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Mittwoch, 23. Oktober 2024

Über den Klerus - Johannes von Capestrano

 

Heiliger Johannes v. Capestrano, bitte für uns!
 

Die zum Dienst am Tisch des Herrn berufen sind, sollen beispielhaft leuchten durch ein würdiges und sittliches Leben, weit ab von aller Niedrigkeit und Unreinheit der Laster. Als Salz der Erde für sich und die anderen sollen sie in Ehrbarkeit zusammenleben und in edlem Feingefühl anderen voranleuchten.
In der Schule Christi sollen sie lernen, daß nicht nur den Aposteln und Jüngern, sondern auch allen Nachfolgern, also auch den Priestern und den Klerikern gesagt wird: "Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr; es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten."
Ein unwürdiger, mit Lastern beschmutzter Klerus, der in den Fesseln der Sünde verstrickt ist und von dem man weder für ihn selbst noch für andere Hilfe erwartet, wird von den Menschen mit Recht wie wertloser Unrat zertreten.
Gregor sagt: "Wer ein verächtliches Leben führt, dem bleibt nichts anderes, als daß auch seine Predigt verachtet wird."
"Älteste, die das Amt des Vorstehers gut versehen, verdienen doppelte Anerkennung; das gilt besonders solchen, die sich mit ganzer Kraft dem Wort und der Lehre widmen."

Die Priester aber, die ihr Amt gut verwalten, verdienen doppelte Anerkennung: sowohl materiell wie persönlich, zeitlich wie geistlich, vergänglich wie ewig. Mit allen Geschöpfen gemeinsam sind sie den Bedürfnissen der Natur unterworfen, aber sie sind doch sorgfältig darauf bedacht, im Himmel unter den Engeln zu weilen, damit sie als aufmerksame Diener des Königs Wohlwollen erlangen. Wie für die Welt di e Sonne aufgeht in göttlichen Höhen, so leuchte das Licht des Klerus vor den Menschen, "damit diese ihre guten Werke sehen und den Vater im Himmel preisen".

"Ihr seid das Licht der Welt." Licht leuchet aber nicht nur für sich, sondern sendet seine Strahlen aus, um alles ringsum zu erhellen; so auch das hervorragende Leben guter und rechtschaffener Kleriker, und jeder, der sie sieht, wird durch den Glanz ihrer Herrlichkeit erleuchtet und erfreut. Wer mit der Sorge für andere betraut ist, muss an sich selber zeigen, wie andere im Hause des Herrn wandeln sollen.

Aus dem Traktat des heiligen Johannes von Capestrano "Spiegel der Kleriker", in: Franziskanisches Proprium zum Stundenbuch

 

Johannes Capestran und der Angelus, St. Maria Schnee, Prag

Bild im Kloster Maria Lankowitz

Die Rettung Belgrads durch Johannes Capestranus (Franziskanerkirche Stuhlweissenburg, Kapistrankanzel Stephansdom)

 Das Leben des hl. Johannes von Capestrano (kath-info.de)

Sandalen, Habit und Stola des hl. Johannes von Capestran

227 später rettet wieder ein Franziskaner/Kapuzinermönch die Christenheit vor den Türken

 

Redemptoristen im ehemaligen Franziskanerkloster


Dienstag, 15. März 2022

Klemens Maria Hofbauer, bitte für uns!

Klemens Maria Hofbauer auf einem Kelch der Redemptoristen, Maria am Gestade

 

Klemens wurde am Stephanstag 1751 in Taßwitz bei Znaim (Mähren) als neuntes Kind armer Leute geboren. Er war zuerst Bäcker, dann Einsiedler, schließlich Student und wurde mit 34 Jahren in Rom zum Priester geweiht. Er war der erste deutsche Redemptorist und seit 1788 Generalvikar dieser Kongregation im Norden. Der tief innerliche Mann „mit dem Apostelkopf“ und einem fröhlichen, gelegentlich auch heftigen Temperament arbeitete in Warschau, dann in Wien, wo er als Prediger und Beichtvater großen Einfluss hatte. Er war Seelsorger der Armen und der Reichen, der einfachen Leute und der Gebildeten, der Erwachsenen und der Kinder. Er starb am 15. März 1820 an Typhus. Sein Leib wurde 1862 in die Kirche Maria Stiegen in Wien übertragen.

