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Dienstag, 30. Dezember 2025

Papst Felix I.

 

Papst Felix, I., Mosaik in St. Paul vor den Mauern, Rom

 

Felix I., Papst. Felix war von Geburt Römer, er wurde am 5. Jänner 268 zum Papst gewählt. In einem Brief an den Bischof Maximus von Alexandrien sprach sich Felix gegen die Lehre des Paulus von Samosata aus und setzte ihn ab. Felix starb am 30. Dezember 274 und wurde in der Kalixtus-Katakombe begraben. 
(Martyrologium Sancrucense)

Donnerstag, 13. November 2025

Papst Nikolaus I. der Große

 

Papst Nikolaus I., der Große, St. Paul vor den Mauern, Rom

Nikolaus I., der Große, Papst. Nikolaus I. war Papst von 858 bis 867, er hatte zuvor schon drei Päpsten gedient. Sein neunjähriges Pontifikat war überschattet von Konflikten mit der Ostkirche. 

Nikolaus sah sich als Nachfolger von Petrus, als Herrscher, der die Rechte und Reinheit der Kirche zu verteidigen hatte. Gegenüber König Lothar II. von Lothringen beharrte er auf der Unauflöslichkeit der Ehe; dieser wollte die kinderlose Ehe mit Theutberga lösen und seine Geliebte Waldrada, die ihm ein Kind geboren hatte, heiraten. Nikolaus setzte die Erzbischöfe von Köln und Trier ab, als sie Lothar ihr Einverständnis gaben, und exkommunizierte sie. Der Konflikt eskalierte bis hin zu kriegerischen Auseinandersetzungen.
Auch die Spannungen mit Konstantinopel wuchsen, als dort Photios unrechtmäßig auf den Patriarchenstuhl gelangt war. 858 war der rechtmäßige Patriarch Ignatius aufgrund starker Differenzen mit dem Kaiserhof zurückgetreten, woraufhin der Kaiser einfach den Laien Photios zum Patriarchen erhob. Nikolaus versagte dem Photios die Anerkennung, da die nachgeholte Weihe nicht rechtmässig erfolgt war. Photios wiederum rächte sich, indem er die Ablehnung des Filioque verschärfte und für 867 eine Synode in Konstantinopel zusammenrief, in der er den Papst zum Ketzer erklärte. Das photianische Schisma währte aber nur kurz, denn schon 870 wurde Photius durch das 6. Konzil von Konstantinopel abgesetzt. Nikolaus I. freilich war schon 867 gestorben. Mit Nikolaus setzt sich der Aufstieg des Papsttums zum „Protector imperii“ fort. Die Grabstätte des Papstes Nikolaus des Großen ist unbekannt.
(Martyrologium Sancrucense)

Heute gedenkt die Kirche aus des heiligen Stanislaus Kostka.

Die Hilfe eines Engels bei der Flucht  

Reliquie des hl. Stanislaus in der Kostka Kapelle in Wien

Stanislaus auf der Flucht

Am Grab des hl. Stanislaus Kostka in Rom

Das Sterbezimmer des hl. Stanislaus Kostka in Rom

Die Stanislaus Kostka Kapelle in Wien

nochmal die Kapelle in Wien

Mittwoch, 12. November 2025

Martinus I., Papst

 Papst Martinus I., St. Paul vor den Mauern, Rom

 

Martin I., Papst. Martin wurde um 600 in Todi in Umbrien geboren, bis zu seiner Wahl als Papst war er päpstlicher Gesandter am kaiserlichen Hof in Konstantinopel. 649 wurde er zum Papst gewählt und ohne kaiserliche Bestätigung geweiht.
Seine Amtszeit war geprägt von hitzigen theologischen Streitigkeiten um das Problem des Monotheletismus, also die Frage, ob nur ein einziger Wille oder zwei Willen, nämlich ein göttlicher und menschlicher, in Jesus wirksam gewesen seien. Nachdem eine in Rom abgehaltene Lateransynode ein kaiserliches Dekret, das den Monotheletismus begünstigte, verurteilt hatte, schickte der Kaiser ein Verhaftungskommando nach Rom. Doch dessen Kommandant revoltierte gegen den Kaiser und erklärte sich selbst zum Beherrscher über Italien. Drei Jahre lang konnte so der Papst in seinem Schatten ungestört regieren. Nach dessen Tod wurde Martin jedoch 653 von einem neuerlichen Exekutionskommando gefangen genommen, 654 nach Konstantinopel gebracht, wegen Hochverrats zum Tod verurteilt, dann begnadigt und in die Verbannung auf die Krim geschickt, wo er am 16. November 655 starb. Die Verehrung Martins I. ist vor allem in der Ostkirche verbreitet.
(Martyrologium Sancrucense)

Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Josaphat Kunzewitsch.

