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Mittwoch, 3. Mai 2023

Herr, zeig uns den Vater

Christus mit den Evangelisten und den Aposteln, Deckenmalerei, Salisbury Cathedral

PHILIPPUS

Apostel, Märtyrer
Namensdeutung: Pferdefreund (griech.)
Namenstage: Philipp, Philippe, Phil, Filippo, Felipe, weibl.: Philippa, Philippine, Phillis
Gedenktag: 3. Mai

Lebensdaten: geboren in Betsaida, heute Syrien, gestorben 81 in Skythien, heutige Ukraine

Lebensgeschichte: Philippus war ein Jünger Johannes’ des Täufers, bevor ihn Jesus in seine Nachfolge berief. Im Johannesevangelium führt er Nathanaël dem Jüngerkreis zu und wird vor dem Wunder der Brotvermehrung von Jesus auf die Probe gestellt.

Neben seinem ohnehin griechischen Vornamen unterstreicht das Evangelium seine hellenistische Kultur: Griechen, die Jesus sehen wollen, richten ihre Bitte ausdrücklich an ihn.

Beim Letzten Abendmahl offenbart er sein völliges Unverständnis, als er Jesus bittet: „Herr, zeig uns den Vater.“ Jesus antwortet ihm: „Schon so lange bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus?“

Der Überlieferung nach wirkte Philippus 20 Jahre lang als Glaubensbote in Skythien. Eine Legende inszeniert ihn als Drachenbändiger und Zerstörer von Götzenbildern des Mars. Zeugnisse von frühchristlichen Autoren wie Eusebius von Cäsarea, Papias von Hierapolis und Clemens von Alexandrien, denen nach er mit seinen prophetisch begabten und wundertätigen Töchtern in Hierapolis lebte, gehen auf eine Verwechslung mit Philippus dem Evangelisten (siehe Apg 21,8) zurück.

Philippus starb als Märtyrer am Kreuz.

Verehrung: Philippus’ Reliquien kamen über Konstantinopel nach Rom und werden in der Basilika SS. Dodici Apostoli verehrt. Weitere Reliquien befinden sich in Andechs, Altötting, Köln und Paris.

Darstellung: als Apostel mit Kreuz, Buch und Geißel, oder mit Brotlaib, als Drachentöter

Patron: von Speyer, Brabant und Luxemburg, der Walker, Gerber, Hutmacher, Krämer und Konditoren

(bistumaugsburg)

Heilige Apostel Philippus und Jakobus, bittet für uns!

Dienstag, 3. Mai 2016

Philippus und Jakobus der Jüngere

Santi Dodici Apostoli, Rom

sind HIER begraben.

Der Gute Hirte, Wandmalerei in der Krypta über dem Marmorsarkophag der Apostel Philippus und Jakobus
Santi Dodici Apostoli, Rom

Sonntag, 3. Mai 2015

Am Grab der Apostel Philippus und Jakobus

Basilika der zwölf Apostel, Santi Apostoli, Rom




Philippus, Apostel. Philippus stammte aus Bethsaida und war zuerst Jünger des Täufers Johannes. In Bethsaida berief ihn Jesus zur Nachfolge, und Philippus führte dann Nathanael als weiteren Jünger in den Kreis um Jesus ein (Joh 1, 43 – 49). Vor der Speisung der Fünftausend stellt Jesus ihn auf die Probe (Joh 6,5-7). Griechen, die Jesus zu sehen wünschten, wandten sich an Philippus (Joh 12,21-22). Er nahm am letzten Abendmahl teil und wurde dabei von Jesus gerügt, weil er dessen Sendung offenbar noch immer nicht verstanden hatte (Joh 14,8f.). Über das Lebensende des Philippus fehlen sichere Nachrichten, der Legende nach erlitt er in Skythien, das in der heutigen Ukraine liegt, das Martyrium durch Kreuzigung.
Seine Reliquien kamen über Konstantinopel nach Rom und befinden sich heute in der Basilika der Zwölf Apostel. Die Kunst hat mit Vorliebe den Kreuzestod des Philippus dargestellt.



Jakobus der Jüngere, Apostel. Jakobus war der Sohn des Alphäus bzw. Klopas und jener Maria, die der Kreuzigung Jesu beiwohnte (Mk 15,40). Sein Beiname „der Kleine“ (Mk 15,40) ist wohl ein Hinweis auf seine Statur (ferner Mk 15,47 und 16,1). Er war der älteste der vier sogenannten „Herrenbrüder“ Joses, Judas und Simon als der Älteste genannt (Mk 6,3; Mt 13,55). Wie die übrige Verwandtschaft stand er offenbar dem öffentlichen Wirken Jesu lange Zeit ziemlich verständnislos gegenüber (Mk 3,21 und 31; Mk 6,4; Mk 21,31-35; Joh 7,3-10). Erst die im 1. Korintherbrief bezeugte Oster-Epiphanie (1 Kor 15,7) hat Jakobus zum Glauben gebracht (Apg 1,14). Fortan besaß er als Verwandter Jesu und Osterzeuge innerhalb der Gemeinde von Jerusalem besondere Autorität. Paulus nennt ihn als eine der drei Säulen der Urgemeinde neben Kephas und Johannes. Auf dem Apostelkonzil (Apg 15) gestand Jakobus schließlich den Heidenchristen die Freiheit von der Last des Gesetzes zu (Apg 15,19 und 28f; Gal 2,1-10). Nach dem Weggang des Petrus nach Rom war Jakobus
Bischof von Jerusalem, Paulus besuchte ihn auf seiner dritte Missionsreise, um die Kollekte aus der Heidenmission abzuliefern (Apg 21,18-26; Röm 15,30-32). Als untadeliger Judenchrist erhielt Jakobus den Ehrennamen „der Gerechte“. Josephus Flavius berichtet glaubwürdig, dass der Hohepriester Ananos II. den Jakobus um 61 steinigen ließ (Ant XX, 199f). Das Haupt des Jakobus des Jüngeren wird in Ancona verehrt, sein Attribut ist die Keule.
(Martyrologium Sancrucense)


Fresko d. Gewölbes im Mittelschiff, Triumpf d. Franziskanerordens, 1707


Das größte Altargemälde der Stadt zeigt das das Martyrium der Apostel.

Confessio mit den Reliquien der Apostel Philippus und Jakobus

Reliquien der Apostel Philippus u. Jakobus in einem Mamorsarkophag




Wandmalereien stammen aus dem 19. Jh.

Als Jesus aufblickte und sah, daß so viele Menschen zu ihm kamen, fragte er Philippus: Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese Leute zu essen haben? Das sagte er aber nur, um ihn auf die Probe zu stellen, denn er wußte, was er tun wollte. Philippus antworte ihm: Brot für zweihundert Denare reicht nicht aus, wenn jeder von ihnen auch nur ein kleines Stück bekommen soll. (Joh 6,5-7)