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Sonntag, 27. September 2026

Gehorsam bis zum Tod, darum hat Gott ihn über alle erhöht

 

St Lawrence Jewry, London


Darum hat Gott ihn über alle erhöht.... 

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Philíppi 2

Schwestern und Brüder!
1 Wenn es eine Ermahnung in Christus gibt,
einen Zuspruch aus Liebe,
eine Gemeinschaft des Geistes,
ein Erbarmen und Mitgefühl,
2 dann macht meine Freude vollkommen,
dass ihr eines Sinnes seid,
einander in Liebe verbunden,
einmütig, einträchtig,
3 dass ihr nichts aus Streitsucht und nichts aus Prahlerei tut.
Sondern in Demut
schätze einer den andern höher ein als sich selbst.4Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl,
sondern auch auf das der anderen.
5 Seid untereinander so gesinnt,
wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht:
6 Er war Gott gleich,
hielt aber nicht daran fest, Gott gleich zu sein,
7 sondern er entäußerte sich
und wurde wie ein Sklave
und den Menschen gleich.
Sein Leben war das eines Menschen;
8 er erniedrigte sich
und war gehorsam bis zum Tod,
bis zum Tod am Kreuz.
9 Darum hat ihn Gott über alle erhöht
und ihm den Namen verliehen,
der größer ist als alle Namen,
10 damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde
ihr Knie beugen vor dem Namen Jesu
11und jeder Mund bekennt:
Jesus Christus ist der Herr
zur Ehre Gottes, des Vaters.
(2. Lesung vom 26. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A)


Er war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz

Samstag, 26. September 2026

Der ältest erhaltene Glaszyklus aus dem Leben von Kosmas und Damian (Goslar)

 

Marktkirche St. Kosmas und Damian, Goslar


Die Marktkirche St. Cosmas und Damian in Goslar beherbergt einen bedeutenden spätromanischen Fensterzyklus mit Szenen aus dem Leben der Hl. Cosmas und Damian. Es handelt sich um ein Meisterwerk der deutschen Glasmalerei und ist der älteste erhaltene Zyklus mit Darstellungen aus dem Leben der beiden Heiligen überhaupt. Die Fenster entstanden um das Jahr 1250.
Ursprünglich dürften sie sich in einem der beiden seitlichen Mittelfenster des ursprünglichen romanischen Chors befunden haben, der 1300 abgetragen wurde. Heute hängen die Fenster am Ort der ehemaligen romanischen Nordapsis. Sie zeigen maßgeblich das Martyrium der beiden Heiligen. (wiki)

Reliquienschrein der Heiligen Kosmas und Damian in der Münchener Jesuitenkirche, BistumAugsburg und Kontakion

Altar in der Kathedrale von Segovia, heiligenlexikon u. Gebet der Ostkirche

Flügelaußenseiten eines Altars im Kunsthistorischen Museum Wien

in der römischen Kirche Santi Cosma e Damiano 2 ausführlicher als 1

Relief am Sarkophag des hl. Matthias in St. Giustina in Padua 

Apsismosaik in Santi Cosma e Damiano 1 martyrol. sancru.




unten vlnr: Cosmas und Damian heilen Menschen und Tiere,
römischer Statthalter Lysias mit Götzenbild, Cosmas und Damian vor dem Statthalter

Mitte vlnr: einer der beiden Heiligen wird ins Meer geworfen,
Cosmas und Damian im Feuerofen, Steinigung von Cosmas und Damian

oben vlnr: Kreuzigung des einen Heiligen, Kreuzigung des anderen Heiligen
Cosmas und Damian werden mit Pfeilen beschossen

Leben der Heiligen Kosmas und Damian in der Marktkirche in Goslar


Donnerstag, 24. September 2026

Wie fotografiert man eine hinter Gittern verborgene Kirche (Rupertskirche)

am besten ausgiebig:


St. Ruprecht, Völkermarkt





Lazarus, komm heraus!








Thronender Christus als Weltenrichter, 1874, Alois Gapp

barocke Kanzel, nach 1700, mit den vier Evangelisten

dornengekrönter Herr, erbarme Dich unser

Heiliger Rupert, bitte für uns!
Attribut: Salzfass, Alois Gapp, um 1874

Heiliger Virgil mit Kirchenmodell, bitte für uns, w. o.

