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Donnerstag, 10. April 2025

Euer Vater Abraham jubelte, weil er meinen Tag sehen sollte.

 

Abraham, Jesus College, Cambridge

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes 8

In jener Zeit sprach Jesus zu den Juden:
51 Amen, amen, ich sage euch:
Wenn jemand an meinem Wort festhält,
wird er auf ewig den Tod nicht schauen.
52 Da sagten die Juden zu ihm:
Jetzt wissen wir, dass du von einem Dämon besessen bist.
Abraham und die Propheten sind gestorben,
du aber sagst:
Wenn jemand an meinem Wort festhält,
wird er auf ewig den Tod nicht erleiden.
53 Bist du etwa größer als unser Vater Abraham?
Er ist gestorben und die Propheten sind gestorben.
Für wen gibst du dich aus?
54 Jesus antwortete: Wenn ich mich selbst verherrliche,
ist meine Herrlichkeit nichts.
Mein Vater ist es, der mich verherrlicht,
er, von dem ihr sagt: Er ist unser Gott.
55 Doch ihr habt ihn nicht erkannt.
Ich aber kenne ihn,
und wenn ich sagen würde: Ich kenne ihn nicht,
so wäre ich ein Lügner wie ihr.
Aber ich kenne ihn
und halte an seinem Wort fest.
56 Euer Vater Abraham jubelte,
weil er meinen Tag sehen sollte.
Er sah ihn und freute sich.
57 Die Juden entgegneten:
Du bist noch keine fünfzig Jahre alt
und willst Abraham gesehen haben?
58 Jesus erwiderte ihnen: Amen, amen, ich sage euch:
Noch ehe Abraham wurde, bin ich.
59 Da hoben sie Steine auf, um sie auf ihn zu werfen.
Jesus aber verbarg sich
und verließ den Tempel.

(Evangelium von Donnerstag der 5. Fastenwoche)

Opferung Isaaks
"Durch Isaak wirst du Nachkommen haben"

Adam, Henoch, Noah und Abraham, Fenster von Edward Burne Jones, Jesus College, Cambridge

Montag, 5. April 2021

Emmaus

 

Die Jünger mit Jesus in Emmaus, Jesus College, Cambridge
 

In der wundersamen Geschichte der Emmausjünger sehen wir den Osterglauben der Kirche durch die Selbstauslegung  Jesu wachsen. Die Jünger, mit dem Unbekannten wandernd, sprechen von Jesus nur als einem Propheten (V19), und da dieser hingerichtet wurde und die Berichte der Frauen nicht hinreichten, ihre Niedergeschlagenheit zu beheben, hakt Jesus bei der Schrift ein, die sie kennen sollten. Es geht nicht um einen Propheten, sondern um den Messias selbst, auf dessen Sterben und Auferstehen alle drei Teile der Schrift, das Gesetz, die Propheten und die übrigen Bücher (von den Juden die Schriften genannt) konzentrisch hinweisen.
Alles prophetisch darin Erzählte weist daraufhin, daß Leiden und Tod nicht das letzte Wort Gottes über dem Menschen ist, sondern daß der urbildliche und endgültige Mensch, der Messias, in seiner Person alle Bilder zur erfüllten Wahrheit bringen wird.
Daß Gott ein Gott der Lebendigen und nicht der Toten ist, hatte Jesus schon den Sadduzäern gesagt, in Jesus erweist er sich als "das Leben und die Auferstehung" (Joh 11,25). Es ist keineswegs eine Übertreibung oder nachträgliche künstliche Auslegung des Alten Bundes, wenn dieser Grundgedanke hier von Jesus selbst und nachfolgend von der Kirche als der Grundsinn der ganzen bisherigen Schrift herausgestellt wird. Wie zum Beweis dieser Selbstauslegung folgt am Schluß die Erzählung von der eucharistischen Segnung des Brotes - des wahren Manna - und dem Entschwinden Jesu, der sein Wort und sein Sakrament der Kirche überläßt.
(H. U. von Balthasar, Licht des Wortes, 65)
 

EMMAUS

Glasfenster in Chartres

Glasfenster in St Alban´s Cathedral

Emmaus-Gang (tierisch)

Mosaik im Johannes Paul II. Heiligtum Krakau (Benedikt XVI., Regina Caeli, 7.4.2008)


Relief in Santo Domingo de Silos 


Wandteppich in Vatikanischen Museen (2)


Wandteppich (1) - Johannes Paul II., Mane nobiscum Domine)

Mittwoch, 17. Januar 2018

David besiegt Goliath - Jesus College / Cambridge

David besiegt Goliath, Jesus College Chapel, Cambridge, Burne Jones



In jenen Tagen 32sagte David  zu Saul: Niemand soll wegen des Philisters den Mut sinken lassen. Dein Knecht wird hingehen und mit diesem Philister kämpfen.
33Saul erwiderte ihm: Du kannst nicht zu diesem Philister hingehen, um mit ihm zu kämpfen; du bist zu jung, er aber ist ein Krieger seit seiner Jugend.
37Und David sagte weiter: Der Herr, der mich aus der Gewalt des Löwen und des Bären gerettet hat, wird mich auch aus der Gewalt dieses Philisters retten. Da antwortete Saul David: Geh, der Herr sei mit dir.
40David nahm seinen Stock in die Hand, suchte sich fünf glatte Steine aus dem Bach und legte sie in die Hirtentasche, die er bei sich hatte und die ihm als Schleudersteintasche diente. Die Schleuder in der Hand, ging er auf den Philister zu.
41Der Philister kam immer näher an David heran; sein Schildträger schritt vor ihm her.
42Voll Verachtung blickte der Philister David an, als er ihn sah; denn David war noch sehr jung, er war blond und von schöner Gestalt.
43Der Philister sagte zu David: Bin ich denn ein Hund, dass du mit einem Stock zu mir kommst? Und er verfluchte David bei seinen Göttern.
44Er rief David zu: Komm nur her zu mir, ich werde dein Fleisch den Vögeln des Himmels und den wilden Tieren zum Fraß geben.
45David antwortete dem Philister: Du kommst zu mir mit Schwert, Speer und Sichelschwert, ich aber komme zu dir im Namen des Herrn der Heere, des Gottes der Schlachtreihen Israels, den du verhöhnt hast.
46Heute wird dich der Herr mir ausliefern. Ich werde dich erschlagen und dir den Kopf abhauen. Die Leichen des Heeres der Philister werde ich noch heute den Vögeln des Himmels und den wilden Tieren zum Fraß geben. Alle Welt soll erkennen, dass Israel einen Gott hat.
47Auch alle, die hier versammelt sind, sollen erkennen, dass der Herr nicht durch Schwert und Speer Rettung verschafft; denn es ist ein Krieg des Herrn, und er wird euch in unsere Gewalt geben.
48Als der Philister weiter vorrückte und immer näher an David herankam, lief auch David von der Schlachtreihe der Israeliten aus schnell dem Philister entgegen.
49Er griff in seine Hirtentasche, nahm einen Stein heraus, schleuderte ihn ab und traf den Philister an der Stirn. Der Stein drang in die Stirn ein, und der Philister fiel mit dem Gesicht zu Boden.
50So besiegte David den Philister mit einer Schleuder und einem Stein; er traf den Philister und tötete ihn, ohne ein Schwert in der Hand zu haben.
51Dann lief David hin und trat neben den Philister. Er ergriff sein Schwert, zog es aus der Scheide, schlug ihm den Kopf ab und tötete ihn. Als die Philister sahen, dass ihr starker Mann tot war, flohen sie.
(Tageslesung, 1 Sam 17, 32-51)