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Donnerstag, 11. August 2016

Das Tafelbild der hl. Klara

Nachbildung des Tafelbildes der hl. Klara

In Assisi befindet sich in der Kirche S. Chiara ein Tafelbild der hl. Klara aus dem 13. Jahrhundert, das unten links beginnt und im Uhrzeigersinn acht Szenen aus dem Leben der Heiligen zeigt.

1. Am Palmsonntag des Jahres 1211 überreicht der Bischof Klara den Palmzweig

Entgegen aller Gepflogenheit überreicht der Bischof selbst Klara den Olivenzweig. Klara hat sich in einem schönen roten Kleid als Braut für Christus bereitgemacht. Das Blau des Torbogens, das in der Ikonografie auf Christus verweist, zeigt an, das Christus Klara ruft.


2. Franziskus empfängt mit seinen Brüdern Klara in der Portiunkula-Kapelle

In der auf den Palmsonntag folgenden Nacht kommt es zur Flucht Klaras aus dem elterlichen Haus. Franziskus empfängt sie in betender Haltung.


3.  Franziskus schneidet Klara die Haare ab

In Anwesenheit von zwölf Brüdern als Zeugen schneidet Franziskus Klara die Haare ab. Der Bruder rechts von ihr zeigt  mit der linken Hand auf Klara, mit seiner Rechten stellt er sie den Brüdern vor. Möglicherweise handelt es um den Cousin Klaras, Rufino, der sich um 1210 Franzikus angeschlossen hat. Klara hat das kostbare Kleid abgelegt und sich kleidet sich nun mit dem einfachen Gewand der Minderbrüder.


4. Verwandte versuchen, Klara zurückzuholen

Franziskus bringt Klara zu den Benediktinerinnen nach San Paulo, wo Verwandte sie notfalls mit Gewalt nach Hause zurückbringen wollen. Der Mann, der Klara mit seinen Händen ergreift, ist das Familienoberhaupt Onkel Monaldo. Die Abtissin umfaßt Klara mit einer Hand, mit ihrer rechten deutet sie auf das Kreuz, das hoch oben am Turm zu sehen ist. Eine zweite Schwester zeigt ebenfalls auf das Kreuz.
Klara hält sich nicht an den Schwestern fest, sondern ergreift mit beiden Händen das Altartuch. Wer sich am Altar festhält, stützt sich auf Christus, zugleich nimmt sie das Asylrecht in Anspruch, mit dem der Papst das Kloster versehen hatte. Klara vertraut auf die Macht Christi. Das Altartuch versinnbildet sein Gewand, an das sie sich klammert.
"Sie ergriff die Altartücher, zeigte ihren geschorenen Kopf und ließ sich weder entführen noch mitnehmen."



5. Agnes schließt sich Klara an

Wenige Tage nach Klaras Flucht folgt ihr die jüngere sechzehnjährige Schwester Agnes. Wieder rückt die Verwandtschaft aus und packt das Mädchen an Haaren und Händen, um es fortzuschleppen. Klara steht mit geöffneten Händen da und zeigt auf die Schwester. Die Augen scheinen auf das Kreuz zu schauen, das über den Angreifern zu sehen ist. Klara ist mit Christus vereint, die blaue Farbe, die sie umgibt, zeigt, dass sie fest in Christus gegründet ist, von ihm erwartet sie Hilfe und Rettung. Es gelingt der Familie nicht, Agnes wegzuholen.
Oberhalb der Kampfszene sind Franziskus, Agnes und Klara zu sehen. Auch Agnes schneidet Franziskus als Zeichen ihrer Christuszugehörigkeit die Haare ab. Die franziskanische Gemeinschaft beginnt zu wachsen, hinter Franziskus sieht man zwei Männer auf die Gemeinschaft blicken.


6.  Die wunderbare Brotvermehrung

Das Bild zeigt acht Schwestern in San Damiano zur Essenszeit. Im Kloster gab es für 50 Schwestern nur noch ein halbes Brot. Klara segnet das Brot, sie lässt die Hälfte des Brotes den Brüdern bringen und den Rest an die bei Tisch sitzenden Schwestern austeilen.
"Eines Tages, als die Schwestern nur noch ein halbes Brot hatten, weil sie die andere Hälfte den außerhalb wohnenden Brüdern geschickt hatten, befahl Frau Klara, jenes halbe Brot in 50 Scheiben zu schneiden und sie den Schwestern zu bringen, die zu Tisch gegangen waren. Und also hat der Herr jenes Brot auf solche Weise vermehrt, dass davon fünfzig gute und große Scheiben geschnitten werden konnten, wie die heilige Klara es aufgetragen hatte."