Sonntag, 18. Mai 2025

Zur Amtseinführung von Papst Leo XIV. - Papst Johannes I., 18. Mai

 

Papst Johannes I., St Paul vor den Mauern

Johannes I wird in der Toskana geboren, möglicherweise in der Gegend von Siena oder Arezzo, als Sohn eines Adeligen namens Constantius. 523 wird er Papst, doch über sein Pontifikat ist wenig bekannt. Es scheint, dass er zur Erweiterung und Verschönerung einiger römischer Basiliken an der Via Ardeatina und der Via Ostiense beiträgt, unterstützt von der Großzügigkeit des Kaisers Justin I. Johannes unterhält enge Beziehungen zu den Ostkirchen.

Der historische Kontext

Johannes folgt auf Papst Hormisdas, der gemeinsam mit dem oströmischen Kaiser Justin I., dem Onkel Justinians, das Schisma zwischen Rom und Konstantinopel beendet hat. Dieses Schisma war 484 durch das Henotikon ausgelöst worden, eine Glaubenserklärung von Kaiser Zenon und dem Patriarchen von Konstantinopel, Akakios. Sie hatten versucht, einen unmöglichen Kompromiss zwischen dem katholischen Glauben und der monophysitischen Häresie zu schaffen, die nur eine göttliche Natur Jesu Christi anerkannte. Johannes muss sich jedoch mit einer anderen Herausforderung auseinandersetzen: dem Arianismus, der die göttliche Natur des Sohnes als geringer als die des Vaters ansieht. Die Goten, die nun über Italien herrschen, und ihr König Theoderich sind Anhänger dieser Lehre.

Theoderichs Dilemma

Die religiöse Frage ist eng mit der politischen verknüpft. 523 erlässt Kaiser Justin I. ein Edikt, das die arianischen Christen in seinem Reich stark benachteiligt: Sie müssen ihrem Glauben abschwören, besetzte Kirchen und beschlagnahmte Güter zurückgeben und werden von zivilen sowie militärischen Ämtern ausgeschlossen. Theoderich empfindet dies als Bedrohung. Obwohl er in Italien herrscht, kann er nicht akzeptieren, dass seine Glaubensgenossen anderswo so behandelt werden. Sein Unmut wächst, zumal er den Katholiken in seinem Reich viele Freiheiten gewährt hat. Zudem fürchtet er eine zu enge Allianz zwischen Konstantinopel und der römischen Kirche. 524 entsendet er daher eine Delegation nach Konstantinopel, bestehend aus römischen Gesandten und mehreren Bischöfen, darunter die von Fano, Ravenna und Capua. Er zwingt Papst Johannes I., diese Mission zu leiten. Ziel ist es, mit Kaiser Justin I. zu verhandeln.

Die Reise nach Konstantinopel

Johannes ist bereits alt, doch er nimmt die Herausforderung an, um Schaden von den römischen Katholiken abzuwenden. Er befürchtet, dass eine Weigerung Theoderich dazu bringen könnte, härter gegen die Kirche vorzugehen. Zwar hatte Theoderich die Religionsfreiheit gewährt, doch er hatte den Klerus mit hohen Steuern belastet und viele seiner früheren Privilegien entzogen. Johannes weiß, dass Theoderich von ihm erwartet, das Verbot aufzuheben, das es Konvertiten zum Katholizismus untersagt, zum Arianismus zurückzukehren.

In Konstantinopel wird Johannes I. feierlich empfangen. Er darf sowohl Weihnachten als auch Ostern feiern und erreicht einige Zugeständnisse für die Arianer – jedoch nicht alle, die Theoderich gefordert hatte. Als er nach Rom zurückkehrt, ist Theoderich erzürnt. Er lässt Johannes in Ravenna inhaftieren, wo dieser 526 stirbt. Später werden seine Reliquien in den Petersdom überführt, wo er als Märtyrer des Glaubens verehrt wird.

