Posts mit dem Label Zisterzienser werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Zisterzienser werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 20. August 2026

Umarmt durch den Gekreuzigten (Bernhard von Clairvaux)

Der heilige Bernhard von Clairvaux zeigte während seines Aufenthalts in Wertheim auf seiner Pilgerreise eines Tages nach einer Wildnis des Taubertals und sprach: „Auch dort wird ein Kloster meines Ordens gegründet werden.“ Noch zu seinen Lebzeiten ging diese Weissagung des berühmten Abtes in Erfüllung, weil einige fränkische Edelleute beschlossen hatten, ein Zisterzienserkloster zu stiften. Als sie hierfür im stillen Taubertal einen geeigneten Platz suchten, erhoben sich plötzlich aus jener Gegend drei weiße Lerchen, ihr Morgenlied zwitschernd. Die Stifter erblickten hierin einen Fingerzeig Gottes und bauten an der so bezeichneten Stelle die Abtei Bronnbach. In das Wappen derselben wurde eine der Lerchen aufgenommen. Sie ruht auf den Händen des Jesuskindes, das auf dem Schoß seiner Mutter sitzt.
(Quelle)

ehemalige Zisterziensterabteikirche Bronnbach Mariä Himmelfahrt

links Judas Thaddäusaltar, rechts Bronnbacher Amplexus Bernhardsaltar

Der Bronnbacher Amplexusaltar zeigt den heiligen Bernhard von Clairvaux, wie er kniend den gekreuzigten Christus anbetet. Bernhards Devotion findet Antwort in der Umarmung durch den Gekreuzigten. Christus hat seine Arme vom Querholz gelöst, beugt sich vom Kreuz herab und zieht den Betenden an sich. Bernhard nimmt die Geste auf, öffnet die Arme, um den Herrn zu empfangen. 

Der Bronnbacher Altar ist ungewöhnlich: Christus und Bernhard umarmen sich tatsächlich körperlich, während bei anderen fränkischen Amplexus-Darstellungen Christus sich lediglich vom Kreuz herabbeugt.


Dom Menardus, einst Abt von Mores, Tochterkloster von Clairvaux, ein tiefgläubiger Mann, erzählte seinen Mitbrüdern eine wunderhafte Begebenheit gleichsam wie über einen anderen; wir aber glauben, dass sie ihm selbst widerfahren ist.
Er berichtete Folgendes: Ich kenne einen Mönch, der einmal den seligen Abt Bernhard in der Kirche allein betend fand. Während er hingestreckt vor dem Altar lag, erschien ihm dort ein Kreuz mit seinem Gekreuzigten (crux cum suo crucifixo), das vor ihm über dem Boden aufgerichtet war, welches der hochselige Mann mit größter Andacht anbetete und küsste.
Da löste die Herrlichkeit selbst (ipsa maiestas) ihre Arme von den Enden des Kreuzes und schien den Knecht Gottes zu umarmen und an sich zu ziehen (videbatur Dei famulum amplecti atque astringere sibi). 

Erst schaute der Mönch eine Weile zu, starr vor großem Staunen und wie außer sich. Er fürchtete aber,
den heiligen Vater zu verletzten, wenn er ihn wie einen Beobachter seiner Geheimnisse in nächster Nähe lauern sähe. So zog er sich schweigend zurück, denn er erkannte und verspürte von diesem Heiligen, dass sein ganzes Beten und Leben wahrhaft über dem Menschen stehe.
Vision Bernhards in: Conrad von Eberbach, Gründungsgeschichte des Zisterzienserordens, zit. Geist und Leben 81/2 (2008), 140.


Wunderbar, Herr Jesus,
ist Dein Leiden,
das die Leiden von uns allen
abgewehrt hat,
das sich allen unseren Schlechtigkeiten
gnädig zeigte
und gegen keine Seuche,
die uns jemals befallen könnte,
unwirksam erscheint.
Was ist denn so des Todes würdig,
dass es nicht durch Deinen Tod
getilgt würde?