Redemptoristenkirche in Amsterdam

Der Klemensaltar in der Wiener Marienkirche, Brief an den Wiener Nuntius (Lesehore)

Klemens-Denkmal vor der Wiener Marienkirche

Klemens als Beichtvater bei den Wiener Ursulinen

Die Ruhestätte des hl. Klemens Maria Hofbauer in Maria am Gestade

Das Grab des hl. Klemens im Weitwinkel 

Das Klemens-Museum in Maria am Gestade

Maria am Gestade

Tasswitz - am Geburtsort des hl. Klemens Maria Hofbauer

Das Leben des hl. Klemens Maria Hofbauer dargestellt auf den Fenstern der Geburtskirche in Tasswitz

„Die Zeit ist so viel wert wie Gott selbst, weil man in einem Augenblick verloren gehen und in einem Augenblick Gott selbst gewinnen kann. Zieht also Nutzen aus dem Augenblick, der in eurer Gewalt steht. Wenn man auch die vergangene Zeit nicht mehr zurückrufen kann, so kann man sie doch dadurch zurückbekommen, dass man den Eifer im Gutestun verdoppelt.“ (Klemens Maria Hofbauer)

 Gütiger Gott, in der Sorge für dein Volk

hast du den heiligen Klemens Maria Hofbauer

mit besonderem Eifer für die Seelen erfüllt

und durch ihn den Reichtum deiner Gnade verkündet.

Hilf uns auf seine Fürsprache,

den Glauben zu bewahren, den er gelehrt,

und den Weg zu gehen, den er uns durch sein Leben gewiesen hat.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Mittwoch, 24. März 2021

Metod Dominik Trčka, Redemptorist

 

Metod Dominik Trčka, Marienkirche, Wien

Metod Dominik Trčka, slowakischer Redemptorist und Märtyrer des Kommunismus. Pater Metod Dominik Trčka wurde 1886 in Frydland im heutigen Tschechien geboren. Er wurde Redemptorist. 1952 wurde er wegen angeblicher Zusammenarbeit mit Bischof Pavol Gojdič von den Kommunisten zu zwölf Jahren Kerker in Leopoldov in der Slowakei verurteilt.
Als Pater Metod Trčka am Weihnachtsabend des Jahres 1958 gegen das Verbot der atheistischen Gefängnisordnung ein Weihnachtslied sang, wurde er zur Strafe in eine ungeheizte Zelle gesperrt.
Dort erkrankte er an einer Lungenentzündung und starb wenige Wochen später daran am 23. März 1959. Johannes Paul II. sprach den Ordensmann zusammen mit Bischof Gojdič selig.
(Martyrologium Sancrucense)

Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen,
die lobten Gott und sprachen:
 

Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens

Krippe in der Marienkirche

Dienstag, 5. Januar 2021

Johannes Nepomuk Neumann

 

Marienkirche, Wien

 

