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Freitag, 21. März 2025

Sie konnten mit ihm kein friedliches Wort mehr reden

 

Sie warfen Josef in eine Zisterne
St Edmundsbury Cathedral

Lesung aus dem Buch Génesis 37

3 Israel liebte Josef mehr als alle seine Söhne,
weil er ihm in hohem Alter geboren worden war.
Er ließ ihm einen bunten Rock machen.
4 Als seine Brüder sahen,
dass ihr Vater ihn mehr liebte als alle seine Brüder,
hassten sie ihn
und konnten mit ihm kein friedliches Wort mehr reden.
12 Als seine Brüder fortgezogen waren,
um die Schafe und Ziegen ihres Vaters bei Sichem zu weiden,
13a sagte Israel zu Josef:
Weiden nicht deine Brüder bei Sichem?
Geh, ich will dich zu ihnen schicken.
17b Da ging Josef seinen Brüdern nach
und fand sie in Dotan.
18 Sie sahen ihn von Weitem.
Bevor er jedoch nahe an sie herangekommen war,
fassten sie den Plan, ihn umzubringen.
19 Sie sagten zueinander: Siehe, da kommt ja dieser Träumer.
20 Jetzt aber auf,
erschlagen wir ihn
und werfen wir ihn in eine der Zisternen.
Sagen wir, ein wildes Tier habe ihn gefressen.
Dann werden wir ja sehen, was aus seinen Träumen wird.
21 Ruben hörte das
und wollte ihn aus ihrer Hand retten.
Er sagte: Begehen wir doch keinen Mord.
22 Und Ruben sagte zu ihnen: Vergießt kein Blut!
Werft ihn in die Zisterne da in der Steppe,
aber legt nicht Hand an ihn!
Das sagte er, um ihn aus ihrer Hand zu retten
und zu seinem Vater zurückzubringen.
23 Als Josef bei seinen Brüdern angekommen war,
zogen sie ihm seinen bunten Rock aus,
den Ärmelrock, den er anhatte,
24 packten ihn und warfen ihn in die Zisterne.
Die Zisterne war leer;
es war kein Wasser darin.
25 Sie saßen beim Essen
und erhoben ihre Augen und sahen,
siehe, eine Karawane von Ismaelítern aus Gílead kam.
Ihre Kamele waren mit Tragakánt, Mástix und Ládanum beladen.
Sie waren unterwegs nach Ägypten.
26 Da sagte Juda seinen Brüdern:
Was haben wir davon,
wenn wir unseren Bruder erschlagen und sein Blut zudecken?
27 Kommt, verkaufen wir ihn den Ismaelítern.
Wir wollen aber nicht Hand an ihn legen,
denn er ist doch unser Bruder und unser Fleisch.
Seine Brüder hörten auf ihn.
28 Midianítische Kaufleute kamen vorbei.
Da zogen sie Josef aus der Zisterne herauf
und verkauften ihn für zwanzig Silberstücke an die Ismaelíter.
Sie brachten Josef nach Ägypten.
(Lesung vom Freitag der 2. Fastenwoche)

Freitag, 22. März 2019

Josef, der Patriarch

Patriarch Josef, Kathedrale von Ely



Lesung aus dem Buch Genesis Gen 37, 3-4.12-13a.17b-28

3Israel liebte Josef unter allen seinen Söhnen am meisten, weil er ihm noch in hohem Alter geboren worden war. Er ließ ihm einen Ärmelrock machen.
4Als seine Brüder sahen, dass ihr Vater ihn mehr liebte als alle seine Brüder, hassten sie ihn und konnten mit ihm kein gutes Wort mehr reden.
12Als seine Brüder fortgezogen waren, um das Vieh ihres Vaters bei Sichem zu weiden,
13asagte Israel zu Josef: Deine Brüder weiden bei Sichem das Vieh. Geh, ich will dich zu ihnen schicken.
17bDa ging Josef seinen Brüdern nach und fand sie in Dotan.
18Sie sahen ihn von weitem. Bevor er jedoch nahe an sie herangekommen war, fassten sie den Plan, ihn umzubringen.
19Sie sagten zueinander: Dort kommt ja dieser Träumer.
20Jetzt aber auf, erschlagen wir ihn, und werfen wir ihn in eine der Zisternen. Sagen wir, ein wildes Tier habe ihn gefressen. Dann werden wir ja sehen, was aus seinen Träumen wird.
21Ruben hörte das und wollte ihn aus ihrer Hand retten. Er sagte: Begehen wir doch keinen Mord.
22Und Ruben sagte zu ihnen: Vergießt kein Blut! Werft ihn in die Zisterne da in der Steppe, aber legt nicht Hand an ihn! Er wollte ihn nämlich aus ihrer Hand retten und zu seinem Vater zurückbringen.
23Als Josef bei seinen Brüdern angekommen war, zogen sie ihm sein Gewand aus, den Ärmelrock, den er anhatte,
24packten ihn und warfen ihn in die Zisterne. Die Zisterne war leer; es war kein Wasser darin.
25Als sie dann beim Essen saßen und aufblickten, sahen sie, dass gerade eine Karawane von Ismaelitern aus Gilead kam. Ihre Kamele waren mit Tragakant, Mastix und Ladanum beladen. Sie waren unterwegs nach Ägypten.
26Da schlug Juda seinen Brüdern vor: Was haben wir davon, wenn wir unseren Bruder erschlagen und sein Blut zudecken?
27Kommt, verkaufen wir ihn den Ismaelitern. Wir wollen aber nicht Hand an ihn legen, denn er ist doch unser Bruder und unser Verwandter. Seine Brüder waren einverstanden.
28Midianitische Kaufleute kamen vorbei. Da zogen sie Josef aus der Zisterne heraus und verkauften ihn für zwanzig Silberstücke an die Ismaeliter. Diese brachten Josef nach Ägypten.

(Lesung vom Freitag der 2. Fastenwoche)




Josef war der Sohn Jakobs und Rachels, vom Vater bevorzugt, darum von den Brüdern gehaßt und verkauft, wird Sklave des ägyptischen Hofbeamten Putiphar, auf die verleumderische Anklage von Putiphars Weib in den Kerker geworfen, wo er die Träume zweier Hofbeamten richtig deutet. Wird gerufen, die Träume des Pharao zu deuten, der ihn daraufhin über das ganze Land Ägypten setzt. Als Verwalter der Güter kann Josef mit den Getreide der sieben fetten Jahre die Not der sieben dürren Jahre abwehren. Während der Hungersnot kommen auch seine Brüder nach Ägypten, um Getreide zu kaufen. Nach versch. Prüfungen gibt sich Josef zu erkennen und läßt sie mit dem Vater nach Ägypten kommen. Vor seinem Tod ordnet Josef an, dass seine Gebeine nach dem Land der Verheißung mitgenommen werden. (Gen 37-50) vgl Lexikon f. Theologie und Kirche, 2. Auflage

Kathedrale von Ely