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Dienstag, 9. Dezember 2025

Unbefleckte Empfängnis

 

Unbefleckte Empfängnis, Francisco de Zurbaran, (Fuente de Cantos, 1598-Madrid, 1664)
Museum National Art de Catalunya - Barcelona



Heute gedenkt die Kirche des hl. Juan Diego, dem die Mutter Gottes im 16. Jahrhundert in Guadalupe in Mexiko erschienen ist.

Montag, 8. Dezember 2025

Voll der Gnade

 

Verkündigung, Francisco de Solis (Madrid, 1620-1684)
Museum National Art de Catalunya, Barcelona


Der Gruß an Maria (Lk 1,28-32) ist in enger Anlehnung an Zeph 3,14-17 formuliert: Maria ist die dort angeredete Tochter Zion, der zugerufen wird "Freue dich"; der gesagt wird, daß der Herr zu ihr kommt; der die Furcht genommen wird, weil der Herr in ihrer Mitte ist, sie zu retten. Laurentin  bemerkt dazu sehr schön:"... Wie so oft erweist sich das Wort Gottes als ein Samenkorn.... Man versteht auch, warum Maria bei dieser Botschaft erschrak (Lk 1,29). Ihr Erschrecken kommt nicht aus Unverständnis oder aus jener kleinherzigen Angst, auf die man es bisweilen zurückführen möchte. Es kommt aus der Erschütterung einer jener Begegnungen mit Gott, jener unmeßbaren Freuden, die die härtesten Naturen zu erschüttern vermögen."
In der Anrede des Engels kommt das tragende Motiv der lukanischen Darstellung der Mariengestalt überhaupt zum Vorschein: Sie ist in Person das wahre Zion, auf das sich die Hoffnungen in allen Verwüstungen der Geschichte gerichtet haben. Sie ist das wahre Israel, in dem Alter und Neuer Bund, Israel und Kirche trennungslos eins sind. Sie ist das "Volk Gottes", das Frucht trägt aus Gottes gnädiger Macht.
(Joseph Ratzinger, die Tochter Zion, 40f)

Juble, Tochter Zion! Jauchze, Israel! / Freu dich und frohlocke von ganzem Herzen, / Tochter Jerusalem!
Der Herr hat das Urteil gegen dich aufgehoben / und deine Feinde zur Umkehr gezwungen. Der König Israels, der Herr, ist in deiner Mitte; / du hast kein Unheil mehr zu fürchten.
An jenem Tag wird man zu Jerusalem sagen: / Fürchte dich nicht, Zion! / Lass die Hände nicht sinken!
Der Herr, dein Gott, ist in deiner Mitte, / ein Held, der Rettung bringt. Er freut sich und jubelt über dich, / er erneuert seine Liebe zu dir, er jubelt über dich und frohlockt, / wie man frohlockt an einem Festtag.

(Zefanja 3,14-17) 














Sonntag, 8. Dezember 2024

Der Makel des Anfangs ist nicht in dir

 

Laurentiuskirche, Vittoriosa

Sei gegrüßt, du Himmelstür,
Stern, der leuchtet für uns für,
Heiligste im Himmelsheer,
o Maria, Gottes Mutter, hoch und hehr,

die des höchsten Königs Sinn
als die einzige im Chor
huldvoll sich zur Magd erkor
schon vor aller Zeiten erstem Anbeginn.

Sünde hat mit böser Macht
nie dein Innerstes betört,
da du Gottes Wort gehört,
hast du Erd´und Himmel Fröhlichkeit gebracht.

Preis den Vater und dem Sohn
und dem Geist auf gleichem Thron,
deren Ruhm und Herrlichkeit
machtvoll währt durch alle Zeit und Ewigkeit.
Amen.
Hymnus zur Lesehore

Freitag, 8. Dezember 2023

Der Saal der Unbefleckten Empfängnis

 

Verkündigung des Dogmas der Unbfleckten Empfängnis, darüber das Paradies, Vatikanmuseum

Nach der Verkündigung des Dogmas der Unbefleckten Empfängnis durch Pius IX. am 8. Dezember 1854 beschloss der Pontifex, dieses Ereignis mit einem Freskenzyklus zu feiern.
Die Wahl fiel auf den großen Saal neben den Raffaelsälen, und die Aufgabe wurde Francis Podesti (1800-1895) übertragen, einem Maler, der ursprünglich aus Ancona stammte, aber in der römischen Kunst- und Akademielandschaft verwurzelt war. Der Künstler und sein Team arbeiteten von 1856 bis 1865 an dem Auftrag, planten ihn und verfolgten seine Ausführung in allen Aspekten: die hölzernen Türen und Fensterrahmen, die Marmorintarsien sowie die Verlegung des römischen Mosaiks aus Ostia Antica, das eigens für diesen Raum erworben wurde.
Die malerische Dekoration beginnt an der Decke mit allegorischen Szenen, die auf die Tugenden der Jungfrau anspielen; sie setzt sich an der Nordwand mit der Huldigung der Kontinente an die thronende Kirche fort; sie setzt sich an der Westwand fort, die der Diskussion der Dogmen im Petersdom gewidmet ist, und endet an der Ostwand mit der Krönung des Marienbildes, einem Ereignis, das auf die Proklamation folgt, die im Petersdom stattfand. Podesti, der anwesend war, hat hier ein Selbstporträt aufgenommen.


