsetzungsbericht des Römischen Kanons gibt es noch eine Besonderheit, die wir in dieser Stunde bedenken wollen. Die betende Kirche blickt hin auf die Hände und auf die Augen des Herrn. Sie will gleichsam zusehen, sie will die Gebärde seines Betens und Tuns in dieser einzigartigen Stunde wahrnehmen, gleichsam auch über die Sinne der Gestalt Jesu begegnen. „Er nahm das Brot in seine heiligen und ehrwürdigen Hände…“ 

Wir schauen auf die Hände hin, mit denen er Menschen geheilt hat; auf die Hände, mit denen er Kinder gesegnet hat; auf die Hände, die er Menschen aufgelegt hat; und auf die Hände, die am Kreuz angenagelt wurden und die für immer die Wundmale als Zeichen seiner todbereiten Liebe tragen.

Nun sind wir beauftragt zu tun, was er getan hat: das Brot in die Hände zu nehmen, damit es durch das eucharistische Gebet verwandelt werde. In der Priesterweihe sind unsere Hände gesalbt worden, damit sie Segenshände werden. 

Bitten wir den Herrn in dieser Stunde, daß unsere Hände immer mehr dem Heil, dem Segen, der Vergegenwärtigung seiner Güte dienen!

(Benedikt XVI am Gründonnerstag 2009)