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Freitag, 22. Mai 2020

Reliefs aus dem Leben der hl. Rita von Cascia (2/2)

Reliefs des Lebens von Rita beim Eingang zur Basilika, Eros Pellini


Ordensfrau, Mystikerin
Namensdeutung: von Margarita: die Perle (griech.)
Namenstage: Rita, Margarita, Margret, Margarete, Margit, Marga, Greta, Margot, Maggie, Maret, Margitta, Marika
Gedenktag: 22. Mai
Lebensdaten: geboren um 1380 in Roccaporena bei Cascia (Umbrien), gestorben am 22. Mai 1457 in Cascia
Lebensgeschichte und Legende: Margherita Lotti Mancini war das Kind besonders friedliebender Eltern, die häufig zwischen streitenden Parteien vermittelten, und soll in der Wiege von Bienen mit Honig gefüttert worden sein.
Obwohl es sie zum Klosterleben zog, wurde sie mit 16 Jahren mit dem reichen und stolzen Paolo di Ferdinando di Mancino verheiratet, der sich als gewalttätig erwies und 1401 ermordet wurde.
Als ihre Zwillingssöhne Giangiacomo Antonio und Paolo Maria erwachsen waren und Blutrache schworen, versuchte Rita, sie davon abzubringen und betete, dass sie nicht zu Mördern würden. Tatsächlich starben sie kurz darauf an der Pest.
Rita bat bei den Augustiner-Eremitinnen von Cascia um Aufnahme, die sich mit dem Vorwand, keine Witwen aufnehmen zu dürfen, ihrem Ansinnen verweigerten, in Wahrheit aber Mord und Totschlag fürchteten. Erst als die verfeindeten Familien Frieden vor dem Bischof schlossen, konnte sie ins Kloster eintreten. Der Legende nach hätten ihr Johannes der Täufer, Augustinus und Nikolaus von Tolentino die Pforte geöffnet.
Rita blieben 44 Jahre eines intensiven Lebens in Gebet, Gehorsam und Armut, an dessen Ende sie in einer Vision eine Wunde der Dornenkrone empfing. Auf ihrem Sterbebett bat sie eine Cousine, ihr mitten im Winter eine Rose aus dem Garten ihrer Eltern mitzubringen. Tatsächlich blühte dort ein Rosenstrauch.
Verehrung/Brauchtum: Rita wurde 1628 selig- und 1900 heiliggesprochen. Die moderne Kirche von Cascia mit ihrem unverwesten Leichnam ist ein vielbesuchter Wallfahrtsort, da Rita neben Antonius von Padua und Padre Pio von Pietrelcina eine der meistverehrten Heiligen Italiens ist. Ihre Verehrung breitete sich überall dort aus, wohin Italiener auswanderten, besonders in Frankreich. Mit der Weihe der „Rita-Rosen“ am 22. Mai gedenkt man in Italien der Helferin in aussichtslosen Anliegen.
Darstellung: in Augustinerinnentracht beim Empfang der Dornenwunde, manchmal auch in Verbindung mit dem Rosenwunder, in der Hand ein Kreuz oder einen Palmzweig mit drei Kronen
Patronin: der Wurstmacher, in aussichtslosen Anliegen, bei Prüfungsnöten, gegen Pocken.
(Bistum Augsburg)


Reliefs aus dem Leben der hl. Rita, Teil 1 

Am Grab der heiligen Rita von Cascia

Glasfenster mit Rita, Augustinus und Jakobus am Geburtsort von Rita in Roccaporena 

Fresko der hl. Rita in der Franziskanerkirche in Cascia (Helferin in aussichtslosen Anliegen)

Statue der hl. Rita in der Kathedrale von Norcia

Altar der hl. Rita in der Grabeskirche des hl. Augustinus in Pavia


Die Nonne Rita gibt den Armen Brot.

