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Montag, 28. September 2020

Exuperius von Toulouse

Bischof Exuperius von Toulouse, Malerei in Saint Sernin, Toulouse

 

Exuperius war vor 405 Bischof von Toulouse. Er ließ die Basilika Saint Saturnin /Saint Sernin errichten und übertrug dorthin Saturnins Reliquien. Er lebte asketisch und unterstützte Klöster im Heiligen Land und in Ägypten. 407/408 war er an der Verteidung der Stadt Toulouse beteiligt. Mit Innozenz I. und Hieronymus stand er in Briefwechsel, letztere widmete ihm 406 seinen Bibelkommentar über Zacharias. Paulinus von Nola nannte ihn einen der bedeutendsten Bischöfe seiner Zeit. Er starb nach 411, sein Gedenktag ist der 28. September, der Übertragung der Gebeine wird am 14. Juni gedacht.
(vgl. Heiligenlexikon)


Saint Sernin, Toulouse

 

Heute gedenkt die Kirche auch der Heiligen Chuniald und Gislar. 

Sonntag, 27. September 2020

Vinzenz von Paul

 


Es ist schon viel, wenn den Armen in leiblicher Hinsicht geholfen wird. Wie aber unserem Herrn vor allem das ewige Heil der Menschen am Herzen lag, so müssen auch wir darin unsere Hauptsorge sehen.

Ein gutes, von Herzen kommendes, verständnisvolles Wort, kann den Menschen zu Gott führen, ihm zu Geduld verhelfen, zu einem guten Sterben oder zu einem guten Leben nützlich sein.

(Vinzenz von Paul, Worte des Erbarmens, 38f)


Glasfenster in der Kathedrale von Reims, Beichte

Vinzenz von Paul - geht die Kirche in Europa unter?

Die Statue des hl. Vinzenz von Paul im Petersdom

Das Herzreliquiar in der Rue du Bac

Vinzenz von Paul sieht während der hl. Messe die Seele von Johanna Franziska von Chantal in den Himmel eingehen

Vinzenz von Paul als Feldprediger bei den königlichen Galeeren 

 

Reliquienbüste von Vinzenz von Paul, Saint Sernin, Toulouse

Montag, 28. Januar 2019

Übertragung der Reliquien - Thomas von Aquin

Reliquienschrein des hl. Thomas von Aquin
Dominikanerkirche Les Jacobins, Toulouse

Schön rötet sich der Osten und
zeigt rosenfarbenen Glanz,
und unser jubilierender Chor
besingt den lorbeerbekränzten Gelehrten.

Während das himmlische Gestirn
den Augen das Licht sichtbar macht,
ist die dem Thomas verliehene Gestalt
mit Licht für Jahrhunderte erfüllt.

Schon beginnt der Himmel den Osten
mit Lichtstrahlen zu erfüllen,
während Toulouse den von weit
hergebrachten Thomas empfängt.

Um die Zweifel zu zerstreuen,
sendet Mutter Kirche
dieses Lichtes Strahl und ermuntert
zum Studium des heiligen Thomas.

Bezeugend seine wahre, echte,
berühmte Lehre,
die sichere, starke, leuchtende,
im göttlichen Wort verwurzelte.

Lasst uns mit frohen Stimmen
den Ruhm des ewigen Königs lobsingen,
der uns durch die Bitten des
glückseligen Thomas Verzeihung gewähre.
(Hymnus zur Translation der Reliquien
v. Thomas von Aquin nach Toulouse) 

Der Reliquienschrein des hl. Thomas in Toulouse

Thomas von Aquin in Znaim 

Thomas und Maria in S. Maria sopra Minerva, Rom

Thomas auf der Lateranbasilika

Thomas in Neapel (S. Domenico Maggiore)

Thomas von Aquin in Wien

Thomas von Aquin und die hl. Eucharistie - Bologna

Noch mal Toulouse (Fresko, Statue und Detail des Reliquienschreins)

Thomas von Aquin - Bologna

Thomas von Aquin - betend Theologie betreiben (St Dominic´s Prior, London) 

Statue in Basilika Cateriniana di San Domenico (Hymnus Auge des Adlers)

Dominikanerkirche Les Jacobin, Toulouse


Gedenktag:

Biographie:

Stand:

Kanonisation:


Attribute:

