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Donnerstag, 7. Januar 2021

Die Liegefigur am Grab des hl. Raimund von Penyafort

 

Raimund von Penyafort, Kathethrale von Barcelona

 Ordensgeneral

Namensdeutung: Rat und Schutz (germ.-althochdt.)
Namenstage: Raimund, Raymund, Raymond, Ray, Ramón, weibl.: Raimunda, Ramona
Gedenktag: 7. Januar

Lebensdaten: geboren um 1175 auf Schloss Peñafort bei Barcelona, gestorben am 6. Januar 1275 in Barcelona

Lebensgeschichte und Bedeutung: Der hochadlige Raimund war mit den Grafen von Barcelona und den Königen von Aragon verwandt und wurde nach Studien in Barcelona und Bologna zu einem der angesehensten Rechtsgelehrten, dessen Lehrbücher in ganz Europa gelesen wurden.
Nach einer Begegnung mit den Predigerbrüdern des neugegründeten Dominikanerordens schloss er sich diesen 1222 an und brachte seine juristischen Kenntnisse sofort in die Verfassung des Mercedarierordens sowie in die Ordensausbildung ein. 1230 berief ihn Papst Gregor IX. nach Rom, wo er Raimund die Gesamtheit der kirchlichen Gesetzestexte überarbeiten ließ und das vollendete Werk zum alleingültigen erklärte. Auf Raimunds Anregung soll auch die Summa Theologica des hl. Thomas von Aquin zurückgehen. 1238 wurde er der dritte Ordensgeneral der Dominikaner und unterzog in seiner dreijährigen Amtszeit die Ordensregeln ebenfalls einer strengen Prüfung. Unter seinen zahlreichen Schriften waren besonders seine Anweisungen für Beichtväter einflussreich. Zur Bekehrung der Juden und Muslime führte er im Orden das Erlernen orientalischer Sprachen ein.
Raimund lehnte den Bischofsstuhl von Tarragona ab und wirkte als Beichtvater des Königs Jakob I. von Aragon. Mit etwa 100 Jahren starb er am 6. Januar 1275 in Barcelona. 

Legende: Als Raimund sein königliches Beichtkind wegen dessen Lebenswandel tadelte, dieser aber nicht folgte, kündigte Raimund an, ihn zu verlassen. König Jakob I. verbot bei Todesstrafe, Raimund mit dem Schiff übers Meer zu fahren. Da legte dieser seinen Mantel aufs Wasser, machte das Kreuzzeichen darüber und segelte fort.

Verehrung: Raimund liegt in einer eigenen Kapelle der Kathedrale Santa Eulalia in Barcelona begraben und wird in Katalonien und im Dominikanerorden bis heute sehr verehrt. 1601 wurde er heiliggesprochen.

Darstellung: als Dominikanermönch lesend oder lehrend, auf seinem Mantel über das Meer gleitend

Patron: von Barcelona und der Kirchenrechtler, der Rechtsanwälte und Staatsanwälte

Heute gedenkt die Kirche des hl. Valentin von Meran

und des hl. Raimund von Penyafort
an seinem Grab in Barcelona
Glasfenster in St Dominic´s Priory Church in London


Montag, 7. Januar 2019

Am Grab des hl. Raimund von Penyafort

Altar mit Reliquienschrein des hl. Raimund von Penyafort, Kathedrale von Barcelona

Von Engeln umjubelt, zieht er in den Himmel ein.
Dort wird er den heiligen Lehrern zugezählt
und empfängt den ewigen Lohn für seine Jungfräulichkeit.
(Antiphon zur Laudes)

Raimund von Penyafort (Leben) und die Mantellegende



Namen zu nennen,
keinen zu vergessen,
der vor uns lebte
und der Stimme traute,
dich auch uns lockte:
Grund, dich zu besingen,
Heiliger Raimund.

Dir war gegeben,
deinen Weg zu gehen
und vielen Menschen
Aussicht zu eröffnen.
Was du einst sätest,
ist in Gott verborgen,
geht nicht verloren.

Der Väter Weisheit
wolltest du erforschen;
was große Denker
einst geschrieben hatten,
hast du gesammelt
und herausgegeben
und uns vermittelt.

Forscher und Lehrer,
Mensch mit reinem Herzen,
wohnst du für immer
in der Liebe Gottes,
darum verbunden
allen, die dich brauchen,
Schwestern und Brüdern.

Lob, Ruhm und Ehre
Gott, dem Herrn der Herren;
einer und einzig,
Liebe, Wort und Antwort;
der unsern Bruder 
Raimund angenommen,
wird auch uns retten. Amen.

(Hymnus zur Laudes,
Dominikanisches Proprium, 162f)

Samstag, 7. Januar 2017

Raimund von Penyafort

Hyazinth von Polen und Raymund von Penafort, St. Dominic´s Priory Church, London

Raimund von Peňafort, Ordensgeneral der Dominikaner. Raimund wurde um 1175 bei Barcelona geboren und studierte Rechtswissenschaft in Bologna. Er wurde 1220 Stiftsherr in Barcelona und verfasste 1222 die Statuten für den neuen Orden der Merzedarier. In selben Jahr trat er in den Dominikanerorden ein und entfaltete nun als Rechtsgelehrter und Schriftsteller eine bedeutende und umfangreiche Tätigkeit im Orden und an der römischen Kurie. Von 1238 bis 1240 nahm er als der dritter Ordensgeneral eine Neufassung der Konstitutionen des Dominikanerordens vor. Später betätigte er sich als unermüdlicher Prediger gegen die Mauren und rief Studienhäuser ins Leben, an denen die orientalischen Sprachen gelehrt werden sollten, um eine Grundlage für die Mission unter Moslems und Juden zu haben.
Raimund starb am 6. Jänner 1275 in Barcelona. Raimund von Peňafort wird dargestellt, wie er auf dem ausgebreiteten Mantel über das Meer fährt oder in einem Kahn sitzt, dessen Segel aus seinem Mantel gebildet wird.
(Martyrologium Sanrucense)






Von 1238 bis 1240 war Raimund von Penafort als zweiter Nachfolger des Hl. Ordensgründers Dominikus Ordensgeneral der Dominikaner. Er erarbeitete die Kodifizierung der Ordensregeln, die weitgehend bis zur Reform in der Zeit des II. Vatikanums in Kraft blieben. Nach knapp drei Jahren legte er 1242 sein Amt nieder und ging nach Barcelona, wo er zum Berater König Jakobs. I. von Aragon, genannt Eroberer (1213-1276), wurde.
In dieser Zeit spielt die sogenannte Mantel-Legende. Raimund tadelte den König wegen seines unsittlichen Lebenswandels und wollte seine Beraterdienste beenden. Beide befanden sich damals auf der Insel Mallorca. Raimund wollte aufs Festland zurückkehren, jedoch verbot der König jedem bei Androhung der Todesstrafe, Raimund dabei behilflich zu sein. So fand er kein Schiff, das ihn übersetze. Daraufhin nahm er seinen Ordensmantel und fuhr auf diesem über das Meer. Der König, beeindruckt von diesem Wunder, besserte fortan seinen Lebenswandel.
(Quelle) 

Barmherziger Gott, du hast dem heiligen Raimund die Kraft deiner Liebe geschenkt und ihn den Gefangenen als Helfer gesandt. Höre auf seine Fürsprache und befreie uns von der Gefangenschaft der Sünde, damit wir als wahrhaft freie Menschen das Gebot der Liebe erfüllen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.