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Freitag, 18. September 2026

Lambert / Lantpert von Freising

 

Krypta des Freisinger Doms

Lambert von Freising, Bischof. Die Kirche gedenkt heute auch des anderen Bischofs Lambert, der im 9. Jahrhundert Bischof von Freising war. In den Anfang seiner Bischofszeit fiel die Invasion der Ungarn.
Die Legende erzählt, dass Bischof Lambert den Domberg von Freising dadurch rettete, dass er ihn durch sein Gebet in Nebel hüllte. Lambert war Kaiser Otto I. treu ergeben und sorgte eifrig für die Ortskirche.
Er starb am 19. September 957 in Freising.
Seine Gebeine ruhen in der Lantbertkrypta des Freisinger Domes.
(Martyrologium Sancrucense)


der hl. Lambert erbittet Nebel, Bild über dem Grab des heiligen Lambert
Krypta des Freisinger Doms

Beim Einfall der Ungarn 955 und während eines mehrtägigen Aufenthalts in Freising brannten sie Weihenstephan und St. Veit nieder. Den benachbarten Domberg sahen sie nicht, als wären sie von Blindheit geschlagen. „Dies geschah durch die Verdienste Mariens, der Patronin der Freisinger Kirche und durch die Gebete des hl. Lantpert, des Bekenners Christi.“ Das Blendungswunder wurde später zum Nebelwunder. Auf das Gebet Lantperts hin sei so dichter Nebel eingefallen, dass der Domberg nicht zu sehen war. In einer späteren abgeänderten Version hätten die Ungarn den Dom zwar entdeckt, der Nebel war aber so dicht, dass die bereits angelegten Brandfackeln und die Brandpfeile sich nicht entzünden ließen.[1] Freising ist eine nebelreiche Gegend. Das Nebelwunder ist in der Krypta in einem Rundbogenbild über dem Lantpertschrein dargestellt. (wikipedia)

Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Lambert von Lüttich und des hl. Josef von Copertino. 

Montag, 31. August 2026

Raimund Nonnatus

 

Mezquita-Catedral - Cordoba


Raimund Nonnatus, Priester. Raimund kam um 1202 in Spanien zur Welt. Seinen Beinamen „Nonnatus“, der „Ungeborene“, erhielt er, weil er aus dem Schoß seiner bereits verstorbenen Mutter herausgeschnitten worden sein soll.
Er trat bei den Mercedariern ein, erhielt die Priesterweihe und bemühte sich mit Eifer um den Loskauf christlicher Gefangener in Afrika.
Schließlich gab sich Raimund selbst als Lösepreis hin und erduldete acht Monate lang eine qualvolle Kerkerhaft, bis er wieder freikam.
Raimund Nonnatus starb am 31. August 1240 zu Cardona in Katalonien, er befand sich gerade auf der Reise nach Rom. Unsicheren Quellen zufolge soll er sogar zum Kardinal erhoben worden sein.
(Martyrologium Sancrucense)

Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Paulinus von Trier, des Josef von Arimathäa und des Nikodemus.

Heiliger Raimund Nonnatus, bitte für uns

Raimund Nonnatus, Kathedrale von Cordoba

Sonntag, 21. Juni 2026

noch ein Alban - der Mainzer

 

Alban von Mainz, lebensgroße Figur im Kreuzgang des Mainzer Doms

Alban von Mainz, Priester und Märtyrer. Hrabanus Maurus berichtet im 9. Jahrhundert, Alban sei zur Zeit des Kaisers Theodosius I., also Ende des 4. Jahrhunderts, mit zwei Begleitern, Theonestus und Ursus, nach Mailand gekommen und vom heiligen Ambrosius zur Missionspredigt nach Gallien geschickt worden. Während Ursus schon unterwegs in der Stadt Augusta den Märtyrertod fand, wurden Alban und Theonestus erst bei Mainz enthauptet.
Nach der späteren Legende soll Alban nach der Enthauptung seinen Kopf selbst an die Stätte seines Begräbnisses getragen haben. Die Ausgrabungen auf dem spätrömischen Friedhof förderten tatsächlich sein Grab zutage, so dass an seiner geschichtlichen Persönlichkeit nicht gezweifelt werden kann. Auf der „Albans-Schanze“ in Mainz stand die von Karl dem Großen erbaute Abtei „Sankt Alban“, in der die Mainzer Bischöfe beigesetzt wurden.
Alban wird dargestellt ohne Kopf, bzw. den Kopf tragend. Sein Gedenktag ist der 21. Juni.
(Martyrologium Sancrucense)


Wir danken unserem Herrn Jesus Christus, der uns hier als sein Volk versammelt, und bitten ihn auf die Fürsprache des heiligen Alban.