Traugott Ohse, Voll Güte bist du, Herr, Beten mit Bernhard von Clairvaux


Blick vom Kreuzgang auf die Klosterkirche


Orangerie

Kanzelfigur im Neuberger Münster, für vollkommen darf gelten, 2025

Figur am Eingang der Stiftskirche Rhein, Süß ists o Jesus denken dein, 2021

Bernhard und Maria in der Stiftskirche Schlierbach, B16, 21.10.2009, 2019

Bernhardsaltar in der Stiftskirche Rein, monstra esse matrem 

Amplexus in der Zisterzienserabtei Zirc, 2018

Bernhard feiert die Hl. Messe und hilft Armen Seelen, Tre Fontane, Rom, 2017 

Bernhard in Clairvaux, 2017 

Barocker Bilderzyklus im Heiligenkreuzer Kreuzgang, 2016

Bernhardsaltar in der Heiligenkreuzer Stiftskirche, zum zweiten, handle nun Herr, 2015

Bernhardsaltar in in der Heiligenkreuzer Stiftskirche, zum ersten, 2014 mit Bernhard und Benediktstatue im Eingang der Kirche

Montag, 15. Dezember 2025

Janos Brenner in der Kreuzkirche in Heiligenkreuz

 

Dreifaltigkeitsbild mit (zisterziensischen) Heiligen, Kreuzkirche in Heiligenkreuz

Im Zentrum der gesamten Bildkomposition steht der Tabernakel, der das Allerheiligste in
sich birgt. Über ihm die ausgestellte Kreuzreliquie, direkt unter der Herzenswunde des Gekreuzigten. Die Türen des Tabernakels sind wie ein Zugang zur ganzen Komposition des Wiener Künstlers Clemens Maria Fuchs. Sie zeigen den Pelikan, der seine Jungen mit dem eigenen Herzblut nährt. Eingerahmt wird der Tabernakel von den Personen, die uns in das größte Mysterium der Liebe Gottes einführen:

Oben die Dreifaltigkeit, deren Lichtquelle das ganze Bild durchströmt. In der Mitte ist der Gekreuzigte und Auferstandene im Gestus seiner Hingabe. Er wird gehalten vom Vater, der seinen Sohn für uns geopfert hat.
Der Geist des Vaters und des Sohnes in Gestalt der Taube überflutet das Antlitz der Gottesmutter Maria, die unter dem Kreuz steht und auf die die Hand des Sohnes weist. Ihre Linke berührt den Sohn und weist darauf hin, dass sie dem Geheimnis der Erlösung ganz nahe ist.
Maria hält ihre rechte Hand segnend über den Schleier der sel. Sr. Maria Gabriella Sagheddu, die im Rosenregen des Heiligen Geistes, der die Gnade (Liebe und Reinheit) symbolisiert, im schützenden Mantel der Muttergottes ruht, bekleidet mit der weißen Kukulle einer Zisterzienserin der strengen Observanz. In der Rechten hält sie den Rosenkranz und mit der Linken greift sie an ihr Herz als Zeichen ihrer Hingabe an den Willen Gottes, ihr Leben für die Einheit der Kirche einzusetzen: So wurde ihr Leiden
verwandelt in Fruchtbarkeit für die ganze Welt, welche symbolisiert ist durch die Erdkugel, die vom Kreuz gekrönt ist. Davor ist die Enzyklika Ut unum sint, in der die Selige als „Patronin der Einheit“ öffentlich deklariert wird.

Im Zentrum des ganzen Bildes ist die Herzenswunde Jesu Christi. Sie ist geöffnet, damit auch wir aus den Quellen des Heilands freudig schöpfen. Der Engel im linken oberen Eck zeigt uns, wie Gott durch seine Boten einlädt, diesen marianischen Geist der Hingabe zu leben, der in Jesu Opfer seinen
Höhepunkt hat.
Die rechte Seite des Bildes weist hin auf das unblutige Martyrium des Johannes, der unmittelbar unter der durchbohrten Hand des Gekreuzigten steht und uns zuruft: Der, der es gesehen hat, hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr. Und er weiß, dass er Wahres berichtet, damit auch ihr glaubt. (Joh 19,35). Der Engel darüber trägt die Hl. Nägel, die Marterwerkzeuge, die zusammen mit der Dornenkrone vom Engel gehalten werden und zum Zeugnis für Jesus Christus auffordern. Es ist die einladende Hand des Jüngers, den Jesus liebte, die nicht nur auf ihn hinweist, sondern auch auf die Hand des Vaters und auf das
Wirken des Hl. Geistes: Wir sollen gemeinsam mit Johannes den Vater anbeten im Geist und in der Wahrheit.

