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Mittwoch, 11. Juni 2025

Die Aussendung des Barnabas und des Saulus

 

Weihe von Saulus und Barnabas, F. Podesti, 1826-1901,
St Paul vor den Mauern, Rom
 

1 Es waren aber in Antiochia in der Gemeinde Propheten und Lehrer, nämlich Barnabas und Simeon, genannt Niger, und Luzius von Kyrene und Manaën, der mit dem Landesfürsten Herodes erzogen worden war, und Saulus. 2 Als sie aber Gottesdienst hielten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Sondert mir aus Barnabas und Saulus zu dem Werk, zu dem ich sie berufen habe. 3 Da fasteten sie und beteten und legten ihnen die Hände auf und ließen sie ziehen. (Lutherbibel, Apg 13)

Barnabas und Saulus, Glasfenster in St Mary´s Episcopal Church, Glasgow

Glasfenster in der katholischen Kathedrale in Nottingham, Handauflegung und Sendung 

aus dem Pauluszyklus in St. Paul vor den Mauern, Paulus und Barnabas in Lystra, Apg 14,8

Statue in St Alban´s Church /Holborn, London, Tagesgebet

Barnabas, St Mary the Great, Cambridge, Leben 

 
Barnabas, Apostel, Märtyrer
Namensdeutung: Sohn der Prophetie, des Trostes (aramäisch)
Namenstage: Barnabas, Barnabé, Barnabò, Barnaby, Bernabéu, Bernabé
Gedenktag: 11. Juni

Lebensdaten: gestorben 61 in Salamis, Zypern

Lebensgeschichte: Der griechischsprachige Levit Jose, Barnabas genannt, stammte von Zypern und gehörte zu den 72 Jüngern Jesu, die Jesus seit der Taufe im Jordan gefolgt waren. In der Apostelgeschichte heißt es, dass er sein Gut verkaufte und das Geld den Aposteln überließ.

Vielleicht hatte er Paulus schon von gemeinsamen Studientagen gekannt, jedenfalls war er es, der Paulus nach dessen Bekehrung aufnahm und der Jerusalemer Gemeinde als Apostel der Heiden empfahl. Als Barnabas ausgesandt wurde, die Gemeinde in Antiochia zu betreuen, nahm er Paulus mit, und auch später waren sie gemeinsam unterwegs: Sie reisten 51 miteinander zum Apostelkonzil nach Jerusalem und kamen von dort nach Antiochia zurück.

Nach Meinungsverschiedenheiten wegen der Frage der Verbindlichkeit des jüdischen Gesetzes für die Heidenchristen und darüber, ob Johannes Markus mit auf die zweite Missionsreise genommen werden sollte, trennten sich ihre Wege. Barnabas reiste mit Markus nach Zypern, wo er viele Jahre das Evangelium verkündete und Kranke durch Auflegen des Matthäusevangeliums heilte, das er bei sich trug.

Der Legende nach soll er auch in Rom gepredigt und sogar den späteren Bischof Clemens I. getauft haben. In Mailand soll Barnabas dann selber Bischof gewesen sein. Nach örtlicher Überlieferung wurde er allerdings auf Zypern gesteinigt.

Verehrung: Reliquien des heiligen Barnabas werden in Köln, Andechs, Prag, Toulouse und Namur verehrt. In Mailand feiert man sein Fest bereits seit dem 5. Jahrhundert.

Darstellung: mit Evangelienbuch, Stein oder Ölzweig, häufig mit dem Apostel Paulus zusammen

Patron: von Zypern, Mailand, Florenz und Logroño, der Weber, Böttcher und Küfer, Helfer bei Steinschlag, Hagel, Streit und Traurigkeit

(bistumaugsburg) 

Apsismosaik in St. Paul vor den Mauern, Rom

Mittwoch, 8. Mai 2024

Was ihr verehrt, ohne es zu kennen, das verkündige ich euch

Rede des Paulus auf dem Areopag, St. Paul vor den Mauern


Lesung aus der Apostelgeschichte Apg 17, 15.22 - 18, 1

In jenen Tagen

15brachten die Begleiter des Paulus ihn nach Athen. Mit dem Auftrag an Silas und Timotheus, Paulus möglichst rasch nachzukommen, kehrten sie zurück.