Krönung und Beweihräucherung des Marienbildes



Diskussion der Theologen


Papst Pius IX. verkündet das Dogma

Aus der Bulle Ineffabilis Deus von Papst Pius IX. zur Erklärung des  

Dogmas der Unbefleckten Empfängnis 8. Dezember 1854 

Nachdem Wir also ohne Unterlass in Demut und mit Fasten Unsere persönlichen und auch die gemeinsamen Gebete der Kirche Gott dem Vater durch seinen Sohn dargebracht haben, auf dass er durch den Heiligen Geist Unseren Sinn leite und stärke, nachdem Wir auch den ganzen himmlischen Hof um seine Hilfe angefleht und inständigst den Heiligen Geist angerufen haben, erklären, verkünden und entscheiden Wir nun unter dem Beistand des Heiligen Geistes zur Ehre der heiligen und ungeteilten Dreifaltigkeit, zum Ruhme und zur Verherrlichung der jungfräulichen Gottesmutter, zur Auszeichnung des katholischen Glaubens und zur Förderung der christlichen Religion, kraft der Autorität Unseres Herrn Jesus Christus, der heiligen Apostel Petrus und Paulus und Unserer eigenen:


Die Lehre, dass die allerseligste Jungfrau Maria im ersten Augenblick ihrer Empfängnis auf Grund einer besonderen Gnade und Auszeichnung von seiten des allmächtigen Gottes im Hinblick auf die Verdienste Jesu Christi, des Erlösers der ganzen Menschheit, von jeder Makel der Erbsünde bewahrt blieb, ist von Gott geoffenbart und muss deshalb von allen Gläubigen fest und unabänderlich geglaubt werden. 

Wenn also jemand, was Gott verhüten wolle, anders, als von Uns entschieden ist, im Herzen zu denken wagt, der soll wissen und wohl bedenken, dass er sich selbst das Urteil gesprochen hat, dass er im Glauben Schiffbruch erlitten hat und von der Einheit der Kirche abgefallen ist.

Alle diese verfallen außerdem durch ihre Tat schon den vom kirchlichen Rechte bestimmten Strafen, wenn sie das, was sie im Herzen sinnen, mündlich oder schriftlich oder auf was immer für eine Weise nach außen hin zur Kenntnis zu geben wagen.

2. Lobpreis der Unbefleckten Jungfrau

34 So ist denn von Freude Unser Herz erfüllt und voll von Jubel Unsere Zunge. Wir sagen jetzt und immerdar Unserem Herrn Jesus Christus den demütigsten und höchsten Dank, dass er entgegen Unseren Verdiensten Uns die Gnade verliehen hat, diese Ehre, diesen Ruhm und diesen Lobpreis seiner heiligsten Mutter darzubringen und zu beschließen.
Auf sie setzen wir Unsere ganze Hoffnung und Unser vollstes Vertrauen.
Ist sie doch ganz schön und ohne Makel;
sie hat das giftige Haupt der grausamen Schlange zertreten und der Welt das Heil gebracht;
sie ist der Ruhm der Propheten und Apostel, die Ehre der Blutzeugen,
die Freude und Krone der Heiligen, die sicherste Zuflucht und treue Helferin aller Gefährdeten des ganzen Erdkreises, die mächtige Mittlerin und Versöhnerin bei ihrem eingeborenen Sohne,
der herrlichste Schmuck, die Zierde der heiligen Kirche und ihre unüberwindliche Schutzwehr;
sie hat stets alle Irrlehren vernichtet
und die gläubigen Völker und Nationen den größten Drangsalen entrissen
und Uns selbst aus so manchen drohenden Gefahren befreit.

Und so erwarten Wir denn von ihr, sie werde durch ihre mächtige Fürbitte bewirken, dass unsere heilige Mutter, die Kirche, nach Beseitigung aller Hindernisse, nach Überwindung aller Irrtümer unter allen Völkern und an allen Orten von Tag zu Tag an Kraft gewinne, blühe und herrsche von Meer zu Meer, vom großen Strom bis zu den Grenzen des Erdenrundes, dass sie des Friedens, der Ruhe und der Freiheit sich erfreue. Wir erwarten, dass sie den Schuldigen Verzeihung, den Kranken Heil, den Kleinmütigen Starkmut, den Betrübten Trost, den Gefährdeten Hilfe bringe und alle Irrenden nach Aufhellung der Finsternis des Geistes auf den Pfad der Wahrheit und Gerechtigkeit zurückführe, auf dass ein Hirt und eine Herde werde.