Kruzifix um 1510, Schmerzensmutter m. Schwert um 1815;
darunter Fegefeuerdarstellung

Seitenaltar des hl. Antonius Abbas, 20. Jh.

Heiliger Michael, bitte für uns!, 17, Jh.


links: Marienaltar mit Anna und Joachim, um 1750, 

Donnerstag, 17. September 2026

Hildegard schaut Gott in der Gestalt eines Mannes

 

links Hildegard von Bingen, rechts Birgitta von Schweden, Aachener Dom

"Ich sah einen Mann von solch hohem Wuchs, daß er von der obersten Höhe der Himmelswolken bis hinunter in die Abgründe reichte. So stand er da:
Von seinen Schultern ragte er über die Wolken hinaus in den strahlenden Äther. Von den Schultern abwärts bis zu den Hüften umschwebte ihn, unterhalb der erwähnten Wolkenschicht eine andere blendend weiße Wolke. Von den Hüften bis zu seinen Knien umspielte ihn die irdische Luft. Von den Knien bis zu seinen Waden befand er scih in der Region der Erde. Seine Füße schließlich tuachten in die Wasser des Abgrunds, jedoch so, daß er dabei noch über dem Abgrund stand.
So stand er, dem Osten zugewandt, und schaute nach Osten und Süden. Sein Antlitz aber strahlte von solcher Herrlichkeit, daß ich es nicht voll und ganz anzuschauen vermochte. Vor seinem Munde ballte sich eine blendend weiße Wolke zu einer Art Posaune zusammen; sie war erfüllt vom Klang einer geschwind aufbrausenden Musik. Jedesmal, wenn dieser Mann dort hineinblies, sandte sie drei Winde aus: Der eine trug eine Feuerwolke über sich, der andere eine Sturmwolke, der dritte eine Lichtwolke."


In der Feuerwolke schweben die allen Gotteswillen vollführenden "feurigen Lebewesen", die Engelsgeister. In der Sturmwolke warten die schon Seligen, drängend und fragend, auf den Anbruch der neuen Schöpfung, in welcher sie ihre endgültige Wohnung beziehen können. In der Lichtwolke kündigt sich der Sieg des Lichtes durch den Weibgeborenen, den Inkarnierten an. Zorn und Gericht über alle Bereiche des Bösen geht von diesem Mann aus:
"Und ich sah, wie der erwähnte Mann ein gezücktes Schwert mit drei Schneiden trug, das mit seinem Griff am hals des Mannes befestigt war und das wie zum Dreinschlagen hin und her geschwungen wurde. Und dieses Schwert sprach: Zorn des Zornes gegen den Norden (Bereich der Finsternis) trage ich in mir und gegen alles, was in ihm hauset. Wer könnte mich im Streit überwinden? Niemand!" 
(Eduard Gronau, Hildegard von Bingen, 317f) 
 
Marktbrunnen in Bingen, Litanei zur hl. Hildegard, 2025
 
Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Robert Bellarmin (hier an seinem Grab in Rom) 
 

 Dom St. Marien zu Aachen

Dienstag, 8. September 2026

Mariä Geburt (Papst Benedikt XVI. am 8.12.2012)

 

Fenster der Geburt Mariä, links Prophet Jesaja, rechts Jeremia,



ANSPRACHE DES HEILIGEN VATERS BENEDIKT XVI. AN DIE TEILNEHMER DES 23. INTERNATIONALEN MARIOLOGISCH-MARIANISCHEN KONGRESSES

Hof des Apostolischen Palastes von Castel Gandolfo, Samstag, 8. September 2012

Liebe Brüder und Schwestern,

mit großer Freude heiße ich Sie alle hier in Castel Gandolfo willkommen, gleichsam zum Abschluss des XXIII. Internationalen Mariologischen Marianischen Kongresses. Sehr passend beschäftigen Sie sich mit dem Thema: „Die Mariologie ausgehend vom Zweiten Vatikanischen Konzil. Rezeption, Bilanz und Perspektiven“, da wir uns anschicken, des 50. Jahrestages des Beginns jener großen Versammlung zu gedenken und ihn zu feiern, die am 11. Oktober 1962 eröffnet wurde.