Patronat:
28. Januar - Fest

* um 1225, † 7. März 1274

Ordenspriester, Kirchenlehrer

Heiliggesprochen durch Papst Johannes XXII. am 18. Juli 1323

Sonne, Stern, Edelstein, Taube

der katholischen Wissenschaft und der katholischen Schulen und Hochschulen, der Theologen, Philosophen, Studenten, Buchhändler und Bleistiftfabrikanten, gegen Blitz, Unwetter und Sturm, für Keuschheit und Reinheit

Seit der Liturgiereform wird das Fest des heiligen Thomas von Aquin am 28. Januar gefeiert. An diesem Tag wurden 1369 seine Gebeine in die Kirche „Les Jacobins“ in Toulouse übertragen. Von dort kamen sie während der Französischen Revolution (1792) in die Kirche St. Sernin. Seit 1974 sind sie wieder an ihrem ursprünglichen Ort in der Dominikanerkirche ("Les Jacobins"). Thomas wurde 1225 auf der Burg Roccasecca in der Nähe der Stadt Aquino geboren. Als er fünf Jahre alt war, übergaben ihn seine Eltern den Benediktinern von Montecassino zur Erziehung. Vierzehnjährig schickten sie ihn zum Studium nach Neapel. Dort lernte er den Orden des heiligen Dominikus kennen. Trotz heftigen Widerstandes seiner Familie entschied sich Thomas 1244, in Neapel in den Orden der Predigerbrüder einzutreten.

In Köln war Thomas Schüler des heiligen Albert des Großen, der seine außergewöhnliche Begabung erkannte. Auf dessen Veranlassung wurde er 1252 mit kaum 27 Jahren für den Magisterstuhl der Universität Paris präsentiert.

Thomas war vor allem ein Sohn des heiligen Dominikus und lebte immer streng nach den Satzungen des Ordens. Die Aufgabe des Ordens, der Dienst am Wort Gottes in freiwilliger Armut, bestand für ihn in der täglichen theologischen Arbeit: eifrig die Wahrheit zu suchen, sie beständig zu betrachten und das Erkannte mitzuteilen. Er stellte alle seine Kräfte in den Dienst der Wahrheit. Thomas formulierte die Idee des Predigerordens so: Contemplari et contemplata aliis tradere - In der Kontemplation leben und anderen die Früchte der Kontemplation weitergeben.

Demütig und leutselig trat er als ein ausgezeichneter Lehrer des Glaubens und begnadeter Verkünder des Evangeliums hervor. Seine große Gelehrsamkeit fand ihren Niederschlag in der Vielzahl seiner philosophischen und theologischen Werke, besonders in seiner Theologischen Summa.

Groß wie seine Geisteskraft aber war auch seine Frömmigkeit. Zeugnis davon geben die von ihm verfassten liturgischen Texte über das Leiden des Erlösers und das Geheimnis der Eucharistie wie auch die tiefe Verehrung der Gottesmutter.

Auf der Reise zum Konzil von Lyon starb Thomas am 7. März 1274 im Zisterzienserkloster von Fossanova. Papst Johannes XXII. sprach ihn am 18. Juli 1323 heilig. Papst Pius V. erhob ihn am 11. April 1567 zum Kirchenlehrer. Papst Leo XIII. ernannte ihn am 4. August 1880 zum Patron aller katholischen Universitäten und Schulen.

(Proprium der Dominikaner) 


Les Jacobins, Toulouse

Mittwoch, 26. Dezember 2018

Stephanus

Ich sehe den Himmel offen und Jesus zur Rechten Gottes, Stephanusfenster in St. Eienne, Toulouse

Lesung aus der Apostelgeschichte (Kap 6 und 7)
In jenen Tagen 8tat Stephanus, voll Gnade und Kraft, Wunder und große Zeichen unter dem Volk.
9Doch einige von der so genannten Synagoge der Libertiner und Zyrenäer und Alexandriner und Leute aus Zilizien und der Provinz Asien erhoben sich, um mit Stephanus zu streiten;
10aber sie konnten der Weisheit und dem Geist, mit dem er sprach, nicht widerstehen.
54Als sie das hörten, waren sie aufs äußerste über ihn empört und knirschten mit den Zähnen.
55Er aber, erfüllt vom Heiligen Geist, blickte zum Himmel empor, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen
56und rief: Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen.
57Da erhoben sie ein lautes Geschrei, hielten sich die Ohren zu, stürmten gemeinsam auf ihn los,
58trieben ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. Die Zeugen legten ihre Kleider zu Füßen eines jungen Mannes nieder, der Saulus hieß.
59So steinigten sie Stephanus; er aber betete und rief: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!
60Dann sank er in die Knie und schrie laut: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an! Nach diesen Worten starb er.




