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Dienstag, 4. Mai 2021

Heiliger Florian, bitte für uns!

 

 St. Florian

 

Denkmal des hl. Florian in Pressburg

 

Leiden, Sterben und Verherrlichung des hl. Florian in den Deckenfresken von St. Florian

Die Porta S. Floriani in der Basilika St. Laurenz in Lorch-Enns

Ausflug zur Stiftsbasilika St. Forian (Außenansicht)

Florian beim Heiligenkreuzer Kreuzweg

 

Großer und starker Gott,

du hast dem heiligen Florian

und seinen Gefährten

die Gnade geschenkt,

den Glauben an Christus

durch ihr Sterben zu bezeugen.

Gewähre uns auf ihre Fürsprache Schutz und Hilfe

und gib auch uns den Mut,

den Glauben unerschrocken zu bekennen.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Martyrium des hl. Florian,
Florianaltar in St. Florian, Leopold Schulz, 1837

Dienstag, 11. Dezember 2018

Wilburgis / Wilbirg / Wilberg

die Klause von Wilbirg? ein Abreißkalender? ....




Um das Jahr 1230 wird in St. Florian Wilbirg geboren. Geplante Eheschließungen kamen nicht zustande. In ihr wuchs die Neigung zu intensivem religiösem Leben.
Im Alter von ca. 16 Jahren machte sie sich mit ihrer Freundin Mathilde auf den Weg nach Santiago de Compostela, Spanien. Zu Fuß machten sie hin und zurück diese Wallfahrt, die heute wieder weltweit bekannt geworden ist.
Obwohl im Mittelalter in St. Florian auch ein Frauenkloster war, entschloss sich Wilbirg für das Dasein als Klausnerin.
Am Fest Christi Himmelfahrt 1248 wurde sie unter großer und freudiger Anteilnahme der Bevölkerung in ihre Klause an der Klosterkirche geleitet. Sie sollte die bedeutendste Klausnerin ihrer Zeit werden. Agnes von Böhmen hätte sie gerne als Äbtissin in Prag gehabt, neben anderen ehrenhaften Berufungen. Wilbirg aber blieb hier in St. Florian und vertiefte sich in die Heilige Schrift und das Gebet. Äbte, Bischöfe und weltliche Verantwortungsträger aus der engeren und weiteren Umgebung kamen, um sich bei der Mystikerin Rat zu holen.
Eng verbunden aber war sie den Chorherren von St. Florian. In den großen Schwierigkeiten beim Wiederaufbau der Kirche nach dem Brand von 1235 war sie es, welche die Chorherren immer wieder ermutigte, die Wiedererrichtung des Gotteshauses nicht aufzugeben. Sie verhieß dem Kloster eine glückliche Zukunft.


Die Kirchweihe 1291 konnte sie nicht mehr erleben. Denn am 11. Dezember 1289 — nach 41 Jahren Klause — starb Wilbirg im großen Ruf der Heiligkeit. Sie ist in der Krypta der Stiftskirche beigesetzt.

 



Stiftskirche St. Florian

Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Papstes Damasus I.

Mittwoch, 4. Mai 2016

Die Reliquie des hl. Florian im Stift St. Florian


Stift St. Florian in Oberösterreich

Stiftskirche St. Florian,

Das Kloster St. Florian entstand allmählich über dem Grab des hl. Florian, offenbar von den Bewohnern der Gegend gegründet. Um 800 gibt es aus Urkunden und Büchern erste Hinweise auf die Existenz eines Klosters.

"Über den Verbleib der Reliquien inmitten des Klosters gibt es keine Nachrichten, ebensowenig aber auch über einen allfälligen Abtransport. Daraus ist verstehbar, dass man hierorts durch die Zeiten hin davon ausging, dass die Kirche über dem Grab des Heiligen errichtet ist, auch wenn allfällige Grabungen und Nachforschungen (etwa unter Kaiser Maximilian I., wie auch in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts) keine Beweise erbringen konnten; aber es ist doch die markante Tatsache belegt, dass trotz des Mangels an nachweislich vorweisbaren Reliquien ein bedeutender FLORIANSKULT auf hohem liturgischem und spirituellem Niveau feststellbar ist. Man verehrt ihn, auch wenn/obwohl er gar nicht (mehr) da ist ..." (Quelle)



Von Reliquien des hl. Florian in Krakau wurden Partikel in verschiedene Länder und Florian-Gedenkstätten gebracht: 1736 kam von St. Florian in Krakau ein Knochenfragment an die erste Begräbnisstätte in das Stift St. Florian.


Allmächtiger, ewiger Gott, du hast die Kirche von Oberösterreich
durch das Martyrium des heiligen Florian und seiner Gefährten in ihren Anfängen geheiligt.
Wir gedenken heute dieser deiner Zeugen.
Durch ihr Bekenntnis und ihr Beispiel stärke auch in uns
den Mut zum Glauben und die Treue zu dir.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unserem Herrn.
Amen.

