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Donnerstag, 4. Juni 2020

Quirinus von Siscia, Bischof und Märtyrer


Hier wurde Qurinus mit einem Mühlstein ertränkt, Sabaria - Steinamanger - Szombathely



Quirinus von Siscia, Bischof und Märtyrer. Quirinus war Bischof von Siscia, dem heutigen Sisak in Kroatien, und wurde nach den im Wesentlichen echten Märtyrerakten in einem Nachbeben der diokletianischen Verfolgung um 308 nach Sabaria verschleppt. Es handelt sich um das heutige Steinamanger in Westungarn. Dort wurde Quirinus mit einem Mühlstein um den Hals in der Güns ertränkt. Anschließend wurde er in „Porta Soarabatensis“, das ist das heutige Sopron bzw. Ödenburg, bestattet. Bald schon entwickelte sich eine große Verehrung. Im 5. oder 6. Jahrhundert wurden die Reliquien vor den Einfällen der Barbaren nach Rom in Sicherheit gebracht und in dem Mausoleum an der Via Appia bei San Sebastiano beigesetzt. Quirinus wird in bischöflichen Gewändern mit Mühlstein dargestellt. Sein Gedenktag ist der 4. Juni
(Martyrologium Sancrucense)

 
 


Sonntag, 15. Dezember 2019

Janos Brenner



János Brenner, alias Frater Anastasius, Märtyrer des Zisterzienerordens. János Brenner wurde 1931 als zweites Kind tiefgläubiger Eltern in Steinamanger im heutigen Ungarn geboren. Er hatte zwei Brüder, der älteste wurde Zisterzienser in Zirc. Auch János trat 1950 in Zirc ein und erhielt den Namen Anastasius. Auch der zweite Bruder wurde Priester. 1950 im selben Jahr erfolgte die Unterdrückung des Ordens durch das kommunistische Regime, sodass Frater Anastasius sein Noviziat im Geheimen in Budapest fortsetzen musste, wo er auch die Zeitlichen Gelübde ablegte. Zu dieser Zeit saß Abt Wendelin Endredy von Zirc bereits im Gefängnis. Weil ihm der weitere Weg im Orden versperrt geblieben wäre, entschied sich János Brenner für das Weltpriestertum.
1955 wurde er zum Priester geweiht und wirkte zwei Jahre seeleneifrig als Kaplan bei Sankt Gotthard.
In der Nacht zum 15. Dezember 1957 wurde er aus Heimtücke zu einem angeblich Sterbenden gerufen. Unterwegs wurde er von Unbekannten überfallen und mit 32 Messerstichen getötet. Das Begräbnis von János Brenner in Steinamanger gestaltete sich zu einem eindrucksvollen Glaubenszeugnis des Widerstandes gegen das kommunistische Regime. Die staatlichen Behörden behinderten die Ergreifung und Verurteilung der Mörder; sogar das Aufhängen eines Bildes des Märtyrerpriesters wurde unter Strafe gestellt. Der Seligsprechungsprozess für Kaplan János Brenner, der den Zeitlichen Gelübden nach Zisterzienser war, wurde 1999 eingeleitet.
(Martyrologium Sancrucense)