Rita empfängt die Stigmata

Pilgerreise nach Rom

die Rose im Winter
 
Auf ihrem Sterbebett bat die heilige Rita, man möge ihr eine Rose aus dem Garten holen.
Obgleich es eisigkalter Winter war blühte der Rosenstrauch in voller Pracht.
So wurde die Rose ein Attribut der hl. Rita. An ihrem Gedenktag, dem 22. Mai, werden Rosen gesegnet und als Ritarosen verteilt.


der Tod der hl. Rita von Cascia am 22. Mai 1457
 

hl. Rita, Relief über dem Eingang zum Kloster in Cascia

 Litanei zur heiligen Rita

Herr, erbarme dich unser
Christus, erbarme dich unser
Herr, erbarme dich unser,
Christus höre uns, Christus erhöre uns

Gott Vater vom Himmel, erbarme dich unser
Gott Sohn, Erlöser der Welt
Gott Heiliger Geist
Heiligste Dreifaltigkeit, ein einiger Gott

Heilige Maria, bitte für uns
Heilige Gottesmutter
Heilige Jungfrau aller Jungfrauen
Heiliger Josef
Heiliger Vater Augustinus
Heilige Mutter Monika

Heilige Rita, du Helferin an anscheinend unmöglichen Dingen, bitte für uns
Du Trost der Verzweifelnden
Du Schutz und Zuflucht aller Verlassenen
Du getreue Fürbitterin in allen Nöten
Du Vorbild der Sanftmut und Demut
Du Muster des Gehorsams und der Entsagung
Du Spiegel der Geduld und Gottergebenheit
Du Zierde des Augustinerordens
Du Liebhaberin des gekreuzigten Jesus
Du Braut des leidenden Jesus
Heilige Rita, mit der Wunde an deiner Stirne geziert
Heilige Rita, voll Vertrauen auf die göttliche Vorsehung
Heilige Rita, ganz Gott geweiht
Heilige Rita, mächtige Fürsprecherin bei Jesus
Heilige Rita, durch Wunder von Gott verherrlicht
Heilige Rita, allzeit von Gott erhört

Dass wir unserer Eigenliebe entsagen -
bitte für uns, o heilige Rita
Dass wir unser Kreuz geduldig tragen
Dass wir Gott über alles lieben
Dass wir seinen Willen allzeit erfüllen
Dass wir unseren Beleidigern gerne verzeihen
Dass wir den Nächsten wie uns selbst lieben
Dass wir dein Tugend-Beispiel nachahmen
In allen Versuchungen
In allen Gefahren
In allen Nöten und Anliegen
In jeder Betrübnis und Widerwärtigkeit
In Kreuz und Leiden
In der Stunde unseres Todes

Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, verschone uns, o Herr
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, erhöre uns, o Herr
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, erbarme dich unser
Bitte für uns, o heilige Rita
dass wir würdig werden der Verheißungen Christi.


Lasset uns beten: O Gott, du hast in deiner unendlichen Güte dich gewürdigt, das Gebet deiner treuen Dienerin Rita gnädig anzusehen und auf ihre Fürbitte hin das zu verleihen, was menschliches Vermögen nicht erlangen kann. Habe Mitleid mit unseren Nöten und Anliegen, damit alle erkennen, dass du der Lohn der Demüten bist, der Verteidiger der Hilflosen und die Stärke derer, welche auf dich vertrauen. Amen.


(aus: Holböck, Isenegger, Novenensammlung, Klopft an, 234ff)


Basilika der hl. Rita von Cascia

Samstag, 18. Januar 2020

Maria Teresa Fasce

Büste der sel. Maria Theresa Fasce in der Krypta des Heiligtums der hl. Rita, Cascia



Maria Theresa Fasce wurde 1881 in Torriglia bei Genua geboren. Sie hatte einen willensstarken Charakter, liebte die Sammlung des Gebetes, war aber auf der anderen Seite schwungvoll und lebendig und in jedem Moment bereit, aktiv zu werden, wenn sich die Gelegenheit ergab, etwas Gutes zu verwirklichen. Das klösterliche Ideal entbrannte ihr schon früh im Herzen, sie hatte aber viel zu beten und zu erdulden, bevor sie die Oase betreten konnte, in die Gott sie gerufen hatte.