Reliquie des hl. Florian im Stift St. Florian

Samstag, 30. Januar 2016

Maria dich lieben

Maria mit Kind, Stift St. Florian

Laßt ein festlich Lied uns singen,
bis zum Himmel soll es dringen, 
wo Maria Königin.

Um Mariens Lob zu mehren,
singen wir zu ihren Ehren,
feiern sie mit frohem Sinn.

Sie zu loben und zu preisen
mit den altvertrauten Weisen,
lädt der siebte Tag uns ein.

Sie in Liebe zu erheben,
sie, die uns geschenkt das Leben,
soll uns Trost und Freude sein.

Mag uns auch Verzweiflung quälen,
können wir doch auf sie zählen,
unsre Mutter durch den Sohn.

Wenn wir heute vor dir stehen,
höre, Mutter, unser Flehen,
bitt für uns an Gottes Thron.

Daß wir trotz so vieler Sünden
Gnade und Erbarmen finden,
Ruhestatt in seinem Licht,

hör nicht auf, für uns zu bitten,
die du mit dem Sohn gelitten,
bleib bei uns, verlaß uns nicht.

Wie die Väter dich erhoben,
wollen wir dich heute loben,
weil du Jesu Mutter bist,

daß wir mit dir leben können,
Mutter dich mit Jesus nennen,
der uns Freund und Bruder ist. Amen.

(Proprium des Predigerordens, 827f)

Montag, 4. Mai 2015

Ein Ausflug zur Stiftsbasilika St. Florian (2) - Das Martyrium des hl. Florian

Die Gewölbefresken in der Stiftsbasilika St. Florian zeigen Leiden, Sterben und Verherrlichung des hl. Florian.

Stiftsbasilika St. Florian, Oberösterreich

Florian wird mit Knüppeln geschlagen
Florian wird mit Eisenkrallen die Brust aufgerissen

Während der Regierungszeit der Kaiser Diokletian und Maximian wurde wieder eine Christenverfolgung angeordnet. ...
In jenen Tagen kam der Befehl der gotteslästerlichen Fürsten nun auch in die Provinz Ufernorikum.
Statthalter war Aquilinus. Er begab sich in das Lager Lauriacum und begann sogleich energisch, die Christen aufzuspüren. Vierzig dieser Heiligen wurden aufgegriffen, lang dauernden Folterqualen ausgesetzt und in den Kerker geworfen.


Ich muss zum Statthalter nach Lauriacum gehen
Der ehemalige Kanzleivorstand des Statthalters, der heilige Florian, kam freudig den Gläubigen zu Hilfe. Als er nämlich in seinem Wohnort bei der Stadt Cetium (St. Pölten) von den Ereignissen in Lorch gehört hatte, sagte er zu den Seinen: „Ich muss zum Statthalter nach Lauriacum gehen und dort viele Martern für den Namen Christi auf mich nehmen.“ Dann verabschiedete er sich von den Seinen und machte sich auf den Weg.
Als Florian in die Nähe von Lauriacum gekommen war, betrat er die Brücke, die dort über den Fluss führt. Da begegnete er ehemaligen Militärkameraden, die auf Befehl des Statthalters unterwegs waren. Als er sie fragte, was sie vorhätten, antworteten sie ihm: „Hast du nicht von den Erlässen der Kaiser gehört, die an den Statthalter gelangt sind und die befehlen, dass alle Leute den Göttern Opfer darbringen müssen. Wer das nicht tun will, soll durch verschiedene Quälereien umkommen.“


Was sucht ihr noch nach anderen?
Als der heilige Florian dies hörte, sagte er: „Brüder und Kameraden, was sucht ihr noch nach anderen? Auch ich bin ein Christ. Geht zum Statthalter und meldet ihm, dass ich Christ bin und dass ich hier bin.“
Die Soldaten nahmen ihn fest und führten ihn zum Statthalter. Dabei sagten sie: „Warum sollen wir nach anderen Christen suchen, wenn sich unser Kanzleivorstand Florian als Christ bekennt?“
Der Statthalter sagte: „Florian, was erzählt man da von dir? Komm, opfere den Göttern, wie dies ich und deine Kameraden tun und du wirst mit uns am Leben bleiben und nicht wie die Verächter der Götter nach den Befehlen der Kaiser bestraft“. Der heilige Florian gab zur Antwort: „Das werde ich nicht tun. Du aber handle nach deiner Vorschrift.“


