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Freitag, 1. August 2025

Wer betet, wird sicher gerettet, wer nicht betet, geht sicher verloren

 

Armut, Keuschheit, Gehorsam, Beharrlichkeit

Altar des hl. Alfons in der Wiener Redemptoristenkirche Maria am Gestade

BENEDIKT XVI.

GENERALAUDIENZ

Castel Gandolfo
Mittwoch, 1. August 2012

Liebe Brüder und Schwestern!

Heute feiern wir den liturgischen Gedenktag des heiligen Bischofs und Kirchenlehrers Alfons Maria von Liguori, Gründer der Kongregation des Heiligsten Erlösers, der Redemptoristen, Schutzpatron der Moraltheologen und der Beichtväter.

Der hl. Alfons ist einer der beliebtesten Heiligen des 18. Jahrhunderts aufgrund seines einfachen Stils und seiner Lehre über das Bußsakrament: In einer Zeit des großen Rigorismus, Frucht des jansenistischen Einflusses, legte er den Beichtvätern ans Herz, beim Spenden dieses Sakraments die freudige Umarmung Gottes, des Vaters, zum Ausdruck zu bringen, der in seiner unendlichen Barmherzigkeit nicht müde wird, den reuigen Sohn anzunehmen. Der heutige Gedenktag gibt uns Gelegenheit, bei den Lehren des hl. Alfons über das Gebet zu verweilen, die äußerst kostbar und voll geistlicher Eingebung sind. Seine Abhandlung Das große Gnadenmittel des Gebetes, die er als die nützlichste seiner Schriften betrachtete, geht auf das Jahr 1759 zurück. Sie beschreibt in der Tat das Gebet als »das notwendige und unfehlbare Mittel, die ewige Seligkeit und alle dazu notwendigen Gnaden zu erlangen« (Einleitung).

In diesem Wort ist die alfonsianische Weise, das Gebet zu verstehen, zusammengefaßt. Indem er sagt, daß es ein Mittel ist, verweist er uns zunächst auf das zu erlangende Ziel: Gott hat aus Liebe erschaffen, um uns das Leben in Fülle schenken zu können. Dieses Ziel, dieses Leben in Fülle, hat sich jedoch – wie wir alle wissen – aufgrund der Sünde sozusagen entfernt, und nur die Gnade Gottes kann es zugänglich machen. Um diese Grundwahrheit zu erläutern und unmittelbar verständlich zu machen, wie konkret für den Menschen die Gefahr ist, »verlorenzugehen «, hatte der hl. Alfons einen sehr einfachen Leitsatz geprägt, der lautet: »Wer betet, wird sicher gerettet; wer nicht betet, geht sicher verloren.« Als Kommentar zu diesem schlichten Satz fügte er hinzu: »Ohne das Gebet ist es sehr schwer, ja … sogar unmöglich, selig zu werden; mit dem Gebete aber ist es leicht und sicher, daß man selig werde« (II, Schluß). Und er sagt auch, daß »wenn wir nicht beten, wir keine Entschuldigung verdienen; denn die Gnade zu beten, wird jedem gegeben … wenn wir nicht gerettet werden, so ist es ganz unsere Schuld, weil wir nicht gebetet haben« (ebd.). Indem er sagte, daß das Gebet ein notwendiges Mittel ist, wollte der hl. Alfons also zu verstehen geben, daß man in keiner Lebenssituation darauf verzichten kann zu beten, insbesondere im Augenblick der Prüfung und in den Schwierigkeiten. Immer müssen wir mit Vertrauen an die Tür des Herrn klopfen, im Wissen, daß er in allem für seine Kinder, für uns, Sorge trägt. Wir sind daher eingeladen, keine Furcht zu haben, uns an ihn zu wenden und ihm mit Vertrauen unsere Bitten darzubringen, in der Gewißheit, das zu erhalten, was wir brauchen.

