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Donnerstag, 13. März 2025

Bittet und es wird euch gegeben

 

Königin Esther, St Nicholas Cathedral, Newcastl

Lesung aus dem Buch Ester 4

In jenen Tagen
17k wurde Königin Ester von Todesangst ergriffen
und suchte Zuflucht beim Herrn.
Und sie betete zum Herrn, dem Gott Israels:
17l Mein Herr, unser König, du bist der Alleinzige.
Hilf mir!
Denn ich bin hier einzig und allein
und habe keinen Helfer außer dir;
die Gefahr steht greifbar vor mir.
17m  Von Kindheit an
habe ich in meiner Familie und meinem Stamm gehört,
dass du, Herr, Israel aus allen Völkern erwählt hast;
du hast dir unsere Väter
aus allen ihren Vorfahren
als deinen ewigen Erbbesitz ausgesucht
und hast an ihnen gehandelt, wie du es versprochen hattest.
17r Denk an uns, Herr!
Offenbare dich in der Zeit unserer Not
und gib mir Mut,
König der Götter und Herrscher über alle Mächte!
17s Leg mir in Gegenwart des Löwen
die passenden Worte in den Mund
und stimm sein Herz um,
damit er unseren Feind hasst
und ihn und seine Gesinnungsgenossen vernichtet!
17t Uns aber rette mit deiner Hand!
Hilf mir, denn ich bin allein und habe niemand außer dir, o Herr!

(Lesung vom Donnerstag der 1. Fastenwoche)


Newcastl Cathedral

Donnerstag, 24. Mai 2018

Esther

Esther erlangt Gnade beim König Ahasver (jüd. für Xerxes), Kunsthistorisches Museum


Die Jüdin Esther war Gemahlin des Perserkönigs Xerxer (485-465 v. Chr.) und konnte dank ihrer hohen Stellung eine Judenverfolgung im Perserreich verhindern, weshalb die Juden heute noch das Purimfest feiern. Esther hat ihren Gedenktag am 24. Mai.

Im Buch Esther wird davon berichtet, dass der Hofbedienstete Haman gegen das Volk der Juden intrigiert. Die Jüdin Esther, zweite Frau des persischen Königs Ahashver, erfährt davon und eilt zu ihrem Ehemann. Es ist jedoch bei Todesstrafe verboten, den Thronsaal unangemeldet zu betreten. Esther wagt es jedoch und wird wohlwollend empfangen, was am ausgestreckten Szepter des Königs zu erkennen ist. Sie rettet unter Einsatz ihres Lebens ihr Volk und weist so auf Maria hin, die durch die Geburt des Sohnes Gottes den Menschen das ewige Leben ermöglicht.


1 Und es geschah am dritten Tage, da kleidete sich Esther königlich und trat in den inneren Hof des Hauses des Königs, dem Hause des Königs gegenüber. Und der König saß auf seinem königlichen Throne im königlichen Hause, dem Eingang des Hauses gegenüber. 2 Und es geschah, als der König die Königin Esther im Hofe stehen sah, erlangte sie Gnade in seinen Augen; und der König reichte Esther das goldene Zepter entgegen, das in seiner Hand war; und Esther nahte herzu und rührte die Spitze des Zepters an. (Ester 4.11) (Ester 8.4) 3 Und der König sprach zu ihr: Was ist dir, Königin Esther? Und was ist dein Begehr? Bis zur Hälfte des Königreiches, und sie soll dir gegeben werden! 4 Und Esther sprach: Wenn es den König gut dünkt, so möge der König und Haman heute zu dem Mahle kommen, das ich ihm bereitet habe. (Ester 1.19) 5 Da sprach der König: Bringet eilends Haman her, damit wir tun, was Esther gesagt hat. Und der König und Haman kamen zu dem Mahle, das Esther bereitet hatte. 6 Und der König sprach zu Esther beim Weingelage: Was ist deine Bitte? Und sie soll dir gewährt werden. Und was ist dein Begehr? Bis zur Hälfte des Königreiches, und es soll geschehen! (Ester 9.12) 7 Da antwortete Esther und sprach: Meine Bitte und mein Begehr ist: 8 Wenn ich Gnade gefunden habe in den Augen des Königs, und wenn es den König gut dünkt, meine Bitte zu gewähren und mein Begehr zu tun, so möge der König und Haman zu dem Mahle kommen, das ich ihnen bereiten will; und morgen will ich tun nach dem Worte des Königs.

(Esther 5)