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Mittwoch, 23. August 2023

Rosa von Lima

Heilige Rosa, bitte für uns und Lateinamerika

 

Ihr eigentlicher Name war Isabella Flores, aber als ihre Mutter sah, dass ihr Gesicht rosig leuchtete und sie sehr schön wurde, begann sie, sie Rosa zu nennen. Der heilige Turibius von Mogrovejo, damals Erzbischof von Lima, gab ihr bei der Spendung des Firmsakramentes im Jahr 1597 endgültig den Namen Rosa, unter dem sie heute in aller Welt bekannt ist.

Die heilige Rosa war Laie, genauer gesagt Mitglied des dritten Ordens (Terziarin) des heiligen Dominikus, das heißt eine Frau, die ein weißes Kleid und einen schwarzen Mantel trug, Gott geweiht war, aber in ihrem eigenen Haus wohnte. Ihr ganzes Leben lang versuchte sie, die berühmte Dominikanerterziarin, die heilige Katharina von Siena, nachzuahmen.

Eines Tages, als sie vor dem Bild der allerseligsten Jungfrau betete und Hilfe in der Entscheidung erbat, ob sie in ein Kloster eintreten solle, merkte sie, dass sie sich nicht mehr vom Boden erheben konnte, auf dem sie kniete. Sie rief ihren Bruder, um ihr aufzuhelfen, aber auch er konnte sie nicht von dort wegbewegen.

So erkannte sie, dass der Wille Gottes ein anderer war und sagte zu Maria: "Oh himmlische Mutter, wenn Gott nicht will, dass ich in ein Kloster gehe, dann werde ich von jetzt an von dieser Idee Abstand nehmen." Sobald sie diese Worte ausgesprochen hatte, konnte sie sich wieder bewegen und aufstehen. (CNA)

Altar der hl. Rosa von Lima in der Dominikanerkirche in Krakau

Statue in der Dominikanerkirche in Znaim (Bekehrungen durch Gebet und Buße)

 

Donnerstag, 17. August 2023

Hyazinth von Polen

 


Dominikanerkirche, Krakau

Heiliger Hyazinth, bitte für uns!

Ordenspriester, Glaubensbote
Namensdeutung: Hyazinthe (griech.)
Namenstage: Hyazinth, Jacek, Jacko, Jacinto, Giacinto, Jácint, weibl.: Jacinta, Jacinda, Sinta, Sinda, Hyacinth, Giacinta, Jaxine
Gedenktag: 17. August

Lebensdaten: geboren um 1183 in Groß Stein bei Oppeln, gestorben am 15. August 1257 in Krakau

Lebensgeschichte: Der oberschlesische Grafensohn Jacek Odrowąż studierte in Krakau und Prag und wurde in Bologna zum Doktor des kanonischen Rechts promoviert. Zurück in Polen, machte ihn der Bischof von Krakau, sein Onkel Ivo, zum Domkanoniker der Wawelkathedrale. 1217 reiste er vermutlich im Auftrag seines Bischofs nach Rom, wo er sich allerdings dem heiligen Dominikus anschloss und mit dem Namen Hyazinth in den Predigerorden eintrat.

Dominikus entsandte ihn bald darauf zurück nach Polen, um den Orden dort einzuführen. Auf dem Weg gründete Hyazinth 1221 im kärntnerischen Friesach das erste Dominikanerkloster im deutschen Sprachraum. 1222 entstand in Krakau das künftige Hauptkloster des Ordens in Polen. Hyazinth siedelte Konvente in Breslau und Danzig an und zog im Auftrag des Ordens bis nach Kiew, wo er bis 1233 blieb. Aus dieser Zeit stammt die Legende, wie er beim Einfall der mongolischen Goldenen Horde in Kiew das Allerheiligste sowie eine Alabasterstatue der Muttergottes aus dem brennenden Kloster holte und über seinen Mantel schreitend trockenen Fußes über den Dnjepr rettete.

Ab 1236 missionierte Hyazinth, inzwischen Leiter der schnell wachsenden Ordensprovinz Polonia, entlang der Ostseeküste von Pommern bis ins Baltikum und dann noch bis nach Skandinavien hinein. Ab 1238 lebte er wieder in Krakau. Seine Verwandte Bronisława will bei seinem Tod am 15. August 1257 in einer Vision gesehen haben, wie ihn Maria in den Himmel hineinführte.

Verehrung: Hyazinth wurde in der Krakauer Dominikanerkirche begraben und ruht heute in der barocken Hyazinth-Kapelle. 1427 wurde seine Verehrung erlaubt, 1594 wurde er heiliggesprochen, 1686 zum Patron Litauens erklärt.

Darstellung: im Ordenshabit mit Monstranz oder Hostienschale und Muttergottesstatue

Patron: von Pommern, Preußen, Polen, Litauen und Russland, von Danzig, Krakau, Breslau und Kiew, bei Gefahr des Ertrinkens, bei Kinderlosigkeit und für eine leichte Entbindung


Donnerstag, 17. August 2017

Überlasse mich nicht den Händen meiner Feinde!