 

Vitrine aus dem Haus Christofle, Paris, in der kostbar gebundene Bücher aufbewahrt sind. Es
handelt sich vorwiegend um Manuskripte, die Pius IX. anlässlich der feierlichen Definition des
Dogmas von der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria als Geschenk erhielt.



GEBET VOR DER MARIENSÄULE AUF DEM SPANISCHEN PLATZ

GEBET VON JOHANNES PAUL II.

Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria
Montag, 8. Dezember 2003

 

1. Königin des Friedens, bitte für uns!

Am Fest Deiner Unbefleckten Empfängnis
knie ich wieder vor Dir, Maria,
um Dich zu verehren zu Füßen dieses Bildes,
das vom Spanischen Platz aus Deinen mütterlichen Blick
über diese alte, mir so teure Stadt Rom schweifen läßt.

Ich bin heute abend gekommen,
um Dir zu huldigen und meine aufrichtige Hingabe zu bezeigen.
In dieser Geste schließen sich mir auf diesem Platz unzählige Römer an,
deren Zuneigung mich immer begleitet hat
in all den Jahren meines Dienstes auf dem Stuhl Petri.

Mit ihnen bin ich hier, um den Weg anzutreten
zum 150. Jahrestag des Dogmas,
das wir heute mit kindlicher Freude feiern.

2. Königin des Friedens, bitte für uns!

Auf Dich schauen wir mit immer tieferer Sorge,
zu Dir kommen wir mit noch größerem Vertrauen
in dieser Zeit, die von nicht wenigen Unsicherheiten und Befürchtungen gekennzeichnet ist,
aufgrund der gegenwärtigen und zukünftigen Geschicke unseres Planeten.

Zu dir, Erstlingsfrucht der von Christus erlösten Menschheit,
die von der Knechtschaft des Bösen und der Sünde endlich befreit ist,
erheben wir gemeinsam eine eindringliche und vertrauensvolle Bitte:
Höre den Schmerzensschrei der Opfer
der Kriege und der vielen Formen von Gewalt,
die die Erde mit Blut beflecken.

Vertreibe die Finsternis der Traurigkeit und der Vereinsamung,
des Hasses und der Rachsucht.
Öffne den Sinn und das Herz aller für die Zuversicht und Vergebung!

3. Königin des Friedens, bitte für uns!

Mutter der Barmherzigkeit und Hoffnung,
erwirke für die Menschen des dritten Jahrtausends
das wertvolle Geschenk des Friedens:
Frieden in den Herzen und in den Familien, in den Gemeinschaften und unter den Völkern;
Frieden besonders für jene Nationen,
in denen Tag für Tag weiter gekämpft und gestorben wird.

Gib, daß die Menschen aller Rassen und Kulturen
Jesus begegnen und Ihn aufnehmen,
der im Weihnachtsgeheimnis auf die Erde gekommen ist,
um uns »seinen« Frieden zu schenken.
Maria, Königin des Friedens,
schenke uns Christus, den wahren Frieden der Welt!

Dienstag, 28. November 2023

Überreiche Gnaden für jene, welche diese Medaille mit Vertrauen tragen

 

Statue Mariens in der Rue du Bac, Paris

Am Vorabend des ersten Adventsonntags, dem 27.11.1830, erscheint ihr um 17:30 h während der gemeinschaftlichen Betrachtung in der Kapelle im Beisein der anderen Barmherzigen Schwestern Maria erneut und vertraut ihr eine besondere Botschaft an. Maria zeigt Katharina eine Medaille, welche die Inschrift trägt:

"O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu dir unsere Zuflucht nehmen"

Auch die Rückseite der Medaille wird Katharina genau gezeigt mit der Bitte, nach diesem Muster Medaillen prägen zu lassen und sie den Menschen als Geschenk des Himmels zu geben. "Große Gnaden werden davon ausgehen", sagt die Gottesmutter und "die Gnaden werden überreich sein für jene, die diese Medaille mit Vertrauen tragen!". Katharina vertraut sich ihrem Beichtvater, dem Lazaristen Herrn Aladel an. Nach anfänglichem langen Zögern von rund drei Jahren werden schließlich die ersten Medaillen geprägt und bald nennt man sie im Volk nur mehr "Wunderbare Medaille" bzw. "Wundertätige Medaille".