22Da stellte sich Paulus in die Mitte des Areopags und sagte: Athener, nach allem, was ich sehe, seid ihr besonders fromme Menschen.

23Denn als ich umherging und mir eure Heiligtümer ansah, fand ich auch einen Altar mit der Aufschrift: EINEM UNBEKANNTEN GOTT. Was ihr verehrt, ohne es zu kennen, das verkünde ich euch.

24Gott, der die Welt erschaffen hat und alles in ihr, er, der Herr über Himmel und Erde, wohnt nicht in Tempeln, die von Menschenhand gemacht sind.

25Er lässt sich auch nicht von Menschen bedienen, als brauche er etwas: er, der allen das Leben, den Atem und alles gibt.

26Er hat aus einem einzigen Menschen das ganze Menschengeschlecht erschaffen, damit es die ganze Erde bewohne. Er hat für sie bestimmte Zeiten und die Grenzen ihrer Wohnsitze festgesetzt.

27Sie sollten Gott suchen, ob sie ihn ertasten und finden könnten; denn keinem von uns ist er fern.

28Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir, wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben: Wir sind von seiner Art.

29Da wir also von Gottes Art sind, dürfen wir nicht meinen, das Göttliche sei wie ein goldenes oder silbernes oder steinernes Gebilde menschlicher Kunst und Erfindung.

30Gott, der über die Zeiten der Unwissenheit hinweggesehen hat, lässt jetzt den Menschen verkünden, dass überall alle umkehren sollen.

31Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird, durch einen Mann, den er dazu bestimmt und vor allen Menschen dadurch ausgewiesen hat, dass er ihn von den Toten auferweckte.

32Als sie von der Auferstehung der Toten hörten, spotteten die einen, andere aber sagten: Darüber wollen wir dich ein andermal hören.

33So ging Paulus aus ihrer Mitte weg.

34Einige Männer aber schlossen sich ihm an und wurden gläubig, unter ihnen auch Dionysius, der Areopagit, außerdem eine Frau namens Damaris und noch andere mit ihnen.

1Hierauf verließ Paulus Athen und ging nach Korinth.

 

(Lesung vom Mittwoch der 6. Osterwoche)




 

Mittwoch, 25. Januar 2023

Ich bin Jesus, den du verfolgst

 

Bekehrung des Apostels Paulus, Pauluszyklus, St Paul vor den Mauern
Ich bin Jesus, den du verfolgst

 

Das Fest der Bekehrung des hl. Paulus führt uns wieder die Gestalt dieses großen Apostels vor Augen, der von Gott dazu auserwählt wurde, »vor allen Menschen sein Zeuge« zu sein (Apg 22,15). Für Saulus aus Tarsus markierte der Augenblick der Begegnung mit dem auferstandenen Christus auf dem Weg nach Damaskus die entscheidende Wende seines Lebens. Da vollzog sich seine vollkommene Verwandlung, eine regelrechte geistliche Bekehrung.

Der unerbittliche Verfolger der Kirche Gottes war in diesem Augenblick zu einem im Dunkeln herumtappenden Blinden geworden, aber mit einem großen Licht im Herzen, das ihn schon bald dahin bringen würde, ein glühender Apostel des Evangeliums zu werden. Das Bewußtsein, daß allein die göttliche Gnade eine derartige Bekehrung hatte bewirken können, hat Paulus nie mehr losgelassen. Als er durch die unermüdliche Verkündigung des Evangeliums bereits sein Bestes gegeben hatte, schrieb er neuerlich voll Seeleneifer: »Mehr als sie alle habe ich mich abgemüht – nicht ich, sondern die Gnade Gottes zusammen mit mir« (1 Kor 15,10). Unermüdlich, als hinge das Werk der Mission ganz von seinen Kräften ab, war der hl. Paulus jedoch zutiefst davon überzeugt, daß seine ganze Kraft aus der in ihm wirkenden Gnade Gottes stammte.
(B16, 25. Jänner 2008)

Fenster der Bekehrung in Ely (b16, 25.1.2012)

Das Paulustor des Stephansdoms (Benedikt XVI., 25.1.2008)