Du hast den heiligen Alban berufen, Gottes Gegenwart in der Welt zu bekennen. - Steh unserem Papst N., unserem Bischof N. und allen Bischöfen, Priestern und Diakonen bei, dich mutig zu verkünden.

In der Kraft des Heiligen Geistes hat der heilige Alban die Kirche von Mainz erneuert. - Lass die Kirche von Mainz wachsen im Glauben und in der Liebe und mache sie zu einem Zeichen der Hoffnung.

Der heilige Alban hat als Wanderprediger die Botschaft des Evangeliums verkündet. - Schenke allen Christen die Bereitschaft, auf dein Wort zu hören und dir zu dienen.

Du hast im Wirken des heiligen Alban deine Liebe sichtbar gemacht. - Nimm dich der Menschen an, die in Angst und Sorge leben.

Als Märtyrer ist der heilige Alban gestorben und vor den Toren von Mainz begraben. - Lass ihn und alle Verstorbenen das Licht deiner Herrlichkeit schauen.

Denn durch dich schenkt uns der Vater Leben und Zukunft. Ihm gebühren Lob und Dank in Ewigkeit. Amen.

(bistummainz) 


Kreuzgang des Mainzer Doms

Mittwoch, 12. November 2025

Martinus I., Papst

 Papst Martinus I., St. Paul vor den Mauern, Rom

 

Martin I., Papst. Martin wurde um 600 in Todi in Umbrien geboren, bis zu seiner Wahl als Papst war er päpstlicher Gesandter am kaiserlichen Hof in Konstantinopel. 649 wurde er zum Papst gewählt und ohne kaiserliche Bestätigung geweiht.
Seine Amtszeit war geprägt von hitzigen theologischen Streitigkeiten um das Problem des Monotheletismus, also die Frage, ob nur ein einziger Wille oder zwei Willen, nämlich ein göttlicher und menschlicher, in Jesus wirksam gewesen seien. Nachdem eine in Rom abgehaltene Lateransynode ein kaiserliches Dekret, das den Monotheletismus begünstigte, verurteilt hatte, schickte der Kaiser ein Verhaftungskommando nach Rom. Doch dessen Kommandant revoltierte gegen den Kaiser und erklärte sich selbst zum Beherrscher über Italien. Drei Jahre lang konnte so der Papst in seinem Schatten ungestört regieren. Nach dessen Tod wurde Martin jedoch 653 von einem neuerlichen Exekutionskommando gefangen genommen, 654 nach Konstantinopel gebracht, wegen Hochverrats zum Tod verurteilt, dann begnadigt und in die Verbannung auf die Krim geschickt, wo er am 16. November 655 starb. Die Verehrung Martins I. ist vor allem in der Ostkirche verbreitet.
(Martyrologium Sancrucense)

Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Josaphat Kunzewitsch.

Mittwoch, 10. September 2025

Pulcheria Aelia - das Trierer Elfenbein

Die Elfenbeinschnitzerei des 5. Jahrhunderts ist ein Hauptwerk der Kunst der Spätantike, sie zeigt uns ein detailliertes Bild einer Reliquien-Prozession und des byzantinischen Hofzeremoniells.

Wegen seiner Seltenheit, seiner Aura und weil es gut zu bearbeiten ist, war Elfenbein in der Spätantike und im Mittelalter ein sehr begehrter Werkstoff, aus dem man Figürchen oder Reliefs schnitzte.

Die 13 x 26 cm große Reliefplatte könnte ursprünglich zum Schmuck eines Reliquienbehälters gedient haben. Sie zeigt eine von links nach rechts ziehende Prozession. Auf einem prachtvoll geschmückten vierrädrigen und von zwei Maultieren gezogenen Wagen sitzen zwei Geistliche, die einen Reliquienschrein in eine Stadt bringen.