Katharina Labouré erfüllt Zeit ihres Lebens einfache Aufgaben, sie ist die "Schwester vom Hühnerhof", sie arbeitet in einem Altenheim für kranke Männer, die nicht immer sehr einfach sind und sie versorgt die Wäsche. Arme Familien werden von ihr immer besonders unterstützt. Nichts unterscheidet sie von den anderen Schwestern, sie arbeitet, sie betet, aber vor allem wahrt sie die Stille über ihr großes Geheimnis. Nur ihr Beichtvater Aladel weiß über die Erscheinungen Bescheid. Kurz vor ihrem Tod mit 70 Jahren eröffnet sie ihrer völlig erstaunten Oberin, dass sie die Seherin der Gottesmutter von der Wunderbaren Medaille ist. Am 31.12.1876 legt sie ihr Leben in die Hände Gottes zurück. Ihre letzten Worte sind:

"Warum sollte ich denn Angst haben? Ich werde unseren Herrn, die heilige Jungfrau, den Heiligen Vinzenz sehen."

Ihr Begräbnis in Paris wird zu einem Großereignis für ganz Frankreich. Nun ist die Seherin bekannt! Drei Tage lang ziehen die Menschen in einer nie enden wollenden Schar vor dem Leib jener Seherin vorbei, die die Gottesmutter geschaut hat. Dieser Strom von Pilgern in die Rue du Bac reißt bis heute nicht ab. Auf wunderbare Weise ist der Leib von Katharina Labouré bis zum heutigen Tag unversehrt geblieben.

1933 wurde Katharina Labouré selig gesprochen und am 27. Juli 1947, nach den Wirren des 2. Weltkrieges, als leuchtendes Zeichen der Hoffnung von der Kirche heilig gesprochen.

www.lazaristen.at

Die wundertätige Medaille

Die erste Erscheinung der Katharina Laboure

Am Grab des hl. Katharina Laboure in der Rue du Bac

Vor zwei Jahren am 27.11.

O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu dir unsere Zuflucht nehmen

Freitag, 9. Dezember 2022

Donnerstag, 11. Februar 2021

Bernadette im Verhör - die Untersuchungskommission vom 7.12.1860

Bernadette macht ihre Aussage vor der Untersuchungskommission unter dem Vorsitz von
Mons. Laurence, Bischof von Tarbes und Lourdes, im Vordergrund der Pfarrer (7.12.1860)
Basilika der Unbefleckten Empfängnis, Lourdes

Die 18 Marienerscheinungen von Lourdes

Alle Bilder von Lourdes (53 Posts)

ln dieser Zeit also, 1858, kam es zu den Erscheinungen. Beschäftigt mit Alltagsdingen, auf dem Weg, um Brennholz zu sammeln, begegnet Bernadette dem Mysterium. Ein Säuseln, das dem Wehen des Windes gleicht, ein Licht, eine Präsenz. Wie reagiert sie? Bernadette zeigt gesunden Menschenverstand. In der Meinung, sich zu täuschen, mobilisiert sie alle Kräfte: Sie schaut genau hin, sie reibt sich die Augen, sie versucht zu begreifen. Dann wendet sie sich ihren Gefährtinnen zu: „Habt ihr nichts gesehen?“ Sie wendet sich an Gott, sie betet den Rosenkranz. Sie wendet sich an die Kirche und holt sich Rat bei Abbé Pomian: ,,Ich habe etwas Weißes gesehen, das aussah wie eine Dame.“ lm Verhör durch Kommissar Jacomet antwortet sie, ähnlich wie die Apostel vor dem Hohen Rat (Apostelgeschichte 4,13) mit einer Sicherheit, Klugheit und Standfestigkeit, die bei einem Mädchen, das keine Schule besucht hat, überraschen: „Aquero [diese da; jene]: Ich habe nicht von der Jungfrau Maria gesprochen …. Monsieur. Sie haben mir jedes Wort verdreht.“ Überraschend gleichmütig und freimütig sagt sie, was sie gesehen hat: „Ich habe den Auftrag, es Ihnen zu sagen, nicht, Sie zum Glauben daran zu bringen.“

Präzise berichtet sie von den Erscheinungen, ohne etwas hinzuzufügen oder auszulassen. Ein einziges Mal, verängstigt durch die Schroffheit von Abbé Peyramale, fügt sie ein Wort hinzu: Herr Pfarrer, die Dame bittet immer noch um eine Kapelle… – und sei sie „ganz klein“! ln seiner schriftlichen Erklärung zu den Erscheinungen unterstreicht Bischof Laurence „die Einfachheit, die Offenheit und Bescheidenheit dieses Kindes …; sie erzählt alles ohne Affektiertheit, mit einer bewegenden Unbefangenheit… und auf die vielen Fragen, die man ihr stellt, gibt sie ohne zu zögern klare, präzise Antworten mit großer Überzeugungskraft“. Von Drohungen oder angebotenen Geschenken ließ sie sich nicht beeinflussen. „Die Aufrichtigkeit Bernadettes ist unzweifelhaft: Sie wollte nicht täuschen“. Aber hat sie sich vielleicht selbst getäuscht, hatte sie Halluzinationen, fragt sich der Bischof.

