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Samstag, 17. Februar 2018

Eine dem Opus Dei anvertraute Servitenkirche

Servitenkirche, Belvárosi Szent Anna-plébániatemplom, Budapest


Die 7 heiligen Gründer des Servitenordens. In Florenz bestand im 13. Jahrhundert die Bruderschaft der „Servi Mariae“, also der „Diener Mariens“. Sieben Eremiten vereinigten sich auf dem Monte Gennaro, und aus dieser Gemeinschaft wurde 1233 der Servitenorden, der sich um Predigt, Kunst und soziale Arbeit verdient gemacht hat. Am 17. Februar 1310 starb der hl. Alexius Falconieri, einer der sieben Stifter.
(Martyrologium Sancrucense)

Die Serviten auf dem Mariahilferberg


Sieben Gründer der Serviten unter dem Schutzmantel Mariens, Servitenkirche Budapest

Schmerzen Mariä, Sakristei der Servitenkirche, Budapest



Sieben Männer, der Ehrfurcht und Ehre wert, vereinigte unsere Herrin wie ein Siebengetirn. Sie schloss sie mit Leib und Seele zusammen und legte so den Grund für ihren Orden, den Orden ihrer sieben Knechte.

Als ich in unsern Orden eintrat, war keiner von ihnen mehr am Leben außer einem, der Bruder Alexius hieß. Das Leben des Bruders Alexiius war, wie mich Erfahrung und Augenschein lehrten, so beispielhaft, dass es nicht nur die Anwesenden bewegte, sondern auch den Zustand der Vollkommenheit und die oben erwähnte Frömmigkeit des Alexius und seiner Brüder bestätigte.

Bevor sie sich zusammentaten, war ihre Stellung in vierfacher Weise bestimmt.

Das erste betraf ihr Verhältnis zur Kirche. Einige waren nicht verheiratet, weil sie sich vorgenommen hatten, immerwährende Jungfräulichkeit und Keuschheit zu bewahren, andere waren schon verheiratet, wieder anderen durch den Tod der Gattin bereits vom Eheband gelöst.

Das zweite bezog sich auf ihren bürgerlichen Erwerb. Ihr Beruf war Handel und Tausch mit irdischen Gütern nach kaufmännischen Regeln. Als sie jedoch die kostbare Perle fanden, unseren Orden, gaben sie alles, was sie hatten den Armen und weihten darüber hinaus sich selbst Gott und dem Herrn mit frohem Willen, um ihm in ungeteilter Freude zu dienen.

Das dritte betraf die Ehrfurcht, mit der sie unserer Herrin dienten. In Florenz gab es schon seit langem eine Genossenschaft zu Ehren der Jungfrau Maria. Wegen ihres hohen Alters und der großen Zahl und Heiligkeit ihrer Mitglieder, der männlichen und der weiblichen, hatte die Vereinigung den Titel der „großen“ erhalten, so dass sie in besonderen Sinn „die Große Genossenschaft unserer Herrin“ hieß. Zu dieser gehörten die genannten sieben Männer mit ihrer Liebe zu unserer Herrin, ehe sie zu einer förmlichen Vereinigung zusammentraten.

Das vierte war ihre seelische Vollkommenheit. Sie liebten Gott über alles, und richteten alles was sie taten, auf ihn hin aus, indem sie ihn in all ihren Gedanken, Worten und Werken ehrten.

Sie verfügten über ihre Häuser und ihren Hausstand, hinterließen ihren Familien den nötigen Unterhalt und gaben den Rest den Armen.

Dann stiegen sie auf den Montesenario, errichten oben ein kleines passendes Haus und bezogen es.

(Aus der Überlieferung von dem Ursprung des Servitenordens, Lesehore von den hll. Gründern des Servitenordens)


Altar der sieben Serviten, Servitenkirche, Budapest
Josemaria Escriva de Balaguer


