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Montag, 23. März 2026

Kreuzweg (Johannes Paul II., 2003)

Lesungen am Montag der 5. Fastenwoche 

Susanna im Bade

Tintoretto im Kunsthistorischem Museum in Wien 

Susanna im Bade, Georg Schweigger, Kunsthistorisches Museum, Wien

Jesus und die Ehebrecherin

Tintoretto in der Prager Burg, B16, Angelus, 21.3.2010)

Tizian im Kunsthistorischen Museum Wien, B16, Predigt 25.3.2007)

Mosaik in S. Pio da Pietrelcina, Johannes Paul II. in mulieris dignitatem

Glasfenster in der Kathedrale von Troyes

1. Station des Kreuzweges, Jesus wird zum Tod verurteilt, Svatý Hostýn

 

ERSTE STATION

Jesus wird zum Tod verurteilt

 

V. Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi.
R. Quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.

(Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich.
Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.)

Aus dem Evangelium nach Markus. 15, 14-15

Sie schrien noch lauter: "Kreuzige ihn!".
Darauf ließ Pilatus, um die Menge zufriedenzustellen,
Barabbas frei
und gab den Befehl, Jesus zu geißeln
und zu kreuzigen.

MEDITATION

Das Urteil des Pilatus wurde unter dem Druck der Priester und der Menge gefällt. Die Verurteilung zum Tod durch Kreuzigung hätte ihre Leidenschaften befriedigen und die Antwort auf das Geschrei: "Kreuzige ihn! Kreuzige ihn!" (Mk 15, 13-14 ff.) sein sollen. Der römische Statthalter dachte, sich dem Urteil dadurch zu entziehen, daß er sich die Hände wusch, so wie er sich zuvor der Worte Christi entledigt hatte, der sein Reich mit der Wahrheit, mit dem Zeugnis für die Wahrheit (Joh 18, 38), gleichgesetzt hatte. Im dem einen wie im dem anderen Fall suchte Pilatus, seine Unabhängigkeit zu bewahren, gewissermaßen "abseits" zu stehen. Aber das war nur die Oberfläche. Das Kreuz, zu dem Jesus von Nazaret verurteilt wurde (Joh 19, 16), ebenso wie seine Wahrheit über das Reich (Joh 18, 36-37), sollten zutiefst die Seele des römischen Statthalters berühren. Das Kreuz war und ist eine Realität, angesichts derer man nicht abseits oder am Rande stehen kann. Die Tatsache, daß Jesus, der Sohn Gottes, von dem Mann über sein Reich befragt und deshalb gerichtet und zum Tod verurteilt worden ist, stellt den Anfang jenes abschließenden Zeugnisses Gottes dafür dar, daß er die Welt so sehr geliebt hat (vgl. Joh 3, 16).
Wir stehen vor diesem Zeugnis und wissen, daß es uns nicht erlaubt ist, uns die Hände zu waschen.

 

ANRUFUNGEN

Jesus von Nazaret, zum Tod am Kreuz verurteilt,
getreuer Zeuge der Liebe des Vaters.
R. Kyrie, eleison.

Jesus, Sohn Gottes, gehorsam gegenüber dem Willen des Vaters
bis zum Tode am Kreuz.
R. Kyrie, eleison.

Alle:

Pater noster, qui es in caelis:
sanctificetur nomen tuum;
adveniat regnum tuum;
fiat voluntas tua, sicut in caelo, et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie;
et dimite nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris;
et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a malo.

Stabat Mater dolorosa,
iuxta crucem lacrimosa,
dum pendebat Filius.


1. Station: Jesus wird zum Tod verurteilt, Svatý Hostýn


Montag, 22. März 2021

I. Station - Jesus wird zum Tod verurteilt

Vorbereitungsgebet

Herr, auf blutgeweihtem Pfade,
mit der Mutter voll der  Gnade,
tret ich jetzt den Kreuzweg an.

Vorher will ich tief bereuen,
meine Sünden maledeien,
weil sie Leid dem Herrn getan.

Sehen will ich, wie der duldet,
ohne Klag, unverschuldet,
wie das Lamm zur Schlachtbank geht.

Wie den bittern Kelch er trinket,
wie sein stummer Blick uns winket:
"Jünger! Komm mir nach und seht!"

