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Sonntag, 24. Januar 2021

Die Berufung der Apostel

Berufung der Apostel, S. Andrea della Valle, Rom
aus dem heiligen Evangelium nach Markus. 1, 14–20

14 Nachdem Johannes der Täufer ausgeliefert worden war,
ging Jesus nach Galiläa;
er verkündete das Evangelium Gottes
15 und sprach: Die Zeit ist erfüllt,
das Reich Gottes ist nahe.
Kehrt um
und glaubt an das Evangelium!

16 Als Jesus am See von Galiläa entlangging,
sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon,
die auf dem See ihre Netze auswarfen;
sie waren nämlich Fischer.
17 Da sagte er zu ihnen:
Kommt her, mir nach!
Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
18 Und sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach.
19 Als er ein Stück weiterging,
sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus,
und seinen Bruder Johannes;
sie waren im Boot und richteten ihre Netze her.
20 Sogleich rief er sie
und sie ließen ihren Vater Zebedäus
mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück
und folgten Jesus nach.

(Evangelium vom 3. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr B) 

Heute gedenkt die Kirche des hl. Franz von Sales.

S. Andrea della Valle

Sonntag, 17. Januar 2021

Sie blieben bei ihm

 

rebloggend: Seht das Lammes Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt,
Johannes der Täufer führt die Brüder Petrus und Andreas zu Jesus, Sant´Andrea della Valle, Rom

 

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes Joh 1,35-42

In jener Zeit
35 stand Johannes am Jordan, wo er taufte,
und zwei seiner Jünger standen bei ihm.
36Als Jesus vorüberging,
richtete Johannes seinen Blick auf ihn
und sagte: Seht, das Lamm Gottes!
37Die beiden Jünger hörten, was er sagte,
und folgten Jesus.
38Jesus aber wandte sich um,
und als er sah, dass sie ihm folgten,
sagte er zu ihnen: Was sucht ihr?
Sie sagten zu ihm: Rabbi – das heißt übersetzt: Meister —,
wo wohnst du?
39Er sagte zu ihnen: Kommt und seht!
Da kamen sie mit und sahen, wo er wohnte,
und blieben jenen Tag bei ihm;
es war um die zehnte Stunde.
40Andreas, der Bruder des Simon Petrus,
war einer der beiden, die das Wort des Johannes gehört hatten
und Jesus gefolgt waren.
41Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon
und sagte zu ihm: Wir haben den Messias gefunden –
das heißt übersetzt: Christus – der Gesalbte.
42Er führte ihn zu Jesus.
Jesus blickte ihn an
und sagte: Du bist Simon, der Sohn des Johannes,
du sollst Kephas heißen,
das bedeutet: Petrus, Fels.
(Evangelium vom 2. Sonntag im Jahreskreis)

Dienstag, 10. November 2020

Andreas Avellino, Theatiner

 

Altar des hl. Andreas Avellino, S. Andrea della Valle, Rom

 

Andrea Lancelotto Avellino CRth, latinisiert auch Andreas Avellinus, im deutschen Sprachraum auch Andreas Avellino (* 1521 in Castronuovo di Sant’Andrea in der Provinz Potenza; † 10. November 1608 in Neapel) war ein italienischer Ordenspriester des Theatinerordens. In der katholischen Kirche wird er als Heiliger verehrt.

Andrea Avellino studierte Rechtswissenschaften und vertrat anschließend Fälle vor dem Kirchengericht. 1556 trat er dem zu jener Zeit neu gegründeten Theatinerorden bei und wirkte fortan in ganz Italien als Missionar und Prediger. Innerhalb des Ordens war er sehr angesehen und bekleidete auch hohe Ämter, zeitweilig hatte er das Amt des Ordensgenerals inne. Andrea Avellino starb, als er gerade die Heilige Messe las, an einem Schlaganfall.

Andrea Avellinos Grab befindet sich in der Kirche San Paolo Maggiore in Neapel. 1624 wurde Avellino von Papst Urban VIII. selig-, 1712 von Papst Clemens XI. heiliggesprochen. Sein Gedenktag ist der 10. November.

(wikipedia)

Tod und Verherrlichung des hl. Andreas Avellino

 

Das Altarbild (1625) stammt vom Barockmaler Giovanni Lanfranco. Dargestellt ist der Tod des Priesters. Als er die hl. Messe zu feiern begann, erlitt er einen Schlaganfall und starb bald darauf. Die unteren Figuren soll der Maler für die Seligsprechung innerhalb von 8 Tagen gemalt haben, die Engel wurden später von Antonio Amorosi hinzugefügt.


Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Leo des Großen

Raffaels Stanzen, Attila und Leo, Vatikanische Museen

Das Grabmal Leo des Großen im Petersdom


Kurzbiographie von Leo dem Großen

Leo I., Umkehr und Vergebung (Vatikanische Museen, Leo und Attila)

Montag, 13. Januar 2020

Kommt her!


Berufung der Apostel, S. Andrea della Valle, Rom


Kehrt um, und glaubt an das Evangelium! Mk 1, 14-20

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

14Nachdem man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus wieder nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes
15und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!
16Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon, die auf dem See ihr Netz auswarfen; sie waren nämlich Fischer.
17Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
18Sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.
19Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren im Boot und richteten ihre Netze her.
20Sofort rief er sie, und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach.

(Evangelium vom Montag der 1. Woche im Jahreskreis)

Donnerstag, 3. Januar 2019

Am Grab des hl. Josef Maria Tomasi

Grab des hl. Josef Maria Tomasi, S. Andrea della Valle, Rom



Kardinal, Namensdeutung: Gott hat hinzugefügt (hebr.)
Namenstage: Josef, Joseph, Giuseppe, José, Jo, Jupp, Sepp, Beppo, weibl.: Josefine, Josefa
Gedenktag: 1. Januar, im Theatinerorden 3. Januar
Lebensdaten: geboren am 12. September 1649 in Licata, Sizilien, gestorben am 1. Januar 1713 in Rom
Lebensgeschichte und Bedeutung: Giuseppe Maria Tomasi, Fürst von Lampedusa und Herzog von Palma, designierter Grande von Spanien, verzichtete zugunsten seines jüngeren Bruders auf alle seine Erstgeborenenrechte und trat mit 15 Jahren in den Theatinerorden ein. Seine vier Schwestern gingen ebenfalls ins Kloster.
Nach Stationen in verschiedenen Ordenshäusern studierte er im römischen S. Andrea della Valle altorientalische Sprachen und forschte in Bibliotheken und Archiven nach Zeugnissen altkirchlicher Liturgien. Er wurde Berater zahlreicher römischer Kongregationen und übernahm große Verantwortungen in seinem Orden.
Nachdem er einige Male den Kardinalshut abgelehnt hatte, musste er sich 1712 dem Befehl des Papstes Clemens XI. beugen und bekam Ss. Silvestro e Martino ai Monti als Titelkirche zugewiesen. Er starb am 1. Januar 1713.
Zu Lebzeiten galt Tomasi seiner Gelehrsamkeit wegen als „Fürst der Liturgiewissenschaftler“. Seine 1753 veröffentlichten Werke umfassen elf dicke Bände, dazu kommen noch etliche Editionen altkirchlicher Theologie. Darüber hinaus war er besonders seiner Bescheidenheit und Frömmigkeit sowie seines Reformeifers wegen hoch angesehen.
Verehrung: 1971 wurde der unverweste Leichnam Tomasis in die Ordenskirche S. Andrea della Valle überführt, wo er bei einem Seitenaltar ruht. Bei seiner Heiligsprechung am 12. Oktober 1986 hob Papst Johannes Paul II. vor allem seine Bedeutung für die Entwicklung der Liturgie hervor. Tatsächlich gingen viele seiner Erkenntnisse in die Liturgiereform ein.
(Bistum Augsburg)


 
Die Reliquien des Heiligen werden in einer Wachsstatue unter seinem Bild aufbewahrt


In den Spuren und nach dem Vorbild der Kirchenlehrer und großen Theologen entsprach der hl. Guiseppe Maria Tomasi in hervorragender Weise jener Gestalt des Priesters, der die Liebe zur Wissenschaft mit der Liebe zur Frömmigkeit vereint. Er erinnert dabei an das Beispiel, das uns der Prophet Maleachi (2,7) vor Augen stellt, wenn er sagt: "Der Mund des Priesters ist voll Erkenntnis, und von seinen Lippen erwartet man Belehrung, denn er ist der Bote des Herrn der Heerscharen."
Natürlich ist die Erkenntnis, auf die sich der Prophet bezieht und in der der hl. Guiseppe Maria glänzte, wesentlich die Erkenntnis, um nicht zu sagen die Erfahrung der göttlichen Dinge. (...)
Er zeigt also uns allen, besonders aber den Seelenhirten, wie sehr es beim Priester auf ein gesundes, gebildetes Empfinden ankommt, das auf einer echten Liebe zur Wahrheit gründet, die er in hochherzigem Engagement den Brüdern mitteilt, einem Engagement, das seinem Dienst eine besondere Würde und eine einzigartige Wirksamkeit verleiht.
(Johannes Paul II. bei der Heiligsprechung am am 12.10.1986, in: Holböck, die neuen Heiligen der katholischen Kirche, Bd. 2, 244)

Grabstätte des hl. J. M. Tomasi in einer Seitenkapelle von S. Andrea della Valle