Johannes Nepomuk Neumann, Bischof. Johannes Nepomuk Neumann wurde 1811 in Prachatica bei Budweis im Böhmerwald geboren, er absolvierte die Schule und das Studium der Theologie in Budweis sowie Sprachstudien in Prag. Neumann sprach acht Sprachen. Wegen des Überangebotes an Priestern wurde er 1836 ohne Weihe nach Amerika abgeschoben, in New York jedoch sofort zum Priester geweiht. 1840 trat er in den Redemptoristenorden ein, 1846 wurde er Generaloberer für Nordamerika.
Er war 41 Jahre alt, als er zum Bischof von Philadelphia ernannt wurde. Als Bischof fühlte sich Neumann vor allem mit den einfachen und armen Leuten verbunden, für die er liebevoll sorgte: er aß mit ihnen Kartoffelsuppe, spülte selbst in der Küche, brachte seinen Ministranten Ostereier und setzte so zahllose Gesten der Nächstenliebe. In einer guten Schulausbildung sah er den entscheidenden Schlüssel für eine Verbesserung der sozial schwachen Schichten. Über hundert Schulen richtete er in seinem Bistum ein und legte so den Grundstein für das kirchliche Pfarrschul-System im heutigen Amerika. Gleichzeitig ging es ihm immer um den einzelnen Menschen; kein Priester in seiner Diözese soll mehr Stunden im Beichtstuhl verbracht haben als er. Völlig ausgezehrt brach er nach achtjähriger Amtszeit auf der Straße zusammen und starb am 5. Jänner 1860. In der Diözese Linz wird er besonders von den aus Böhmen stammenden Heimatvertriebenen verehrt.
(Martyrologium Sancrucense)

 Gott, unser Vater, unter dem Beistand deines Geistes
hat der heilige Johann Nepomuk Neumann sich in vorbildlicher Weise
für die verlassenen Menschen eingesetzt.

Gib uns die Kraft,
dass wir im täglichen Leben seinem Beispiel folgen,
unermüdlich nach tieferer Liebe streben und unseren Mitmenschen dienen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Johannes Nepomuk Neumann, Marienkirche, Wien

Dienstag, 3. November 2020

Diener Gottes Bruder Johann Baptist Stöger

 

Klemens Maria Hofbauer Altar in der Wiener Marienkirche


Johann Baptist Stöger, Redemptorist. Johann Baptist Stöger wurde am 4. Oktober 1810 zu Enzersfeld bei Wien geboren, er trat 1836 als Laienbruder in den Redemptoristenorden ein, wo er als Gärtner und Bäcker in den Klöstern zu Wien und Eggenburg in Niederösterreich tätig war. In seiner tiefen Frömmigkeit und Demut wurde ihm jede Arbeit zum Gebet. Schwere körperliche und noch größere seelische Leiden ertrug Johann Baptist Stöger in unerschütterlichem Vertrauen auf Gott. Er starb am 3. November 1883 in Eggenburg. Sein Leib wurde 1900 in die Klosterkirche übertragen.
(Martyrologium Sancrucense)

Heute gedenkt die Kirche der Heiligen Pirmin, Martin Porres und Rupert Mayer.

Bruder Baptist Stöger, Redemptorist, 1810-1883

Herr Jesus Christus,
durch die Fürsprache deiner Mutter Maria bitten wir dich:
Lass deinem Diener Bruder Baptist die Ehre der Altäre zuteilwerden,
damit durch sein Beispiel Glaube und Vertrauen, Gebet und Arbeitseifer,
Geduld und Hoffnung noch mehr in uns geweckt und gefördert werden. Amen.

Sonntag, 15. März 2020

Coronavirus (5) - Nur Mut! - Klemens Maria Hofbauer (Stadtpatron Wiens)

Marienkirche der Redemptoristen, Wien


Aus den Briefen an den Nuntius in Wien
(Lesehore)