Das Bild zeigt also die feierliche Überführung einer Reliquie an ihren neuen Bestimmungsort. Kerzentragende Männer schreiten voran. Sie werden von einer Kaiserin empfangen. Hinter ihr erkennt man die Kirche, für die die Reliquie bestimmt ist. Die Kirchen konnte nicht mehr rechtzeitig fertiggestellt werden, Handwerker arbeiten noch auf dem Dach.

Den Hintergrund bildet ein großes Gebäude, aus dessen Fenstern zahlreiche Personen schauen, die Hymnen singen und Weihrauchfässer schwingen. Auch wenn das Gebäude an die Porta Nigra erinnert und man bei der Kaiserin mit dem Stabkreuz an Helena, die Mutter Kaiser Konstantins denkt, die der Trierer Kirche der Überlieferung nach zahlreiche Reliquien geschenkt hat, dürfte die Elfenbeinschnitzerei keine Bezüge nach Trier aufweisen: Die Tafel gelangte erst im 19. Jahrhundert aus einer Privatsammlung in den Domschatz.

Das wohl im 5. Jahrhundert in Konstantinopel entstandene Relief gehört allein schon aufgrund der meisterlichen Qualität der Arbeit des Bildschnitzers, der viele Figuren annähernd vollplastisch herausgearbeitet und auch die Architektur sehr anschaulich geschildert hat, zu den besten Werken seiner Zeit. Zudem ist es aufgrund der minutiösen Schilderung der Gesten und Gewänder ein Schlüsseldokument für das byzantinische Hofzeremoniell und eine wichtige Quelle zu den Formen der Reliquienverehrung der Spätantike.

Autor: Prof. Dr. Wolfgang Schmid (Quelle)

Trierer Elfenbein, Reliquienprozession, 5. Jhdt

Der Ort der Prozession ist somit eindeutig als Konstantinopel zu bestimmen, dabei handelte es sich um
den einstigen Schauplatz der Reliquienüberführung der rechten Hand des Heilige Stephanus
in Anwesenheit von Kaiser Theodosius II und seiner Schwester Kaiserin Pulcheria in dem
Jahr 421. Diese Translation ist meiner Meinung nach auf dem Trierer Elfenbein zusammen
mit dem Kaiserpaar Theodosius II und seiner Schwester Kaiserin Pulcheria abgebildet. Der
Basilikalbau auf dem Trierer Elfenbein ist somit eindeutig als die Stephanuskirche zu
identifizieren. 
(aus der Masterarbeit von Regina Haibel über das Trierer Elfenbein, Wien 2018)

die Kaiserin nimmt die Reliquie vom Kaiser in Empfang

Pulcheria Aelia, Kaiserin. Pulcheria wurde 399 in Byzanz als Enkelin Theodosius des Großen geboren. Im Alter von 15 Jahren wurde sie zur Regentin für ihren noch jüngeren Bruder Theodosius II. ernannt. Nach dessen Amtsantritt im Jahr 416 beeinflusste Pulcheria weiterhin die Geschicke des Reiches. Sie lebte als gottgeweihte Jungfrau am kaiserlichen Hof, ließ Kirchen bauen und bekämpfte den Nestorianismus. Den wachsenden Einfluss der monophysitischen Partei am Kaiserhof konnte sie zunächst nicht verhindern. 447 zog sie sich in ein Kloster zurück. Als ihr kaiserlicher Bruder 450 starb, heiratete sie aus politischer Räson den ihr ergebenen Feldherrn Marcion, der damit nominell Kaiser war. In Wirklichkeit regierte Pulcheria, und zwar zum Segen für den katholischen Glauben.
Sie berief nach dem Skandal der Räubersynode von Ephesus 449 für das Jahr 451 eine Konzilsversammlung nach Chalkedon ein. Dieses 4. Ökumenische Konzil verurteilte sowohl den Nestorianismus als auch den Monophysitismus und definierte in ausgewogener Weise die unvermischte Einheit von Gottheit und Menschheit in der Person Christi. Kaiserin Pulcheria starb im Juli 453 in Konstantinopel.
(Martyrologium Sancrucense)

Die Kirche gedenkt heute auch des hl. Nikolaus von Tolentino.