Am 6. Juni 1906 nahm das Kloster der hl. Rita die 25 jährige Postulantin auf, in der Weihnachtsnacht wurde sie mit dem augustinischen Habit eingekleidet und im Jahr darauf gab sie sich, wieder in der hl. Nacht, Gott durch Ablegung ihrer Gelübde hin. Von 1914 an war sie als Novizenmeisterin den jungen Nonnen Vorbild in Wort und Tat. Von 1917 bis 1920 war sie Vikarin des Klosters und ab 1920 wählten sie die Nonnen einstimmig zur Äbtissin des Klosters. Sie wurde bis zu ihrem Tod alle 3 Jahre einstimmig in ihrem Amt bestätigt und war wahrlich "die Mutter" des Klosters. Klares, lebendiges und leuchtendes Zeugnis ihrer Aktivität als Oberin waren und bleiben ihre Werke, die sie plante und umzusetzen wusste.

Zu allererst ist das Heiligtum der hl. Rita und die Verbreitung ihrer Verehrung in allen Teilen der Welt zu erwähnen. Als sie eintrat, fand sie eine kleine, enge Kirche vor, die, obwohl sie das Grabmal der hl. Wundertäterin barg, beinahe unbekannt war. Heute besuchen Tausende von Pilgern aus der ganzen Welt die Basilika und nähern sich Gott mittels der hl. Rita, deren Leben und Wirken in der Zeitschrift "Von den Bienen zu den Rosen" ("dalle api alle rose") dargelegt wird. Diese Zeitschrift hat Maria Theresa schon 1923 ins Leben gerufen. Ihren Traum drückt sie 1943 in einem Brief aus, in dem sie auf das Kriegsende blickt: "Hoffen wir, dass der Herr uns bald die Gnade einer friedlichen Lösung schenkt, und dann wird Cascia unendliche Volksscharen an Dankenden sehen."

Unweit des Heiligtums wurden durch ihr großes Herz zahlreiche Waisenkinder aufgenommen, die heute den modernen "Bienenstock der hl. Rita" bewohnen. In der Nähe des Klosters erheben sich andere bedeutende Werke als Ausstrahlung ihres Lebens: das Spital der hl. Rita und das Exerzitienhaus. Die Liebe und das Opfer der hl. Mutter Theresa waren und sind hierfür das Lebenselexir. Mit großer Tapferkeit und voll Glauben ertrug sie physische Leiden und spirituelle Dunkelheiten. Mit 66 Jahren entschlief sie sanft am 18. Jänner 1947. Ihr Körper ruht unverwest in der Krypta der Basilika von Cascia, neben der Heiligen, die sie so sehr geliebt hatte, und erwartet die Stunde der Herrlichkeit.
Papst Johannes Paul II. sprach unsere Mitschwester Maria Theresa Fasce am 12. Oktober 1997 selig.



Gedenkstein der sel. Maria Theresa Fasce, spielende Waisenkinder, Cascia


Heute gedenkt die Kirche auch der hl. Margarita von Ungarn:

Glasfenster in der Kathedrale von Veszprem (Brief zur Heiligsprechung, Teil 1)
Glasfenster in der Kathedrale von Veszprem (Brief zur Heiligsprechung, Teil 2)
in der Kirche Teresa von Avila in Budapest (Lebensbeschreibung)
in der Blauen Kirche in Pressburg