Sucht nicht euren eigenen Vorteil, sondern die Ehre Gottes
Ich beteuere vor Gott und Eurer Exzellenz, daß ich mit meinen Brüdern keine Anstrengung und keine Mühe scheue, für die Ehre Gottes, die Erhöhung der Kirche und das Heil der Seelen zu arbeiten. Aber ich brauche einen Platz, wo ich Arbeiter sammeln und zur Arbeit heranbilden kann. Ich wünsche und verlange sehnlichst, mich ganz und gar für unsern Erlöser Jesus Christus und für die mit seinem hochheiligen Blute erlösten Seelen zu opfern. Denn ich sehe, daß sich die Zustände im christlichen Volke immer verschlechtern, und zwar deshalb, weil einerseits die Zahl der Arbeiter beständig abnimmt, anderseits die Arbeiter selbst sich in Verderber der Herde Christi verwandeln.
Ich suche nicht meinen Vorteil. Suchte ich ihn, wo könnte ich ein bequemeres Leben führen als in Warschau inmitten meiner Brüder, deren Arbeiten ich in Ruhe überwachen und mich an ihnen erfreuen könnte? Ich hätte es wahrlich nicht nötig, in meinem vorgerückten Alter mich durch Hunger, Kummer und Sorgen, Ermüdung, beschwerliche Reisen und Unbilden der Witterung aufzureiben. Doch das sei ferne, daß ich meine Bequemlichkeit suche! Die Ehre Gottes, das Wohl der Kirche, das Heil der Seelen, das jetzt überall so sehr gefährdet ist, liegen mir am Herzen. Unterdessen flehe ich unablässig den himmlischen König an, er möge die Herzen jener lenken, denen er Gewalt gegeben hat.
 - Nur Mut! Gott ist der Herr; er lenkt alles zu seiner Ehre und zu unserem Wohle, und niemand kann ihm widerstehen. Alle Pläne der Menschen, mögen sie auch noch so gut angelegt sein, sie dienen nur, um seinen heiligen Willen zu erfüllen. Was in dieser Lage mich selbst betrifft, so habe ich mich ganz seinem Willen überlassen. Ich sehe, daß alles, was uns feindlich zu sein scheint, uns dorthin führt, wo Gott uns haben will ...
Teure Brüder, bewahren wir unsere Unschuld und unsere Vollkommenheit; das ist das einzige, was wir suchen müssen; der eine möge den andern zum Guten ermutigen, aneifern. Seid liebevoll miteinander! Heiligt die Welt! Nichts wird der Feind wider Euch vermögen, wenn Christus für Euch ist. Betet für uns, wie wir für Euch beten, auf daß wir den heiligsten Willen unseres Vaters erfüllen. Es grüßen Euch alle Brüder!




Klemens wurde am Stephanstag 1751 in Taßwitz bei Znaim (Mähren) als neuntes Kind armer Leute geboren. Er war zuerst Bäcker, dann Einsiedler, schließlich Student und wurde mit 34 Jahren in Rom zum Priester geweiht. Er war der erste deutsche Redemptorist und seit 1788 Generalvikar dieser Kongregation im Norden. Der tief innerliche Mann „mit dem Apostelkopf“ und einem fröhlichen, gelegentlich auch heftigen Temperament arbeitete in Warschau, dann in Wien, wo er als Prediger und Beichtvater großen Einfluss hatte. Er war Seelsorger der Armen und der Reichen, der einfachen Leute und der Gebildeten, der Erwachsenen und der Kinder. Er starb am 15. März 1820 an Typhus. Sein Leib wurde 1862 in die Kirche Maria Stiegen in Wien übertragen. (Erzabtei Beuron)

Klemens-Denkmal vor der Wiener Marienkirche

Klemens als Beichtvater bei den Wiener Ursulinen

Die Ruhestätte des hl. Klemens Maria Hofbauer in Maria am Gestade

Das Grab des hl. Klemens im Weitwinkel 

Das Klemens-Museum in Maria am Gestade

Maria am Gestade

Tasswitz - am Geburtsort des hl. Klemens Maria Hofbauer

Das Leben des hl. Klemens Maria Hofbauer dargestellt auf den Fenstern der Geburtskirche in Tasswitz


Altar des hl. Klemens Maria Hofbauer, Marienkirche, Wien


Die Heiligen und Seligen des Redemptoristenordens, Marienkirche



Mensch, wo gehst du hin?
Bedenke, dass ich dein Erlöser bin, 
dass ich so viel gelitten habe für dich,
darum bleibe stehen und begrüße mich.