Quelle

Samstag, 13. August 2022

Pontianus, Papst

 

Papst Pontianus, St. Paul vor den Mauern

Papst, Märtyrer
Namensdeutung: Brückenmann (lat.)
Namenstage: Pontianus, Pontian, Pontien
Gedenktag: 13. August

Lebensdaten: geboren vielleicht in Rom, gestorben 235 auf Sardinien

Lebensgeschichte: Pontianus soll gebürtiger Römer gewesen sein und wurde am 21. Juli 230 zum Bischof von Rom gewählt. Dass sein Vater dem Liber Pontificalis zufolge Calpurnius geheißen hätte, ist wegen der Bedeutung der römischen Familie der Calpurnier zum mindesten unwahrscheinlich.

Ebenso falsch ist die völlig anachronistische Annahme, auf Pontianus gingen die Einführung des Confiteor (Schuldbekenntnis) sowie die Formel „Dominus vobiscum – Der Herr sei mit euch“ in der heiligen Messe zurück. Gesichert ist dagegen, dass Pontianus 231 auf einer römischen Synode die Verurteilung des bedeutenden Theologen Origenes durch Patriarch Demetrios von Alexandrien bestätigen ließ.

Von seinen Vorgängern Calixt und Urban hatte Pontianus das Schisma mit dem römischen Gegenbischof Hippolyt als Anführer einer in der Bußpraxis strengeren Partei geerbt. Dieser Kirchenspaltung machte die Christenverfolgung ein Ende, die 235 unter Kaiser Maximinus Thrax ausbrach. In ihrem Verlauf wurden sowohl Pontianus als auch Hippolyt zur Zwangsarbeit in den sardischen Steinbrüchen oder Salzbergwerken verurteilt. Diese „damnatio ad metallas“ war ein sicheres Todesurteil.

Nach übereinstimmender Auffassung versöhnten sich Bischof und Gegenbischof im Bergwerk. Pontianus verzichtete am 28. September 235 zugunsten eines beiderseitigen Nachfolgers auf sein Bischofsamt, was das erste genau dokumentierte Datum der Papstgeschichte darstellt, und starb an Malaria oder an den Strapazen in den Minen.

Der Legende nach wurde er in der Verbannung auf Geheiß des Kaisers zu Tode geprügelt.

Verehrung: Unter seinem zweiten Nachfolger Fabian wurde Pontianus gemeinsam mit Hippolyt nach Rom überführt. Pontianus wurde am 13. August 236 oder 237 in der „Krypta der Päpste“ der Calixtus-Katakombe beigesetzt. Teile seiner Grabplatte wurden 1909 wiederentdeckt. Seine mutmaßlichen sterblichen Überreste liegen seit 820 in der Kirche Santa Prassede. Reliquien werden auch in Trani (Apulien) und in Toscanella bei Orvieto verehrt.

Darstellung: bei seinem legendenhaft ausgeschmückten Martyrium

Patron: von Carbonia auf Sardinien

(bistumaugsburg)

brauch ich jetzt

 

Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Hippolyt, des sel. Markus von Aviano (Retter von Wien) und des hl. Johannes Berchmans SJ. 

Donnerstag, 14. Oktober 2021

Papst Callistus I.

 

Heiliger Kallistus, bitte für uns!

 

Kallistus kam aus niederem Stand. Papst Zephyrin machte ihn um 199 zum Diakon und übertrug ihm die Sorge für die christlichen Begräbnisstätten (Katakomben) an der Via Appia. 217 wurde er von Klerus und Volk von Rom zum Papst gewählt, gegen den heftigen Protest des Presbyters Hippolyt (vgl. 13. August), der ihn - zu Unrecht - der Irrlehre und des Laxismus beschuldigte. Die Nachrichten über das Martyrium des hl. Kallistus (222) sind unsicher. Seine Beisetzung in Trastevere wird im römischen Staatskalender von 354 erwähnt.