Servitenkirche in Budapest

Montag, 26. Juni 2017

Am Grab des hl. Josefmaria Escriva de Balaguer




Josemaria Escrivá de Balaguer, Priester und Gründer des Opus Dei. Geboren 1902 in Barbastro in Nordspanien empfing Escrivá 1925 die Priesterweihe. Danach unterrichtete er neben seiner Tätigkeit als Hilfspfarrer 1927 Kirchenrecht an der Universität in Madrid, wirkte aber auch als Seelsorger in den Armenvierteln. Am 2. Oktober 1928 gründete er das „Opus Dei“ mit dem Ziel, ein Werk für Christen aller sozialen Schichten zu schaffen, das einen „Weg der Heiligung“ bietet und von Anfang an universalen Charakter hatte. 1933 gründete Escrivá die Akademie DYA in Madrid. Der Name bedeutet: Gott und Mut. 1934 erschien erstmals sein Buch „Weg“ mit 999 Gedanken der geistlichen Leitung, das Millionenauflagen erreicht. 1936 brach der Spanische Bürgerkrieg aus. Escrivá floh wie viele andere westwärts, nach seiner Rückkehr promovierte er in Rechtswissenschaft. 1943 gründete er die „Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz“. Nach dem 2. Weltkrieg verbreitete sich das Opus Dei rasch über die ganze Welt. Die Verkündigung der Berufung aller Gläubigen, gerade auch der Laien, zur Heiligkeit auf dem 2. Vatikanischen Konzil bedeutete die feierliche Bestätigung eines Hauptpunktes der Botschaft Escrivás. In der Folge wurde das Opus Dei auch kirchenrechtlich aufgewertet. Zur Ausbreitung des Werkes, das die Laienspiritualität betont, unternahm Escrivá ausgedehnte Reisen. Sein Büchlein „Der Weg“ fand weltweite Verbreitung.
Als Escrivá am 26. Juni 1975 in Rom an Herzversagen starb, zählte das Opus Dei bereits weltweit 60.000 Mitglieder, in der Mehrzahl verheiratete Männer und Frauen der verschiedensten Gesellschaftsschichten. Von den Mitgliedern, die im Zölibat leben, hatten fast tausend die Priesterweihe empfangen. An der Heiligsprechung am 6. Oktober 2002 in Rom nahmen 200.000 Gläubige teil. Papst Johannes Paul nannte Josemaria Escirvá de Balaguer den „Heiligen des Alltags“.
(Martyrologium Sancrucense) 


 Im Eingangsbereich der Kirche befindet sich eine Marienstatue, die Mutter der Schönen Liebe.





In der Kirche Maria vom Frieden ruhen die sterblichen Überreste des heiligen Josefmaria in einem Sarkophag unter dem Altar.
Der Altar der Kirche steht nach Art so vieler römischer Kirchen unter einem kleinen Baldachin.



"Unsere Liebe Frau ist die Königin des Friedens. Mit diesem Namen preist die Kirche sie. Ist deine Seele aufgewühlt, droht Kummer in Familie oder Beruf, kündigt sich Unheil an in der Gesellschaft oder unter den Völkern, dann bete zu ihr: "Regina pacis, ora pro nobis! - Königin des Friedens, bitte für uns! Hast du das - zumindest in Zeiten innerer Unruhe - schon versucht?... Du wirst staunend ihre sofortige Hilfe erfahren." (Heiliger Josefmaria Escrivá)


S. Maria della Pace, Grab des hl. Josemaria Escriva de Balaguer



Die große Verehrung der Muttergottes, die der heilige Josefmaria empfand, bildete zusammen mit dem in ihr befindlichen Marienbild den Grund für den Weihetitel der Kirche. Das Gemälde von Manuel Caballero fand am 18. Dezember 1959 seinen Platz in der Prälaturkirche und wird seither dort verehrt.





Sarkophag des hl. Josemaria Escriva de Balaguer, S. Maria della Pace, Rom



Aus den Homilien des heiligen Josefmaria Escrivá, Priester (Auf dem Weg zur Heiligkeit, in: Freunde Gottes, Köln [Adamas] 1979, S. 421, 422, 424, 427, 429, 433-434, 438, 443)