Bekehrung Pauli in der St Paul´s Cathedral, London

Bekehrung Pauli - St. Paul vor den Mauern in Rom

Bekehrung Pauli - Unterstinkenbrunn

Bekehrung Pauli - Westminster Cathedral (Benedikt XVI., 25.1.2012)

Bekehrung und Berufung Pauli - St John´s College in Oxford  (Benedikt XVI., 25. Oktober 2006)

Bekehrung Pauli in Pöllau (Kanzel) Benedit XVI., Angelus 25.1.2009)

Bekehrung Pauli und Stephanus, Türrelief, (St Paul vor den Mauern) Kardinal Schönborn, Katechese, 2.2.2003)

In jenen Tagen

1wütete Saulus immer noch mit Drohung und Mord gegen die Jünger des Herrn. Er ging zum Hohenpriester

2und erbat sich von ihm Briefe an die Synagogen in Damaskus, um die Anhänger des neuen Weges, Männer und Frauen, die er dort finde, zu fesseln und nach Jerusalem zu bringen.

3Unterwegs aber, als er sich bereits Damaskus näherte, geschah es, dass ihn plötzlich ein Licht vom Himmel umstrahlte.

4Er stürzte zu Boden und hörte, wie eine Stimme zu ihm sagte: Saul, Saul, warum verfolgst du mich?

5Er antwortete: Wer bist du, Herr? Dieser sagte: Ich bin Jesus, den du verfolgst.

6Steh auf und geh in die Stadt; dort wird dir gesagt werden, was du tun sollst.

7Seine Begleiter standen sprachlos da; sie hörten zwar die Stimme, sahen aber niemand.

8Saulus erhob sich vom Boden. Als er aber die Augen öffnete, sah er nichts. Sie nahmen ihn bei der Hand und führten ihn nach Damaskus hinein.

9Und er war drei Tage blind, und er aß nicht und trank nicht. (APG 9)


Donnerstag, 11. Juni 2020

Wir predigen euch das Evangelium, dass ihr euch bekehren sollt

"Sie beruhigten die Volksmenge, dass sie ihnen nicht opferte"
Paulus und Barnabas in Lystra
Pauluszyklus in St. Paul vor den Mauern

 Heute, am 11. Juni, gedenkt die Kirche des Apostels Barnabas.

8 Und es war ein Mann in Lystra, der saß da ohne Kraft in den Füßen; er war gelähmt von Mutterleib an und hatte noch nie gehen können. 9 Der hörte Paulus reden. Und als dieser ihn ansah und merkte, dass er glaubte, ihm könne geholfen werden, 10 sprach er mit lauter Stimme: Stell dich aufrecht auf deine Füße! Und er sprang auf und ging umher.
11 Da aber das Volk sah, was Paulus getan hatte, erhoben sie ihre Stimme und riefen auf Lykaonisch: Die Götter sind den Menschen gleich geworden und zu uns herabgestiegen. 12 Und sie nannten Barnabas Zeus und Paulus Hermes, weil er das Wort führte. 13 Und der Priester vom Tempel des Zeus vor der Stadt brachte Stiere und Kränze an die Stadttore und wollte mit dem Volk opfern.
14 Als das die Apostel Barnabas und Paulus hörten, zerrissen sie ihre Kleider und sprangen unter das Volk und schrien: 15 Ihr Männer, was macht ihr da? Wir sind auch sterbliche Menschen wie ihr und predigen euch das Evangelium, dass ihr euch bekehren sollt von diesen nichtigen Göttern zu dem lebendigen Gott, der Himmel und Erde und das Meer und alles, was darin ist, gemacht hat. 16 Zwar hat er in den vergangenen Zeiten alle Heiden ihre eigenen Wege gehen lassen; 17 und doch hat er sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat viel Gutes getan und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, hat euch ernährt und eure Herzen mit Freude erfüllt. – 18 Und obwohl sie das sagten, konnten sie kaum das Volk davon abbringen, ihnen zu opfern. 19 Es kamen aber von Antiochia und Ikonion Juden dorthin und überredeten das Volk und steinigten Paulus und schleiften ihn zur Stadt hinaus und meinten, er wäre gestorben. 20 Als ihn aber die Jünger umringten, stand er auf und ging in die Stadt. Am nächsten Tag zog er mit Barnabas weiter nach Derbe;
(Apostelgeschichte 14,8-18)