Er erinnert an ihre Ruhe, ihren gesunden Menschenverstand, das Fehlen jedes Zeichens einer Überspanntheit und an die Tatsache, dass die Erscheinungen nicht von Bernadette abhingen: Sie ereigneten sich, ais Bernadette nicht damit rechnete, und während der zwei Wochen der Erscheinungen passierte es zwei Mal, dass Bernadette zur Grotte ging und die Dame nicht erschien.

Bevor der Bischof urteilte, hatte Bernadette Fragen über Fragen beantworten müssen: von Neugierigen und Bewunderern, von Journalisten und anderen. Sie musste vor zivilen und kirchlichen Untersuchungsausschüssen erscheinen. Aus einem Schattendasein wurde sie ins grelle Licht der Öffentlichkeit gezerrt und sah sich einem regelrechten Ansturm der Medien ausgesetzt.

Es brauchte viel Geduld, Ausgeglichenheit und auch Humor, um das eigene Zeugnis rein und unverfälscht zu bewahren. Bernadette nahm nichts an: „Ich will arm bleiben.“ Sie segnete nicht die Rosenkränze, die man ihr reichte: ,,Ich trage keine Stola.“ Sie verkaufte keine Medaillons: „Ich bin keine Händlerin.“ Und vor den Bildern von ihr, die man für zehn Sous verkaufte, sagte sie: „Zehn Sous, mehr bin ich nicht
wert!“

Unter diesen Gegebenheiten konnte sie nicht länger im Cachot bleiben. Um sie vor dem Andrang zu schützen, setzten sich Abbé Peyramale und Bürgermeister Lacadé dafür ein, Bernadette einen Platz im Hospizinternat der Schwestern von Nevers zu verschaffen. Am 15. Juli 1860 verließ sie ihr Cachot und traf dort ein. Nun, im Alter von 16 Jahren, lernte sie lesen und schreiben. Noch heute kann man in der Kirche von Bartrès Kostproben ihrer Schreibübungen sehen. Später hat sie oft an ihre Familie geschrieben, anlässlich einer Taufe, einer Erstkommunion oder eines Trauerfalls. Sogar an den Papst schrieb sie. Sie hielt den Kontakt zu ihren Eltern. Sie half bei der Krankenpflege, vor allem aber war sie auf der Suche nach ihrem Weg: Ohne besondere Fähigkeiten und ohne Mitgift – wie sollte sie da Ordensfrau werden? Schließlich trat sie bei den Schwestern von Nevers ein, „weil man mich dort nicht angeworben hat“. Schon damals begriff sie: „In Lourdes ist meine Mission beendet.“ Bernadette trat in den Hintergrund, um Maria Platz zu machen.

(lourdesfrance) 

Dienstag, 8. Dezember 2020

Die Ganz-Heilige

 

Basílica de la Puríssima Concepció i Assumpció de Nostra Senyora, Barcelona

Katholiken feiern heute jene einzigartige Frau, die die Ostkirche seit Jahrtausenden die "Panagia", die "Ganz-Heilige" nennt. Auf diese Frau ist der Schatten der Schuldverstrickung, der sonst über jedes menschliche Dasein fällt und es verdüstert, nie gefallen.

Weshalb wird Maria aus dieser allmenschlichen Verstrickung ausgenommen? Weil sie das Kind empfangen, gebären und aufziehen soll, dessen göttlicher Auftrag es sein wird, die Schuld der Welt, wie die Schrift sagt, hinwegzutragen. und weil das enge Verhältnis einer Mutter zu ihrem Kind nicht erlaubt, daß von ihr irgendein Schatten auf dieses fällt. Kein Schatten von Begierlichkeit, von Egoismus und Selbstverschlossenheit irgendeiner Art.

Deshalb hat das schlichte Wort Marias an den Verkündigungsengel: "Siehe, ich bin die Magd des Herrn", ein so ungeheures Gewicht; denn so selbstverständlich, so alltäglich und tonlos es klingt, von ihm hängt doch ab, daß für Israel der verheißene Messias, daß für die gesamte Welt der immer erhoffte Erlöser und Retter kommt.

H. U. von Balthasar, Du krönst das Jahr mit deiner Güte, 238)

O Maria, ohne Makel empfangen (Linksammlung)

 

O Maria, ohne Makel empfangen, bitte für uns,
die wir zu dir unsere Zuflucht nehmen.