Stephanus und Pauls - Katechese Kardinal Schönborn (Relief beim Eingangstor von St. Paul vor den Mauern)

Grab des hl. Stephanus (S. Lorenzo fuori le Mura in Rom)

Steinigung des Stephanus (Chorfenster des Wiener Stephansdoms)

Papst Benedikt über Stephanus (Glasfenster der Steinigung im Kölner Dom)

Hochaltargruppe im Passauer Dom St. Stephan (hier und hier)

Der Stephanusaltar im Stephansdom

Stephanusfenster in All Saints, Cambridge

Stephanus, Saint Etienne, Toulouse


Saint Etienne, Kathedrale von Toulouse

Sonntag, 29. Oktober 2017

Saturnin von Toulouse

Rathaus von Toulouse


Saturninus, erster Bischof von Toulouse, hat bereits um 250 in Toulouse gepredigt.Nachdem er verhaftet worden war, brachte man ihn zum Capitol (das heutige noch so genannte Rathaus von Toulouse), wo er an den Schwanz eines wütenden Stiers gebunden und vom Capitol herab zu Tode geschleift wurde.

Der Legende nach ließ Bischof Hilarius an der Stelle, wo sich der Leichnam vom Stier gelöst hatte, ein Oratorium errichten, das später durch die Kirche St. Saturnin du Taur, heute Notre Dame du Taur, ersetzt wurde. Um 400 wurden die Reliquien in die Basilika St. Sernin de Toulouse überführt.
(vgl. wikipedia)


Martyrium des hl. Saturnin, Notre Dame du Taur

St. Sernin (Turm)

Notre Dame du Taur, urspr. Grab des hl. Saturnin, Toulouse


Martyrium und Verherrlichung des hl. Saturnin, Notre Dame du Taur, Toulouse

Donnerstag, 3. September 2015

Gregor der Große

Büstenreliquiar des Papstes Gregor des Großen, Saint Sernin, Toulouse



Das wichtigste und berühmteste Werk ist aber zweifellos die Regula pastoralis, das der Papst zu Beginn seines Pontifikats mit einer deutlich programmatischen Zielsetzung schrieb.

Wenn wir diese Werke einer schnellen Durchsicht unterziehen wollen, so müssen wir vor allem festhalten, dass Gregor in seinen Schriften nie Sorge darum zeigt, seine „eigene“ Lehre, seine eigene Originalität zu umreißen.

Es ist vielmehr seine Absicht, die traditionelle Lehre der Kirche erklingen zu lassen; er will einfachhin der Mund Christi und seiner Kirche auf dem Weg sein, der zu durchlaufen ist, um zu Gott zu gelangen.

(Papst Benedikt XVI. über Gregor den Großen, Generalaudienz, 4. Juni 2008)




Aus der Pastoralregel:
 Der Seelsorger darf weder über der Sorge für die äußeren Dinge das Innenleben vernachlässigen, noch in seinem Eifer für das Innenleben die äußeren Dinge übersehen; denn sonst wird er ganz veräußerlichen und das innere Leben einbüßen; oder er wird ausschließlich nur dem Inneren leben und den Mitmenschen nicht bieten, was er ihnen in bezug auf äußere Dinge schuldet.

Manchmal hat es nämlich den Anschein, als würden Seelenhirten ganz darauf vergessen, daß sie um der Seelen der Brüder willen zu Vorstehern gemacht wurden, so sehr hängen sie ihr Herz an die zeitlichen Geschäfte; gibt es gerade solche Geschäfte, so erledigen sie dieselben mit Wonne; gibt es keine, so suchen sie solche und grübeln Tag und Nacht in aufgeregten Gedanken darüber nach. 

Müssen sie einmal, weil die Gelegenheit fehlt, in dieser Beziehung sich ruhig verhalten, so werden sie durch diese Ruhe ganz müde und matt. Denn es ist ihnen eine Lust, von Geschäften schier erdrückt zu werden, und sie halten es für eine Last, wenn sie mit zeitlichen Geschäften nichts zu tun haben. Daher kommt es dann, daß sie vor lauter Freude am Geräusch des Weltlärmes nichts wissen vom inneren Leben, das sie doch andere lehren sollten. Ohne Zweifel werden dadurch die Untergebenen lau; denn ihr Verlangen nach geistigem Fortschritt stößt in dem Beispiel des Vorstehers auf ein Hindernis mitten auf dem Wege.
(Quelle:  Bibliothek der Kirchenväter)