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Dienstag, 7. Oktober 2025

Mit dem Rosenkranz siegen

Zur Erinnerung an den Seesieg über die Türken bei Lepanto (7. Oktober 1571) wurde 1573 das Fest zunächst für die ganze Kirche gestattet, 1716 in den Römischen Kalender aufgenommen und 1913 auf den historischen Tag des Sieges gelegt.

Dominikanerkirche, Valletta


von Roberto de Mattei, Vorsitzer der Lepanto-Stiftung, vollständige Beschreibung der Ereignisse

Als die Schlacht am Sonntag, dem 7. Oktober 1571, um fünf Uhr abends zu Ende war, besprach Pius V. mit seinem Generalschatzmeister Bartolomeo Bussotti die Abrechnung. Plötzlich, fast wie von einem unwiderstehlichen Impuls getrieben, stand er auf, öffnete das Fenster und richtete seinen Blick nach Osten, als sei er in Betrachtung versunken. Dann drehte er sich um, und mit in einem göttlichen Licht strahlenden Augen sagte er:

„Wir sollten uns nicht länger mit geschäftlichen Dingen aufhalten, sondern gehen und Gott danken, daß unsere Streitmacht in diesem Augenblick den Sieg errungen hat.“

Die Episode ist historisch und war eines der Wunder, die für die Heiligsprechung des heiligen Pius V. anerkannt wurden.

 Die offizielle Nachricht vom Sieg erreichte Rom erst fünfzehn Tage später, in der Nacht des 21. Oktober, durch einen Kurier aus Venedig. Der Papst brach in Freudentränen aus und sprach die Worte des alten Simeon: Nunc dimittis servum tuum Domine (…) quia viderunt oculi mei salutare tuum (Lk 2, 29–30)

Der heilige Pius V. war davon überzeugt, daß der wahre Sieger der Schlacht von Lepanto die allerseligste Jungfrau Maria war, und ordnete an, daß die Lauretanische Litanei um die Anrufung „Auxilium Christianorum, ora pro nobis“, „Hilfe der Christen, bitte für uns“, ergänzt und der 7. Oktober als Fest zu Ehren Unserer Lieben Frau vom Siege festgelegt wurde, was später in jenes Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz umgewandelt wurde.


Papst Pius V. sieht den Sieg


Krönung Marias, darüber die Vision Pius V. des Sieges über die Osmanen

Freitag, 7. Oktober 2022

Einsetzung und Feier des Rosenkranzfestes

 

Einsetzung Rosenkranzfest durch Papst Pius V., im Hintergrund die Schlacht
von Lepanto, rechts empfängt der hl. Dominikus den Rosenkranz von Jesus
Engel zeigen drei Rosenkranzgeheimnisse

Der barocke Hochaltar wurde durch einen in spanischem Stil gehaltenen Altar von Carl Rösner (1840) ersetzt (Altarblatt „Maria als Königin des Rosenkranzes" [Einsetzung des Rosenkranzfestes durch Papst Gregor XIII. (Korr. Papst Pius V.)] von Leopold Kupelwieser, 1839).
Beiderseits des Altars befinden sich Freskobilder von Carpoforo Tencala (1676), die die Geheimnisse des freudenreichen Rosenkranzes zeigen. Darunter befindet sich eine Darstellung der Seeschlacht von Lepanto 1571.
Mit dem von Papst Pius V. 1572 angeordneten Rosenkranzfest, das in der Folge am ersten Sonntag im Oktober gefeiert wurde, sollte an den Sieg der Heiligen Liga über die Türken in der "Seeschlacht von Lepanto" am 7. Oktober 1571 erinnert werden.
Nach dem Sieg Prinz Eugens über die Türken im Jahr 1718 in der Schlacht von Peterwardein wurde dieser Gedenktag auf die ganze Kirche ausgedehnt und in den römischen Kalender aufgenommen. Im Jahre 1913 wurde das Marienfest wieder auf den 7. Oktober, den Tag des Sieges von Lepanto, verlegt. Das Fest wird heute noch an diesem Tag gefeiert. (Quelle)

Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz, bitte für uns!

Liebe Brüder und Schwestern!

Dieser erste Sonntag im Oktober bietet uns zwei Anlässe zum Gebet und zum Nachdenken: den Gedenktag Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz, den wir gerade heute begehen, und das missionarische Engagement, dem dieser Monat in besonderer Weise gewidmet ist. Das traditionelle Bild der Gottesmutter vom Rosenkranz stellt Maria dar, wie sie in dem einen Arm das Jesuskind hält und mit dem anderen dem hl. Dominikus den Rosenkranz reicht.