Beschaulich inmitten der Welt

Wir werden innerlich aufgerüttelt und im Herzen tief erschüttert, wenn wir den Ruf des heiligen Paulus aufmerksam hören: Das ist der Wille Gottes: eure Heiligung. Heute führe ich mir dieses Wort noch einmal vor Augen, und ich erinnere auch euch und die ganze Menschheit daran: Dies ist der Wille Gottes, daß wir heilig sind. Um den Seelen den wahren Frieden zu bringen, um die Welt umzugestalten, um in der Welt und durch die Welt Gott, unseren Herrn, zu suchen, ist unbedingt die persönliche Heiligkeit notwendig. Jeden einzelnen ruft der Herr zur Heiligkeit, jeden einzelnen bittet er um seine Liebe: Junge und Alte, Ledige und Verheiratete, Gesunde und Kranke, Gebildete und Ungebildete, gleichgültig, wo sie arbeiten und leben. Es gibt nur eine einzige Art und Weise, im Umgang mit Gott und im Vertrauen zu Ihm zu wachsen: Ihm im Gebet zu begegnen, mit Ihm zu sprechen, Ihm - von
Herz zu Herz - unsere Liebe kundzutun.
Zuerst ein Stoßgebet, und dann noch eins ... , bis einem das ungenügend erscheint, weil Worte unzureichend sind ... : und man läßt der Vertrautheit mit Gott freien Lauf, ist bei Ihm, schaut auf Ihn, beständig und mühelos. Wir leben dann wie Gefangene, gleichsam in Ketten. Während wir, bei all unseren Fehlern und Unzulänglichkeiten, so vollkommen wie möglich die Aufgaben und Pflichten unseres Standes erfüllen, sehnt sich die Seele nach Befreiung. Sie drängt zu Gott hin, angezogen von Ihm wie das Eisen vom Magneten. Wir beginnen Jesus auf eindringlichere Weise zu lieben, in seliger Bestürzung.
Aber vergeßt eines nicht: bei Jesus sein heißt auch mit Sicherheit seinem Kreuz begegnen. Wenn wir uns in die Hand Gottes geben, läßt er es häufig zu, daß wir den Schmerz spüren, Einsamkeit, Widerwärtigkeiten, Verleumdungen, üble Nachrede, Spott, von innen und von außen; denn er möchte uns nach seinem Bild und Gleichnis gestalten, und so erlaubt er auch, daß man uns für verrückt hält und Narren nennt. Wenn wir die heiligste Menschheit Jesu betrachten und wirklich lieben, dann wer den wir nach und nach seine Wunden entdecken. Und in der harten, mühevollen Zeit des Geläutert-Werdens, in der Zeit seliger und bitterer Tränen, der Umwelt verborgen, verlangen wir danach, uns in jede einzelne dieser heiligsten Wunden zu versetzen, in ihnen uns reinzuwaschen und voll tiefer Freude in der erlösenden Kraft seines Blutes zu erstarken.
Das Herz kann dann gar nicht mehr anders, als jede einzelne der drei göttlichen Personen tiefer kennenzulernen und anzubeten. Das ist für die Seele wie eine neue Entdeckung im übernatürlichen Leben, so wie ein kleines Kind nach und nach die Welt entdeckt. Die Seele hält liebende Zwiesprache mit dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist; sie unterwirft sich gern dem Wirken des lebenspendenden Trösters, der, ganz ohne Verdienst, in uns Einzug hält. Worte sind überflüssig, weil die Sprache versagt; der Verstand kommt zur Ruhe. Nicht mehr Nachdenken, sondern Anschauen! Und in der Seele hebt von neuem ein Lied an, ein neuer Gesang: denn auch sie fühlt und weiß sich von Gott angeschaut, liebevoll, immerwährend. Eine solche Hingabe entfacht den apostolischen Eifer, der von Tag zu Tag wächst und andere mit demselben Verlangen ansteckt, denn das Gute will sich mitteilen. Wenn unsere armselige Natur so nahe bei Gott ist, kann es gar nicht anders sein, als daß sie vor Hunger brennt, in der ganzen Welt Freude und Frieden zu säen, alles mit den erlösenden Wassern zu überfluten, die aus der geöffneten Seite Christi hervorquellen, und all ihr Tun aus Liebe zu beginnen und aus Liebe zu vollenden.
Möge die Mutter Gottes, die auch unsere Mutter ist, uns beschützen, damit jeder von uns der Kirche in der Fülle des Glaubens, mit den Gaben des Heiligen Geistes und mit einem beschaulichen Leben dienen kann.

RESPONSORIUM
Eph 1,4; 1 Petr 2,21
A In Christus hat er uns erwählt vor der Erschaffung der Welt, * damit wir heilig und untadelig leben vor Gott.
V Dazu seid ihr berufen worden; denn auch Christus hat für euch gelitten und euch ein Beispiel gegeben, damit ihr seinen Spuren folgt. * Damit wir heilig und untadelig leben vor Gott.





Im hinteren Teil sieht man das Taufbecken, in dem der heilige Josefmaria am 13. Januar 1902 getauft wurde. Es ist ein Geschenk des Bischofs und des Stiftkapitels der Kathedrale seiner Heimatstadt Barbastro.


Taufbecken aus Barbastro, in dem Josemaria getauft wurde



Gott, du hast in deiner Kirche
den heiligen Josefmaria erwählt,
die allgemeine Berufung zur Heiligkeit
und zum Apostolat zu verkünden;
gewähre uns auf seine Fürsprache und
nach seinem Vorbild,
dass wir durch unsere tägliche Arbeit Jesus,
deinem Sohn, ähnlich werden und
dem Werk der Erlösung mit glühender Liebe dienen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
(Tagesgebet)


Talar von Johannes Paul II.






Gott, Du hast dem heiligen Priester Josefmaria
durch die Mittlerschaft Mariens reiche Gnaden geschenkt.
Du erwähltest ihn zum treuen Werkzeug, um das Opus Dei zu gründen
als Weg der Heiligung durch die berufliche Arbeit
und durch die Erfüllung der täglichen Pflichten als Christ.

Hilf auch mir, alle Augenblicke und Umstände meines Lebens
in Gelegenheiten zu verwandeln, Dich zu lieben,
der Kirche, dem Heiligen Vater und meinen Mitmenschen froh und einfach zu dienen
und so die Wege der Erde mit dem Licht des Glaubens und der Liebe zu erhellen.
Erhöre auf die Fürsprache des heiligen Josefmaria meine Bitte ... Amen

Vater unser, Gegrüßet seist du Maria, Ehre sei dem Vater

(alle Texte: opus dei)


Grab des hl. Josemaria Escriva de Balaguer, S. Maria della Pace, Rom



Eingang zur Prälaturkirche

Prälaturkirche unserer Lieben Frau vom Frieden in der Krypta des Wohnhauses, Rom