Liebe Freunde, das ist die zentrale Frage: Was ist in meinem Leben wirklich notwendig? Ich antworte mit dem hl. Alfons: »Das Heil und alle dazu notwendigen Gnaden« (ebd.). Natürlich meint er damit nicht nur das leibliche Heil, sondern vor allem das der Seele, das Jesus uns schenkt. Mehr als alles andere brauchen wir seine befreiende Gegenwart, die unser Leben wirklich zutiefst menschlich macht und daher mit Freude erfüllt. Und nur durch das Gebet können wir ihn, seine Gnade annehmen, die uns in jeder Situation erleuchtet und uns das wahre Wohl erkennen läßt. Und indem sie uns stärkt, macht sie auch unseren Willen wirkkräftig, das heißt, sie macht ihn fähig, das erkannte Gute umzusetzen. Oft erkennen wir das Gute, sind aber nicht in der Lage, es zu tun. Mit dem Gebet gelangen wir dahin, es zu tun. Der Jünger des Herrn weiß, daß er stets der Versuchung ausgesetzt ist, und versäumt es nicht, Gott im Gebet um Hilfe zu bitten, um sie zu überwinden.

Der hl. Alfons führt das – sehr interessante – Beispiel des hl. Philipp Neri an, der, »sobald er des Morgens erwachte, zu Gott sprach: Herr! Halte heute deine Hand über Philipp! Denn sonst wird Philipp dich noch verraten!« (III,3). Ein großer Realist! Er bittet Gott, seine Hand über ihn zu halten. Auch wir müssen im Bewußtsein unserer Schwäche mit Demut um Gottes Hilfe bitten, im Vertrauen auf den Reichtum seiner Barmherzigkeit. An einer anderen Stelle sagt der hl. Alfons: »Wir sind arm an allem; aber wenn wir beten, so werden wir aufhören, arm zu sein. Und wenn wir auch arm sind, so ist Gott reich« (II,4). Und dem hl. Augustinus folgend lädt er jeden Christen ein, keine Angst zu haben, sich von Gott durch das Gebet jene Kraft zu verschaffen, die er nicht hat und derer er bedarf, um Gutes zu tun, in der Gewißheit, daß der Herr dem, der ihn mit Demut anruft, seine Hilfe nicht versagt (vgl. III,3).

Liebe Freunde, der hl. Alfons erinnert uns daran, daß die Beziehung zu Gott in unserem Leben wesentlich ist. Ohne die Beziehung zu Gott fehlt der wesentliche Bezug, und die Beziehung zu Gott wird verwirklicht im Sprechen mit Gott, im täglichen persönlichen Gebet, und durch die Teilhabe an den Sakramenten. Und so kann diese Beziehung in uns wachsen, kann die göttliche Gegenwart in uns wachsen, die unseren Weg ausrichtet, ihn erleuchtet und ihn sicher und ruhig macht, auch inmitten von Schwierigkeiten und Gefahren. Danke.

* * *

Ganz herzlich heiße ich alle Pilger und Besucher deutscher Sprache willkommen. Wir feiern heute den Gedenktag des heiligen Alfons von Liguori. Er ist der Gründer der Redemptoristen und der Patron der Beichtväter. In seinen Schriften erinnert uns der Heilige daran, vor allem eine lebendige Beziehung zu Gott zu verwirklichen. Er hat ein kleines, schönes Buch über das Gebet geschrieben, in dem er uns sagt: Der Mensch braucht die Beziehung zu Gott. Und wie soll er sie haben, wenn nicht anders als dadurch, daß er mit ihm spricht. Das tägliche Gebet und die Teilnahme an den Sakramenten lassen dann die Nähe und Gegenwart Gottes in uns wachsen, die uns hilft, den wahren Lebensweg zu finden. Es gibt ein Wort des heiligen Alfons, das sehr elementar ist: »Wer betet, wird sicher gerettet, wer nicht betet, geht sicher verloren«. Der Heilige Geist helfe uns, daß wir Lust am Beten finden, gerade in den Ferien, und so die innere Beziehung zu Gott herstellen und unser Leben weiter, reicher und größer wird.


Maria am Gestade, des Nachts


Donnerstag, 25. März 2021

Dismas - Herr, gedenke meiner

 

Der reumütige Schächer: Herr, gedenke meiner...
Marienkirche, Wien 16

 

Dismas, Schächer.
Der Legende nach hieß der reuige Schächer zur Rechten Christi Dismas. Ihm wurde bei der Kreuzigung Christi die Verheißung zuteil: „Heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein.“ (Lk 23,43).

