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Donnerstag, 24. September 2026

Wie fotografiert man eine hinter Gittern verborgene Kirche (Rupertskirche)

am besten ausgiebig:


St. Ruprecht, Völkermarkt





Lazarus, komm heraus!








Thronender Christus als Weltenrichter, 1874, Alois Gapp

barocke Kanzel, nach 1700, mit den vier Evangelisten

dornengekrönter Herr, erbarme Dich unser

Heiliger Rupert, bitte für uns!
Attribut: Salzfass, Alois Gapp, um 1874

Heiliger Virgil mit Kirchenmodell, bitte für uns, w. o.

Kruzifix um 1510, Schmerzensmutter m. Schwert um 1815;
darunter Fegefeuerdarstellung

Seitenaltar des hl. Antonius Abbas, 20. Jh.

Heiliger Michael, bitte für uns!, 17, Jh.


links: Marienaltar mit Anna und Joachim, um 1750, 

Montag, 24. September 2018

Rupert und Virgil

Hochaltar St. Peter, Hochaltar: die hll. Benedikt, Petrus und Paulus fürbittend
vor Maria mit dem Kind, Högler, um 1777


Die älteste Pfarrkirche Wiens - Ruprechtskirche

Das Ruprechtsfenster in der Ruprechtskirche

Rupert und Virgil, Leben (Gurker Dom)


links die beiden Heiligen Virgil (Kirchenmodell) und Rupert (Salzfass), Figuren v. Franz Hitzl


Der heilige Rupert (Hrodpert) soll um 660 als Sohn der hochadeligen rheinfränkischen Familie der Rupertiner (Robertiner) zur Welt gekommen sein. Seine Bischofsweihe empfing er vermutlich in Worms. Er war Klosterbischof nach irischer Art und hatte keine Diözese.
Im Jahr 696 kam er nach Bayern. Regensburg war für längere Zeit sein Wirkbereich beim Herzog, den er mit dessen Gefolgschaft im christlichen Glauben unterwies. Seine missionarische Tätigkeit in dieser Gegend beruht auf der Bitte des Herzogs Theodo. Um 700 kam der Heilige schließlich in das Land Salzburg. Im heutigen Seekirchen am Wallersee baute er seine erste Kirche. Weitere Kirchen im Salzburger Land folgten.
Die antike zerfallene Stadt Iuvavum erhielt er als Schenkung zusammen mit einem bedeutenden Anteil an den Reichenhaller Salinen vom Herzogssohn Theodbert, geknüpft an die Intension des Wiederaufbaus. Dieser Zeitpunkt gilt als Geburtsstunde von Stadt und Land Salzburg. Für den Wiederaufbau standen ihm zwei Prediger aus seiner Heimat besonders zur Seite: die Heiligen Chuniald und Gislar. Rupert wurde zum ersten Klostergründer Österreichs.
Für die Benediktiner gründete er die Erzabtei St. Peter in Salzburg und für die Benediktinerinnen das Frauenkloster auf dem Nonnberg. Seine Nichte, die heilige Erentrudis, war dort die erste Äbtissin. Beide Klöster gelten als die ältesten im deutschen Sprachraum. Um 711 errichtete Rupert das heutige Bischofshofen, damals als Maximillianszelle bekannt, zur Missionierung der Slawen südlich der Tauern.
Am 27. März 718 feierte der heilige Rupert noch das Osterhochamt und verstarb unmittelbar danach. Im Jahr 774 wurden seine Gebeine gemeinsam mit den Gebeinen der Heiligen Chuniald und Gislar im Salzburger Dom beigesetzt. Ruperts Attribut ist zumeist das Salzfass, manchmal auch die Gottesmutter von Altötting, die er angeblich gestiftet haben soll. Er ist unteranderem Patron des Bergbaues, der Salinenarbeiter und der Diözesen Salzburg und Graz-Seckau. Obwohl Rupert als Gründervater der Diözese Salzburg gilt, wurde das Bistums Salzburg erst im Jahr 739 offiziell vom heiligen Bonifatius, dem Apostel Deutschlands, gegründet