Heute gedenkt die Kirche des hl. Hyazinth von Polen (an seinem Grab in Krakau)

Hyazinth von Polen, Dominikanerkirche, Krakau
Als die Tataren in das Land einbrachen, erstürmten sie auch die Stadt Kiew und verwandelten sie in einen Aschenhaufen. Während die Flammen loderten und das Blut der Erschlagenen floß, befand sich der hl. Hyazinth gerade in der Kapelle des von ihm gegründeten Klosters. Furchtlos nahmt er in dieser äußersten Gefahr den Speisekelch aus dem Tabernakel und hieß die Brüder ihm folgen.

Doch wie er die Kirche verlassen wollte, hielt er plötzlich inne, denn das schöne Muttergottesbild aus Alabaster, vor dem er so oft gebetet hatte, rief ihm zu:

"Mein Sohn, du fliehst, und mich läßt du allein zurück?
Nimm mich mit und überlasse mich nicht den Händen meiner Feinde."

Da ergriff der Heilige vertrauensvoll die schwere Figur, und siehe, sie schien ihm leicht wie ein Schilfrohr. In der einen Hand das heiligste Sakrament, mit der anderen die Marienstatue tragend, eilte er nun unbehelligt mitten durch den tobenden Haufen der wilden Mongolen. Am Dnjepr angelangt, breitete er kurz entschlossen seinen Mantel über das Wasser und glitt sicher ans andere Ufer. Er kam wohlbehalten nach Krakau, wo der das Marienbild in der Klosterkirche aufstellte.

(Melchers, Das Jahr der Heiligen, 519f)

links die Statue des hl. Hyazinth, Kapelle des hl. Dominikus in der Dreifaltigkeitskirche der Dominikaner in Krakau

Mittwoch, 17. August 2016

Am Grab des hl. Hyazinth von Polen in Krakau

Statue des hl. Hyazinth in der Grabkapelle, Dreifaltigkeitskirche Krakau


Hyazinth, gegen Ende des 12. Jahrhunderts in Schlesien geboren, war Kanoniker in Krakau. Während eines Aufenthaltes in Rom lernte er den hl. Dominikus kennen und bat ihn um Aufnahme in den Orden. 1221 schickte Dominikus ihn zusammen mit Bruder Heinrich von Mähren nach Polen, um dort den Orden einzuführen. Auf dem Weg dorthin war er einige Monate in Friesach (Kärnten), um dem ersten Dominikanerkloster auf deutschem Boden über die Anfangsschwierigkeiten hinwegzuhelfen.
1225 sandte der erste Provinzial von Polen, Bruder Gerhard von Breslau, die Brüder von Krakau, wo 1222 eine Dominikanergemeinschaft entstanden war, in fünf Richtungen aus. Hyazinth gründete die Konvente in Danzig und in Kies. Von 1229-1233 weilte er in Kiew und verließ die Stadt, kurz bevor die Brüder durch den Fürsten Vladimir Rurikowic aus ihr vertrieben wurden.
In den Zusammenhang seiner vielen Reise durch Nord- und Osteuropa gehört die Legende von der wunderbaren Überquerung der Weichsel, die Hyazinth und zwei Gefährten auf ihren Ordensmänteln  gelang, als sie das Heiligste Sakrament und eine Statue der heiligen Jungfrau Maria bei sich trugen.
Hyazinth starb am 15. August 1257 im Konvent von Krakau. Papst Clemens VIII. sprach ihn am 17. April 1594 heilig.
(Proprium des Predigerordens)

Dreifaltigkeitskirche der Dominikaner in Krakau






Im Obergeschoß des linken Kirchenschiffes ist die im spätbarocken Stil erbaute Hyazinth-Kapelle (kaplica Św. Jacka)



Hinter einem Gitter befindet sich das Grab des hl. Hyazinth von Polen












"Als die Tataren in das Land einbrachen, erstürmten sie auch die Stadt Kiew und verwandelten sie in einen Aschenhaufen. Während die Flammen loderten und das Blut der Erschlagenen floß, befand sich der hl Hyazinth gerade in der Kapelle des von ihm gegründeten Klosters. Furchtlos nahm er in dieser äußersten Gefahr den Speisekelch aus dem Tabernakel und hieß die Brüder ihm folgen. Doch wie er die Kirche verlassen wollte, hielt er plötzlich inne, denn das schöne Muttergottesbild aus Alabaster, vor dem er so oft gebetet hatte, rief ihm zu: "Mein Sohn, du fliehst, und mich läßt du allein zurück? Nimm mich mit und überlasse mich nicht den Händen meiner Feinde."
Da ergriff der Heilige vertrauensvoll die schwere Figur, und siehe, sie schien ihm leicht wie ein Schilfrohr. In der einen Hand das heiligste Sakrament, mit der andren die Marienstatue tragend, eilte er nun unbehelligt mitten durch die tobenden Haufen der wilden Mongolen. Am Dnjepr angelangt, breitete er kurz entschlossen seinen Mantel über das Wasser und glitt sicher ans andere Ufer. Er kam wohlbehalten nach Krakau, wo er das Marienbild in der Klosterkirche aufstellte."
(Melchers, Das Jahr der Heiligen, 519f)


Predigt des hl. Hyazinth ??

Allmächtiger, ewiger Gott, du hast den heiligen Hyazinth berufen,
durch seine unermüdliche Predigt viele Völker und Nationen
im Glauben zu erneuern und zu bestärken.
Auf seine Fürsprache festige auch uns im Glauben,
damit wir deinen Ruhm verkünden und dem Heil der Menschen dienen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.



Der hl. Hyazinth vertreibt die Dämonen