Die Apokryphen schildern Dismas als den Räuber, der schon der heiligen Familie bei der Flucht nach Ägypten (Mt 2,13-15) den Weg gezeigt hatte. Als Lohn dafür erhielt er die Gnade der Bekehrung am Kreuze. Sein Kreuz soll nach Zypern gelangt sein, wo Dismas besonders verehrt wird. Sein Kult wurde zuerst in der Ostkirche geübt, im Westen wurde er dann im Mittelalter besonders im Franziskanerorden verehrt, denn Dismas galt als Vorbild der Erweckung der vollkommenen Reue und als Patron der zum Tod Verurteilten.
(Martyrologium Sancrucense)

Glasfenster im Liebfrauenmünster in Straßburg

IV. Station - Jesus begegnet seiner betrübten Mutter

 


V: Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich,
A: denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.

V: Weinet, Steine an den Wegen,
da die Mutter kommt entgegen!
Welch ein Meer von Bitterkeit!

V: Lasset uns beten:

A: Gib mir, Jesus, euch zu lieben,
Sohn und Mutter treu verschrieben,
Jetzt und in der Sterbezeit.

V: Gekreuzigter Herr Jesus Christus,
A: erbarme dich unser.

 (Kreuzweg von Josef Balde, SJ, in: Kreuzeslob, 27ff)

Marienkirche, Wien 17

Mittwoch, 24. März 2021

Metod Dominik Trčka, Redemptorist

 

Metod Dominik Trčka, Marienkirche, Wien

Metod Dominik Trčka, slowakischer Redemptorist und Märtyrer des Kommunismus. Pater Metod Dominik Trčka wurde 1886 in Frydland im heutigen Tschechien geboren. Er wurde Redemptorist. 1952 wurde er wegen angeblicher Zusammenarbeit mit Bischof Pavol Gojdič von den Kommunisten zu zwölf Jahren Kerker in Leopoldov in der Slowakei verurteilt.
Als Pater Metod Trčka am Weihnachtsabend des Jahres 1958 gegen das Verbot der atheistischen Gefängnisordnung ein Weihnachtslied sang, wurde er zur Strafe in eine ungeheizte Zelle gesperrt.
Dort erkrankte er an einer Lungenentzündung und starb wenige Wochen später daran am 23. März 1959. Johannes Paul II. sprach den Ordensmann zusammen mit Bischof Gojdič selig.
(Martyrologium Sancrucense)

Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen,
die lobten Gott und sprachen:
 

Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens

Krippe in der Marienkirche

Samstag, 5. Oktober 2019

Franz Xaver Seelos


Franz Xaver Seelos, Marienkirche, Wien

Priester
Namensdeutung: Franz: der Franke (lat.), oder der kleine Franzose (it.), Xaver: nach dem hl. Franz Xaver
Namenstage: Franz Xaver, Franz, Xaver, Frank, François, Francis, Franco, Ferenc, Xavier, Javier, weibl.: Franziska, Francesca, Françoise, Franka, Xaveria
Gedenktag: 5. Oktober
Lebensdaten: geboren am 11. Januar 1819 in Füssen, gestorben am 4. Oktober 1867 in New Orleans
Lebensgeschichte: Franz Xaver Seelos war das sechste von zwölf Kindern eines gebildeten und streng gläubigen Tuchmachers, der ab 1830 als hauptamtlicher Mesner der Füssener Kirche St. Mang wirkte, und einer beispielhaft frommen Mutter, die ihm die innige Liebe zum Gebet einpflanzte. Unterstützt von Geistlichen, die seine Begabung erkannten, und mit Hilfe eines Stipendiums der Stadt Füssen besuchte Seelos das Benediktinergymnasium bei St. Stephan in Augsburg und nach dem Abitur 1839 die Universität München. 1842 bewarb er sich bei der „Kongregation des Allerheiligsten Erlösers“ – den Redemptoristen, die Missionare für die Neue Welt suchten – um Aufnahme und trat 1843 die Reise in die USA an. Nach einem Noviziatsjahr in Baltimore legte er seine ewigen Gelübde ab und wurde zum Priester geweiht. Sein erster Einsatzort war Pittsburgh, wo er mit seinem Ordensbruder Johannes Nepomuk Neumann zusammentraf, den späteren Bischof von Philadelphia. Ihn selbst hätten viele Pittsburgher gerne zum Bischof ihrer Stadt gehabt, denn der rastlos tätige Volksmissionar Seelos war seiner anschaulichen und launigen Predigten – auf Englisch, Deutsch und Fran zösisch – und seiner leutseligen Art wegen sehr beliebt. 1854 zurück nach Baltimore versetzt, wurde er ein so gefragter Beichtvater und geistlicher Betreuer verschiedener Gemeinschaften, dass er sich dabei die Gesundheit ruinierte. 1857 wurde Seelos von seinem Orden als Rektor in Cumberland eingesetzt, wo er für 60 künftige Redemptoristen verantwortlich war – und 1863 wieder abgelöst, weil er dem Ordensnachwuchs gegenüber für zu nachgiebig und kameradschaftlich gehalten wurde. Er wirkte bis 1865 in zahlreichen nordwestlichen Bundesstaaten erfolgreich als Leiter der Volksmissionen und übernahm zuerst eine Pfarrei in Detroit, dann eine in New Orleans unter deutschen Auswanderern. Als im September 1867 eine Gelbfieberepidemie mit Tausenden von Toten in der Stadt ausbrach, infizierte sich der unermüdlich tätige Seelos bei der Krankenpflege und starb im Alter von erst 48 Jahren.
Verehrung: Am 9. April 2000 wurde Franz Xaver Seelos von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. Seitdem hat nach den USA auch in Deutschland seine Verehrung eingesetzt. In der Füssener Stadtpfarrkirche St. Mang erinnert ein Gedenkschrein an den Seligen.
(Bistum Augsburg) 

Heute gedenkt die Kirche auch der hl. Anna Schäffer, des sel. Bartolo Longo und der hl. Faustyna Kowalska.


Klemens Maria Hofbauer Kapelle in der Marienkirche der Redemptoristen in Wien

Donnerstag, 26. September 2019

Kaspar Stangassinger


Kaspar Stangassinger, Marienkirche, Wien

Kaspar Stangassinger, Ordenspriester und Seliger. Kaspar Stangassinger wurde am 12. Jänner 1871 in Berchtesgaden geboren, schon als 10-jähriger hegte er den Wunsch Priester zu werden, mit 16 legte er privat das Gelübde der Keuschheit ab. Er trat trotz des heftigen Widerstandes seines Vaters 1892 bei den Redemptoristen ein und empfing 1895 die Priesterweihe. Er wurde Lehrer und Erzieher der Ordensjugend, war ein vorbildlicher Seelsorger, der die Jugend begeisterte und wirkte mit unermüdlichem Opfergeist und hingebender Liebe. Er war den jungen Ordensleuten mehr Freund als Oberer. Wenige Tage nach seiner Ernennung zum Direktor des Ordensseminars in Gars am Inn starb Stangassinger an einer Bauchfellentzündung am 26. September 1899. Er wurde in Gars begraben, seine Gebeine 1935 erhoben. Johannes Paul II. sprach Kaspar Stangassinger 1988 selig und ernannte ihn zum Patron der Priesterseminare.
(Martyrologium Sancrucense)

 Allmächtiger Gott, du hast dem seligen Kaspar die Gnade geschenkt,

froh den Glauben zu verkünden und gute Priester auszubilden;
auf seine Fürsprache gewähre uns, dass wir seinem Beispiel folgen
und in Wort und Tat Mitarbeiter des göttlichen Erlösers werden.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.



Heute gedenkt die Kirche auch der Heiligen Kosmas und Damian:
Am Grab von Kosmas und Damian in Rom 
Kosmas und Damian, Leben, Segovia

Klemens Maria Hofbauer Altar mit Bilder von heiligen Redemptoristen, Marienkirche, Wien
Marienkirche, Wien