Samstag, 5. Oktober 2019

Franz Xaver Seelos


Franz Xaver Seelos, Marienkirche, Wien

Priester
Namensdeutung: Franz: der Franke (lat.), oder der kleine Franzose (it.), Xaver: nach dem hl. Franz Xaver
Namenstage: Franz Xaver, Franz, Xaver, Frank, François, Francis, Franco, Ferenc, Xavier, Javier, weibl.: Franziska, Francesca, Françoise, Franka, Xaveria
Gedenktag: 5. Oktober
Lebensdaten: geboren am 11. Januar 1819 in Füssen, gestorben am 4. Oktober 1867 in New Orleans
Lebensgeschichte: Franz Xaver Seelos war das sechste von zwölf Kindern eines gebildeten und streng gläubigen Tuchmachers, der ab 1830 als hauptamtlicher Mesner der Füssener Kirche St. Mang wirkte, und einer beispielhaft frommen Mutter, die ihm die innige Liebe zum Gebet einpflanzte. Unterstützt von Geistlichen, die seine Begabung erkannten, und mit Hilfe eines Stipendiums der Stadt Füssen besuchte Seelos das Benediktinergymnasium bei St. Stephan in Augsburg und nach dem Abitur 1839 die Universität München. 1842 bewarb er sich bei der „Kongregation des Allerheiligsten Erlösers“ – den Redemptoristen, die Missionare für die Neue Welt suchten – um Aufnahme und trat 1843 die Reise in die USA an. Nach einem Noviziatsjahr in Baltimore legte er seine ewigen Gelübde ab und wurde zum Priester geweiht. Sein erster Einsatzort war Pittsburgh, wo er mit seinem Ordensbruder Johannes Nepomuk Neumann zusammentraf, den späteren Bischof von Philadelphia. Ihn selbst hätten viele Pittsburgher gerne zum Bischof ihrer Stadt gehabt, denn der rastlos tätige Volksmissionar Seelos war seiner anschaulichen und launigen Predigten – auf Englisch, Deutsch und Fran zösisch – und seiner leutseligen Art wegen sehr beliebt. 1854 zurück nach Baltimore versetzt, wurde er ein so gefragter Beichtvater und geistlicher Betreuer verschiedener Gemeinschaften, dass er sich dabei die Gesundheit ruinierte. 1857 wurde Seelos von seinem Orden als Rektor in Cumberland eingesetzt, wo er für 60 künftige Redemptoristen verantwortlich war – und 1863 wieder abgelöst, weil er dem Ordensnachwuchs gegenüber für zu nachgiebig und kameradschaftlich gehalten wurde. Er wirkte bis 1865 in zahlreichen nordwestlichen Bundesstaaten erfolgreich als Leiter der Volksmissionen und übernahm zuerst eine Pfarrei in Detroit, dann eine in New Orleans unter deutschen Auswanderern. Als im September 1867 eine Gelbfieberepidemie mit Tausenden von Toten in der Stadt ausbrach, infizierte sich der unermüdlich tätige Seelos bei der Krankenpflege und starb im Alter von erst 48 Jahren.
Verehrung: Am 9. April 2000 wurde Franz Xaver Seelos von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. Seitdem hat nach den USA auch in Deutschland seine Verehrung eingesetzt. In der Füssener Stadtpfarrkirche St. Mang erinnert ein Gedenkschrein an den Seligen.
(Bistum Augsburg) 

Heute gedenkt die Kirche auch der hl. Anna Schäffer, des sel. Bartolo Longo und der hl. Faustyna Kowalska.


Klemens Maria Hofbauer Kapelle in der Marienkirche der Redemptoristen in Wien

Donnerstag, 26. September 2019

Kaspar Stangassinger


Kaspar Stangassinger, Marienkirche, Wien

Kaspar Stangassinger, Ordenspriester und Seliger. Kaspar Stangassinger wurde am 12. Jänner 1871 in Berchtesgaden geboren, schon als 10-jähriger hegte er den Wunsch Priester zu werden, mit 16 legte er privat das Gelübde der Keuschheit ab. Er trat trotz des heftigen Widerstandes seines Vaters 1892 bei den Redemptoristen ein und empfing 1895 die Priesterweihe. Er wurde Lehrer und Erzieher der Ordensjugend, war ein vorbildlicher Seelsorger, der die Jugend begeisterte und wirkte mit unermüdlichem Opfergeist und hingebender Liebe. Er war den jungen Ordensleuten mehr Freund als Oberer. Wenige Tage nach seiner Ernennung zum Direktor des Ordensseminars in Gars am Inn starb Stangassinger an einer Bauchfellentzündung am 26. September 1899. Er wurde in Gars begraben, seine Gebeine 1935 erhoben. Johannes Paul II. sprach Kaspar Stangassinger 1988 selig und ernannte ihn zum Patron der Priesterseminare.
(Martyrologium Sancrucense)

