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Freitag, 15. Mai 2026

Sophia, Märtyrin und Eisheilige

Sophie von Rom im Stephansdom vor der Renovierung

Sophia (um 1450 aus Kalkstein) nach der Renovierung mit Hand und Palme,
 Stephansdom

 
Eine besondere Gruppe ist an der Nordwand des Langhauses zu finden: die heilige Sophia mit ihren drei Töchtern, Spes, Fides und Caritas. Die Legende berichtet von einer christlichen Witwe mit drei Töchtern, die aus Mailand stammten und zu Opfern der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian (303-305) wurden.
Die Namen haben auch eine andere Bedeutung, die über die tragische persönliche Geschichte hinausweist: Die drei Töchter tragen die Namen der drei göttlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe, die aus der Beschreibung der Liebe im ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther hergeleitet werden: „Für jetzt bleiben diese drei: Glaube, Hoffnung und Liebe“. Die Weisheit (Sophia) ist eines der Ziele einer tugendhaften Lebensführung. Im Vers davor schreibt Paulus: „Dann (im Paradies) werde ich [die Weisheit, griechisch Sophia] vollkommen erkennen“.
(Quelle: Verein UnserStephansdom)



Sophia links vor dem Fenster ganz rechts, Stephansdom

Dienstag, 12. Mai 2020

Servatius von Tongern 13.5.

Servatiusstatue von Adolf Treberer-Treberspurg


Servatius von Tongern, Bischof. Servatius war seit etwa 345 Bischof von Tongern. Wahr-scheinlich ist er der in den Akten der Synode von Sardika 350 genannte „Sarbatios“, der ein heftiger Gegner der Irrlehre des Arius war. In Tongern und Maastricht erbaute Servatius Marienkirchen. Er starb gegen Ende des 4. Jahrhunderts. Von Maastricht aus, wo sein Grab in der Servatiuskirche Mittelpunkt einer Wallfahrt wurde, verbreitete sich sein Kult in Westeuropa, vor allem an Rhein und Mosel.
(Martyrologium Sancrucense)


Servatiuskirche in Wien Liesing

Der Eisheilige Pankratius


St. Pankraz, Telfes im Stubaital

Barockkirche, ab 1753 errichtet

Märtyrer
Namensdeutung: der alles Beherrschende (griech.)
Namenstage: Pankratius, Pancrace, Pankraz, Pancras, Pancracio
Gedenktag: 12. Mai

Lebensdaten: geboren um 290 in Synnada, Phrygien (heute Şuhut, Türkei), gestorben am 12. Mai 304 in Rom

Lebensgeschichte: Pankratius war das Kind römischer Bürger und zog nach dem frühen Tod seiner Eltern mit seinem Onkel Dionysius nach Rom, wo sie eine Villa auf dem Caelius bewohnten. Beide bekehrten sich zum Glauben an Jesus Christus, den sie leidenschaftlich verkündeten.
Während der Diokletianischen Christenverfolgung – der Onkel war inzwischen verstorben – wurde Pankratius festgenommen und weigerte sich, das behördlich angeordnete Opfer darzubringen. Diokletian persönlich soll von dem 14jährigen so beeindruckt gewesen sein, dass er ihm Macht und Ansehen versprach. Als Pankratius sich immer noch weigerte, wurde er an der Via Aurelia enthauptet.
Eine Frau namens Ottavilla barg den Leichnam und bestattete ihn in den Katakomben. Pankratius’ Kopf wurde in ein Reliquiar eingesetzt, das heute in der Basilika San Pancrazio zu sehen ist.

