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Donnerstag, 6. September 2018

Magnus (Maginold)

Fresko des hl. Magnus, St. Lorenz, Kempten


Magnus, Mönch und Glaubensbote. Geboren um 699 war Magnus wohl rätoromanischer Herkunft, er war zuerst Mönch in Sankt Gallen. Seit etwa 746 verkündete er mit seinem Gefährten Theodor den Glauben im östlichen Allgäu, dann im Auftrag des Augsburger Bischofs Wikterp am oberen Lech. Hier erbaute Magnus zu Füssen eine Zelle, die sich zum Kloster entwickelte und von Pippin dem Jüngeren mit Gütern ausgestattet wurde. Der „Apostel des Allgäus“ starb am 6. September wahrscheinlich 772. Seine Gebeine, im 9. Jahrhundert erhoben, sind seit dem 11. Jahrhundert verschollen. Magnus wird als Benediktinerabt dargestellt, der mit dem Kreuz in der Hand Drachen und wilde Tiere unschädlich macht.
(Martyrologium Sancrucense)

ehemalige Benediktinerstiftskirche St. Lorenz, Kempten

Donnerstag, 22. Februar 2018

Petrus Damiani

Petrus Damiani, Mönch, Kardinal und Kirchenlehrer. Petrus wurde 1007 zu Ravenna geboren.
Nach einer glänzenden weltlichen Karriere als Rechtswissenschaftler wurde er 1035 Einsiedler in Fonte Avellana nahe Gubbio, nachdem er zuvor die Priesterweihe empfangen hatte. Schon bald wurde er mit der Reformierung der Klöster Santa Maria Pomposa und San Vincenzo beauftragt. Im Jahre 1043 wurde er Prior von Fonte Avellana. Er war erfasst vom Programm und Lebensideal des hl. Romuald, so wurde er zum Eiferer für die gregorianische Kirchenreform. Freimütig kritisierte Petrus in seiner Korrespondenz mit Kaiser Heinrich III. und mit Papst Leo IX. die Ausschweifungen des Klerus, wandte sich vor allem gegen die Simonie, sowie die Nichteinhaltung des Zölibats.

1057 wurde er gegen seinen Willen von Papst Stephan IX. zum Kardinal erhoben. Petrus war Vertrauter der Päpste, die ihn als Legaten einsetzten. Ein besonders enges Verhältnis hatte er zu dem Mönch Hildebrand, der 1073 als Gregor VII. den Papstthron bestieg. Mehrmals bat Petrus um Amtsenthebung, weil er glaubte, in der Stille seiner Einsiedelei der Kirche besser dienen zu können.
Doch erst 1063 durfte er zurück in sein Kloster Fonte Avellana. Petrus lebte praktisch in zwei Welten. Er tat für die Kontemplation ebenso viel wie für die große Politik, die Einsiedler lagen ihm ebenso am Herzen wie die Päpste und Kaiser. Petrus Damiani war auch einer der produktivsten Schriftsteller des Mittelalters mit einem sehr gepflegten lateinischen Stil und hinterließ ein äußerst umfangreiches Werk theologischer Schriften, dazu Briefe und Predigten. Er starb am 22. oder 23. Februar 1072 in Faënza und ist im dortigen Dom beigesetzt. Dargestellt wird Petrus Damiani mit Kardinalshut, Buch, Geißel und Totenkopf.
(Martyrologium Sancrucense)

Was nützt es dir,
wenn du den katholischen Glauben hast
und dabei ein heidnisches Leben führst?
(Petrus Damiani)


Petrus Damiani, St. Laurenz, Kempten

Montag, 20. Januar 2014

Sebastian

Da ließ ihn (Sebastian) der Kaiser kommen und sagte ihm: "Ich habe dich immer unter den Ersten in meinem Palast gehalten, und doch warst du im geheimen gegen mein Wohl und handeltest unrecht gegen die Götter!"
Sebastian: "Zu deinem Heil habe ich immer Christus verehrt, und ich habe Gott, der im Himmel ist, angefleht, das Römische Reich zu erhalten."
Diokletian aber befahl, ihn auf freiem Feld festzubinden und von Soldaten mit Pfeilen erschießen zu lassen. Da schossen sie so viele Pfeile auf ihn, daß er wie ein Igel erschien, und da sie glaubten, er sei tot, gingen sie weg.

Sebastianaltar, St. Lorenz, Kempten


Sebastian aber war innerhalb weniger Tage von seinen Wunden geheilt, stellte sich auf die Treppe, die zum kaiserlichen Palast führte, und beschuldigte die Kaiser bei ihrem Erscheinen wegen all des Bösen, das sie den Christen zufügten. Da sagten die Kaiser: "Ist das nicht Sebastian, den wir schon lange mit Pfeilen töten ließen?" Sebastian antwortete:"Der Herr hat mich in seiner Gnade wiedererweckt, damit ich vor euch erscheinen und euch das Böse vorwerfen kann, das ihr den Dienern Christi antut."
Da ließ ihn der Kaiser so lange prügeln, bis er den Geist aufgab. Er befahl auch, seinen Leichnam in eine Kloake zu werden, damit die Christen Sebastian nicht als Märtyrer verehren könnten. In der folgenden Nacht aber erschien Sebastian der hl. Lucina und gebot ihr, ihn bei den Reliquien der Apostel zu bestatten. Und es geschah so. -
Das Martyrium erlitt er zur Zeit der Kaiser Diokletian und Maximian, die im Jahre 287 die Herrschaft antraten.
(aus der legenda aurea)

S. Sebastiano fuori le mura, St. Sebastian vor den Mauern, Sebastiansaltar