Ich begrüße herzlich Kardinal Angelo Amato, Präfekt der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse und Präsident des Kongresses; Kardinal Gianfranco Ravasi, Präsident des Päpstlichen Rates für die Kultur und des Koordinierungsrates der Päpstlichen Akademien, ebenso den Präsidenten und die akademischen Autoritäten der Internationalen Marianischen Päpstlichen Akademie, denen mein Dank für die Organisation dieser wichtigen Veranstaltung gilt. Ich grüße die Bischöfe, Priester, Ordensmänner und Ordensfrauen, die Präsidenten und Vertreter der anwesenden mariologischen Gesellschaften, die Mariologieforscher und schließlich alle, die an den Arbeiten des Kongresses teilnehmen.

Der selige Johannes XXIII. wollte, dass das Ökumenische Zweite Vatikanische Konzil gerade am 11. Oktober eröffnet werde, am selben Tag, an dem im Jahr 431 das Konzil von Ephesus Maria als „Theotokos“, als Gottesgebärerin und Mutter Gottes, verkündet hatte (vgl. AAS 54, 1962, 67–68). Bei diesem Anlass begann er seine Ansprache mit bedeutungsvollen und programmatischen Worten:

„Die Mutter Kirche freut sich, weil durch ein besonderes Geschenk der göttlichen Vorsehung nun der so sehr ersehnte Tag angebrochen ist, an dem unter dem Schutz der Jungfrau und Gottesmutter, deren mütterliche Würde heute in festlicher Feier gedacht wird, hier am Grab des heiligen Petrus das Zweite Ökumenische Vatikanische Konzil feierlich seinen Anfang nimmt.“

Wie Sie wissen, wird am kommenden 11. Oktober zur Erinnerung an jenes außergewöhnliche Ereignis das Jahr des Glaubens feierlich eröffnet, das ich mit dem Motu proprio Porta fidei ausgerufen habe. Darin stelle ich Maria als beispielhaftes Vorbild des Glaubens vor und erbitte ihren besonderen Schutz und ihre Fürsprache auf dem Weg der Kirche. Ihr, die selig ist, weil sie geglaubt hat, vertraue ich diese Zeit der Gnade an.

Auch heute, liebe Brüder und Schwestern, freut sich die Kirche in der liturgischen Feier der Geburt der seligen Jungfrau Maria, der ganz Heiligen, der Morgenröte unseres Heils.

Der Sinn dieses Marienfestes wird uns von dem heiligen Andreas von Kreta in Erinnerung gerufen, der im 7. und 8. Jahrhundert lebte. In seiner berühmten Predigt zum Fest der Geburt Mariens stellt er dieses Ereignis als kostbares Teilstück jenes außergewöhnlichen Mosaiks dar, das der göttliche Heilsplan für die Menschheit ist:

„Das Geheimnis des Gottes, der Mensch wird, die Vergöttlichung des vom Wort angenommenen Menschen, stellen die Summe der Güter dar, die Christus uns geschenkt hat, die Offenbarung des göttlichen Planes und die Niederlage jeder anmaßenden menschlichen Selbstgenügsamkeit. Das Kommen Gottes zu den Menschen als strahlendes Licht und als klare und sichtbare göttliche Wirklichkeit ist das große und wunderbare Geschenk des Heils, das uns zuteilwird. Die heutige Feier ehrt die Geburt der Gottesmutter. Doch die wahre Bedeutung und das Ziel dieses Ereignisses ist die Menschwerdung des Wortes. Denn Maria wird geboren, gestillt und erzogen, um die Mutter des Königs der Zeiten, Gottes, zu sein.“ (Rede I: PG 97, 806–807).

Dieses wichtige und alte Zeugnis führt uns mitten hinein in das Thema, über das Sie nachdenken und das das Zweite Vatikanische Konzil bereits im Titel des VIII. Kapitels der Dogmatischen Konstitution über die Kirche Lumen gentium hervorheben wollte: „Die selige Jungfrau Maria, die Gottesgebärerin, im Geheimnis Christi und der Kirche.“

Es geht um den „nexus mysteriorum“, um den inneren Zusammenhang zwischen den Geheimnissen des christlichen Glaubens. Das Konzil hat diesen Zusammenhang als Horizont aufgezeigt, innerhalb dessen die einzelnen Elemente und die verschiedenen Aussagen des Schatzes des katholischen Glaubens verstanden werden sollen.