Verehrung/Brauchtum: Obwohl das überlieferte Martyrium Pankratius’ zeitlich nicht ganz stimmen kann, ist seine Verehrung spätestens ab dem Bau der ihm geweihten Basilika durch Papst Symmachus (498–514) bezeugt. Seine Reliquien gelangten unter Papst Gregor dem Großen (590–604) nach England, wo die St Pancras Old Church in London eine der ältesten Kirchen des Landes ist. Wegen der gemeinsamen Verehrung mit den Soldaten Nereus und Achilleus wird er im Mittelalter häufig als Ritter abgebildet. Seine Verehrung im deutschen Sprachraum geht auf die Eroberung Roms durch Kaiser Arnulf von Kärnten am Pankratiustag 896 zurück. Als der Erste der drei Eisheiligen und einer der 14 Nothelfer spielt er im bäuerlichen Jahreskreis eine wichtige Rolle. In Spanien wird er um Arbeit und Gesundheit angerufen; sein mit Petersilie geschmücktes Bildnis findet sich in unzähligen Bars und Restaurants.

Darstellung: als römischer Jüngling, auch in Ritterrüstung, mit Schwert und/oder Palme

Patron: der (Erstkommunion-)Kinder, der jungen Saat und Blüte, gegen Meineid, falsches Zeugnis, Krämpfe, Hautkrankheiten und Kopfschmerzen

(Bistum Augsburg)

Pankratius in Senning, Niederösterreich

Heute gedenkt die Kirche auch der sel. Imelda, der Patronin der Erstkommunionkinder.

Enthauptung des  hl. Pankratius, St. Pankraz, Telfes

Hl. Pankratius, bitte für uns und die Erstkommunionkinder

Samstag, 12. Mai 2018

Pankratius - Märtyrer und Eisheiliger


Hl. Pankratius, bitte für uns!


Pankratius, Märtyrer. Pankratius ist ein Märtyrer in Phrygien zu römischer Zeit, über den sichere Nachrichten fehlen. Die Legende erzählt, dass er der verwaiste Sohn eines reichen Phrygiers in Kleinasien war, der 303 als 14-Jähriger mit seinem Onkel Dionys nach Rom reiste. Mit seinem ererbten Vermögen half Pankratius dort den verfolgten Christen, besonders den um ihres Glaubens willen Gefangenen. Nach dem Tod des Onkels wurde Pankratius von einem der Verfolgungsbefehle Kaiser Diokletians erfasst und vor den Kaiser gebracht. Der Vierzehnjährige ließ sich trotz aller Verlockungen nicht vom Glauben abbringen, deshalb wurde er öffentlich enthauptet und sein Leichnam Hunden zum Fraß vorgeworfen. Eine Christin barg ihn unter Lebensgefahr und setzte ihn in den Katakomben an der Via Aurelia bei. Über dem Grab des Pankratius errichtete Papst Symmachus die Kirche S. Pancrazio fuori le mura. Kaiser Arnulf von Kärnten schrieb seine Eroberung Roms am 12. Mai 896 der Fürbitte des Pankratius zu, worauf die Verehrung des Heiligen vor allem in Mitteleuropa aufblühte. Pankratius ist einer der fünf Eisheiligen. Dargestellt wird er als junger Mann, oft in Ritterrüstung, mit Schwert, Märtyrerkrone und Palme.
(Martyrologium Sancrucense)


Pfarrkirche St. Pankratius, Senning, Niederösterreich

Montag, 15. Mai 2017

Sophia von Rom

Sophia von Rom mit ihren Märtyrertöchtern Fides, Spes und Caritas,
Glaube, Hoffnung und Liebe als Frucht der Weisheit
Stephansdom, Wien


Sophia, eine römische Jungfrau, erlitt den Martertod wahrscheinlich in der Christenverfolgung Diokletians. Sie wurde im Friedhof der heiligen Gordianus und Epimachus bestattet. Papst Sergius II. übertrug Teile der Reliquien Sophias um 845 unter den Hochaltar der römischen Kirche San Martino ai Monti. Eine ganz seltene Darstellung aus dem 15. Jahrhundert findet sich in Sankt Stephan zu Wien auf einem Langhauspfeiler. Sophia wurde in den österreichischen Landen als sogenannte „Eisheilige“ verehrt, insofern der 15. Mai als letzter möglicher Frosttag gilt.
(Martyrologium Sancrucense)