"Seht die Spur, wo ich gegangen!
Seht das Kreuz, wo ich gehangen -
Opferkerze am Altar!"

"Tragt das Kreuz, es wird euch tragen,
wird euch sein Geheimnis sagen,
welcher Weg zum Heile war."

1. Station, Basilika St. Nikolaus, Amsterdam

V: Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich,

A: denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.

V: Gruß dir, Jesus!
Wie geduldig hörst du schreiben: "Er ist schuldig!
Henker, hol das Kreuz herbei!"

V: Lasset uns beten:

A: Gib, dass ich dem Unrecht wehre,
nicht vor fremden Türen kehre,
nicht des Nächsten Richter sei!

V: Gekreuzigter Herr Jesus Christus,
A: erbarme dich unser.

(Kreuzweg von Josef Balde, SJ, in: Kreuzeslob, 27ff)

Basilika St. Nikolaus, Amsterdam

 Heute gedenkt die Kirche auch des Bischofs Benvenuto Scotivoli von Osimo.

Sonntag, 25. November 2018

In Deinen Händen ruht der Menschen Schicksal (Christkönig)

Christus vor Pilatus, Kathedrale von Tschenstochau


+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

In jener Zeit 33bfragte Pilatus Jesus: Bist du der König der Juden?
34Jesus antwortete: Sagst du das von dir aus, oder haben es dir andere über mich gesagt?
35Pilatus entgegnete: Bin ich denn ein Jude? Dein eigenes Volk und die Hohenpriester haben dich an mich ausgeliefert. Was hast du getan?
36Jesus antwortete: Mein Königtum ist nicht von dieser Welt. Wenn es von dieser Welt wäre, würden meine Leute kämpfen, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde. Aber mein Königtum ist nicht von hier.
37Pilatus sagte zu ihm: Also bist du doch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme.
(Johannes 18)


Christus, angebetet von den Engeln, Christ Church Cathedral, Oxford


Lesung aus der Offenbarung des Johannes
5b Jesus Christus ist der treue Zeuge, der Erstgeborene der Toten, der Herrscher über die Könige der Erde. Er liebt uns und hat uns von unseren Sünden erlöst durch sein Blut;
6er hat uns zu Königen gemacht und zu Priestern vor Gott, seinem Vater. Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht in alle Ewigkeit. Amen.
7Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch alle, die ihn durchbohrt haben; und alle Völker der Erde werden seinetwegen jammern und klagen. Ja, amen.
8Ich bin das Alpha und das Omega, spricht Gott, der Herr, der ist und der war und der kommt, der Herrscher über die ganze Schöpfung.

(Offenbarung 1, 2. Lesung von Christkönig)


Christus, du Herrscher
Himmels und der Erde,
Herr über Mächte,
Throne und Gewalten.
Du bist der Erste,
und du bist der Letzte,
Anfang und Ende

In deinen Händen
ruht der Menschen Schicksal.
Nichts kann auf Erden
deiner Macht entgleiten.
Du sprichst das Urteil
über alle Völker,
voll des Erbarmens.

Reiche erstehen,
blühen und zerfallen,
aber das deine
überdauert alle,
denn deine Herrschaft
ist von Gott verliehen,
ewigen Ursprungs.

Keiner der Großen
kann sich mit dir messen;
Herrscher der Herren,
König aller Zeiten,
Abglanz des Vaters,
Spiegel seiner Hoheit,
thronend im Himmel.

Dir sei die Ehre,
dir und deinem Vater,
und auch dem Geiste
sei das Lob gesungen.
Gott, dem Dreieinen,
Lob und Preis und Ehre
immer und ewig. Ame.
(Hymnus von Christkönig)


Christus inmitten der Evangelisten, Kathedrale von Burgos

Freitag, 3. April 2015

Die sieben Aufopferungen des kostbaren Blutes (7)

Verhör bei Pilatus, Hochaltar der Kathedrale in Toledo

Ewiger Vater,
wir opfern dir auf das kostbare Blut Jesu Christi,
das am Kreuz vergossen,
dir täglich auf dem Altar dargebracht wird:

für alle, die heute sterben,
für die Seelen im Reinigungsort,
damit sie alle mit Christus ewig vereint werden.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.
Lob und Dank sei Jesus allezeit,
der uns mit seinem Blute hat befreit.
(Kreuzeslob, 519)