Diese bedeutsame Ikonographie zeigt, daß der Rosenkranz ein von der Jungfrau geschenktes Mittel ist, um auf Jesus zu schauen und ihn durch die Betrachtung seines Lebens zu lieben und ihm immer treuer nachzufolgen.

Das ist der Auftrag, den die Gottesmutter auch bei verschiedenen Erscheinungen hinterlassen hat. Ich denke insbesondere an die Erscheinung von Fatima, die sich vor 90 Jahren ereignet hat. Sie stellte sich den drei Hirtenkindern Lucia, Jacinta und Francisco als die »Muttergottes vom Rosenkranz« vor und empfahl eindringlich, den Rosenkranz jeden Tag zu beten, um das Ende des Krieges zu erlangen. Auch wir wollen die mütterliche Bitte der Jungfrau aufnehmen und uns verpflichten, den Rosenkranz in gläubiger Gesinnung für den Frieden in den Familien, den Nationen und der ganzen Welt zu beten.

Wir wissen jedoch, daß der wahre Friede sich dort verbreitet, wo die Menschen und die Institutionen sich dem Evangelium öffnen. Der Monat Oktober hilft uns, diese grundlegende Wahrheit durch eine besondere Animation ins Gedächtnis zu rufen, die darauf abzielt, das missionarische Streben in jeder Gemeinde lebendig zu erhalten und die Arbeit der Priester, Ordensmänner, Ordensfrauen und Laien zu unterstützen, die an den Vorposten der Mission der Kirche wirken. (B16, Angelus, 7. Oktober 2007)

Marialis Cultis 42-47, S. Maria sopra Minerva, Rom

Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz in Pompej, Bartolo Longo

Die Lepantomonstranz in der Asamkirche

Lourdes und der Rosenkranz

Lepanto und der Rosenkranz

Eine kleine Geschichte des Rosenkranzes

Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz in Fatima

Pius V. und der Rosenkranz

Am Rosenkranzfest den ganzen Psalter beten

Papst Benedikt ermutigt Kinder, den Rosenkranz zu beten

 

Wiener Dominikanerkirche

Donnerstag, 7. Oktober 2021

Ein Abriß des ganzen Evangeliums - zum Rosenkranzfest

 

Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz, bitte für uns!

S. Maria sopra Minerva, nur zum Gottesdienst ab 17 Uhr geöffnet, wird z. Z. renoviert

 

Aus dem Apostolischen Schreiben "Marialis cultus" von Papst Paul VI.

42. Wir wollen nun jedoch, Ehrwürdige Brüder, noch etwas ausführlicher bei der Erneuerung jener Andachtsübung verweilen, die ein ”Abriß des ganzen Evangeliums” (110) genannt worden ist: dem Rosenkranz der seligen Jungfrau Maria. Ihm haben Unsere Vorgänger große Aufmerksamkeit und besondere Sorge zugewandt. Sie haben des öfteren das häufige Rosenkranzgebet empfohlen, seine Verbreitung gefördert, seine Natur erläutert, ihn als ein geeignetes Mittel anerkannt, um ein kontemplatives Gebet des Lobes und der Bitte zugleich zu entfalten, und an die ihm innewohnende Wirksamkeit erinnert, die das christliche Leben und den apostolischen Einsatz fördert. Auch Wir haben seit der ersten Generalaudienz Unseres Pontifikates, am 18. Juli 1963, Unser Interesse für das Rosenkranzgebet bekundet (111) und haben in der Folgezeit bei vielfältigen Anlässen, von denen einige gewöhnlicher, andere dringlicher Natur waren, seinen besonderen Wert unterstrichen. So, als Wir in einer Stunde der Bedrängnis und Unsicherheit die Enzyklika „Christi Matri“ (15. September 1966) veröffentlichten, damit Bittgebete zur Seligen Jungfrau des Rosenkranzes verrichtet würden, um von Gott das höchste Gut des Friedens zu erflehen, (112) einen Aufruf, den Wir in Unserem Apostolischen Schreiben „Recurrens mensis October“ (7. Oktober 1969) wiederholt haben, in dem Wir unter anderem auch der Vierhundertjahrfeier des Apostolischen Schreibens „Consueverunt Romani Pontifices“ Unseres Vorgängers des heiligen Pius V. gedacht haben, der darin die traditionelle Form des Rosenkranzes erläutert und in gewisser Weise festgesetzt hat. (113)