Ganz von diesem Licht durchdrungen strahlt das Antlitz des sel. P. Anastasz János Brenner, des jungen Märtyrers und Zisterziensers, der 1957 sein Leben als Märtyrer der Eucharistie in der Nähe von St. Gotthard (Ungarn) unter dem kommunistischen Regime hingegeben hat. Er ist ebenfalls bekleidet mit der weißen Kukulle der Zisterzienser, die er selber öffentlich nie tragen durfte, weil es von den Machthabern
verboten wurde, die feierliche Profess abzulegen. Bis in den Tod hinein bezeugte er aber seine Liebe und seine Zugehörigkeit zu unserem Orden. (Quelle)

Der Reliquienschrein des Märtyrers Janos Brenner in der Kathedrale Steinamanger 

Kreuzkirche in Heiligenkreuz
Bilder von Clemens Maria Fuchs (Interview des Pfarrers mit Fuchs)

Mittwoch, 20. August 2025

Für vollkommen darf gelten....

Bernhard von Clairvaux auf der Kanzel im Neuberger Münster

links die Kanzel mit dem hl. Bernhard

Für vollkommen darf gelten, wer diese drei Dinge zu verbinden weiß:
über sich selbst seufzen,
sich in Gott freuen
und dem Nächsten dienen.

Bernhard von Clairvaux

Neuberger Münster

Freitag, 20. November 2020

Mechthild von Hackeborn

 

 

Mechthild von Hackeborn, Zisterzienserin in Helfta und Mystikerin. Mechthild wurde 1241 aus dem Geschlecht der Edlen von Hackeborn geboren. Unter Leitung ihrer leiblichen Schwester Gertrud, die Äbtissin von Helfta war, erhielt Mechthild eine sorgfältige Ausbil-dung, übernahm die Klosterschule und wurde Vorsängerin im Chor. Sie ist nicht mit Mechthild von Magdeburg zu verwechseln, der dritten der drei großen Mystikerinnen von Helfta, die zur selben Zeit im Kloster lebte. Die mystischen Erlebnisse Mechthilds wurden zunächst ohne ihr Wissen aufgezeichnet. Nach ihr sollen Liebe und Lob Gottes durch die Benutzung aller Sinne zu Gott hin geschehen. Durch Gebete und Übungen wirkte sie nach-haltig auf die Entwicklung der Herz-Jesu-Verehrung. Mechthild starb am 19. November 1299. Sie wird im Zisterzienserinnenhabit mit Herz, Buch und Taube dargestellt. Ihr Gedenktag ist der 20. November.

(vgl. Martyrologium Sancrucensis)


Das Fenster trägt die Inschrift Mechthild, aber Krone, Korb und Brot
deuten eher auf die hl. Elisabeth von Thüringen hin. Was meint ihr?

Dienstag, 17. November 2020

Gertrud von Helfta

 

rechts vermutlich Gertrud von Helfta, Stift Schlierbach, Oberösterreich

Hl. Luitgard von Tongern (+ 1246)in der Mitte, die vom Arm Jesu umfasst wird, der ihn vom Kreuz gelöst hat, ist eindeutig. Die zweite Zisterzienserin rechts könnte die hl. Gertrud von Helfta (+ 1302) sein, die auch mit einem Äbtissinnenstab dargestellt wird, da sie oft mit der damaligen Äbtissin von Helfta, Gertrud von Hackeborn, identifiziert wurde. Eine weitere Äbtissin mit Stab setzt sich durch die schwarze Kleidung ab. Als zeitgemäße Mystikerin käme die hl. Hildegard von Bingen (+ 1179) in Frage.