Immaculata Conceptio. Neun Monate vor dem Geburtsfest der Gottesmutter am 8. September feiert die Kirche, dass Maria vom ersten Augenblick an, da sie als menschliches Wesen empfangen wurde, von jedem Makel der Erbsünde frei war. Die Feier der Sündenreinheit Mariens, kurz „Maria immaculata“ ist bereits im 8. Jahrhundert in der Ostkirche nachzuweisen. Die Theologie erlangte aber erst durch den seligen Franziskanertheologen Duns Skotus die tiefere Sicht der Sündenfreiheit Mariens: Dass die Mutter des Herrn erst gar nicht in Kontakt mit der Erbsünde kam, sondern kraft der Erlösungstat ihres göttlichen Sohnes schon im Voraus davor bewahrt wurde. Den Glaubenssatz von der Immunität Ma-riens gegenüber der Erbsünde hat Pius IX. 1854 als von Gott geoffenbart definiert.

Die Erscheinung Mariens in Lourdes vier Jahre später ist gleichsam die übernatürliche Bestätigung dieser Ex-Kathedra-Entscheidung. Zuvor schon hatten vor allem das habsburgische Kaiserhaus und die Universität von Paris Maria als die „Immaculata Conceptio“ propagiert. Daher ist der 8. Dezember ein zutiefst österreichischer Feiertag. Am 18. Mai 1647, noch im Dreißigjährigen Krieg, ließ Kaiser Ferdinand III. die Säule der Unbefleckten am Platz „Am Hof“ in Wien errichten und weihte sich und seine Lande der Immaculata.

Der Kaiser legte in die Hände von Bischof Philipp Breuner folgendes Gelübde ab: „Allmächtiger, ewiger Gott, durch den die Könige regieren, in dessen Hand alle Gewalten und Rechte der Staaten sind, ich Ferdinand, demütig niedergeworfen vor deiner göttlichen Majestät, nehme in meinem und meiner Nachfolger Namen und im Namen Österreichs die makellose Mutter deines Sohnes, Maria, allzeit Jungfrau, heute zur besonderen Herrin und Patronin dieses Erzher-zogtums und rufe sie an. Überdies gelobe und verspreche ich, das Fest der Unbefleckten Empfängnis am 8. Dezember öffentlich als Feiertag in diesem Lande alljährlich mit vorhergehendem Vigilfasttag zu begehen.“ 

Diese Weihe war nicht die private Angelegenheit des Kaisers, sondern des ganzen Landes, denn sie war zuvor von den Landständen Österreichs unter der Enns beschlossen worden. Ein Jahr nach der Weihe endete der Dreißigjährige Krieg. Eine Statue der Immaculata ließ der Kaiser auch über dem Hochaltarbild des Stephansdomes anbringen. Dreihundert Jahre später, 1947, erneuerte Theodor Kardinal Innitzer vor der Immaculata-Säule diese Weihe Österreichs in feierlicher Weise. Zu der Feier in der vom Krieg noch zerstörten Stadt waren 30.000 Gläubige gekommen. Auch Christoph Kardinal Schönborn erneuerte die Weihe zum 350-Jahr-Jubiläum am 18. Mai 1998 am Platz „Am Hof“ im Beisein des Apostolischen Nuntius und tausender Gläubigen. Nachdem das nationalsozialistische Regime alle kirchlichen Feiertage abgeschafft hatte, wurde der 8. Dezember im Jahre 1955 von der ersten Bundesregierung des freien Österreichs wieder zum staatlichen Feiertag erklärt.
(Martyrologium Sancrucense)

Maria - aus priesterlichem Geschlecht, B16 Predigt, 18.12.2005 (2019)

Glasfenster in der Kathedrale von Ely, bewahrt für Jesus (B16, 18.12.2005 Angelus), 2019 

Fahne, ganz schön bist du Maria, Maria Rehkogel

Unbefleckte Empfängnis, Peterskirche, Wien (2018)

ERSCHEINUNG DER UNBEFLECKTEN EMPFÄNGNIS IN PARIS

wundertätige Medaille, Glasfenster in Pfarrkirche in Lourdes

Die erste Erscheinung der Katharina Laboure

Am Grab des hl. Katharina Laboure in der Rue du Bac

Relieftafeln beim Zugang zur Rue du Bac

Lourdesgrotte in Maria Trost, Graz, L. Scheffczyk, Maria, Mutter und Gefährtin, 2017

Maria und die Schlange, Maria Trost, Graz, 2017 

Altarbild im Heiligtum der hl. Katharina von Bologna, Corpus Domini 

Relief, Malerei und Glasfenster der Unbefleckten in der Londoner Jesuitenkirche

Maximilian Kolbe und die Unbefleckte, S. Andrea delle Frate, Rom  

Am 25. nennt Maria in Lourdes ihren Namen (Glasfenster in Basilika der UE und in Pfarrkirche in Lourdes)  

1. Erscheinung von Lourdes

Statue der UE in der Oberkirche in Lourdes (Johannes Paul, 14.8.2004)

Verkündigung der Unbefleckten Empfängnis durch Papst Pius IX., Fresko S. Andrea della Valle, Rom

Weihegebet von Johannes Paul II., Medjugorje 

Hochaltar Peterskirche, Wien


Großer und heiliger Gott,
im Hinblick auf den Erlösertod Christi
hast du die selige Jungfrau Maria
schon im ersten Augenblick ihres Daseins
vor jeder Sünde bewahrt
,
um deinem Sohn eine würdige Wohnung zu bereiten.
Höre auf ihre Fürsprache:
Mache uns frei von Sünden
und erhalte uns in deiner Gnade,
damit wir mit reinem Herzen zu dir gelangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Sonntag, 8. Dezember 2019

Maria - aus priesterlichem Geschlecht

Maria und ihre Mutter Anna



Aber nun müssen wir uns fragen: Was bedeutet »Maria, die unbefleckt Empfangene«?