Während des Konzils, an dem ich als junger Theologe als Berater teilnahm, hatte ich Gelegenheit, die verschiedenen Weisen zu beobachten, wie die Fragen nach der Gestalt und der Rolle der seligen Jungfrau Maria in der Heilsgeschichte behandelt wurden.

In der zweiten Sitzungsperiode des Konzils forderte eine große Gruppe von Konzilsvätern, Maria innerhalb der Konstitution über die Kirche zu behandeln, während eine ebenso große Gruppe die Notwendigkeit eines eigenen Dokuments vertrat, das die Würde, die Vorrechte und die einzigartige Rolle Marias im von Christus vollbrachten Erlösungswerk angemessen hervorheben sollte.

Mit der Abstimmung vom 29. Oktober 1963 wurde beschlossen, dem ersten Vorschlag zu folgen. Der Entwurf der Dogmatischen Konstitution über die Kirche wurde um das Kapitel über die Gottesmutter erweitert. In diesem Kapitel erscheint die Gestalt Marias, neu gelesen und dargestellt ausgehend vom Wort Gottes, von den Texten der patristischen und liturgischen Tradition sowie von der umfassenden theologischen und geistlichen Reflexion, in ihrer ganzen Schönheit und Einzigartigkeit und zugleich eng eingefügt in die grundlegenden Geheimnisse des christlichen Glaubens.

Maria, deren Glaube an erster Stelle hervorgehoben wird, wird im Geheimnis der Liebe und der Gemeinschaft der Allerheiligsten Dreifaltigkeit verstanden. Ihre Mitwirkung am göttlichen Heilsplan und an der einzigen Mittlerschaft Christi wird klar bekräftigt und in das rechte Licht gerückt. Dadurch wird sie zu einem Vorbild und Orientierungspunkt für die Kirche, die in ihr sich selbst, ihre eigene Berufung und ihre Sendung erkennt.

Die Volksfrömmigkeit, die sich seit jeher Maria zuwendet, wird schließlich durch biblische und patristische Bezüge genährt.

Gewiss hat der Konzilstext nicht alle Fragen erschöpfend behandelt, die sich auf die Gestalt der Gottesmutter beziehen. Er bildet jedoch den wesentlichen hermeneutischen Horizont für jede weitere Reflexion, sowohl theologischer Art als auch auf einer eigentlicher geistlichen und pastoralen Ebene.

Darüber hinaus stellt er einen kostbaren Gleichgewichtspunkt dar, der stets notwendig ist: zwischen der theologischen Rationalität und der gläubigen Empfindung.

Die einzigartige Gestalt der Gottesmutter muss aus verschiedenen und einander ergänzenden Perspektiven erfasst und vertieft werden. Während der via veritatis, dem Weg der Wahrheit, stets ihre Gültigkeit und Notwendigkeit zukommt, kann man nicht darauf verzichten, auch die via pulchritudinis, den Weg der Schönheit, und die via amoris, den Weg der Liebe, zu beschreiten, um Marias kristallklaren und festen Glauben, ihre Liebe zu Gott und ihre unerschütterliche Hoffnung noch tiefer zu entdecken und zu betrachten.

Aus diesem Grund habe ich im Apostolischen Schreiben Verbum Domini dazu eingeladen, auf dem vom Konzil vorgezeichneten Weg weiterzugehen (vgl. Nr. 27). Diese Einladung richte ich herzlich auch an Sie, liebe Freunde und Forscher.

Bringen Sie Ihren sachkundigen Beitrag zur Reflexion und zu pastoralen Vorschlägen ein, damit das bevorstehende Jahr des Glaubens für alle, die an Christus glauben, zu einer wahren Zeit der Gnade werden kann. Möge dabei der Glaube Marias uns vorangehen und uns begleiten – als leuchtendes Leuchtfeuer und als Vorbild christlicher Fülle und Reife, auf das wir vertrauensvoll schauen können und aus dem wir Begeisterung und Freude schöpfen können, um unsere Berufung als Kinder Gottes, als Brüder und Schwestern in Christus und als lebendige Glieder seines Leibes, der die Kirche ist, mit immer größerem Einsatz und immer größerer Konsequenz zu leben.

Ich vertraue Sie alle und Ihr Bemühen um wissenschaftliche Forschung dem mütterlichen Schutz Marias an und erteile Ihnen einen besonderen Apostolischen Segen.