7. Vision der Gottesmutter Maria

Am Sterbebett Klaras erscheint ein himmlisches Heer samt der Gottesmutter, um die Heilige heimzuholen. In zwei aufeinanderfolgenden Szenen sieht man Maria mit einer Krone gekrönt, begleitet von sechs Jungfrauen, die ein helles Tuch über Klara breiten. Zwei Schwestern im Hintergrund werden Zeuginnen dieses Ereignisses.


8. Tod der hl. Klara

Der Papst, der damals in Assisi weilte, beweihräucherte selbst den Leichnam von Klara, und verdeutlicht damit, dass er Klara als Heilige ansieht. Der blaue Bogen, der auf keinem Bild fehlt, spannt sich diesmal über die ganze Stadt. Das Fensterkreuz ist mitten in der Stadt zu sehen, diese ist durch Franziskus und Klara gesegnet.


Im Zentrum des Tafelbildes steht die hl. Klara. Ihre rechte Hand zeigt auf das Kreuz am Äbtissinnenstab. Der gekreuzigte und auferstandene Christus ist die Mitte ihres Lebens. Ihm hat sie sich geweiht (Bild links vom Kreuz), durch ihn sind Zeichen und Wunder geschehen (rechts vom Kreuz die Brotvermehrung, ca. 1237). So zeigt Klara, wie ihre Weihe an Christus für die Welt fruchtbar wurde.

(vgl. Sr. Helmtrude Klara Aschauer OSC, Betrachtungen zum Tafelbild der hl. Klara)


Bis zuletzt richtete Klara den Blick fest auf den Sohn Gottes, dessen Geheimnisse sie unablässig betrachtete. Ihr Blick war der einer liebenden Braut, die erfüllt ist von dem Wunsch nach einer stets vollkommeneren Anteilnahme. Sie vertiefte sich vor allem in die Meditation der Passion, wobei sie das Mysterium Christi betrachtete, der sie vom Kreuz herab rief und zu dem sie sich hingezogen fühlte.
Sie schrieb: »Ihr alle, die ihr des Weges vorüberzieht, merkt auf und seht, ob ein Schmerz ist gleich meinem Schmerz. Wir sollten ihm antworten« – so ihre Worte – »ihm, der da ruft und klagt, eins mit ihm in Stimme und Geist: Stets werde ich dessen eingedenk sein, und meine Seele wird dahinschwinden in mir« (4. Brief an Agnes, 25–26). Und sie forderte: »In der Glut dieser Liebe mögest Du immer stärker entbrennen…, mögest Du seufzend vor übergroßer Sehnsucht und Liebe des Herzens rufen: ›Zieh mich dir nach, … himmlischer Bräutigam!‹« (ebd., 27.29–32)
 
Diese vollkommene Einheit mit dem Mysterium Christi führte sie ein in die Erfahrung der Innewohnung des dreifaltigen Gottes, in der sich die Seele mehr und mehr der Gegenwart Gottes in ihr bewußt wird: »Denn die Himmel, mitsamt den übrigen Geschöpfen, vermögen ihren Schöpfer nicht zu fassen, die gläubige Seele allein ist seine Bleibe und (Thron) Sitz, und dies allein durch die Liebe, welche die Gottlosen nicht haben« (3. Brief an Agnes, 22–23)
(aus der Botschaft von Johannes Paul II. an den Klarissenorden anlässlich des 750. Todestages der hl. Klara, 9. August 2003)

Samstag, 4. Oktober 2014

Der Traum des Papstes

Traum des Papstes Innozenz III., Franziskus stützt die vom Einsturz bedrohte Kirche, Oberkirche, Assisi

Nachdem er gebetet hatte, meldete er sich beim Papste und gab ihm das Gleichnis, das ihm der Herr gezeigt, in angemessener Form zu wissen, und was es bedeute...
Wie der Papst dies alles vernommen, erstaunte er sehr, zumal er selbst vor der Ankunft des seligen Franz ein Gesicht gehabt hatte. Es war ihm gewesen, als sei die Kirche S. Giovanni di Laterano (bei der er residierte), vom Einsturz bedroht; da kam ein Gottgeweihter, gering und verächtlich von Aussehen, und stützte die Kirche mit seiner Schulter. Davon betroffen und aufgeschreckt, war er erwacht, und als kluger und weiser Mann, der er war, erwog er, was das Gesicht bedeute.