Hat uns dieser Titel etwas zu sagen? Die Liturgie des heutigen Tages erklärt uns den Inhalt dieses Wortes in zwei großartigen Bildern. Da ist zuerst der wundervolle Bericht von der Ankündigung des Kommens des Messias an Maria, die Jungfrau aus Nazaret. Der Gruß des Engels ist aus Fäden des Alten Testaments, besonders aus dem Buch des Propheten Zefanja, gewoben.

Er zeigt, daß Maria, die einfache Frau aus der Provinz, die aus einem priesterlichen Geschlecht stammt und das große priesterliche Erbe Israels in sich trägt, der »heilige Rest« Israels ist, auf den sich die Propheten zu allen Zeiten der Drangsal und Finsternis bezogen haben. In ihr ist das wahre, das reine Zion, die lebendige Wohnstatt Gottes, gegenwärtig. In ihr wohnt der Herr, in ihr findet er seinen Ort der Ruhe. Sie ist das lebendige Haus Gottes, der nicht in steinernen Häusern wohnt, sondern im Herzen des lebendigen Menschen. Sie ist der Sproß, der in der dunklen Winternacht der Geschichte aus dem Baumstumpf Davids hervorsprießt. In ihr erfüllt sich das Psalmwort: »Das Land gab seinen Ertrag« (Ps 67,7). Sie ist der junge Trieb, aus dem der Baum der Erlösung und der Erlösten heranwächst.

Gott ist nicht gescheitert, wie es gleich am Anfang der Geschichte mit Adam und Eva oder während des Babylonischen Exils vielleicht scheinen mochte und wie es sich zur Zeit Mariens neuerlich abzuzeichnen schien, als Israel zu einem bedeutungslosen Volk in einem besetzten Land geworden war, wo kaum Zeichen seiner Heiligkeit zu erkennen waren. Gott ist nicht gescheitert. In der Schlichtheit des Hauses von Nazaret lebt das heilige Israel, der lautere Rest. Gott hat sein Volk gerettet und rettet es auch weiterhin. Seine Geschichte beginnt von neuem zu leuchten von dem Baumstumpf aus, der zu einer neuen lebendigen Kraft wird, die Orientierung gibt und die Welt durchdringt. Maria ist das heilige Israel; sie sagt »Ja« zum Herrn, sie stellt sich ihm voll zur Verfügung und wird so zum lebendigen Tempel Gottes.
(Papst Benedikt XVI., Predigt, 8.12.2005)

Bewahrt, um Jesus eine würdige Wohnung zu bereiten

incarnatus est de spiritu sancto ex Maria virgine;
Mensch geworden vom Heiligen Geist aus Maria der Jungfrau

Großer und heiliger Gott,
im Hinblick auf den Erlösertod Christi
hast du die selige Jungfrau Maria
schon im ersten Augenblick ihres Daseins
vor jeder Sünde bewahrt,
um deinem Sohn eine würdige Wohnung zu bereiten.
Höre auf ihre Fürsprache:
Mache uns frei von Sünden
und erhalte uns in deiner Gnade,
damit wir mit reinem Herzen zu dir gelangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Jesus Christus, Bischofskapelle, Kathedrale von Ely,


Heute feiern wir das Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria. Es ist ein Tag tiefer geistiger Freude, an dem wir die Jungfrau Maria betrachten als »vor allen Wesen groß und voll Demut, vorbestimmtes Ziel im ewigen Rate«, wie Italiens berühmter Dichter Dante singt (Paradies, XXXIII, 3). In ihr erstrahlt die ewige Güte des Schöpfers, der sie in seinem Heilsplan dazu ausersehen hat, Mutter seines eingeborenen Sohnes zu werden, und sie im Hinblick auf den Erlösertod Christi vor jedem Makel der Sünde bewahrt hat (vgl. Tagesgebet).