Danke.

der künftige Bräutigam Josef

Notre Dame de la Chapelle - Brüssel

Montag, 7. September 2026

Am Geburtsort von John/Johannes Ogilvie in Schottland

 

Gedenktag der seligen und heiligen Märtyrer des Grazer Jesuitenkollegs:

Johannes Ogilvie, Markus Crisin, Stephan Pongracz, Melchior Grodecz und Jan Sarkander.

Die Märtyrer von Kosice

Bild des hl. John Ogilvie von Peter Howson in der Sakramentskapelle von St Andrews RC, Glasgow


St Thomas RC - Keith

hl. John Ogilvie, bitte für uns!
„Betet, Brüder und Schwestern,
dass mein und euer Opfer Gott, dem allmächtigen Vater, wohlgefalle.“

John Ogilvie wurde 1579 in Drum-Na-Keith bei Keith in Banffshire, Schottland, geboren. Seine adlige schottische Familie war teils katholisch und teils presbyterianisch. Sein Vater erzog John im calvinistischen Glauben und schickte ihn zur Ausbildung auf den europäischen Kontinent.

Dort begann er sich für die damals beliebten Diskussionen zwischen katholischen und calvinistischen Gelehrten zu interessieren. Da die Debatten jedoch nur zu Verwirrung führten, wandte sich John der Heiligen Schrift zu. Zwei Bibelstellen wurden für ihn besonders wichtig:

„Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen.“

„Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, und ich werde euch Ruhe schenken.“

John kam zu dem Schluss, dass die katholische Kirche alle Menschen aufnehmen könne. Im Alter von 17 Jahren wurde er daher 1596 in Löwen (Louvain), Belgien, in die katholische Kirche aufgenommen.

1610 wurde er als Mitglied des Jesuitenordens zum Priester geweiht. Anschließend wurde er als Missionar nach Schottland geschickt. Aufgrund der dort geltenden Strafgesetze gab er sich als Pferdehändler und Soldat aus, wurde jedoch verraten.

Er wurde vor Gericht gestellt, und sein Prozess zog sich hin, bis er 26 Stunden lang nichts zu essen bekommen hatte. Acht Tage und Nächte lang wurde ihm der Schlaf verweigert. Man schleifte ihn umher, stieß ihn mit spitzen Stöcken und riss ihm die Haare aus. Trotzdem weigerte er sich, die Namen anderer Katholiken preiszugeben.

Er musste sich einem zweiten und einem dritten Prozess stellen, blieb aber standhaft. Selbst auf dem Schafott wurde ihm Freiheit und ein gutes Leben angeboten, wenn er seinem Glauben abschwören würde. Doch er blieb seinem Glauben treu.

Sein Mut während seiner Gefangenschaft und sein Martyrium wurden in ganz Schottland bekannt.

John Ogilvie wurde 1976 heiliggesprochen, nachdem der Glasgower John Fagan auf wundersame Weise von Krebs geheilt worden war. Er war der erste schottische Heilige seit dem Jahr 1250.
(stjohnogilvies, übersetzung chatgpt)

St Thomas RC, Keith

Samstag, 5. September 2026

Die Hingabe an Gott ausdrücken (Mutter Teresa)

 

Liebfrauenkirche, Koblenz

Mit besonderen Gesten und Körperhaltungen können wir unsere Hingabe an Gott besser ausdrücken:
Wir nehmen Weihwasser zum Zeichen für unsere innere Reinigung und den Segen Gottes.

Wir machen das Kreuzzeichen, um zu zeigen, daß wir ganz dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist gehören, daß wir erwählt wurden für ein Leben der Kontemplation und Liebe und daß wir um Schutz bitten gegen die Macht des Fleisches, der Welt und des Teufels.

Wir falten beim Beten die Hände zum Zeichen tiefer Ehrfurcht vor Gott.

Wir knien nieder als Ausdruck der Anbetung, der Bitte, Fürbitte, Demut und Buße.

Wir stehen aufrecht beim liturgischen Gebet als Zeichen, daß unsere Gemeinschaft teilnimmt am Gottesdienst des pilgernden Gottesvolkes, das auf dem Weg zum Vater ist.

Das Stehen ist ferner zeichen unserer Befreiung und Auferstehung in Christus; schließlich drückt es unsere Ehrfurcht, unsere Wachsamkeit und völlige Verfügbarkeit aus.