Reliquienschrein Janos Brenner, Kathedrale von Steinamanger



Kathedrale Mariä Heimsuchung, Szombathely

Mittwoch, 11. November 2015

Am Geburtsort des hl. Martin von Tours

Martinskirche in Szombathely, dt. Steinamanger


Martin von Tours, Bischof. Martin wurde um 316 als Sohn eines römischen Tribunen zu Sabaria geboren, das ist das heutige Steinamanger in Ungarn. Mit 15 Jahren wurde er als Reitersoldat in die kaiserliche Garde eingezogen und kam nach Gallien. Vor dem Stadttor von Amiens soll es sich begeben haben, dass er seinen Soldatenmantel mit einem frierenden Bettler geteilt hat. Mit 18 Jahren empfing Martin die Taufe. Nachdem er die Armee verlassen hatte, wurde er Schüler des hl. Hilarius von Poitiers. Nach dessen Verbannung 356 ging Martin nach Pannonien, um seine Eltern zu bekehren. Von den Arianern vertrieben, zog er sich auf eine Insel vor Genua als Einsiedler zurück. Um 360 begab er sich zu dem heimgekehrten Hilarius nach Poitiers und gründete 361 in Ligugé das erste Kloster Galliens. 371 wählten Klerus und Volk von Tours Martin zu ihrem Bischof. In der Nähe
von Tours gründete Martin 375 das Kloster Marmoutier, das ein Mittelpunkt asketischen Lebens und eine Schule für hervorragende Bischöfe wurde. Martin verkündete der noch heidnischen Bevölkerung in den ländlichen Gebieten das Evangelium und wurde als Wundertäter und Asket, aber auch wegen seines Gerechtigkeitssinnes und seiner karitativen Gesinnung weithin berühmt. Die Folge war freilich, dass ihm aus dem verweltlichten Episkopat und dem verkommenen Klerus Galliens zahlreiche Neider und Gegner erwuchsen. Martin starb auf einer Seelsorgereise in Candes am 8. November 397 und wurde in Tours beigesetzt.
Zu seinem Begräbnis kamen Tausende von Mönchen und gottgeweihten Jungfrauen sowie eine große Volksmenge. Martins Bedeutung liegt darin, dass er das Ideal des asketischen Mönchtums mit dem des Apostolates verband und damit die Grundlage für das abendländische Mönchtum schuf. Über seinem Grab entstand eine große Basilika, später auch die Abtei Saint-Martin. Sie war lange Zeit das wichtigste Pilgerziel des Frankenreiches. Chlodwig erwählte Martin zum Schutzherrn und Reichsheiligen der Franken. Martins Mantel wurde eine Reichsreliquie, die die fränkischen Könige auf ihren Heerzügen begleitete. In Österreich ist Martin der Landespatron des Burgenlandes.
(Martyrologium Sancrucense)


Hanc sacram aedem vovit et dicavit sumptibus proprii S. Divo Martino Episcopo et Confessori hic nato illustrissima DMA DNA Comitissa Maria Elisabeth ade Bottiani 1670;

Gräfin Elisabeth Batthyány ließ dieses Gebäude aus eigenen Mitteln erbauen und dem hier geborenen Bischof und Glaubensbekenner Sankt Martin weihen 1670






Die Statue der Jungfrau Maria am Eingang zum Presbyterium  stammt aus der
Zeit vor dem Umbau im 17. Jh. Ihr wird wundertätiges Wirken zugesagt.



Der Hochaltarbereich wurde gerade renoviert im Hinblick auf die 1700Jahrfeier des Geburtstags des Heiligen
Statuen des hl. Ladislaus und des hl. Stephan

An der Stelle von Martins Geburtshaus soll die Kapelle gebaut worden sein. Sie ist heute ein Teil der ihm gewidmeten Kirche. Der Altar mit einer Statue, die den hl. Martin als Bischof mit einer Gans zu seinen Füßen zeigt und ein Bild von der Mantelteilung bewahren die Erinnerung an zwei bekannte Ereignisse seines Lebens.

Aufschrift auf dem Gewölbe: Hier ist der hl. Martin geboren

Heiliger Martin, bitte für uns - Glasfenster zum 1600. Todestag des Heiligen im Jahr 1997


Geburt Martins

Allmächtiger Gott, der heilige Bischof Martin hat dich in seinem Leben
und in seinem Sterben verherrlicht.
Laß auch in uns die Macht deiner Gnade wirksam sein,
damit weder Tod noch Leben uns von deiner Liebe trennen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Martin teilt seinen Soldatenmantel mit einem Bettler


 Die Martinskapelle, die an der Stelle seines Geburtshauses stehen soll, wurde vermutlich im 15. Jh. gebaut.

Innenhof des ehemaligen Dominikanerklosters

Im Innenhof wird ein Mosaik von Martins Weg gezeigt


Martin tauft seine Mutter, Bronzefiguren aus dem Jahr 1938




Sankt Martin Brunnen, der erste schriftliche Beleg für diesen Brunnen reicht ins Jahr 1360.



Seliger Bischof, von ganzem Herzen liebtest du Christus
und kanntest keine Furcht vor den Herrschern der Erde!
Heiliger Mann, raffte dich auch das Schwert des Verfolgers nicht hinweg,
so gingst du der Märtyrerpalme dennoch nicht verlustig.
(Magnifikatantiphon)