 Allmächtiger Gott, du hast dem seligen Kaspar die Gnade geschenkt,

froh den Glauben zu verkünden und gute Priester auszubilden;
auf seine Fürsprache gewähre uns, dass wir seinem Beispiel folgen
und in Wort und Tat Mitarbeiter des göttlichen Erlösers werden.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.



Heute gedenkt die Kirche auch der Heiligen Kosmas und Damian:
Am Grab von Kosmas und Damian in Rom 
Kosmas und Damian, Leben, Segovia

Klemens Maria Hofbauer Altar mit Bilder von heiligen Redemptoristen, Marienkirche, Wien
Marienkirche, Wien

Mittwoch, 15. März 2017

Das Grab von Klemens Maria Hofbauer im Weitwinkel


Klemens Maria Hofbauer

Jesus, ich will leben, solange du willst;
ich will  leiden, wie du es willst;
ich will sterben, sobald du es willst.
(Klemens Maria Hofbauer)


Die Ruhestätte des hl. Klemens Maria Hofbauer in Maria am Gestade
Das Klemens-Museum in Maria am Gestade
Maria am Gestade
Tasswitz - am Geburtsort des hl. Klemens Maria Hofbauer




Während seines ganzen Lebens bis zu seiner letzten Krankheit hat er jeden Morgen sein Lieblingslied gesungen:
"Alles meinem Gott zu Ehren,
Gottes Lob und Ehr zu mehren,
in der Arbeit, in der Ruh."

Verkündigungsgruppe, links der Engel, rechts Maria, um 1360



Alfons Maria von Liguori, Maria am Gestade

Dank an den hl. Klemens für Gebetserhörungen



unter dem 1987 errichteten Volksaltar befinden sich die Reliquien des Heiligen


Maria am Gestade, Wien

Montag, 1. August 2016

Wie der Heiland geliebt zu werden verdient wegen der Liebe, die Er uns durch Sein Leiden bezeugt hat


Der Heiland nannte diese Stunde seine Stunde, weil die Zeit seines Leidens und Sterbens die von ihm ersehnte Zeit war, wo er den Menschen den letzten Beweis seiner Liebe geben, und für sie von Schmerzen verzehrt an einem Kreuze sterben wollte.
Was könnte aber einen Gott bewegen, eine für Seine göttliche Majestät so schmachvolle Todesart, die Hinrichtung zwischen zwei Missetätern zu erwählen?
"Wer hat dies getan?" sagt der heilige Bernhard und antwortet: "Die Liebe hat es getan, die der Würde nicht eingedenk ist."
Wenn die Liebe sich offenbaren will, sieht sie nicht auf das, was der Würde der Liebenden gebührt, sondern auf das, was geeignet ist, ihre Liebe dem Geliebten kundzutun.
Deshalb konnte der heilige Franz von Paula bei dem Anblick eines Bildes des Gekreuzigten nichts als die Worte hervorbringen: "O Liebe, o Liebe, o Liebe!"
Möchten auch wir nach seinem Beispiel, wenn wir Jesus am Kreuze betrachten, mit einem von Liebe entflammten Herzen ausrufen: O Liebe, o Liebe, o Liebe!


