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Basilika ULF vom Rosenkranz, Pompei
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Gnadenbild mit Medaillons der Rosenkranzgeheimnisse, Dominikus und Katharina v. Siena empfangen den Rosenkranz von Jesus und Maria
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Gestern, am 6. Oktober, war der Gedenktag des
Rechtsanwalts Bartolo Longo. Während seiner Studienzeit verstrickt sich er sich
in Okkultismus und Spiritismus. Longo wird depressiv und körperlich krank, so
dass er Hilfe bei einem Priester sucht. In einer Beichte findet er zum Glauben
seiner Kindheit zurück, er beginnt den Rosenkranz zu beten, um vom Okkultismus
loszukommen. Nach seiner Bekehrung wird Bartolo Mitglied im dritten Orden des
hl. Dominikus und nimmt den Namen "Bruder Rosenkranz" an.
Er erhält er ein beschädigtes Bild der Rosenkranzkönigin, lässt es renovieren
und in einer Kirche auferstellen, die er zu Ehren der Rosenkranzkönigin
errichtete (Oktober 1875). Innerhalb weniger Stunden ereignen sich Wunder und
Heilungen.
Schon 1876 muss die Kirche vergrößert werden und im
Mai 1891 wird sie von Kardinal La Valetta geweiht. Nach einem weiteren Umbau im
Jahr 1939 wird sie den Ehrentitel einer Basilika tragen.
Im Alter von 85 Jahren stirbt Bartolo am 28.
Oktober 1925. Papst Johannes Paul II. hat ihn am 26. Oktober 1980 selig
gesprochen.
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eine prächtige Kirche
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Bartolo Longo kommt mit seinem Anliegen zum Hl. Vater vlnr: Jesus mit Maria u Josef, Darstellung des Herrn, Verlobung
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o Maria, hilf
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bitte auch mir
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und uns allen
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betet den Rosenkranz für den Frieden (Fatima)
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bei uns wird der Rosenkranz gesungen
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und wir dürfen Maria schauen
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Der junge Advokat ist ein Mann der Extreme. Intelligent, schön und
voller Leidenschaft für seine Ideale, hatte er sich als Student in
abgründige Philosophien verloren und dem Spiritismus verschrieben. Nach
seiner wundersamen Bekehrung fand seine Hingabe ein neues Ziel: den
Willen Gottes und die Ehre seiner himmlischen Mutter. Es fügte sich,
dass er die Kinder der verwitweten Gräfin Marianna De Fusco
unterrichtete und sich als Rechtsanwalt um ihre Angelegenheiten und
Besitztümer im Tal von Pompei kümmerte.
Dort steht er jetzt, ratlos und traurig angesichts des großen
materiellen und geistigen Elends der Gegend, in den letzten
Sonnenstrahlen des Tages, die alles in goldenes Licht tauchen. Da kommt
ihm, wie Ida Lüthold-Minder in ihrem Buch „Die Rosenkranzkönigin von
Pompei und ihr Advokat Bartolo Longo“ (1981) schreibt, „auf einmal der
glückliche Gedanke, wie das Dunkel der Menschen durch die Gnade in Licht
verwandelt werden könnte“ und er spürt deutlich den inneren Ruf: „Wenn
Maria hier gekannt und verehrt wird, verwandelt sich das Tal der
Finsternis in ein Paradies. Hier muss der Rosenkranz verbreitet werden.“
Es bleiben zwei Konstanten seines Lebens: die feste Überzeugung, dass
die Gnade alles zum Guten wenden kann und das Vertrauen auf Maria und
die Kraft des Rosenkranzgebetes als große Vermittler dieser Gnade.
Bartolo Longo beginnt unter vielen Schwierigkeiten, die Liebe zur
Gottesmutter und dem Rosenkranzgebet im Valle di Pompei zu verbreiten.
In der armen Dorfkirche will er der Königin des heiligen Rosenkranzes
einen Altar errichten, doch der Bischof ermutigt ihn zum Bau eines
großen Heiligtums.
Sofort macht sich Longo auf die Suche nach einem geeigneten
Marienbild. Wer heute in der wunderschönen Basilika in Pompei zu Füßen
der Rosenkranzkönigin kniet, ahnt wohl kaum die Geschichte dieses
Gemäldes. Hoch oben über dem Altar, eingefasst in einen kunstvollen
Rahmen, der die mittlerweile 20 Rosenkranzgeheimnisse darstellt,
erwartet es täglich die unzähligen Beter und Besucher. Die Gesichtszüge
sind durch die Entfernung kaum zu erkennen und doch wird man seltsam
berührt von der Güte und Wärme, die es ausstrahlt. Die ersten Reaktionen
auf das Gnadenbild vom Pompei waren jedoch gänzlich anders. „Man könnte
meinen, es sei dazu gemalt worden, dass man jede Andacht verliere“,
zitiert Lüthold-Minder eine mit Longo bekannte Gräfin. Das Bild war
tatsächlich von sehr schlechter künstlerischer Qualität und außerdem
stark beschädigt. Ein befreundeter Priester hatte es einmal auf dem
Trödel erworben und dem Advokaten mit dem Hinweis geschenkt, dass es für
die Leute von Pompei wohl genügen würde. Ein frommer Mönch sollte es
einst gemalt haben. Mehr aus Höflichkeit und Geldmangel als aus
Überzeugung, aber doch im festen Glauben, dass dieses Bild einmal großen
Segen bringen wird, nimmt Longo es an, lässt es ein erstes Mal
restaurieren und in Pompei aufstellen.
Und tatsächlich: „Alte kamen,
Kinder kamen, Väter und Mütter beteten davor, alles kleine und arme
Menschen, die ihre Madonna um Hilfe anflehten und ihr oft eine Kerze
brachten. Sie spürten, dass die Muttergottes durch das armselige Bild
auf sie schaute. Sie wurden getröstet, sie wurden erhört“, beschreibt
Lüthold-Minder die aufflammende Verehrung des Gnadenbildes. Schon am
ersten Tag ereignet sich ein aufsehenerregendes Heilungswunder,
zahlreiche weitere Gebetserhörungen und Heilungen folgen.
Auf eines
dieser Wunder geht die sogenannte pompejische Novene zurück. Einer
schwer kranken jungen Frau war Maria erschienen und hatte ihr mit
folgenden Worten Hilfe versprochen: „Kind, du hast mich unter
verschiedenen Titeln angerufen und von mir immer Gnaden erlangt. Jetzt,
da du mich unter dem mir so wohlgefälligen Titel der Königin des
heiligen Rosenkranzes angerufen hast, kann ich dir die gewünschte Gnade
nicht länger versagen, weil mir dieser Name vor allen lieb und teuer
ist. Halte drei neuntägige Andachten und du wirst alles erlangen.“
Später sagte sie: „Wer immer Gnaden von mir erbitten will, halte drei
Novenen mit dem Gebet des Rosenkranzes und drei Novenen zur Danksagung.“
Die Kranke wurde geheilt und der Ruf der Rosenkranzkönigin von Pompei
verbreitete sich ebenso wie die wunderbare Novene immer weiter. 54 Tage
an der Hand Mariens können nicht ohne Folgen bleiben und so gilt die
Novene zur Königin des heiligen Rosenkranzes von Pompei als sichere
Hilfe in allen Anliegen.
(DieTagespost)
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