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Samstag, 25. April 2026

Christus, den Herrn, der im Evangelium spricht - kommt, wir beten ihn an! Halleluja.

Markus 1

Anfang des Evangeliums Jesu Christi

Es gibt keine andere frohe Botschaft als die Jesu Christi. Sie ist Inbegriff der Botschaft und Inbegriff der Freude. In Jesus Christus fallen der Bote und die Botschaft zusammen. Er es der Meldende, der den Botenauftrag vom Vater erhält. Er ist auch der Inhalt der Meldung, das, was der Vater der Welt zu künden hat.
Sein ganzes Dasein, jede Faser, jede Sekunde ist Botschaft von Gott, Offenbarung des Vaters. Auch unser Leben soll täglich mehr zu einer Botschaft von Gott werden.
Weil Christus der Inbegriff der Botschaft Gottes ist, ist er unser Alles, der Inbegriff unseres Lebens. Ist er es? Was muß ich tun, damit er es werde. 
(Adrienne von Speyr, Markus, 12)

Evangelist Markus, Lindenholz, polychrom, um 1790


der auferstandene Herr, Kirchenmuseum Pilsen

Museum für Kirchenkunst, Pilsen

Donnerstag, 27. November 2025

Er hat Daniel aus der Gewalt der Löwen gerettet.

Daniel in der Löwengrube, Ely Cathedral


Lesung aus dem Buch Daniel 6

In jenen Tagen
12 stürmten die obersten Beamten in Daniels Haus
und fanden ihn, wie er zu seinem Gott betete und flehte.
13 Darauf gingen sie zum König Daríus
und erinnerten ihn an sein Verbot;
sie sagten: O König,
hast du nicht ein Verbot unterzeichnet,
nach dem jeder,
der innerhalb von dreißig Tagen
an irgendeinen Gott oder Menschen außer an dich, König,
eine Bitte richtet,
in die Löwengrube geworfen werden soll?
Der König gab zur Antwort:
Die Anordnung steht fest
nach dem unwandelbaren Gesetz der Meder und Perser.
14 Da berichteten sie dem König:
Daniel, einer von den verschleppten Juden,
achtet weder dich, König,
noch das Verbot, das du unterschrieben hast,
sondern verrichtet dreimal am Tag sein Gebet.
15 Als der König das hörte,
missfiel es ihm sehr
und er dachte nach,
wie er Daniel retten könne.
Bis Sonnenuntergang bemühte er sich, ihn freizubekommen.
16 Da stürmten jene Männer zum König hinein
und sagten zu ihm: Bedenke, König,
es ist bei den Medern und Persern Gesetz,
dass jedes Verbot und Dekret, das der König erlässt,
unabänderlich ist.
17 Darauf befahl der König, Daniel herzubringen,
und man warf ihn zu den Löwen in die Grube.
Der König sagte noch zu Daniel:
Möge dein Gott, dem du so unablässig dienst,
dich erretten.
18 Und man nahm einen großen Stein
und wälzte ihn auf die Öffnung der Grube.
Der König versiegelte ihn mit seinem Siegel
und den Siegeln seiner Großen,
um zu verhindern,
dass an der Lage Daniels etwas verändert würde.
19 Dann ging der König in seinen Palast;
fastend verbrachte er die Nacht;
er ließ sich keine Speisen bringen
und konnte keinen Schlaf finden.20Früh am Morgen, als es gerade hell wurde,
stand der König auf und ging in Eile zur Löwengrube.
21Als er sich der Grube näherte,
rief er mit schmerzlicher Stimme nach Daniel
und fragte: Daniel, du Diener des lebendigen Gottes!
Hat dein Gott, dem du so unablässig dienst,
dich vor den Löwen erretten können?
22 Daniel antwortete ihm:
O König, mögest du ewig leben.
23 Mein Gott hat seinen Engel gesandt
und den Rachen der Löwen verschlossen.
Sie taten mir nichts zuleide,
weil ich vor ihm als unschuldig befunden wurde,
und auch vor dir, König, habe ich keine Verbrechen begangen.
24 Darüber war der König hoch erfreut
und befahl, Daniel aus der Grube herauszuholen.
So wurde Daniel aus der Grube herausgeholt;
man fand an ihm nicht die geringste Verletzung,
denn er hatte seinem Gott vertraut.
25 Nun aber ließ der König die Männer herbeiholen,
die Daniel verklagt hatten,
und ließ sie mit ihren Kindern und Frauen
in die Löwengrube werfen.
Sie waren noch nicht am Boden der Grube angelangt,
da stürzten sich die Löwen auf sie
und zermalmten ihnen alle Knochen.
26 Daraufhin schrieb König Daríus
an alle Völker, Nationen und Sprachen auf der ganzen Erde:
Friede sei mit euch in Fülle!
27 Hiermit ordne ich an:
Im ganzen Gebiet meines Reiches
soll man vor dem Gott Daniels zittern
und sich vor ihm fürchten.Denn er ist der lebendige Gott;
er bleibt in Ewigkeit.
Sein Reich geht niemals unter;
seine Herrschaft hat kein Ende.
28 Er rettet und befreit;
er wirkt Zeichen und Wunder im Himmel und auf der Erde;
er hat Daniel aus der Gewalt der Löwen gerettet.
(Lesung vom Donnerstag der 34. Woche im Jahreskreis, Lesejahr I)