43. Unser ständiges Interesse für den geliebten Rosenkranz der seligen Jungfrau Maria hat Uns veranlaßt, mit Aufmerksamkeit die zahlreichen Tagungen zu verfolgen, die in den letzten Jahren der Pastoral des Rosenkranzes in der heutigen Welt gewidmet waren: Tagungen, die von Vereinigungen und Menschen veranstaltet wurden, denen die Verehrung des Rosenkranzes sehr am Herzen liegt und an denen Bischöfe, Priester, Ordensleute und Laien teilgenommen haben, die eine bewährte Erfahrung und einen anerkannten kirchlichen Sinn haben. Unter ihnen sind zu Recht die Söhne des heiligen Dominikus zu nennen, die traditionsgemäß die Hüter und Förderer dieser so heilsamen Andachtsübung sind. Zu den Arbeiten der Tagungen haben im besonderen die Forschung der Geschichtswissenschaftler beigetragen, die durchgeführt wurden, nicht etwa mit der fast archäologischen Zielsetzung, die ursprüngliche Form des Rosenkranzes zu bestimmen, sondern um die ursprüngliche Idee, die anfängliche Kraft, die wesentliche Struktur aufzufinden. Von diesen Tagungen und Forschungen her sind die hauptsächlichen Merkmale des Rosenkranzes, seine wesentlichen Elemente und ihr Verhältnisse zueinander deutlicher hervorgetreten.

44. So ist zum Beispiel der biblische Charakter des Rosenkranzes in hellerem Licht erschienen, insofern er vom Evangelium die Aussage der Geheimnisse und seine hauptsächlichen Formeln nimmt; er inspiriert sich am Evangelium, um dem Gläubigen vom freudigen Gruß des Engels und der religiösen Zustimmung der Jungfrau her die Haltung nahezubringen, in der er ihn beten soll; vom Evangelium stellt er in der harmonischen Folge der Ave-Maria ein grundlegendes Geheimnis vor – die Menschwerdung des Wortes –, das im entscheidenden Augenblick der Verkündigung an Maria betrachtet wird. Der Rosenkranz ist also ein biblisches Gebet, wie ihn heute vielleicht mehr als in der Vergangenheit die Seelsorger und Gelehrten mit Vorliebe zu nennen pflegen.

45. Es ist ferner leichter erkannt worden, wie der geordnete und graduelle Verlauf des Rosenkranzgebetes die Art selbst widerspiegelt, in der das Wort Gottes, da es nach gnädigem Ratschluß in die menschliche Geschichte eintrat, die Erlösung gewirkt hat. Der Rosenkranz betrachtet nämlich von ihr in harmonischer Folge die wichtigsten Heilsereignisse, die sich in Christus zugetragen haben: von der jungfräulichen Empfängnis und den Geheimnissen seiner Kindheit bis zu dem erhabenen Geschehen von Ostern – des seligen Leidens und der glorreichen Auferstehung – und weiter bis zu deren Auswirkung auf die bildende Kirche am Pfingsttag und auf die Heilige Jungfrau an dem Tage, an dem sie nach Beendigung ihres Erdenlebens mit Leib und Seele in die himmlische Heimat aufgenommen wurde. Es ist weiterhin bemerkt worden, wie die dreifache Aufteilung der Geheimnisse des Rosenkranzes nicht nur streng der zeitlichen Ordnung der Geschehnisse folgt, sondern vor allem das Schema der frühchristlichen Glaubensverkündigung widerspiegelt und das Geheimnis Christi auf dieselbe Weise vorstellt, wie es vom heiligen Paulus im berühmten ”Hymnus” des Briefes an die Philipper gesehen wird: Erniedrigung, Tod, Verherrlichung (2, 6 – 11).