So hat sich in der Mutter Christi und unserer Mutter die Berufung jedes Menschen vollkommen verwirklicht. Der Apostel Paulus erinnert uns daran, daß alle Menschen aufgerufen sind, heilig und untadelig zu leben vor Gott in der Liebe (vgl. Eph 1,4). Wie sollten wir, wenn wir auf die Mutter Gottes blicken, in uns, ihren Kindern, nicht die Sehnsucht nach Schönheit, Güte und Reinheit des Herzens neu erwachen lassen?
Ihre himmlische Reinheit zieht uns zu Gott und hilft uns, die Versuchung eines mittelmäßigen, von Kompromissen mit dem Bösen geprägten Lebens zu überwinden, um uns entschieden auf das wahre Gut auszurichten, das Quelle der Freude ist.
(Papst Benedikt XVI., Angelus, 8.12.2005)

Samstag, 8. Dezember 2018

Katharina Laboure in Paris 1830

O Maria, ohne Sünde empfangen,

bitte für uns, die wir zu dir unsere Zuflucht nehmen.

Unbefleckte Empfängnis, Peterskirche, Wien

Dienstag, 27. November 2018

Die Wundertätige Medaille


Erscheinung der Unbefleckten Empfängnis, Pfarrkirche Lourdes


Am 20. November 1839 erschien Maria der hl. Katharina Laboure auf der Erdkugel stehend in einem ovalen Rahmen. Um den Rahmen sah sie die Worte "O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu dir unsere Zuflucht nehmen". Die Mutter Gottes gab Katharina den Auftrag, eine Medaille, heute bekannt als "Wundertätige Medaille",  anfertigen zu lassen. Große Gnaden würden alle empfangen, die die Medaille mit Vertrauen trügen. Sinnbild für die Gnaden seien die Strahlen, die von der Erscheinung ausgingen.

Die erste Erscheinung der Katharina Laboure

Am Grab des hl. Katharina Laboure in der Rue du Bac

Vor zwei Jahren am 27.11.

Pfarrkirche Lourdes

Freitag, 8. Dezember 2017

Erlösung im Hinblick auf die Verdienste Christi Jesu




Großer und heiliger Gott,
im Hinblick auf den Erlösertod Christi
hast du die selige Jungfrau Maria
schon im ersten Augenblick ihres Daseins vor jeder Sünde bewahrt,
um deinem Sohn eine würdige Wohnung zu bereiten.
Höre auf ihre Fürsprache:
Mache uns frei von Sünden
und erhalte uns in deiner Gnade,
damit wir mit reinem Herzen zu dir gelangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Gegenüber der Befürchtung einer Schmälerung der Stellung Christi und der Erlösung ist wohl zu erkennen: Christus wird in diesem seinem Werk an Maria als der alle Zeiten und die ganze Geschichte der Menschheit souverän umgreifende Erlöser offenbar. Er vermochte nämlich die Wirkung der Erlösung auch schon vor dem Ablauf seiner endgültigen Heilstat einem Menschen zuzuwenden, um ihn für eine bestimmte Heilsaufgabe innerlich auszustatten. Wie alles an Maria, so weist auch ihre "Vor"- und "Ersterlösung" auf Christus hin und stellt die Virtuosität seines erlöserischen Handelns in ein strahlendes Licht.

Die "Vorerlösung" Marias kann die Erlösungstat Christi also nicht schmälern, sie muß sie vielmehr erhöhen. Das meint auch die Dogmatisierungsbulle, wenn sie erklärt, daß Maria "durch ein einzigartiges Gnadengeschenk und Vorrecht des allmächtigen Gottes, im Hinblick auf die Verdienste Christi Jesu, des Erlösers des Menschengeschlechts", von der Erbschuld befreit wurde.

Mit einer solchen Befreiung Marias wird das Erlösungswerk Christi keineswegs außer Kurs gesetzt, sondern gerade in seiner vielgestaltigen Kraft und seiner Virtuosität ins volle Licht gestellt. Dieses Werk ist eben so umfassend und die Zeiten übergreifend, daß seine Wirkungen von Gott auch schon vor seinem geschichtlichen Ablauf einem Menschen (Maria) zugedacht werden konnten. Dieses Mariengeheimnis bekräftigt und unterstreicht also auch wieder das Erlösungsgeheimnis Christi. Es führt nicht von Christus fort, sondern leitet (wie alle Mariengeheimnisse) zu Ihm hin. Christus hat sich mit der an Maria gleichseim vorausgenommenen Erlösungstat den menschlich-mütterlichen Raum für seine Menschwerdung in einer Ihm angemessenen Weise zubereitet. Er hat damit nichts von seiner Erlösungsvollmacht preisgegeben, sondern sogar in einer unübertrefflichen Weise dokumentiert, daß es keine Selbsterlösung für die Menschen gibt, selbst nicht für den Menschen, der zur Gottesmutterschaft berufen war.
(L. Scheffczyk, Maria - Mutter und Gefährtin Christi, 135f)


Maria, unbefleckt empfangen im Hinblick auf den Erlösertod Christi, Lourdeskapelle, Mariatrost, Graz