Herr, gib mir Kraft durchzuhalten
Da wurde der Statthalter zornig und befahl, Gewalt gegen Florian anzuwenden, damit er, wenn auch widerwillig, den Göttern opfere. Der heilige Florian aber erhob seine Stimme zum Herrn und sprach: „Herr, mein Gott, auf dich habe ich gehofft und dich kann ich nicht verleugnen, sondern dir diene ich und dir bringe ich das Lobopfer dar. Deine Rechte beschütze mich, denn dein Name wird gepriesen im Himmel und auf der Erde. Herr, gib mir Kraft durchzuhalten und nimm mich unter deine heiligen Streiter auf, die schon vor mir deinen heiligen Namen bekannt haben. Bekleide mich, Herr, mit dem glänzenden Gewand deiner Macht und stärke mich in deinem heiligen Geist. Lass nicht zu, dass ich vom Teufel überwältigt werde, sondern sei mir Führer auf dem Weg deiner machtvollen Gerechtigkeit, dass ich dich preisen und dir ein Loblied singen kann. Du bist gepriesen in Ewigkeit. Amen.“

Wahngebilde bete ich nicht an
Als aber der Statthalter Aquilinus dies hörte, verhöhnte er ihn und sprach: „Was redest du da für törichtes Zeug und verspottest die Befehle der Herrscher? Opfere den Göttern!“
Der heilige Florian erwiderte: „Als ich noch irdischen Kriegsdienst versah, habe ich schon im Geheimen meinen Gott verehrt. Schon dort konnte der Teufel von mir nicht Besitz ergreifen. Du hast zwar Gewalt über meinen Körper, aber meine Seele kannst du nicht anrühren. Herr über sie ist nur Gott. Bis heute habe ich den Befehlen der Richter Folge geleistet. Ich habe gehorcht, wie es sich für einen Soldaten gehört. Zu einem Opfer an die Dämonen aber kann mich niemand überreden. Das hilft ihnen ohnedies nichts. Wahngebilde bete ich nicht an.“
Da geriet der Statthalter in Wut und befahl ihn mit Prügeln zu schlagen. Der heilige Florian aber sagte: „Tobe nur, soweit du Macht über meinen Körper hast. Das habe ich dir schon zugestanden. Wenn du aber wissen willst, dass ich deine Folter nicht fürchte, so zünde einen Scheiterhaufen an und im Namen meines Gottes steige ich hinauf.“ Die Soldaten aber begannen ihn wieder zu schlagen. ... Der heilige Florian aber sang mit froher Miene Loblieder so, als ob er sich in einem Zustand von Freude und großer Fröhlichkeit befände. Da befahl der Statthalter, mit spitzen Eisen seine Schulterblätter zu brechen. Daraufhin lobte der heilige Florian Gott noch mehr und bekannte, dass er immer Christ sein werde.


Herr Jesus Christus, nimm meine Seele entgegen
Der Statthalter geriet völlig außer Fassung, fühlte sich in allen Punkten besiegt und sprach über Florian das Todesurteil. Er befahl, ihn zum Ennsfluss zu führen und dort von der Brücke hinabzustürzen. Es war der 4. Mai. Nachdem der heilige Florian den Urteilsspruch vernommen hatte, ging er voll Freude zum ewigen Leben, das der Herr denen verheißen hat, die ihn lieben. Mit heiterer Miene schritt er dahin, als ob er zum Bad geführt würde. Sie kamen zu der Stelle, wo sie ihn hinunterstürzen sollten. Dort banden sie einen großen Stein an seinen Hals. Florian aber bat die Soldaten der Eskorte, sie möchten ihm ein Gebet zu Gott erlauben. Aufrecht stehend wandte sich der heilige Florian nach Osten, streckte seine Hände zum Himmel aus und begann zu sprechen: „Herr Jesus Christus, nimm meine Seele entgegen...“ Er betete ungefähr eine Stunde lang. Die Soldaten erfasste Ehrfurcht und sie scheuten sich, ihn anzurühren. Da kam ein wütender junger Mann herbei und schrie sie an: „Was steht ihr da und führt den Befehl des Statthalters nicht aus?“ Während er dies sagte, stieß er Florian von der Brücke in den Fluss. Florians Augen brachen. Alle Umstehenden konnten es sehen.
Der Fluss nahm den Märtyrer Christi auf, erschrak aber und die hochgehenden Wellen legten seinen Leichnam an einem herausragenden Uferfelsen ab. Da kam auf Gottes Geheiß ein Adler und beschützte den Leichnam mit seinen kreuzförmig ausgespannten Schwingen.
Dann offenbarte sich der heilige Florian einer tiefgläubigen Frau, damit sie ihn an einem geheimen Ort in der Erde bestatte.
Die eingangs erwähnten 40 Bekenner sind während der geschilderten Ereignisse im Kerker umgekommen.
Dies ist geschehen in Lorch in Ufernorikum in den Tagen der Christenfeinde Diokletian und Maximian. Statthalter war Aquilinus gewesen. Regiert aber hat unser Herr Jesus Christus. Ihm gebührt Ehre und Ruhm in Ewigkeit. Amen.


Quelle 

Florian wird von der Brücke in die Enns gestürzt

Klarerweise begleiten musizierende Engel den Einzug in den Himmel:


Florian wird von Christus in die ewige Herrlichkeit aufgenommen