46. Als biblisches Gebet, das auf das Geheimnis der erlösenden Menschwerdung ausgerichtet ist, ist der Rosenkranz also ein Gebet, das zutiefst christologisch geprägt ist. In der Tat wird sein charakteristisches Element – die litaneiartige Wiederholung des ”Gegrüßet seist du, Maria” – selbst zu einem unaufhörlichen Lobpreis Christi, dem Endziel der Verkündigung des Engels und des Grußes der Mutter des Täufers: ”Gebenedeit ist die Frucht deines Leibes” (Lk 1, 42). Wir möchten noch mehr sagen: die Wiederholung des Ave-Maria bildet die Kette, entlang der sich die Betrachtung der Geheimnisse entfaltet. Jener Jesus, den jedes Ave-Maria anruft, ist derselbe, den die Folge der Geheimnisse uns nacheinander als Sohn Gottes und der Jungfrau vorstellt, der in einer Grotte zu Betlehem geboren ist; von der Mutter im Tempel dargestellt; als Jüngling, der voller Eifer für das eintritt, was seines Vaters ist; als von Todesängsten gepeinigter Erlöser im Garten; gegeißelt und mit Dornen gekrönt; mit dem Kreuz beladen und sterbend am Kreuze; auferstanden von den Toten und aufgefahren in die Herrlichkeit des Vaters, um von dort das Geschenk des Geistes auszugießen. Es ist bekannt, daß man, vor allem um die Betrachtung zu fördern und Geist und Wort miteinander in Einklang zu bringen, zu einer früheren Zeit – und der Brauch hat sich in manchen Ländern erhalten – an den Namen Jesus in jedem Ave-Maria einen Satz hinzufügte, der das bestimmte Geheimnis wiederholte.

47. Man hat ebenso mit größerer Dringlichkeit die Notwendigkeit gespürt, neben dem Wert des preisenden und fürbittenden Elementes auch noch die Bedeutung eines anderen wesentlichen Bestandteiles des Rosenkranzes zu betonen: die Betrachtung. Ohne sie ist der Rosenkranz ein Körper ohne Seele, und das rezitierende Gebet läuft Gefahr, zu einer mechanischen Wiederholung von Formeln zu werden und zur Ermahnung Jesu in Gegensatz zu treten: „Wenn ihr betet, so plappert nicht wie die Heiden! Die meinen, sie fänden Erhörung, wenn sie viele Worte machen” (Mt 6, 7). Von seiner Natur her verlangt das Rosenkranzgebet einen ruhigen Rhythmus und ein längeres besonnenes Verweilen, was im Betenden die Betrachtung der Geheimnisse des Lebens des Herrn fördert, die mit den Augen derjenigen geschaut werden, die dem Herrn am nächsten stand und dessen unergründliche Reichtümer erschließt.


Maria, Königin aller Heiligen, bitte für uns!

Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz in Pompej, Bartolo Longo

Die Lepantomonstranz in der Asamkirche

Lourdes und der Rosenkranz

Lepanto und der Rosenkranz

Eine kleine Geschichte des Rosenkranzes

Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz in Fatima

Pius V. und der Rosenkranz

Am Rosenkranzfest den ganzen Psalter beten

Papst Benedikt ermutigt Kinder, den Rosenkranz zu beten

Mittwoch, 7. Oktober 2020

Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz in Pompei

Basilika ULF vom Rosenkranz, Pompei

Gnadenbild mit Medaillons der Rosenkranzgeheimnisse,
Dominikus und Katharina v. Siena empfangen den Rosenkranz von Jesus und Maria

 

Gestern, am 6. Oktober, war der Gedenktag des Rechtsanwalts Bartolo Longo. Während seiner Studienzeit verstrickt sich er sich in Okkultismus und Spiritismus. Longo wird depressiv und körperlich krank, so dass er Hilfe bei einem Priester sucht. In einer Beichte findet er zum Glauben seiner Kindheit zurück, er beginnt den Rosenkranz zu beten, um vom Okkultismus loszukommen. Nach seiner Bekehrung wird Bartolo Mitglied im dritten Orden des hl. Dominikus und nimmt den Namen "Bruder Rosenkranz" an.
Er erhält er ein beschädigtes Bild der Rosenkranzkönigin, lässt es renovieren und in einer Kirche auferstellen, die er zu Ehren der Rosenkranzkönigin errichtete (Oktober 1875). Innerhalb weniger Stunden ereignen sich Wunder und Heilungen.

Schon 1876 muss die Kirche vergrößert werden und im Mai 1891 wird sie von Kardinal La Valetta geweiht. Nach einem weiteren Umbau im Jahr 1939 wird sie den Ehrentitel einer Basilika tragen.

Im Alter von 85 Jahren stirbt Bartolo am 28. Oktober 1925. Papst Johannes Paul II. hat ihn am 26. Oktober 1980 selig gesprochen.