Wir setzen uns, wenn wir in tiefer Sammlung beten, zum zeichen der Bereitschaft zuzuhören, der Verfügbarkeit, Vertraulichkeit, Beschauung und des liebenden Vertrauens auf Gott.

Wir beugen uns nieder bei der Anbetung zum Zeichen unserer Ganzhingabe.

(Für jeden Tag, Gedanken von Mutter Teresa, Neue Stadt, 135)

Chorfenster von Hans Gottfried von Stockhausen, 1992

Ordensfrau, Ordensgründerin
Namensdeutung: von der Insel Thera stammend (griech.)
Namenstage: Teresa, Therese, Theresia, Resa, Resi, Tessa, Thea
Gedenktag: 5. September

Lebensdaten: geboren am 27. August 1910 in Skopje (heute Mazedonien), gestorben am 5. September 1997 in Kalkutta

Lebensgeschichte: Anjezë Gonxha Bojaxhiu stammte aus einer albanischen katholischen Familie. Sie erlebte eine frohe Kindheit, doch als sie neun Jahre alt war, starb der Vater. Agnes besuchte das Gymnasium der Jesuiten und wollte bereits mit zwölf Jahren Missionarin werden. Mit 18 Jahren schloss sie sich in Dublin den Loreto-Schwestern an, einem irischen Zweig der Englischen Fräulein, die sie umgehend ins Noviziat nach Indien schickten, wo sie in Kalkutta als Lehrerin und später auch als Direktorin der höheren Mädchenschule tätig war. 1931 legte sie dort ihre Gelübde ab und nahm aus Verehrung für die heilige Therese von Lisieux, der Patronin der Missionare, den Ordensnamen Teresa an.

Am 10. September 1946 hörte sie bei einer Fahrt durch Kalkutta den Ruf Christi „Mich dürstet“ und verstand ihn als Aufforderung, sich um die Ärmsten zu kümmern. Sie erhielt vom Bischof und der Ordensleitung die Erlaubnis, das Kloster zu verlassen und in den Slums zu arbeiten und zu leben. Wie die Menschen dort trug sie nur noch einen schlichten Sari mit blauer Borte. Schwester Teresa eröffnete eine Schule, kümmerte sich um die Kranken und pflegte obdachlose Leprakranke. Ehemalige Schülerinnen und Helferinnen kamen, um sie bei ihrer Arbeit zu unterstützen. So entstand 1950 die Kongregation der Missionarinnen der Nächstenliebe. Aus Schwester Teresa wurde Mutter Teresa – ein Name, der um die Welt ging.

Einmal fand Mutter Teresa eine Frau, die elend auf der Straße starb. Daraufhin gründete sie Sterbehospize für die Ärmsten. Zu den Schwestern kamen bald die Missionsbrüder der Nächstenliebe hinzu. Mutter Teresas Lebenswerk war es, Christus in den Armen zu dienen, wofür sie zahlreiche Ehrungen erhielt, darunter 1979 den Friedensnobelpreis. Ihre Nobelpreisrede nutzte sie für ein flammendes Plädoyer gegen die Abtreibung: „Der größte Zerstörer des Friedens ist heute der Schrei des unschuldigen, ungeborenen Kindes. Wenn eine Mutter ihr eigenes Kind in ihrem eigenen Schoß ermorden kann, was für ein schlimmeres Verbrechen gibt es dann noch, als wenn wir uns gegenseitig umbringen? … Aber heute werden Millionen ungeborener Kinder getötet, und wir sagen nichts.“ Der „Engel der Armen“ erhielt nach seinem Tod ein Staatsbegräbnis, an dem die ganze Welt Anteil nahm.

Verehrung: Am 19. Oktober 2003 sprach Papst Johannes Paul II. seine Freundin Mutter Teresa nach dem kürzesten Seligsprechungsprozess aller Zeiten selig. Im früher atheistischen Albanien, das bis 1990 jegliche Religionsausübung verboten hatte, wird der Tag ihrer Seligsprechung als Nationalfeiertag begangen. Am 4. September 2016 wurde Mutter Teresa unter Anteilnahme zahlloser Zuschauer vor Ort und am Fernseher von Papst Franziskus heiliggesprochen.
(bistumaugsburg)





Mutter Teresa, bitte für uns!