Ely Cathedral

Am Grab des hl. Modestus von Salzburg, den die österreichische Kirche heute feiert.

Samstag, 25. April 2020

Markus

Evangelist Markus, Kapitell im Chorquadrat, Pfarrkirche Schöngrabern



Johannes mit dem Beinamen Markus (Apg 12,12) war der Sohn der Maria, in deren Haus sich die Urgemeinde von Jerusalem versammelte. Er begleitete seinen Verwandten Barnabas und den Apostel Paulus auf der ersten Missionsreise, kehrte aber, als sie in Perge in Pamphylien ankamen, allein nach Jerusalem zurück (Apg 13,13). Es scheint, dass er den Mut verloren hatte. Auf die zweite Missionsreise wollte Paulus ihn nicht mehr mitnehmen. 
Später finden wir ihn wieder bei Paulus (Phlm 24; Kol 4,10; 2 Tim 4,11). Dann war er Begleiter des Petrus in Rom. Petrus-Erinnerungen sind auch in dem nach Markus benannten Evangelium zu erkennen, das sicher vor der Zerstörung Jerusalems (70 n. Chr.) geschrieben wurde. - Nach der Überlieferung soll Markus die Kirche von Alexandrien gegründet und geleitet haben und dort als Märtyrer gestorben sein. Seine Reliquien kamen im 9. Jahrhundert auf abenteuerliche Weise nach Venedig, wo ihm die Hauptkirche (Markus-Dom) geweiht ist.



Markus
Glasfenster in S. Martino, Lucca (Glaube u. Nachfolge bei Markus, Söding)
Mosaik in S. Vitale Ravenna
San Marco in Rom
Aslan, bist du es?




Donnerstag, 25. April 2019

Glaube und Nachfolge im Markusevangelium

Evangelist Markus, S. Martino, Lucca


Glaube und Nachfolge

Zu Beginn des Evangeliums liest man Jesu programmatische Forderung: "Kehrt um und glaubt an das Evangelium!" (1,15 [1. Fastensonntag; 3. S.i.Jk.]). Glaube an das Evangelium ist das Vertrauen darauf, daß Gott seine Herrschaft tatsächlich durch Jesus Christus, seinen Sohn, nahekommen läßt und vollenden wird. Glaube integriert deshalb das Bekenntnis zu Jesus Christus als Sohn Gottes, kann aber nur als Kreuzesnachfolge gelebt werden.

Vor allem die Wundergeschichten zeigen, weshalb man Jesus glauben kann: weil er durch seine menschliche Zuwendung und durch die Inanspruchnahme seiner von Gott verliehenen Vollmacht den Kranken und den Besessenen mit Leib und Seele die Gnade der Gottesherrschaft vermittelt. Er ist der "Arzt" der Kranken (2,17), der Hirt einer schutzlosen Herde (6,34 [16. S.i.Jk.]), der "Herr" (7,28), der "alles gut gemacht hat" (7,37 [23. S.i.Jk.]), der "Davidssohn", der sich der Notleidenden erbarmt (10,47f [30. S.i.Jk.]).