Und wie nun bald hernach der selige Franz erschien und ihm sein Vorhaben kundtat, und wie dieser, die Sprache des heiligen Evangeliums redend, um Bestätigung seiner Regel bat, die er in einfältigen Worten niedergeschrieben - und wie er so sehr nach dessen Erfüllung glühte, aus ganzer Seele - : da erwog der Papst solchen Eifer im Dienste Gottes, erinnerte sich seines Traumbilds und verglich es mit jenem Gleichnis, welches dem Gottesmann eingegeben ward, und so kam ihm der Gedanke: "Das ist gewiß der heilige Mann, der die Kirche Gottes halten und stützen wird."

So schloß er ihn denn in seine Arme und bestätigte die von ihm verfaßte Regel. Auch gab er ihm die Erlaubnis, überall Buße zu verkünden, und gab sie auch seinen Brüdern, in der Weise, daß jeder der predigen wollte, vom seligen Franz Erlaubnis haben mußte. Dies wurde dann auch in der Sitzung der Kardinäle verkündet.
Der heilige Franz sagte Gott Dank für diese Vollmachten, und vor dem Papste knieend, versprach er ihm in frommer Demut Gehorsam und Ehrfurcht. Und die andern Brüder versprachen nach dem Geheiß des Papstes auf gleiche Weise dem seligen Franz Gehorsam und Ehrfurcht.
(aus O. Karrer, Franz von Assisi, Legenden und Laude, 72f)

Bestätigung der Regel durch den Papst, Oberkirche, Assisi

Beten wir für unseren Papst Franziskus, für alle franziskanischen Gemeinschaften, besonders für die Franziskaner von der Immaculata mit den Worten des Hl. Franziskus:

Dein Wille geschehe wie im Himmel also auch auf Erden;
auf daß wir Dich lieben
"aus ganzem Herzen": Deiner allzeit gedenkend;
"aus ganzer Seele": Dich allzeit ersehnend;
"aus ganzem Gemüte": auf Dich all unser Streben richtend und Deine Ehre in allem suchend;
"aus all unseren Kräften": alle Fähigkeiten und Empfindungen der Seele und des Leibes nichts anderem als dem Dienst Deiner Liebe weihend - 
und auf daß wir auch unsere Nächsten lieben wie uns selbst
 alle nach Kräften zu Deiner Liebe ziehend,
am Guten der andern uns freuend sowie an dem eigenen,
teilnehmend an ihren Leiden und keinem wehtuend.

(w. o.; aus dem Vaterunser des hl. Franziskus, 539f)

Freitag, 4. Oktober 2013

Franz von Assisi


Grabeskirche des hl. Franziskus, San Francesco, Assisi

Zugang zur Oberkirche, San Franzcesco, Assisi

Franziskus, hoch begnadet
und tiefer Demut Bild, 
lebt jetzt verklärt im Lichte
bei Christus, seinem Herrn.

Voll Lauterkeit und Demut,
voll Friede war sein Geist.
Zerbrechlich war der Leuchter
und dennoch hell das Licht.

Den Armut nur bekleidet,
erwärmte Gottes Glut,
er hat besiegt die Kälte
durch seiner Wunden Mal.

Arm hat er uns verlassen,
reich trat er vor den herrn.
Noch immer wirkt er Wunder,
bleibt kranken Menschen nah.

Du Vater der Armen,
lehr uns der Armut Geist;
begleite die Erwählten
und führe sie zum Licht.

Dem Vater Gott sei Ehre,
dem Sohn und auch dem Geist.
Wir danken für Franziskus
und seines Lebens Weg.

(Hymnus der Vesper am Gedenktag des hl. Franz v. Assisi,
Franziskanisches Proprium)

Das ältestes Fresko der Unterkirche von San Francesco wurde von Cimabue gemalt und zeigt Maria und Jesus auf dem Königsthron. Auf der rechten Seite neben Maria und den Engeln steht Franziskus. Die Stigmata sind klar zu erkennen.