Gütiger Gott, erhöre unsere Gebete, die wir am Gedenktag
des heiligen Märtyrerpapstes Kallistus vor dich bringen.
Sieh auf sein heiliges Leben und Sterben
und gewähre der Kirche allezeit deine Hilfe.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Statue des hl. Kallistus, Kathedrale von Reims

Mosaik in S. Maria in Trastevere, Rom


Papst Callistus I., St. Paul vor den Mauern, Rom

Donnerstag, 16. September 2021

Papst Kornelius

 

Papst Cornelius, St. Paul vor den Mauern, Rom


Papst
Namensdeutung: aus dem Geschlecht der Cornelier (lat.), stark wie ein Horn (volkstüml.)
Namenstage: Cornelius, Kornel, Cees, Conny, Correl, Corneille, Nelis, weibl.: Cornelia, Conny
Gedenktag: 16. September

Lebensdaten: geboren in Rom, gestorben im Juni 253 in Civitavecchia

Lebensgeschichte: Der römische Priester Cornelius wurde 251 zum Bischof von Rom gewählt, als die aussichtsreicheren Kandidaten nach der Christenverfolgung des Kaisers Decius im Kerker saßen. Sein Konkurrent Novatian warf ihm vor, sich eine heidnische Opferbescheinigung erschlichen zu haben und deswegen unwürdig zu sein, und ließ sich zum Gegenbischof weihen – das erste Papstschisma war ausgebrochen.

Die Entscheidung brachte die Frage, wie mit denjenigen umgegangen werden sollte, die während der Christenverfolgung öffentlich vom Glauben abgefallen waren. Novatian verfolgte mit einigen nordafrikanischen Bischöfen einen unnachgiebigen Kurs, während Cornelius und sein Unterstützer Cyprian von Karthago statt des sicheren Martyriums für alle lieber Buße und Vergebung forderten. Auf einer Synode in Rom mit 60 Bischöfen wurden Novatian und seine Anhänger aus der Kirche ausgeschlossen.

Briefe, mit denen sich Cornelius die Unterstützung wichtiger Bischofssitze sicherte, geben detaillierten Aufschluss über die Zusammensetzung der römischen Kirche zur damaligen Zeit. In der Millionenstadt lebten damals etwa 30.000 bis 50.000 Christen. Neben 46 Priestern waren sieben Diakone und über 100 Träger niederer Weihen liturgisch und seelsorgerisch tätig.

Als unter Kaiser Gallus die Christenverfolgungen wieder einsetzten, wurde Cornelius nach Centumcellae, dem heutigen Civitavecchia, verbannt, wo er im Juni 253 eines natürlichen Todes starb.

Verehrung/Brauchtum: Cornelius, der mit Cyprian im Ersten Eucharistischen Hochgebet genannt wird, wurde in der Calixtus-Katakombe bestattet und ab dem 9. Jahrhundert besonders im Rheinland verehrt, wo ihn eine hübsche Legende zum Patron der Liebenden stilisiert: Als in Neuss ein junger Künstler eine Corneliuskapelle ausschmückte und sich in die Tochter des Hauses verliebte, wollte der Vater nur dann in die Hochzeit einwilligen, wenn der abgebildete Papst selbst dem zustimme, was die Statue alsbald tat.

Wichtige Reliquien befinden sich im Aachener Kornelimünster sowie in der Kölner Severinskirche. Cornelius gehört zusammen mit den heiligen Quirinus, Hubertus und Antonius zu den Vier Heiligen Marschällen. Sein Gedenktag am 16. September hängt mit der Niederlegung seiner Gebeine zusammen. Zum Viehpatron wurde Papst Cornelius wegen des lateinischen „cornu – Horn“, Epilepsie hieß nach ihm die „Kornelkrankheit“.

Darstellung: als Papst mit Tiara und Horn

Patron: der Bauern, der Liebenden, des Hornviehs, gegen Krämpfe, Ohren- und Nervenleiden sowie Epilepsie

(Bistum Augsburg)

Papst Cornelius, Apsismosaik von Maria in Trastevere

Donnerstag, 9. September 2021

Wir verdanken ihm u. a. das Fest der Kreuzerhöhung - Sergius I.

 

Papst Sergius I., S. Paul vor den Mauern, Rom

 

Sergius I., Papst, geb im 7. Jh. in Palermo auf Sizilien, gest. 8. September 701.
Der Syrer Sergius I. förderte während seiner Amtszeit das Ansehen des Papsttums und hielt enge Beziehungen zu England und zum Frankenreich. Er war es, der Willibrord zum Bischof weihte und ihn zum Metropoliten für die Nordmissionen ernannte.
In der Meßliturgie führte Sergius I. das Agnus Dei ein, im Kirchenjahr mehrere Marienfeste und das Fest der Kreuzerhöhung.
Sein Gedenktag ist der 8. September.
(Schauber, Schindler, Heilige und Namenspatrone, 470)

Donnerstag, 11. Juni 2020

Wir predigen euch das Evangelium, dass ihr euch bekehren sollt

"Sie beruhigten die Volksmenge, dass sie ihnen nicht opferte"
Paulus und Barnabas in Lystra
Pauluszyklus in St. Paul vor den Mauern

 Heute, am 11. Juni, gedenkt die Kirche des Apostels Barnabas.

