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Samstag, 13. Dezember 2025

Öffne uns auf ihre Fürsprache die Augen

 

Altar der hl. Odilie

Die Tochter des elsässischen Herzogs Attich war Stifterin und erste Äbtissin des Klosters Odilienberg (Elsass) und gründete auch Niedermünster am Fuß des Odilienbergs. Nach der Legende war sie blind geboren und wurde durch die Taufe geheilt (Darstellung mit zwei auf einem Buch liegenden Augen). Gestorben um 720, Grab in der Johanneskapelle auf dem Odilienberg.

Gott, du wahres Licht,
du hast den Blinden und Augenkranken

in der heiligen Odilia
eine himmlische Patronin gegeben.
Öffne uns auf ihre Fürsprache die Augen,
damit wir in der geschaffenen Schönheit
deine Größe erahnen
und dich einst schauen in deinem himmlischen Licht.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Steinstatue der hl. Ottilia auf dem Odilienberg 

Figurenrelief in der Erzabtei St. Ottilien 

Heute gedenkt die Kirche auch der hl. Lucia von Syrakus

Glasfenster und Kathedrale von Syrakus 

Steinfigur an der Kathedrale von Syrakus 

Die Legende der hl. Lucia (Glasfenster in der Kathedrale von Metz)

Biographie (Stift Vorau) 

Glasfenster im All Souls College, Oxford

Kirche auf dem Odilienberg, Monte Sainte-Odile

Sonntag, 13. Dezember 2020

Mitten unter euch steht der, den ihr nicht kennt

 

Johannes der Täufer, Seht das Lamm Gottes, Odilienberg


Mitten unter euch steht der, den ihr nicht kennt

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes 1

6Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes.

7Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen.

8Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht.

19Dies ist das Zeugnis des Johannes: Als die Juden von Jerusalem aus Priester und Leviten zu ihm sandten mit der Frage: Wer bist du?,

20bekannte er und leugnete nicht; er bekannte: Ich bin nicht der Messias.

21Sie fragten ihn: Was bist du dann? Bist du Elija? Und er sagte: Ich bin es nicht. Bist du der Prophet? Er antwortete: Nein.

22Da fragten sie ihn: Wer bist du? Wir müssen denen, die uns gesandt haben, Auskunft geben. Was sagst du über dich selbst?

23Er sagte: Ich bin die Stimme, die in der Wüste ruft: Ebnet den Weg für den Herrn!, wie der Prophet Jesaja gesagt hat.

24Unter den Abgesandten waren auch Pharisäer.

25Sie fragten Johannes: Warum taufst du dann, wenn du nicht der Messias bist, nicht Elija und nicht der Prophet?

26Er antwortete ihnen: Ich taufe mit Wasser. Mitten unter euch steht der, den ihr nicht kennt

27und der nach mir kommt; ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren.

28Dies geschah in Betanien, auf der anderen Seite des Jordan, wo Johannes taufte.

(Evangelium vom 3. Adventsonntag, Gaudete, Lesejahr B)



Kloster auf dem Odilienberg

Ottilia vom Elsass

Statue der hl. Odilia, Odilienberg

Klostergründerin, Äbtissin
Namensdeutung: kleiner Erbbesitz (althochdt.)
Namenstage: Ottilie, Ottilia, Odilia, Odilie, Odile, männl.:Odilo, Odilon, Otto
Gedenktag: 13. Dezember

Lebensdaten: geboren um 660 im Elsass, gestorben 720 in Niedermünster, Elsass

Lebensgeschichte und Legende: Odilia war das älteste Kind des elsässischen Herzogs Eticho und seiner Gemahlin Berswinda, auf die zum Beispiel die Dynastie der Habsburger zurückgehen. 680 errichtete Eticho zur Sühne seiner zahlreichen Gewalttaten die Abtei Hohenburg auf dem Grund seiner Herzogsresidenz auf dem heutigen Odilienberg und stattete diese mit einer Kirche und einem Konventsgebäude aus. Das Männerkloster wandelte sich unter der Leitung seiner Tochter Odilias zu einem Frauenkonvent. Sie starb im Krankenhospiz, das sie um 710 am Fuß des Odilienbergs gegründet hatte und das ihre Nichte Gundelinde zum Kloster Niedermünster ausbaute. Dort fließt noch heute eine Quelle, die bei Augenkrankheiten hilft.

Der Legende aus dem 12. Jahrhundert nach wollte Eticho seine blindgeborene Tochter aus Schmach ermorden, doch die Mutter gab sie in die Obhut von Klosterschwestern. Als Odilia vom durchreisenden Bischof Erhard von Regensburg getauft wurde, erlangte sie das Augenlicht wieder. Von ihrem Bruder heimgeholt, der darüber aus der Hand des Vaters sein Leben verlor, überwand sie mit Liebe die Raserei des Herzogs und erhielt von ihm das Kloster auf der Hohenburg. Dort ruhen sie selbst sowie ihre Eltern. Ihren Gedenktag am 13. Dezember hat sie von der legendarischen Erwähnung der hl. Luzia während ihrer Sterbestunde.

Verehrung: Odilia erscheint 1050 auf einer Urkunde Papst Leos IX., einem Nachkommen der Etichonen. Ab dem 12. Jahrhundert waren ihre Legende voll ausgebildet und das Kloster reich beschenkt. Der Odilienberg wurde zum zentralen Wallfahrtsort des Elsass mit heute zwei Millionen Besuchern im Jahr. Odilia wurde 1807 von Papst Pius VII. zur Patronin des Elsass erklärt. 1887 entstand auf dem Herrensitz Emming mit seiner Ottilienkapelle die Missionsbenediktiner-Erzabtei Sankt Ottilien unweit des Ammersees.

Darstellung: als Äbtissin mit Augen auf einem Buch, beim Gebet vor dem Altar, mit Kelch

Patronin: des Elsass und Schutzpatronin des Augenlichts

Holzrelief in der Sakristei von St. Ottilien

Heilige Odilia, bitte für uns!

Gott, du wahres Licht,

du hast den Blinden und Augenkranken

in der heiligen Odilia

eine himmlische Patronin gegeben.

Öffne uns auf ihre Fürsprache die Augen,

damit wir in der geschaffenen Schönheit

deine Größe erahnen

und dich einst schauen in deinem himmlischen Licht.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Heute gedenkt die Kirche auch der hl. Lucia von Syrakus

Die Legende der hl. Lucia (Glasfenster in der Kathedrale von Metz)

Biographie (Stift Vorau) 

Glasfenster im All Souls College, Oxford

Kloster Hohenburg auf dem Odilienberg