Samstag, 23. März 2013

Auf dem Füllen eines Esels


 
Jesus fand einen jungen Esel und setzte sich darauf, wie geschrieben steht:
Fürchte dich nicht, Tochter Sion.
Siehe dein König kommt sitzend auf dem Füllen eines Esels.
(Johannes 12,14-15)

Einzug in Jerusalem, Unterkirche in Assisi

Alles an dieser Szene deutet auf die Demut des Herrn. Er erfüllt eine Prophezeiung, und zwar eine ganz kleine, scheinbar nebensächliche. Er neigt sich auch zu einem belanglosen Vers herab, um ihn zu erfüllen. In diesem Tun des Kleinsten aber liegt sein Größtes: denn so füllt er auch das Geringste mit seiner Liebe.
Er tut, indem er diese Weissagung erfüllt, den Willen des Vaters, und das ist das Größte. Er tut ihn nicht nur in großen Zügen, in großen Linien, sondern bis ins Kleinste hinein. Und indem er dieses Kleine erfüllt, das heißt, wahr werden läßt, den in der Weissagung vorausgesagten Weg zu dem seinigen macht, gibt er die Richtschnur für alle, die ihm nachfolgen wollen.


 Er ist der Herr nicht nur des Großen, sondern nicht minder des Kleinen. Und jeder große Plan muß im Kleinen ausgeführt werden. Wie er der Anfang alles Großen ist, ist er auch der Anfang alles Kleinen, jenes Kleinen und Kleinsten, das ihm in der Passion zur Erleidung und Erledigung vorgestellt werden wird.
Und wenn er früher in seinen Reden mehr das Große betont hat: die Herkunft vom Vater und die Rückkehr zum Vater, und alle kleinliche Gesinnung der Juden in diese große Bewegung aufgelöst hat, so zeigt er jetzt, daß sein großer Weg aus lauter kleinen Schritten und Stückchen besteht. Alle sollen das sehen und bemerken, darum läßt er diese Prophezeiung sich so augenfällig erfüllen.

Alles Kleine im Leben des Christen hat Teil am Großen und wird dadurch groß; aber nur dann, wenn das Große sich demütigt, klein und alltäglich und belanglos zu werden. Denn der König der Welt kommt auf dem Füllen eines Esels daher:
Das Erhabenste auf dem Rücken des Unscheinbarsten. Darum braucht sich Jerusalem nicht fürchten. Sein König erscheint im Geist äußerster Demut. In diesem Geist versöhnt sich das Höchste mit dem Niedrigsten und die Angst mit der Freude, so daß er im Triumpf erhöht in seine Niedrigkeit eingeht.

(aus: Adrienne von Speyr, Betrachtungen über das Johannesevangelium, Die Streitreden, 495f)

Samstag, 11. August 2012

Rundgang in San Damiano

links San Francesco, Grabstätte des hl. Franziskus, rechts Santa Chiara, Grabstätte der hl. Klara

Das außerhalb der Stadtmauern gelegene Heiligtum  San Damiano war das Klarissenkloster zu Lebzeiten der Hl. Klara (+1253). Ab 1260 übersiedelten die Schwestern in die neue Kirche Santa Chiara, die Grabstätte der hl. Klara, in der heute auch das berühmte Kreuz von San Damiano hängt, Vor diesem Kreuz  bekam Franziskus den Autrag von Christus, die Kirche wiederherzustellen.

Die Kirchenfassade ist schlicht. Gestaltet ist sie durch ein Rundfenster und eine Tür links darüber. Die Tür, die über eine bewegliche Holztreppe erreichbar war, war aus Sicherheitsgründen höher angebracht und führt ins Schlafzimmer der Schwestern.

Heiligtum von San Damiano

Zur rechten Seite befindet sich ein Vorbau mit Gemälden aus dem 14. Jahrhundert. Sie zeigen Maria mit dem Jesuskind, rechts und links davon der hl. Franziskus und die hl. Kara.


Man betritt das Kloster durch eine Tür rechts von der Kirche und gelangt in die Hieronymuskapelle, die zur Zeit des hl. Franziskus als Wohnhaus des Priesters von San Damiano diente.