O möchten die Menschen, wenn sie Jesus den Gekreuzigten betrachten, bei der Liebe verweilen, welche Er für jeden von ihnen trägt!
"Werden wir", sagt der heilige Franz von Sales, "bei dem Anblicke des von Liebe entflammten Herzen unseres Erlösers nicht auch von Liebe entzündet werden?" Welch ein Glück, von demselben Feuer ergriffen zu sein, von welchem unser Gott entbrannt ist! Welche Seligkeit, mit Gott durch die Bande der Liebe vereinigt zu sein!"
Der heilige Bonaventura nannte die Wunden Jesu Christi Wunden, die auch die gefühllosesten Herzen verwunden und die kältesten Seelen entzünden: "Wunden, welche harte Herzen verwunden und eiskalte Gemüter entflammen."
O wie viele Liebespfeile gehen aus diesen Wunden hervor, welche die härtesten Herzen durchbohren! Wie viele Flammen gehen aus dem von Liebe entbrannten Herzen Jesu hervor, welche die kältesten Herzen entzünden! Wie viele Bande gehen aus seiner heiligsten Seitenwunde hervor, welche auch die widerspenstigsten Herzen zu fesseln vermögen!


Vom hl. Alfons gemaltes Bild des Gekreuzigten, Museo St. Alfonso, Pagani

O Jesus, Du ewiges Wort des ewigen Vaters, Du hast 33 Jahre unter Leiden und Mühseligkeiten zugebracht. Du hast Dein Blut und Dein Leben hingegeben, um die Menschen zu erlösen. Du hast nichts gespart und dich in nichts geschont, um ihre Liebe zu gewinnen und doch gibt es Menschen, die dies wissen und die Dich dennoch nicht lieben.

Und ach, auch ich gehöre zu diesen Undankbaren, aber ich erkenne jetzt, o mein Jesus, die Größe der Unbilden, die ich Dir zugefügt habe, erbarme Dich meiner. Ich bringe Dir jetzt mein undankbares Herz dar, ein undankbares, aber ein reumütiges Herz.
Ja, mein Heiland, es schmerzt mich über alles, daß ich Deine Liebe verachtet habe. Ich bereue es und liebe Dich aus dem Grunde meines Herzens.
O meine Seele, liebe einen Gott, der für dich wie ein Verbrecher gebunden, einen Gott, der für dich wie ein Sklave gegeißelt, einen Gott, der für dich wie ein eingebildeter König verspottet, einen Gott endlich, der für dich wie ein Missetäter an das Kreuz geheftet wurde und für dich den schimpflichen Tod erlitt.

Ja, mein Heiland, mein Herr, mein Gott, ich liebe Dich, ich liebe Dich.

Erinnere mich immerfort an alles, was Du für mich gelitten hast, damit ich keinen Augenblick vergesse, Dich zu lieben.
Ihr Stricke, die ihr Jesus gebunden habt, bindet mich an Jesus!
Ihr Dornen, mit welchen Jesus gekrönt wurde, verwundet mich mit der Liebe zu Jesus!
Ihr Nägel, die ihr Jesus durchbohrtet, heftet mich an das Kreuz meines Jesus, damit ich mit Jesus vereint leben und sterben möge!
O kostbares Blut meines Jesus, berausche mich mit der heiligen Liebe!
O Tod meines Jesus, mache, daß ich allen irdischen Neigungen absterbe!
O ihr durchbohrten Füße meines Herrn, ich umfasse euch, um der Hölle zu entgehen, die ich verdient habe. In der Hölle könnte ich Dich micht mehr lieben, mein Jesus; und ich will Dich lieben jetzt und allezeit und durch die ganze Ewigkeit.
O mein geliebter Heiland, rette mich, ziehe mich an Dich, und laß nicht zu, daß ich jemals wieder von Dir geschieden werde.
Du aber, o Maria, Mutter meines Herrn und Zuflucht der Sünder, stehe einem Sünder bei, der seinen Gott lieben will und sich deinem Schutz empfiehlt; komme mir zu Hilfe um der Liebe willen, die du zu deinem göttlichen Sohn trägst.

(aus: hl. Alfons Maria von Liguori, Die Liebe zu Jesus Christus, Hrsg. E. Recktenwald)

Glasfenster des hl. Alfons in der Basilica Pontificia di Sant´Alfonso de Liguori, Pagani