wir leben in Cascia in der Nähe der hl. Rita und der sel. Maria Teresa🐱

Montag, 22. Mai 2017

Am Grab der hl. Rita von Cascia, Helferin in aussichtslosen Anliegen

Fresko der hl. Rita, S. Francesco, Cascia

In der Unterstadt von Cascia steht die große, einst so bedeutende romanische Kirche San Francesco. Viele Jahre war dieses Gotteshaus der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Die Kirche befand sich in einem baufälligen Zustand, und daher wurden dort auch keine Gottesdienste mehr gefeiert. So ahnten weder die Pilger noch die Touristen, welch kostbaren Schatz diese Kirche in sich birgt. 1988 wurde das Gotteshaus einer gründlichen Restauration unterzogen. Und so finden die Rita-Verehrer neu den Weg zu einer kleinen Kostbarkeit: ein Fresko, das die heilige Rita als junge Witwe zeigt und das bereits zu ihren Lebzeiten, anfang des 15. Jahrhunderts, in einer Wandnische entstanden ist. (...)
Wie aus dem Leben der heiligen Rita bekannt ist, bewirkte sie vor ihrem Klostereintritt die Versöhnung zwischen der Familie ihres ermordeten Mannes und der Familie des Mörders. Rita musste, um das Kloster eintreten zu können, eine öffentlich besiegelte Friedensurkunde vorweisen. Ihr Bemühen um Frieden und Versöhnung machte in der Öffentlichkeit so großen Eindruck, dass man ihr bereits zu Lebzeiten ein Denkmal setzen wollte. Mit dem Gemälde in der Franziskanerkirche wollte man die Gegenwart und die Zukunft zum Frieden und zur Versöhnungsbereitschaft mahnen.

Rita ist auf dem Fresko dargestellt im schwarzen Witwenkleid mit dem braunen Umhang und dem weißen Schleier. Auch die Stirnwunde ist deutlich zu sehen. Allerdings handelt es sich dabei um eine Ergänzung, da die Heilige diese erst 1442 empfangen hat. Dass sich die Gesamtheit des Freskos heute verändert hat, liegt an den dramatischen Zusammenhängen: Ursprünglich zeigte das Bild den Versöhnungsakt zwischen der Familie Fernandos und den Angehörigen des Mörders. Rita stand als Vermittlerin abseits. Lange nach Ritas Tod waren in Cascia erneute Kämpfe und Rivalitäten, Streitigkeiten und Unfrieden ausgebrochen. Viele Bewohner von Cascia konnten diese Machtkämpfe nicht begreifen - hier, in der Stadt der großen Friedensstifterin. Eines Nachs wurde die Versöhnungsszene von unbekannter Hand ausgemeißelt: Das Bild der heiligen Rita aber blieb unversehrt.
In einer späteren Zeit wurde die Nische durch eine andere Darstellung ausgemalt. Es war die Zeit der Renaissance. Die Darstellung der hl. Rita blieb erhalten.
(Schneider; Martin; Die hl. Rita von Cascia, Helferin in aussichtslosen Anliegen)

Fresko der hl. Rita von Cascia, 15. Jh, Franziskanerkirche Cascia

Cascia

Die Basilika der heiligen Rita in Cascia wurde auf Anregung der Äntissin Madre Maria Teresa Fasce (1881-1947) erbaut. Baubeginn war 1937. Am 22. Mai 1947 wurde die erste heilige Messe zelebriert. Papst Pius XII. hat die Kirche am 1. August 1955 zur Basilika erhoben.

Santuario di Santa Rita, Cascia

Rita von Cascia, geboren 1360 bei Cascia in Umbrien, wurde entgegen ihrem Wunsch jung zur Ehe mit einem Mann gezwungen, dessen Rohheit sie 18 Jahre mit größter Geduld ertrug. Als ihr Gatte ermordet wurde, schworen ihre beiden Söhne Blutrache, Rita betete, dass sie lieber sterben als zu Mördern werden sollten, – was auch tatsächlich geschah.
Rita trat nun im Alter von 33 Jahren in das Augustinerinnenkloster zu Cascia ein. Sie zeichnete sich durch strengste Abtötung und tiefe Liebe zum leidenden Erlöser aus. Dafür erfuhr sie mystische Gnadenerweise. Fünfzehn Jahre vor ihrem Tod empfing sie auf ihrem Kopf die Wundmale der Dornenkrone. Rita starb am 22. Mai 1434 zu Cascia, 1937 wurden ihre Reliquien in die neuerbaute Rita-Basilika übertragen. Rita ist nach dem hl. Antonius und dem seligen Padre Pio die populärste Heilige Italiens, sie wird außerdem besonders in Südamerika und auf den Philippinen verehrt.
(Martyrologium Sancrucense)