Die Rosenkranzkönigin und ihr Anwalt 

 

eine prächtige Kirche

Bartolo Longo kommt mit seinem Anliegen zum Hl. Vater
vlnr: Jesus mit Maria u Josef, Darstellung des Herrn, Verlobung


o Maria, hilf

bitte auch mir

und uns allen

betet den Rosenkranz für den Frieden (Fatima)

bei uns wird der Rosenkranz gesungen

und wir dürfen Maria schauen

 

Der junge Advokat ist ein Mann der Extreme. Intelligent, schön und voller Leidenschaft für seine Ideale, hatte er sich als Student in abgründige Philosophien verloren und dem Spiritismus verschrieben. Nach seiner wundersamen Bekehrung fand seine Hingabe ein neues Ziel: den Willen Gottes und die Ehre seiner himmlischen Mutter. Es fügte sich, dass er die Kinder der verwitweten Gräfin Marianna De Fusco unterrichtete und sich als Rechtsanwalt um ihre Angelegenheiten und Besitztümer im Tal von Pompei kümmerte.

Dort steht er jetzt, ratlos und traurig angesichts des großen materiellen und geistigen Elends der Gegend, in den letzten Sonnenstrahlen des Tages, die alles in goldenes Licht tauchen. Da kommt ihm, wie Ida Lüthold-Minder in ihrem Buch „Die Rosenkranzkönigin von Pompei und ihr Advokat Bartolo Longo“ (1981) schreibt, „auf einmal der glückliche Gedanke, wie das Dunkel der Menschen durch die Gnade in Licht verwandelt werden könnte“ und er spürt deutlich den inneren Ruf: „Wenn Maria hier gekannt und verehrt wird, verwandelt sich das Tal der Finsternis in ein Paradies. Hier muss der Rosenkranz verbreitet werden.“

Es bleiben zwei Konstanten seines Lebens: die feste Überzeugung, dass die Gnade alles zum Guten wenden kann und das Vertrauen auf Maria und die Kraft des Rosenkranzgebetes als große Vermittler dieser Gnade. Bartolo Longo beginnt unter vielen Schwierigkeiten, die Liebe zur Gottesmutter und dem Rosenkranzgebet im Valle di Pompei zu verbreiten. In der armen Dorfkirche will er der Königin des heiligen Rosenkranzes einen Altar errichten, doch der Bischof ermutigt ihn zum Bau eines großen Heiligtums.

Sofort macht sich Longo auf die Suche nach einem geeigneten Marienbild. Wer heute in der wunderschönen Basilika in Pompei zu Füßen der Rosenkranzkönigin kniet, ahnt wohl kaum die Geschichte dieses Gemäldes. Hoch oben über dem Altar, eingefasst in einen kunstvollen Rahmen, der die mittlerweile 20 Rosenkranzgeheimnisse darstellt, erwartet es täglich die unzähligen Beter und Besucher. Die Gesichtszüge sind durch die Entfernung kaum zu erkennen und doch wird man seltsam berührt von der Güte und Wärme, die es ausstrahlt. Die ersten Reaktionen auf das Gnadenbild vom Pompei waren jedoch gänzlich anders. „Man könnte meinen, es sei dazu gemalt worden, dass man jede Andacht verliere“, zitiert Lüthold-Minder eine mit Longo bekannte Gräfin. Das Bild war tatsächlich von sehr schlechter künstlerischer Qualität und außerdem stark beschädigt. Ein befreundeter Priester hatte es einmal auf dem Trödel erworben und dem Advokaten mit dem Hinweis geschenkt, dass es für die Leute von Pompei wohl genügen würde. Ein frommer Mönch sollte es einst gemalt haben. Mehr aus Höflichkeit und Geldmangel als aus Überzeugung, aber doch im festen Glauben, dass dieses Bild einmal großen Segen bringen wird, nimmt Longo es an, lässt es ein erstes Mal restaurieren und in Pompei aufstellen.

Und tatsächlich: „Alte kamen, Kinder kamen, Väter und Mütter beteten davor, alles kleine und arme Menschen, die ihre Madonna um Hilfe anflehten und ihr oft eine Kerze brachten. Sie spürten, dass die Muttergottes durch das armselige Bild auf sie schaute. Sie wurden getröstet, sie wurden erhört“, beschreibt Lüthold-Minder die aufflammende Verehrung des Gnadenbildes. Schon am ersten Tag ereignet sich ein aufsehenerregendes Heilungswunder, zahlreiche weitere Gebetserhörungen und Heilungen folgen.