Hochaltar in Tolentino, Christus umarmt Nikolaus, 1 und 2

Gebet zum hl. Nikolaus von Tolentino

Aus dem Leben des hl. Nikolaus von Tolentino

Die Kapelle des hl. Nikolaus von Tolentino

Nikolaus und die Rebhühner 

Maria hilft Nikolaus in schwerer Krankheit

Geburt und Sterben des hl. Nikolaus

Nikolaus und die Armen Seelen 

Mittwoch, 22. Januar 2025

Ein Märtyrerdiakon

 Heute gedenkt die Kirche auch des sel. Arztes Ladislaus Batthyani-Strattmann.

Heiliger Vinzenz, bitte für uns!
(zwei Raben sollen den Leichnam, der nicht begraben werden durfte, bewacht haben)

 

Bild des Martyriums in der Kathedrale von Burgos

An seinem leeren Grab in San Vicente - Avila

Kenotaph des hl. Vinzenz mit Darstellung seines Lebens und Martyriums

Der Fußabdruck des hl. Vinzenz

Vinzenz der Märtyrer. Vinzenz oder Vincentius war nach der Überlieferung Archidiakon des Bischofs Valerus von Saragossa im 3. Jahrhundert und wurde mit diesem nach Valencia verbannt. Dort wurde er wegen seines christlichen Glaubens nach einer glänzenden Verteidigungsrede zu Tod gemartert, und zwar an einem 22. Januar, wahrscheinlich 304.
Schon im Frühmittelalter entstand an seinem Grab und bei seinen Reliquien ein blühender Kult, der sich im späteren Mittelalter auch auf Frankreich und die deutschsprachigen Gebiete ausdehnte.
Der heilige Märtyrer Vinzenz wird als Diakon mit Palme, Buch und Raben dargestellt. Er ist der Patron der Holzarbeiter.

(Martyrologium Sancrucense)

Heute

Mittwoch, 28. Februar 2024

Oswald von Worcester

 

links Oswald von Worcester, Worcester Cathedral

 

Oswald von Worcester, Erzbischof von York. Oswald war ein Neffe Erzbischof Odos von
Canterbury im 10. Jahrhundert, wurde schon in jungen Jahren Kanoniker, dann Dechant des
Domkapitels zu Winchester.
 

Da er nach einem vollkommeneren Leben strebte, trat er als Mönch in die berühmte Abtei Fleury in Frankreich ein. 959 nach England zurückgekehrt, wurde Oswald 961 Bischof von Worcester und 972 zugleich Erzbischof von York. Oswald gründete mehrere Klöster, darunter Sankt Maria in Worcester und Ramsay. In anderen Klöstern führte er behutsam Reformen im Geist von Fleury durch. Auch das Leben des Weltklerus suchte er zu verinnerlichen. Die Verwaltung der bischöflichen und klösterlichen
Güter ordnete Oswald neu. Daneben vernachlässigte er nicht die Sorge für die Armen und
Notleidenden.

Oswald starb am 29. Februar 992 und wurde in der Marienkirche zu Worcester begraben.
Bereits zehn oder zwölf Jahre nach seinem Tod wurden die Gebeine erhoben. Dargestellt in bischöflichem Ornat mit Kirchenmodell und Teufel.
(Martyrologium Sancrucense)

Mittwoch, 31. Mai 2023

Am Grab der hl. Petronilla von Rom

Altar der hl. Petronilla, Petersdom

 

An der Westwand der Kapelle steht der Altar der hl. Petronilla, der seit 1606 auch die Gebeine der Kapellen- und Altarpatronin beherbergt.
Das Altarmosaik entstand ab 1730 nach einem Gemälde von Giovanni Francesco Barbieri aus dem Jahr 1623. Das Werk ist in zwei Ebenen geteilt: Im unteren Teil ist die Grablegung von Petronilla dargestellt; oben sieht man die Heilige im Typus einer Apotheose auf einer Wolke vor Christus kniend. Wiki