Die Sprache des Glaubens ist das Gebet. Getragen von der Bereitschaft, die Schuld des Nächsten zu vergeben und bestimmt vom Vertrauen in die kraftvolle Gnade Gottes, kann es Berge versetzen, d.h. eine so große Macht gewinnen, daß es die Erfahrung der Gottesherrschaft vermittelt, die alle festgefügten Vorstellungen ins Wanken bringt und alle Sehnsüchte übersteigt (11,22-25).

Der Weg des Glaubens ist die Nachfolge (1,14f.16-20 [3. S.i.Jk.]) - nicht nur für einige wenige Auserwählte, sondern für alle Christen, besonders aber für jene, die an der Sendungsvollmacht Jesu teilhaben (6,6b-13 [15. S.i.Jk.]). Nachfolge ist gekennzeichnet durch die Bereitschaft, von Jesus zu lernen und um Jesu und des Evangeliums willen auch Konfliktsituationen und Benachteiligungen nicht zu scheuen (8,38; 10,29f [28. S.i.Jk.]). In einer Umwelt, die den Gemeinden mit Mißtrauen und Feindschaft begegnet, ist auch der Weg der Jünger der Weg der Kreuzesnachfolge (8,34-38 [24. S.i.Jk.]) - und das Leiden im Dienst der Gottesherrschaft wird selbst zu einer tiefen Glaubenserfahrung.

Der Blick auf die Jünger zeigt aber auch in aller Klarheit, wie lang und beschwerlich der Weg des Glaubens ist, wie viele Höhen und Tiefen er kennt, wie wenig er vor Versagen und Schuld, Zweifel und Resignation gefeit ist. Petrus liefert das deutlichste Beispiel. Zum Jünger berufen (1,16-20 [3. S.i.Jk.]), zum Mitglied des Zwölferkreises bestellt (3,13-19), zum vollmächtigen Verkündigungs-dienst ausgesendet (6,6b-13 [15. S.i.Jk.]), bekennt er zwar die Messianität Jesu (8,30), widerspricht aber der Leidensankündigung (8,31f [24. S.i.Jk.]) und versagt trotz seines großen Versprechens (14,29) in der Stunde der Passion (14,66-72); er sagt sich von Jesus los (Mk 14,72: "Ich kenne diesen Menschen nicht!") - und wird doch von Jesus nicht fallengelassen, sondern durch die österliche Erscheinung neu in die Nachfolge gerufen (14,28; 16,7 [Osternacht])

Der Glaube wird mit der Schwachheit des menschlichen Fleisches (14,38) und der Kraft Gottes (11,22-25) konfrontiert. Wer glaubt, kann den Unglauben nicht leugnen, der tief im Herzen nistet - und dennoch durch Jesus Gott sein volles Vertrauen schenken. Die ganze Spannung von menschlichem Zweifel und göttlicher Gnade kommt im paradoxal zugespitzten Glaubensbekenntnis des Vaters zum Ausdruck, der Jesus um Heilung seines besessenen Sohnes bittet: "Ich glaube, hilf meinem Unglauben" (9,24).


(aus: Thomas Söding, Das Markusevangelium)


Auferstehung u. letztes Abendmahl,
S. Martino, Lucca

Markus (S. Vitale, Ravenna)