8 Und es war ein Mann in Lystra, der saß da ohne Kraft in den Füßen; er war gelähmt von Mutterleib an und hatte noch nie gehen können. 9 Der hörte Paulus reden. Und als dieser ihn ansah und merkte, dass er glaubte, ihm könne geholfen werden, 10 sprach er mit lauter Stimme: Stell dich aufrecht auf deine Füße! Und er sprang auf und ging umher.
11 Da aber das Volk sah, was Paulus getan hatte, erhoben sie ihre Stimme und riefen auf Lykaonisch: Die Götter sind den Menschen gleich geworden und zu uns herabgestiegen. 12 Und sie nannten Barnabas Zeus und Paulus Hermes, weil er das Wort führte. 13 Und der Priester vom Tempel des Zeus vor der Stadt brachte Stiere und Kränze an die Stadttore und wollte mit dem Volk opfern.
14 Als das die Apostel Barnabas und Paulus hörten, zerrissen sie ihre Kleider und sprangen unter das Volk und schrien: 15 Ihr Männer, was macht ihr da? Wir sind auch sterbliche Menschen wie ihr und predigen euch das Evangelium, dass ihr euch bekehren sollt von diesen nichtigen Göttern zu dem lebendigen Gott, der Himmel und Erde und das Meer und alles, was darin ist, gemacht hat. 16 Zwar hat er in den vergangenen Zeiten alle Heiden ihre eigenen Wege gehen lassen; 17 und doch hat er sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat viel Gutes getan und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, hat euch ernährt und eure Herzen mit Freude erfüllt. – 18 Und obwohl sie das sagten, konnten sie kaum das Volk davon abbringen, ihnen zu opfern. 19 Es kamen aber von Antiochia und Ikonion Juden dorthin und überredeten das Volk und steinigten Paulus und schleiften ihn zur Stadt hinaus und meinten, er wäre gestorben. 20 Als ihn aber die Jünger umringten, stand er auf und ging in die Stadt. Am nächsten Tag zog er mit Barnabas weiter nach Derbe;
(Apostelgeschichte 14,8-18)

Montag, 25. Mai 2020

Gregor VII., Mönch und Papst

links oben Reliquie von Papst Gregor VII. 1020-1083,
der 1050 Abt in St. Paul vor den Mauern war
Reliquienkapelle in St. Paul vor den Mauern, Rom

Gregor VII., Reformpapst. Der ursprüngliche Name Gregors VII. war Hildebrand. Er wurde um 1025 geboren und wurde Mönch im Marienkloster auf dem Aventin zu Rom. Schon bald wurde Hildebrand zum bedeutendsten Vertreter der kirchlichen Reform, die für eine Befreiung der Kirche aus ihren machtpolitischen Verstrickungen eintrat. Hildebrand war Berater der Päpste und die einflussreichste Persönlichkeit in Rom. 1047 begleitete er Gregor VI. in die Verbannung nach Köln.
Am 22. April 1073 wurde Hildebrand selbst zum Papst gewählt und nannte sich Gregor VII. Ergriffen von der Schlüsselgewalt des Petrusamtes begann Gregor VII. energisch, die Kirche vom Haupte aus zu reformieren, er bekämpfte vor allem Simonie und Priesterehe. Die Wurzel allen Übels aber war damals der Brauch der Investitur der Bischöfe durch den Kaiser. Das ottonische Reichskirchensystem hatte zu einer völligen Verweltlichung des Hirtenamtes geführt. 1075 legte Gregor seine Theorie über die geistliche Gewalt des Papstes in den Lehrsätzen des „Dictatus papae“ dar.
Der Investiturstreit führte 1076 zum Bruch mit König Heinrich IV. Als Heinrich hochmütig und anmaßend den Papst zur Abdankung aufforderte, verhängte Gregor VII. die Exkommunikation über Heinrich IV. Aus taktischen Überlegungen unterwarf sich der Kaiser und bat den Papst, der sich in die Burg Canossa zurückgezogen hatte, am 25. Jänner 1077 um Absolution. Tatsächlich löste der Papst den Bann, musste jedoch erkennen, dass sich die Gesinnung des Königs nicht geändert hatte. Der Investiturstreit ging noch erbitterter weiter, 1084 zog Heinrich in Rom ein und ließ sich von einem Gegenpapst zum Kaiser krönen, während Gregor in der Engelsburg belagert wurde. Die Normannen unter Herzog Robert Guiscard befreiten zwar den Papst, plünderten aber Rom aus. Gregor musste aus der Stadt fliehen und starb am 25. Mai 1085 in der Verbannung zu Salerno mit den Worten: „Ich habe die Gerechtigkeit geliebt, darum sterbe ich jetzt im Exil.“ Gregor VII. ist in Salerno begraben. Er wurde 1606 heilig gesprochen.
(Martyrologium Sancrucense)