 Petronilla in Petronell-Carnuntum

Mittwoch, 20. Oktober 2021

Wendelin, Einsiedler

 

Wendelin, Einsiedler. Er lebte zur Zeit des Trierer Bischofs Magnerich um 570 in den Vogesen als fränkischer Einsiedler oder Mönch. Nach der späteren Legende des 15. Jahrhunderts soll Wendelin gar ein iroschottischer Königssohn gewesen sein, der zunächst Hirte, dann Einsiedler, schließlich sogar Abt gewesen sei. Jedenfalls fand Wendelin seine letzte Ruhestätte, die schon um 1000 bezeugt wird, in dem später nach ihm benannten Sankt Wendel im Saargebiet. Sein Grab wurde ein bedeutender Wallfahrtsort. Seine Verehrung als Schutzherr für Feld und Vieh verbreitete sich im Rhein-Mosel-Gebiet, im alemanni-schen Raum und durch Auswanderer nach Osteuropa und Nordamerika. Wendelin wird als Hirte dargestellt, zu Füßen eine Krone, von einer Viehherde umgeben.
(Martyrologium Sancrucense)

Heute gedenkt die Kirche auch des sel. Jakob Kern und des hl. Vitalis von Salzburg.

Heiliger Wendelin, Loimersdorf, NÖ

Samstag, 9. Oktober 2021

Am Grab des hl. Johannes Leonardi

 

S. Maria in Portico in Campitelli, Rom

Heiliger Johannes Leonardi, bitte für uns!

Johannes Leonardi, Ordensgründer. Der um 1541 in Diecimo bei Lucca geborene Johannes war zunächst Apothekergehilfe und wurde 1573 Priester. 1574 gründete er die „Gesellschaft der christlichen Lehre“ für die Erziehung der Jugend sowie die Kongregation der „Regularkleriker der Mutter Gottes“ für die Seelsorge an den Armen. Johannes Leonardi wurde durch den „geschwisterlichen“ Neid der Kleriker von Lucca nach Rom vertrieben. Hier gründete er ein Kolleg zur Ausbildung von Missionaren und bekam von Clemens VIII. den Auftrag zur Reform von mehreren Orden.

Unter anderem war er der Lehrer von Philipp Neri, der zu ihm gesagt haben soll: „Johannes, Du bist zwar ein Heiliger, aber pass’ auf, dass Du auch einer bleibst!“ Johannes Leonardi starb bei der Pflege Pestkranker am 9. Ok-tober 1609 zu Rom. Er wurde 1938 heilig gesprochen.
(Martyrologium Sancrucense)

 Heute gedenkt die Kirche auch des hl. John Henry Newman und des hl. Dionysius von Paris.


Altarbild: Geburt v. Johannes dem Täufer, Gaulli, 1692

Montag, 2. August 2021

Gundekar von Eichstätt

 

 

Gundekar von Eichstätt, Bischof. Gundekar wurde um 1019 geboren, um 1045 wurde er Domherr in Eichstätt und Hofkaplan der Kaiserin Agnes. Als Gebhard von Eichstätt den päpstlichen Stuhl unter dem Namen Viktor II. bestieg, wurde Gundekar 1057 zu dessen Nachfolger erkoren. Als Bischof von Eichstätt weihte Gundekar in seinem Bistum über hundert neue Gotteshäuser und 1060 den von ihm erbauten Ostchor des Domes. Das 1172 verfasste Pontifikale und Rituale, das auch „Gundecarianum“ genannt wird, ist eine einzigartige Quelle zur Eichstätter Bistumsgeschichte und Liturgie. Gundekar starb am 2. August 1075 zu Eichstätt und wurde im Dom begraben. 1309 wurden seine Gebeine erhoben.
(Martyrologium Sancrucense)

Grab des sel. Gundekar von Eichstätt
Heiliger Gundekar, bitte für uns!

Dom zu Eichstätt (St. Salvator, Willibald, Aufnahme Mariens)

Freitag, 30. Juli 2021

Am Grab des hl. Petrus Chrysologus, Kirchenlehrer, in Imola

Kathedrale von Imola

 





Krypta der Kathedrale von Imola

Grab des hl. Petrus Chrysologus im linken Seitenschiff der Krypta

 

Heiliger Petrus Chrysologus, bitte für uns!