Der heilige Virgil (Fergal) von Salzburg wurde vermutlich erst nach dem Ableben des heiligen Rupert in Irland, ebenfalls in einer adeligen Familie, geboren. Das Geburtsjahr wird sehr vage um 700, aber auf jeden Fall vor 746, datiert. Bevor er als Missionar an den Hof Pippins III. gelangte, war er Abt in dem irischen Kloster Iona. Pippin empfahl ihn nach zweijährigem Aufenthalt am Hof an seinen Schwager, den Herzog Odilo von Bayern, weiter, der dem heiligen Virgil die Leitung des Bistums Salzburg vermutlich im Jahr 743 übertrug.
Als Abt der Erzabtei St. Peter lenkte er ab 746 nach irischem Vorbild die weltlichen Angelegenheiten der Diözese. Die Betreuung der geistlichen Aufgaben übernahm Virgils Gefährte, Bischof Dodagrecus. Mit dem heiligen Bonifatius kam es zu heftigen Diskussionen in der Streitfrage um die Gültigkeit der Taufe mit falschen Worten und in Virgils Ansicht, dass die Erde kugelförmig sei. Auch Heilige waren in ihren Ansichten und Einsichten nicht immer einig, in der Gottes- und Nächstenliebe aber um Vollkommenheit bemüht. Virgilius war jedenfalls ein bedeutender Forscher und Wissenschaftler seiner Zeit.
Im Jahr 749 wurde Virgil zum Bischof von Salzburg geweiht und setzte sich fortan dafür ein, das Eigenkirchenprinzip nach irischem Vorbild in seiner Diözese durchzusetzen. Die Zahl der Eigenkirchen stieg bis zu seinem Tod auf 67 Kirchen an. 755 schickte er den heiligen Modestus als Glaubensboten nach Kärnten, um die Slawen zu missionieren. Virgil ließ anstelle der alten Peterskirche den Salzburger Dom errichten und übertrug 774 die Reliquien der heiligen Rupert, Chuniald und Gislar in die Krypta des Domes. Bischof Virgil gilt auch als erster Verfasser der Lebensgeschichte des heiligen Rupert.
Der bedeutende Literat war auch ein Liebhaber und Förderer von Architektur und Kunsthandwerk. Der berühmte Tassilokelch, wahrscheinlich der älteste Messkelch der Welt, sowie das Verbrüderungsbuch von St. Peter, stammen aus Virgils Zeit. Mit viel Geschick zentralisierte er das zerstreute Bistum mittels Tauschgeschäften.
Virgilius von Salzburg übte das Bischofsamt fast 40 Jahre lang aus und verstarb am 27. November 784. Erst im Jahr 1233 wurde er heiliggesprochen. Seine letzte Ruhestätte fand er 1288 in dem von ihm erbauten Salzburger Dom. Sein Attribut ist die Lilie, die aus seinem Herzen wächst oder das Modell des Salzburger Doms. Die Diözesen Salzburg und Graz-Seckau, als auch Gebärende und Kinder stehen unter seinem Patronat. Auch in Glaubensnöten wird er bevorzugt angerufen.



Querhaus und Hochaltar

Stiftskirche der Benediktiner St. Peter und Festung Hohensalzburg

Dienstag, 24. September 2013

Rupert und Virgil


Rupert, Bischof und Glaubensbote. Rupert entstammte dem rheinfränkischen Grafengeschlecht der Rupertiner. Er war wohl schon in Worms Bischof gewesen, um 700 kam er nach Bayern. In den Ruinen der alten Römerstadt Juvavum an der Salzach gründete er das Kloster Sankt Peter sowie ein Frauenkloster auf dem Nonnberg, das seine Nichte Erentrud als Äbtissin leitete. Von Sankt Peter aus entfaltete Rupert als Abtbischof ohne festen Diözesanbereich eine segensreiche Tätigkeit als Glaubensbote. Er gründete Seekirchen am Wallersee und die Maximilianszelle in Bischofshofen im Pongau. Rupert starb am 27. März um 720. Am 24. September 774 wurden seine Gebeine in den von Bischof Virgil erbauten Dom überführt. Der hl. Rupert wird dargestellt in bischöflichen Gewändern mit Salzkübel und Buch.

Virgil, Bischof und Glaubensbote. Virgil stammte aus Irland und kam auf Empfehlung Pippins des Jüngeren 743 zu Herzog Odilo von Bayern, der ihm die Verwaltung des Bistums Salzburg übertrug. Virgil leitete seine Diözese als Abt von Sankt Peter, die Weihehandlungen ließ er durch einen irischen Mönchbischof vornehmen. Durch seine Lehren von der Kugelgestalt der Erde sowie durch die unkanonische Bistumsverwaltung geriet Virgil in Gegensatz zu Bonifatius, konnte sich aber trotz eines päpstlichen Entscheids im Amt halten.
Nach dem Tod des Bonifatius ließ sich Virgil um 755 zum Bischof weihen. Mit Hilfe des Chorbischofs Modestus wirkte er nun erfolgreich für die Bekehrung der Bewohner des von Herzog Tassilo eroberten Karantanien. Die Verbindung mit Irland hielt er aufrecht und trat für sein Stift Sankt Peter in Gebetsverbrüderung mit dem Kloster Iona. Virgil starb am 27. November 784 und wurde in dem von ihm erbauten Salzburger Dom beigesetzt. Virgil wird dargestellt in bischöflicher Pontifikalkleidung mit Kirchenmodell, auch mit Geldschlüssel und Erdkugel. Rupert und Virgil sind die Landes-, Diözesan- und Stadtpatrone von Salzburg.