Evangelist Markus, S. Vitale, Ravenna



Evangelist, Märtyrer
Namensdeutung: dem Mars geweiht (lat.)
Namenstage: Markus, Marco, Marcello, Marc, Marcel, Marek, Marlin, Marx, weibl.: Marcia, Marcella
Gedenktag: 25. April
Lebensdaten: geboren in Jerusalem, gestorben am 25. April 68 in Alexandria, Ägypten
Lebensgeschichte: Über das Leben des Evangelisten Markus gibt es unterschiedliche Überlieferungen: Johannes Markus stammte aus dem Priestergeschlecht der Leviten, war dem Namen Markus nach aber auch Hellenist, und soll der Sohn jener Maria gewesen sein, in deren Haus Jesus das Letzte Abendmahl gefeiert hatte und wo die Jünger gemeinsam mit Maria, der Mutter Jesu, das Pfingstereignis erlebten.
Im Jahr 44 nahm ihn Paulus zusammen mit seinem Vetter Barnabas auf seine Missionsreise nach Antiochien und Kleinasien mit. Unterwegs kam es den Berichten der Apostelgeschichte nach zum Zerwürfnis. Barnabas und Markus kehrten allein zurück, während Paulus sich andere Begleiter suchte. Um das Jahr 60 war Markus bei Petrus in Rom und verfasste sein Evangelium nach dessen Erzählungen. Dort versöhnte er sich wohl auch wieder mit Paulus.
Nach Petrus’ Tod ging Markus nach Alexandrien, wo man ihn zum Bischof wählte, obwohl er sich selber für unwürdig hielt. Der Überlieferung nach hackte er sich sogar den Daumen ab, um für das Amt nicht in Frage zu kommen. Doch seine Frömmigkeit, seine Wundertätigkeit und seine Begeisterung ließen keinen Zweifel daran, dass er auch ohne Daumen der richtige Bischof war.
Am 25. April 68 überfielen ihn christenfeindliche Alexandriner am Altar und schleiften ihn mit einem Strick um den Hals zu Tode.
Verehrung: Markus wird als Begründer der koptischen (ägyptischen) Kirche verehrt. In Alexandria ist eine Wallfahrt zu seinem Grab ab dem 3. Jahrhundert belegt. Im Jahr 828 entwendeten venezianische Kaufleute seine Reliquien, denen in Venedig der Markusdom erbaut wurde. Von Venedig aus gelangte eine Reliquie auf die Insel Reichenau. Beim Wiederaufbau der abgebrannten Markuskirche in Venedig im 11. Jahrhundert fiel ein Bauarbeiter vom Gerüst, blieb aber dank der Fürsprache des heiligen Markus unverletzt. Wegen dieser Überlieferung wird Markus als Patron der Maurer verehrt.
Darstellung: mit Feder und Löwe, gemeinsam mit den drei anderen Evangelisten
Patron: von Venedig und der Bodenseeinsel Reichenau, der Bauarbeiter, Maurer, Glasmaler, Notare, Korbmacher, Schreiber, für eine gute Ernte, gutes Wetter, gegen Blitz, Hagel und einen plötzlichen Tod

Markus in San Marco, Rom

S. Vitale, Ravenna, Mosaiken aus dem 6. Jahrhundert

Samstag, 18. August 2018

Agapitus von Praeneste (Kremsmünster)

Altar des hl. Agapitus, Kremsmünster



Reliquienschrein des hl. Agapitus, Hochaltarbild zeigt sein Martyrium


Lebensdaten:
Geboren 255/260 in Praeneste (Italien), dort gestorben 270/275.
Vita:
Im Alter von nur 15 Jahren erlitt Agapitus in seiner Heimatstadt Praeneste (heute: Palestrina/Italien) den Martertod. Kaiser Aurelian hatte zu dieser Zeit die Verfolgung der Christen angeordnet. Laut einer Überlieferung, die auf das sechste oder siebte Jahrhundert datiert wird, wurde der Jugendliche erst gefoltert und später enthauptet. Bereits im 4. Jahrhundert soll über der Grabstätte eine Kapelle gestanden haben. Sie wurde im 19. Jahrhundert wieder entdeckt.
Namensbedeutung:
"Agapitus" ist griechisch und heißt "der Geliebte".
Darstellung:
Als Jugendlicher mit zwei Löwen, brennenden Kohlen, Palme und Krone.
Patron:
Der Kinder und der schwangeren Frauen, gegen Leibschmerzen und Koliken.
(Quelle: Bistum Münster)
 
Verherrlichung des hl. Agapitus

Die Löwen konnten dem hl. Agapitus nichts anhaben


Kremsmünster