Hier ruhen die Gebeine des hl. Petrus Chrysologus!


Petrus Chrysologus, Erzbischof und Kirchenlehrer. Petrus wurde um 380 bei Imola in Italien geboren, dort erzogen und in den Klerus aufgenommen. Wahrscheinlich vor 431 wurde er Bischof von Ravenna, das wegen seiner damaligen Bedeutung als Sitz des oströmischen, kaiserlichen Exarchates zum Erzbistum erhoben wurde. Petrus war eng mit Papst Leo dem Großen befreundet und hatte am kaiserlichen Hof maßgeblichen Einfluss.
Petrus war ein mitreißender und teils volkstümlicher Prediger, der die Menschen begeisterte. Zahlreiche Predigten sind erhalten. Er predigte nachweislich nie länger als fünfzehn Minuten. An heißen Sommertagen machte er Predigtferien.
Schon zu Lebzeiten gab man Petrus den Ehrennamen „Chrysologus“, der „Goldmund“. Als Petrus spürte, dass sein Tod nahte, kehrte er zum Sterben an seinen Geburtsort Imola zurück, wo er am 31. Juli nach 451 starb. Sein Grab befindet sich im Dom in Imola. Papst Benedikt XIII. verlieh Petrus 1729 den Ehrentitel Kirchenlehrer.
(Martyrologium Sancrucense)

Reliquien des hl. Cassian/Kassian von Imola, Märtyrer im Mittelschiff der Krypta


Blick von der Krypta in die Kirche


 Du Mensch, warum giltst du dir so wenig, da du doch für Gott so kostbar bist?
Gott ehrt dich hoch. Warum entehrst du dich so sehr?
Warum suchst du nach dem, woraus du geschaffen bist,
und nicht nach dem, wofür du gemacht wurdest? 

(Petrus Chrysologus, praedicade)


Basilica Cattedrale di San Cassiano Martiri, Imola


Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Leopold Mandic

Glasfenster im Kapuzinerkloster in Padua, Relief des hl. Leopold

Leopold Mandic, Apostel der Barmherzigkeit

Am Grab des hl. Leopold Mandic in Padua

und der hl. Erentrudis von Salzburg.

Samstag, 24. Juli 2021

Hl. Charbel Makhlouf, bitte für uns!

 

Ex ossibus Reliquie
hl. Charbel Makhlouf, bitte für uns!

Charbel Makhlouf, Mönch, Priester und Einsiedler. Charbel Makhlouf wurde am 8. Mai 1828 in Beka-Kafra im Libanon als Sohn eines armen Bauern geboren. Mit 25 Jahren wurde er Mönch im Kloster Annaya, 1859 zum Priester geweiht. Der Heilige führte ein besonders strenges Büßerleben, kniete Nacht für Nacht betend vor dem Tabernakel, auch großer Kälte trotzend.
1875 zog er in eine Einsiedelei nahe bei seinem Kloster. Er galt als Urbild des vollkommenen Mönches und wurde schon zu Lebzeiten wie ein Heiliger verehrt. Bei einer heiligen Messe erlitt Charbel einen Schlaganfall, unbeweglich verbrachte er acht Tage in seiner Einsiedelei, bis er am 24. Dezember 1898 starb. Sein Grab wurde sofort eine vielbesuchte Wallfahrtsstätte, an der sich viele Wunder ereigneten. Charbel Makhlouf wurde 1965 von Paul VI. selig und 1977 vom selben Papst heilig gesprochen.
(Martyrologium Sancrucense)

Litanei zum heiligen Charbel Makhlouf:

Herr, erbarme dich unser. Christus, erbarme dich unser.
Herr, erbarme dich unser. Christus, höre uns. Christus, erhöre uns.
Gott, Vater im Himmel, erbarme dich unser.
Gott Sohn, Erlöser der Welt, erbarme dich unser.
Gott, Heiliger Geist, erbarme dich unser.
Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, erbarme dich unser.