(aus dem Martyrologium Sancrucense)

Petrusaltar des Gurker Doms, links der hl. Virgil, rechts der hl. Rupert

Vor die seitlichen zwei Muschelnischen sind die Statuen der Hll. Virgil und Rupert gestellt, darüber tragen zwei Kopfkonsolen über einem Kämpfer den Sprenggiebelteil, auf dem Statuen der Apostel Petrus und Paulus aufruhen. Über dem Altarbild halten zwei Putten das Schweißtuch der Veronika. Im Altarbild ist das Martyrium des Apostels Petrus dargestellt, darüber ein Fresko (Bild unten) mit der Schlüsselübergabe an Petrus (aus dem Kirchenführer)

Hl. Virgil, Gurker Dom

Inschrift: Petrus, liebst du mich? Herr, du weißt alles, du weißt, dass ich dich liebe. Weide meine Schafe!

Schlüsselübergabe an Petrus, Fresko über dem Petrusaltar, Gurker Dom



Neben Handel und Kultur hat diese Stadt (Salzburg) von Anfang an noch einen dritten Pfeiler ihres eigen Lebens gehabt, den katholischen Glauben. Die Türme der Stadt, die Kapellen und Klöster auf den Höhen, die Kreuze an den Wegen, sie sind unübersehbare Zeugen dafür. Sie erinnern uns an eure Diözesanpatrone Rupert und Virgil, die beiden Gründerbischöfe, denen die heilige Äbtissin Erentrud hinzugefügt werden muß. Bekannt ist, daß von hier aus eine kraftvolle Missionierung nach Osten und Südosten gegangen ist. So ist das Salz, das eurer Stadt und ihrem Umland den Namen gegeben hat, immer auch das ”Salz der Erde“, im Sinne des Evangeliums  gewesen, das von hier weite Teile des Abendlandes durchdrungen hat. (......)

Auch die Geschichte diese Stadt bezeugt die ewige Sehnsucht des Menschen nach Wahrheit, nach dem Guten, nach dem Schönen. Zugleich aber erhoben sich auch hier immer wieder die Fragen nach dem, was aus diesem irdischen Leben für die Ewigkeit bleibt. Mit Pilatus haben sich auch eure Vorfahren zuweilen skeptisch gefragt: ”Was ist Wahrheit?“. Und damals wie heute hat die Kirche den Menschen die Antwort Jesu vermittelt, der von sich sagt: ”Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“. 

So haben sich die Christen hier im Dom und in den vielen Kirchen eures Landes über ein Jahrtausend hin die Kraft zum Leben bei Christus geholt. An seinem Wort haben sie ihre Wege orientiert. An den Angelpunkten ihres Lebens haben, sie in den Sakramenten der Kirche die bergende Hand Gottes ergriffen: wenn neues Leben die Augen aufschlug; wenn zwei Menschen im Ehebund ihr Geschick zusammenfügten zu lebenslanger Treue; wenn Bischöfe und Priester geweiht wurden zu Hirten des Volkes Gottes und authentischen Zeugen der Frohen Botschaft; wenn ein Leben auf dem Sterbebett zu Ende ging. Immer dann zeigten sich eure Kirchen wahrhaft als ”Haus Gottes und Tor des Himmels“. 

Aber auch heute gehen bei euch noch viele Menschen – bewußt oder unbewußt – den Weg Christi und lassen sich von seiner Wahrheit prägen. Sie formen die eigentliche, die innere Geschichte eures Landes. Zu ihnen gehören die Heiligen, die unter uns wohnen, ohne daß wir es ahnen, die wie eine reine, klare Quelle in ihrer Umwelt wirken. Dazu gehören die vielen, die täglich zuverlässig für die Mitmenschen wirken in Familie und Nachbarschaft, in Pfarrei und Bürgergemeinde, in Krankenhäusern und Altersheimen, im privaten und im öffentlichen Leben. Ich denke auch an die Eheleute, die sich trotz vieler Widerstände, mühen, in Frieden zusammenzuleben und dem Geheimnis neuen Lebens in ihren Kindern Raum und Schutz zu geben. Gemeint sind auch all jene mit einem festen und reifen Gottesglauben, die es anderen leichter machen, über Schicksalsschläge und Versuchungen zur Verzweiflung hinwegzukommen. Durch solche Menschen und noch viele andere wächst unter uns das Reich Gottes heran, das Reich der Gerechtigkeit und der Wahrheit, das Reich der Treue und der Liebe

(aus der Predigt von Johannes Paul II. anlässlich seines Pastoralbesuchs in Salzburg am 26.6.1988)


Heiliger Rupert, du Gründer der Kirche von Salzburg, bitte für uns

Heiliger Virgil, du Hirte voll Eifer und Gelehrsamkeit, bitte für uns



Heilige Erentrud, du Erzieherin der Jugend, bitte für uns