Ich setze eine Krone auf ihr Haupt
Als man 150 Jahre nach ihrem Tod, im Zuge des Seligsprechungsprozesses, 1627 ihren hölzernen Sarkophag öffnete, fand man ihren Körper unversehrt, und das, obwohl ungünstige Bedingungen geherrscht hatten und Holz weitaus mehr Luft und Feuchtigkeit einlässt als ein gemauerter Sarkophag. Nach der Umbettung in einen Glasschrein ging es richtig los: Die heilige Rita soll ihre Augen geöffnet haben, sie soll ihre Position mehrfach verändert haben, ja, sie soll sogar abgehoben sein in ihrem Schneewittchensarg und bis zum Deckel empor geschwebt sein. Die Aufzeichnungen von Zeugenaussagen dazu finden sich in den Archiven des Erzbistums Spoleto.

In letzter Zeit soll sich sich aber ruhig verhalten haben. Sie liegt heute in der linken Seitenkapelle der modern gestalteten Wallfahrtskirche aus den 1930er Jahren. Ihren Glassarg ummantelt ein prächtiger Schrein und goldene Engel bewachen ihn.
Seine eigenwillige Gestaltung erinnert an die Schlafkapsel eines Raumschiffes, in dem Astronauten der Zukunft ihre jahrhundertelangen Reisen durch den interstellaren Raum überbrücken. Nur, dass die heilige Rita nicht den Landeanflug erwartet, sondern die Wiederkunft des Herrn.
(Barbara Wenz, Poetische Pilgerorte, 188f)



Der unverweste Leichnam der hl. Rita von Cascia






Rita von Cascia empfängt einen Dorn der Dornenkrone Jesu,
Santuario di Santa Rita, Cascia


Eines Tages kam der berühmte Prediger Jakobus von der Mark, ein Schüler des heiligen Johannes Capistran, am Gründonnerstag nach Cascia. Bei diesem Vortrag über die Passion des Herrn war auch die gesamte Klostergemeinschaft der Augustinerinnen zugegegen. Aufs tiefste erschüttert, kehrte Rita aus der Kirche zurück und warf sich in der Nacht zum Karfreitag vor einem Bilde des Heilands nieder und flehte ihn an, ihr doch wenigstens einen kleinen Anteil an seinem Leiden zu geben. Da schien es ihr, als löse sich die Hand Christi vom Kreuz und fasse nach der Dornenkrone; ein Dorn entfuhr seiner Hand und grub sich wie ein Blitz so tief in Ritas Stirne, dass sie vor Schmerz das Bewusstsein verlor. Das Stigma der Stirnwunde blieb zeitlebens äußeres Zeichen ihrer Verbundenheit mit Christus. (Quelle)




Gott, unser Vater,
du hast deiner Dienerin Rita eine innige Liebe zum Gekreuzigten geschenkt.
Gib auch uns deine Kraft, unsere Leiden in Geduld zu tragen,
damit wir immer innigeren Anteil erhalten
am österlichen Geheimnis deines Sohnes, unseres Herrn, Jesus Christus.


Verherrlichung der hl. Rita von Cascia, Santuario di Santa Rita, Cascia




Der Morgen rötet sich und glüht,
der ganze Himmel tönt von Lob,
in Jubel jauchzt die Erde auf,
und klagend stöhnt die Unterwelt. 

Der starke, königliche Held
zerbrach des Todes schweren Bann.
Sein Fuß zertrat der Hölle Macht:
Aus harter Fron sind wir befreit. 

Er, den der Stein verschlossen hielt
und den man noch im Grab bewacht,
er steigt als Sieger aus dem Grab,
fährt auf in strahlendem Triumph.

Schon werden alle Klagen stumm,
in Freude wandelt sich der Schmerz,
denn auferstanden ist der Herr;
ein lichter Engel tut es kund.

Dem Herrn sei Preis und Herrlichkeit,
der aus dem Grabe auferstand,
dem Vater und dem Geist zugleich
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.

Auferstehung, Glasfenster im Santuario di Santa Rita