(aus: P. Ludwig Keplinger, Ikonographie der Schlierbacher Stiftskirche)

 
Ordensfrau, Mystikerin
Namensdeutung: Speerzauber (germanisch)
Namenstage: Gertrud, Gertrudis, Gertraud, Gesa, Gesine, Gerrie, Gerti, Geesche, Traudel, Trude
Gedenktag: 17. November

Lebensdaten: geboren am 6. Januar 1256, gestorben am 17. November 1302 im Kloster Helfta bei Eisleben

Lebensgeschichte: Gertrud, über deren Herkunft offenbar Stillschweigen herrschte, kam mit fünf Jahren ins Zisterzienserinnenkloster Helfta. Gefördert durch ihre Äbtissin Gertrud und besonders durch ihre ältere Mitschwester Mechthild von Hackeborn erhielt sie eine außergewöhnlich gute Ausbildung in den Freien Künsten sowie in Theologie und war mit den maßgeblichen geistlichen Autoren vertraut. Ab 1270 lebte auch die Mystikerin Mechthild von Magdeburg im Helftaer Konvent.
Am 27. Januar 1281 erfuhr Gertrud ihre erste große Christusvision und verwandelte sich von der „Buchgelehrten“ in eine „Gottesgelehrte“. Sie verfasste Erbauungsbücher mit Auszügen mystischer Autoren und hielt ab 1289 ihre eigenen Schauungen im Gesandten der göttlichen Liebe fest. Darin schilderte sie mit Worten der Heiligen Schrift und der Liturgie und gestützt auf die geistliche Literatur, wie Christus in den Sakramenten der Kirche lebt und wirkt. Sie verkündete besonders das liebende Herz des Erlösers, mit dem das Innerste des Erlösten einen Dialog führt und mit dem es sich wie mit einem Bräutigam vermählt. Gertrud, die bei ihren Arbeiten von ihren Mitschwestern unterstützt und von vielen Menschen als Ratgeberin aufgesucht wurde, starb mit 46 Jahren im Kloster Helfta.

Verehrung: Obwohl sie erst 1678 in den Heiligenkalender aufgenommen wurde, galt Gertrud bereits im 15. Jahrhundert als Krone der deutschsprachigen Mystik und erhielt von Papst Benedikt XIV. den Beinamen „die Große“. Ihre Verehrung wurde 1739 auf die ganze Kirche ausgedehnt. Ab dem 16. Jahrhundert verbreitete sich Gertruds Gesandter als veritabler Bestseller und gegenreformatorisches Heilmittel in die ganze Welt. Nachdem sich der spanische König Philipp II. 1598 auf dem Totenbett daraus vorlesen ließ, wuchs ihre Verehrung vermehrt im spanischsprachigen Raum, weswegen sie schließlich auf Bitten des Königs Philipp IV. zur Patronin der Westindischen Inseln (Antillen) erklärt wurde und ihr Kult auf ganz Lateinamerika überschwappte. Peru begeht den Festtag der Landespatronin besonders festlich.

Darstellung: mit Jesuskind im Herzen und Spruchband „Ihr findet mich im Herzen Gertruds“, häufig auch als Äbtissin

Patronin: von Peru, der Antillen, von Tarragona/Spanien und des Bistums Magdeburg

(Bistum Augsburg) 

 

Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Acislus und der seligen Salome von Krakau.