Maria mit dem Kind, links der hl. Hieronymus, daneben der hl. Bernardin v. Siena.
Zur Rechten Marias stehen Franiskus u. Klara

Von der Hieronymuskapelle kommt man in die Kreuzkapelle. Das Kruzifix aus dem 17. Jahrhundert hat je nach Standort des Betrachters einen anderen Gesichtsausdruck.
Moderne Buntglasfenster zeigen Klara und - Franz ein andermal.



Die einschiffige Kirche mit Tonnengewölbe lädt zur Stille und zum Gebet ein. In der Mitte des Schiffes ist eine Kopie des Damianokreuzes angebracht. In der halbkreisförmigen Apsis thront zwischen Rufinus und Damian Maria mit dem Kind. Es ist durchaus möglich, dass dieses Bild in die Zeit vor Franziskus datiert werden kann, denn nach seinem Tod malte man ihn und Klara gewöhnlich neben Maria bzw. Christus.



Eine kleine Tür rechts vom Chorraum führt zum Chor der Schwestern. Das einfache Chorgestühl und das alte Lesepult bezeugen die Armut der Schwestern und sind wertvolle Erinnerungen aus der Zeit Klaras. Hier beteten die Schwestern das kirchliche Stundengebet.



Eine Treppe führt in das Oratorium der hl. Klara. Die Fresken, Maria mit dem Kind zwischen Franziskus und Klara können schon zu Lebzeiten der Klara entstanden sein. Links neben dem Altar ist eine Nische, in der das Allerheiligste aufbewahrt wurde. Ein Fresko zeigt, wie Klara die Schwestern zur Anbetung Jesu einlädt.



Glücklich ist, dem es gegeben ist, vom heiligen Gastmahl zu trinken
und mit dem ganzen Herzen dem anzuhangen,
dessen Schönheit die seligen Scharen des Himmels immerfort bewundern,
dessen Liebe uns bewegt,
dessen Betrachtung uns erquickt,
dessen Güte und Süßigkeit uns erfüllt,
dessen Gedächtnis beglückend aufleuchtet,
von dessen Duft die Toten lebendig werden und
dessen herrliche Schau die Bürger des himmlischen Jerusalems erfreut.

(aus einem Brief der hl. Klara an die selige Agnes von Prag, Lesehore)


Nische für die Aufbewahrung des Allerheiligsten

Im Schlafraum der Schwestern ist der Lager- und Sterbeplatz der hl. Klara. Nach jahrzehntelanger Krankheit starb sie mit den Worten: "Sei gepriesen, dass Du mich erschaffen hast." Vor ihrem Tod ließ sie Bruder Juniper rufen und fragte ihn: "Weißt du etwas Neues von unserem Herrn Jesus Christus? Allein Jesus interessierte sie, ihn wollte sie lieben. An der Stelle, an der Klara am 11. August 1253 starb, ist eine Bronzetafel mit der Bestätigung der Regel.



Vom Schlafsaal geht es hinunter in den Kreuzgang und zum Refektorium (Speiseraum) der Schwestern.


Das Gewölbe des Refektoriums wurde erneuert, alles andere stammt aus der Zeit der hl. Klara. Hier wirkte Klara Wunder: Vermehrung von Brot und Öl. Als der Papst Klara besuchte und sie auf sein Geheiß die Brote segnete, wurde das Kreuzzeichen auf den Broten sichtbar. Ein Fresko schildert diese Begebenheit.





Vor dem Vorplatz von San Damiano steht zwischen Olivenbäume eine Statue der hl. Klara mit einer Monstranz (Elfenbeinkästchen) mit dem Allerheiligsten Sakrament. Sie erinnert daran, dass die Sarazenen mithilfe des Allerheiligsten Sakraments in die Flucht geschlagen werden konnten.


(Quelle: Kraus, Ruf, Auf der Suche nach Franziskus)

Samstag, 31. März 2012

Hochgelobt sei, der kommt im Namen des Herrn

Mit den Engeln des Himmels und den Kindern Jerusalems
laßt uns Christus huldigen,
dem Sieger über den Tod, und rufen:
Hosanna in der Höhe.

(2. Antiphon der Laudes vom Palmsonntag)

 

Unterkirche Assisi, Giotto, Einzug in Jerusalem am Palmsonntag