Auf eines dieser Wunder geht die sogenannte pompejische Novene zurück. Einer schwer kranken jungen Frau war Maria erschienen und hatte ihr mit folgenden Worten Hilfe versprochen: „Kind, du hast mich unter verschiedenen Titeln angerufen und von mir immer Gnaden erlangt. Jetzt, da du mich unter dem mir so wohlgefälligen Titel der Königin des heiligen Rosenkranzes angerufen hast, kann ich dir die gewünschte Gnade nicht länger versagen, weil mir dieser Name vor allen lieb und teuer ist. Halte drei neuntägige Andachten und du wirst alles erlangen.“

 Später sagte sie: „Wer immer Gnaden von mir erbitten will, halte drei Novenen mit dem Gebet des Rosenkranzes und drei Novenen zur Danksagung.“ Die Kranke wurde geheilt und der Ruf der Rosenkranzkönigin von Pompei verbreitete sich ebenso wie die wunderbare Novene immer weiter. 54 Tage an der Hand Mariens können nicht ohne Folgen bleiben und so gilt die Novene zur Königin des heiligen Rosenkranzes von Pompei als sichere Hilfe in allen Anliegen.

(DieTagespost)

 

Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz, bitte für uns!

Die Lepantomonstranz in der Asamkirche

Lourdes und der Rosenkranz

Lepanto und der Rosenkranz

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Pius V. und der Rosenkranz

Am Rosenkranzfest den ganzen Psalter beten

Papst Benedikt ermutigt Kinder, den Rosenkranz zu beten

Dienstag, 8. Oktober 2019

Nachtrag zum Rosenkranzfest: die wertvollste Monstranz der Welt

Lepantomonstranz, Asamkirche, Ingolstadt



Die Asamkirche (offiziell St.-Maria-de-Victoria-Kirche) ist eine barocke Kirche in Ingolstadt, die von den Brüdern Cosmas Damian und Egid Quirin Asam während des Höhepunktes ihrer Schaffenszeit gestaltet wurde. In der Sakristei der Asamkirche wird die sogenannte Lepantomonstranz aufbewahrt. Sie wurde 1708 von dem Augsburger Goldschmied Johannes Zeckl gestaltet und zeigt in einem beispiellosen Detailreichtum die Seeschlacht von Lepanto. Aufgrund ihrer künstlerischen Gestaltung gilt sie als die wertvollste Monstranz der Welt.





Ulla Stöver nannte wohl mit Recht die Monstranz eine »imponierende Grenzüberschreitung«.
War schon ein kniender Türke als Monstranzfuß und damit als Träger des Allerheiligsten ungewohnt, so galt dies wohl noch mehr von der Seeschlacht als Einfassung des Allerheiligsten.

In beispiellosem Detailreichtum wird die Schlacht geschildert. Unter dem bekrönenden Kreuz erblickt man in einem Kranz von Wolken die Taube des Heiligen Geistes. Engel greifen ein, schleudern Blitze, schießen Pfeile, blasen Wind in die Segel.
In den drei Mastkörben der christlichen Schiffe erblickt man die Repräsentanten der beteiligten christlichen Mächte: im mittleren Don Juan d'Austria, im linken Herzog Albrecht V. von Bayern, im rechten den Dogen von Venedig.
Goldschimmernd das Siegerschiff der Christen mit dem Bilde des Papstes Pius V. am Heck, von dem Engel, mit den Wappen der Siegermächte in den Händen, Blitze auf das türkische Schiff schleudern, das mit gebrochenen Masten im Sinken begriffen ist, im Rettungsboot Sultan Kara Mustafa, am Heck der Oberbefehlshaber Ali Pascha.
Das wolken- und engelumkränzte Ostensorium ist beseitet von dem Bilde des Erzengels Michael (links), der Maria mit dem Zepter in der Hand und dem Sternenkranz um das Haupt den Lorbeerkranz des Sieges überreicht, formal eine eigentümliche Illusion auf klassische Bilder der Verkündigung Mariens.
1892 erhielt die Monstranz an Stelle des der Säkularisation zum Opfer gefallenen und provisorisch ersetzten Fußes den heutigen. Ihm wurden die Plättchen des Originals eingefügt, sie ziehen das Fazit der Zahlen fest: 30 000 tote Türken, 3486 gerettete (»erlöste«) Christen, 190 eroberte Schiffe.
Begreiflich wird dieses Schlachtenbild als Monstranz durch die Signalwirkung der Schlacht. Papst Pius V. hatte nur mit Mühe eine Liga mit Spanien und Venedig erreicht, zum Dank für den Ausgang der Schlacht hatte er das Rosenkranzfest eingesetzt. ... 
(Quelle: Ingolstadtde)



die Sieger
one more time

 und die Verlierer

one more time



oben Erzengel Michael




Maria

Lepanto-Monstranz, Asamkirche Ingolstadt