Hochaltarbild Franz Werner Tamm, Aufnahme Mariens, darüber der Auferstandene, der ihr
entgegeneilt, Klosterkirche Schlierbach

Dienstag, 20. August 2019

Bernhard von Clairvaux und Maria

der hl. Bernard und Maria, Zisterzienserkloster Schlierbach


In einer anderen berühmten Predigt zum Sonntag in der Oktav von Christi Himmelfahrt beschreibt der heilige Abt mit leidenschaftlichen Worten die innige Teilhabe Mariens am Erlösungsopfer des Sohnes. „O heilige Mutter – ruft er aus – in Wahrheit hat ein Schwert deine Seele durchbohrt! ... Die Gewalt des Schmerzes hat deine Seele so sehr durchdrungen, dass wir dich zurecht mehr als eine Märtyrerin nennen dürfen, da in dir die Teilhabe am Leiden des Sohnes in ihrer Stärke bei weitem über die leiblichen Leiden des Martyriums hinausgegangen sind“ (14: PL 183,437-438). Bernhard hat keine Zweifel: „per Mariam ad Iesum“, durch Maria werden wir zu Jesus geführt. Er bestätigt mit Klarheit,entsprechend den Grundlagen der traditionellen Mariologie, die Subordination Mariens unter Jesus. Aber der Corpus der Predigt dokumentiert auch den bevorzugten Platz der Jungfrau in der Heilsökonomie infolge der so besonderen Teilhabe der Mutter (compassio) am Opfer des Sohnes. Nicht umsonst wird Dante Alighieri eineinhalb Jahrhunderte nach Bernhards Tod im letzten Buch der „Göttlichen Komödie“ auf die Lippen des „Honigfließenden Lehrers“ das hehre Gebet zu Maria legen: „O Jungfrau Mutter, Tochter deines Sohnes / Demütigste und höchste der Erschaffnen / vorherbestimmtes Ziel vom ew’gen Ratschluss,...“ („Vergine Madre, figlia del tuo Figlio,/umile ed alta più che creatura,/termine fisso d’eterno consiglio, … “; Paradies 33, V. 1ff.)

Diese Gedanken, die kennzeichnend sind für einen Mann wie den heiligen Bernhard, der in Jesus und Maria verliebt ist, stellen noch heute auf gesunde Weise nicht nur für die Theologen, sondern für alle Gläubigen eine Provokation dar. Manchmal wird der Anspruch erhoben, die grundlegenden Fragen zu Gott, dem Menschen und der Welt allein mit den Kräften der Vernunft zu lösen. Der heilige Bernhard hingegen ruft uns, auf dem festen Boden der Bibel und der Kirchenväter stehend, in Erinnerung, dass unser Nachdenken über die göttlichen Geheimnisse ohne einen tiefen Glauben an Gott, der von Gebet und Kontemplation genährt ist, Gefahr läuft, zu einer leeren intellektuellen Übung zu werden und seine Glaubwürdigkeit einzubüßen. Die Theologie verweist auf die „Wissenschaft der Heiligen“, auf deren Sicht der Geheimnisse des lebendigen Gottes, auf ihre Weisheit, Geschenk Gottes, die zum Bezugspunkt für das theologische Denken werden. Zusammen mit Bernhard von Clairveaux müssen auch wir anerkennen, dass der Mensch Gott „mit dem Gebet besser suchen und leichter finden kann als mit der Diskussion“. Schließlich bleibt die wahrste Gestalt des Theologen und eines jeden, der den Menschen das Evangelium bringt, die Gestalt des Apostels Johannes, der sein Haupt an das Herz des Meisters gelegt hat.

Ich möchte diese Gedanken zum heiligen Bernhard mit dem Gebet zu Maria abschließen, das wir in einer seiner schönen Homilien lesen: „In den Gefahren, in den Ängsten, in den Ungewissheiten – so sagt er –: Denke an Maria, bete zu Maria. Sie stehe nie deinen Lippen fern, nie deinem Herzen; und damit du die Hilfe ihres Gebetes erlangen kannst, vergiss nie das Beispiel ihres Lebens. Wenn du ihr folgst, kannst du nicht vom Weg abkommen; wenn du zu ihr betest, kannst du nicht verzweifeln; wenn sie dich führt, wirst du nicht müde; wenn sie dir gewogen ist, wirst du ans Ziel kommen...“ (Hom. II super „Missus est”, 17: PL 183, 70-71).
(aus der Generalaudienz von Papst Benedikt XVI., 21.10.2009)
 

O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria

Stiftskirche Schlierbach