Heute gedenkt die Kirche des hl. Beda Venerabilis
Mosaik in der Westminster Cathedral, Macht des Wortes Gottes
Glasfenster in Our Lady and the English Martyrs Church, Cambridge; Vita

und der hl. Maria Magdalena Pazzi


Altar der Bekehrung des Apostels Paulus mit Statuen des hl. Bernhard (rechts) und des hl. Gregor (entweder dem Großen  oder VII.), St. Paul vor den Mauern

Montag, 18. November 2019

Weihetag des Basiliken St. Peter und St. Paul


Apostelfürsten Petrus und Paulus neben Christus, St. Paul vor den Mauern



Heute ist der Weihetag der Basiliken St. Peter und St. Paul.
2013
2014 (mit den Apostelgräbern)
2015 (Petrus und Paulusmartyrium auf der Flügeltür von St. Peter)
2016 (Paulusmartyrium von St. Peter)
2017


Ewiger Gott,
steh deiner Kirche bei
und bewahre sie
unter dem Schutz der Apostel Petrus und Paulus,
von denen sie den Glauben
und das Leben in Christus empfangen hat.
Lass sie wachsen in deiner Gnade
bis ans Ende der Zeiten.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.





Samstag, 18. November 2017

Weihetag der Basiliken St Peter und St. Paul zu Rom

St. Paul vor den Mauern, Petrus und Paulus


Die alten Basiliken über den Gräbern der Apostel Petrus und Paulus waren unter Kaiser Konstantin erbaut und im Lauf der Jahrhunderte wiederholt restauriert worden. Die neue, nach den Plänen von Bramante und Michelangelo erbaute Peterskirche wurde am 18. November 1626 von Papst Urban VIII. eingeweiht. Die St.-Pauls-Basilika (vor den Mauern) brannte 1823 ab, wurde aber mit Spenden aus der ganzen Welt in neuem Glanz wieder aufgebaut und am 10. Dezember 1854 von Papst Pius IX. eingeweiht.
(Schott) 


Petersdom

Petrus, der Apostel,
und Paulus, der Lehrer der Völker,
sie haben uns dein Gesetz gelehrt, o Herr.
(Benediktusantiphon)

St. Paul vor den Mauern, Rom

Mittwoch, 29. Juni 2016

Die Väter Roms


Petrusstatue vor dem Petersdom

Das schöne Licht der Ewigkeit
hat den goldenen Tag mit seligen Feuern getränkt,
der die Fürsten der Apostel krönt
und den Schuldigen einen freien Weg
zu den Gestirnen eröffnet.


Paulusstatue vor dem Petersdom

 Der Lehrer der Welt und der Türhüter des Himmels,
Väter Roms und Richter der Völker,
dieser durch des Schwertes,
jener durch des Kreuzes Tod Sieger,
besitzen, mit Lorbeer geschmückt,
den Sitz im Senat des Lebens.

Petrus und Paulus umarmen sich vor dem Martyrium, St. Paul vor den Mauern

Martyrium des  Petrus, Petersdom

Martyrium des hl. Paulus, St. Paul vor den Mauern


O glückliches Rom,
das du durch das glorreiche Blut
der beiden Fürsten geheiligt bist;
von diesem Blut gerötet,
überragst du allein
die übrigen Schönheiten des Erdkreises.


Es sei der Dreifaltigkeit ewiger Ruhm,
Ehre Macht und Jubel,
in der Einheit, die alles lenkt,
durch alle Zeiten der Ewigkeit.

(decora lux aeternitas, in: Diurnale Romanum)


Der Hymnus auf Youtube.