Heiliger Charbel Makhlouf, bitte für uns.
Du große geistliche Zeder vom Libanon, bitte für uns.
Du gehorsamer Sohn armer Bauern, bitte für uns.
Du frommer Gott-Sucher, bitte für uns.
Du opferbereiter Mönch, bitte für uns.
Du gottverbundener Priester, bitte für uns.
Du bussfertiger Einsiedler, bitte für uns.
Du beharrlicher Beter, bitte für uns.
Du gotterleuchteter Ratgeber, bitte für uns.
Du hilfreicher Vater der Armen, bitte für uns.
Du Tröster der Leidenden, bitte für uns.
Du Fürsprecher der Bedrängten, bitte für uns.
Du einflussreicher Mittler des Friedens, bitte für uns.
Du wundermächtiger Helfer in Krankheit und Not, bitte für uns.

Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt – verschone uns, o Herr.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt – erhöre uns, o Herr.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt – erbarme dich unser, o Herr.
Du bist gross in deinen Heiligen, gütiger Gott und schenkst uns durch sie dein Erbarmen.

Lasset uns beten: Allmächtiger dreieiniger Gott, du hast den heiligen Charbel in deinen besonderen Dienst berufen und mit ganz grossen Gnaden beschenkt. Durch seine Vermittlung hast du vielen Leidenden wunderbar geholfen, Kranke geheilt, Sünder bekehrt und Trauernde getröstet. Ich vertraue fest darauf, dass er mit seiner Fürsprache auch mir helfen kann. Ich biete dir seine Tugenden, Opfer und Gebete an und bitte dich demütig um baldige Hilfe in meinen Anliegen und Sorgen. Verherrliche deine Macht und Güte und deinen treuen Diener vom Libanon, indem du mir Erhörung gewährst. Dann will ich mit ihm zusammen dir von Herzen danken und dich loben und anbeten, der du die Liebe bist und über alle Geschöpfe machtvoll waltest in Ewigkeit. Amen.

Charbel Makhlouf (1828 – 1898). Solidarité Liban-Suisse, Mai 2015, Quelle

Mittwoch, 9. Juni 2021

Gaudi und die Sagrada Familia

 

die sagrada familia

Antonio Gaudí y Cornet, Architekt. Antonio Gaudí wurde 1852 in Katalonien als Sohn eines Kupferschmiedes geboren. 1878 schloss er sein Studium der Architektur ab und war schon bald ein gefeierter Architekt, der viele jener Bauten schuf, die bis heute das Stadtbild Barcelonas prägen. Dabei entwickelte Gaudí seine eigentümliche stilistische Vielfalt, indem er gotische und maurische Elemente verband.

Antonio Gaudí lebte ehelos und führte ein tief religiöses Leben. Besonders verehrte er die Muttergottes und dekorierte seine Wohnhäuser mit Versen aus Marienliedern oder dem Ave Maria. Während einer schweren Krankheit in Jugendjahren wurde ihm durch eine Vision die Herrlichkeit der Schöpfung Gottes bewusst, sodass er fortan versuchte, in seinen Bauwerken die Natur als Abbild der göttlichen Schönheit einzubeziehen. Sein Motto lautete: „Ich bin kein Künstler. Ich führe nur das Werk Gottes fort.“ 

Die Errichtung der riesigen Sühnekirche „Sagrada Familia“ in Barcelona war ihm das größte Anliegen. Den Auftrag dazu hatte er bereits 1884 im Alter von nur 32 Jahren erhalten, der Kirche widmete er praktisch sein ganzes Leben. Er wurde 1926 auf dem täglichen Weg zu der Großbaustelle, in deren Nähe er wohnte, von einer Straßenbahn angefahren. Drei Tage später, am 10. Juni 1926, erlag er seinen Verletzungen. Zehntausende Menschen geleiteten den Sarg von Antonio Gaudí zu seiner letzten Ruhestätte in der Krypta der Sagrada Familia. Sofort nach seinem Tod setzte die Verehrung ein. Seiner Fürbitte werden auch zahlreiche Heilungen zugeschrieben. Der Seligsprechungsprozess ist seit 2002 auf diözesaner Ebene abgeschlossen.
(Martyrologium Sancrucense)

Die Sagrada Familia im Weitwinkel