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Sonntag, 14. Juni 2026

Die Apostel (Gerd Mosbach)

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus 9,36-10,8

In jener Zeit,
9, 36 als Jesus die vielen Menschen sah,
hatte er Mitleid mit ihnen;
denn sie waren müde und erschöpft
wie Schafe, die keinen Hirten haben.
37 Da sagte er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß,
aber es gibt nur wenig Arbeiter.
38 Bittet also den Herrn der Ernte,
Arbeiter für seine Ernte auszusenden!
10, 1 Dann rief er seine zwölf Jünger zu sich
und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben
und alle Krankheiten und Leiden zu heilen.
2 Die Namen der zwölf Apostel sind:
an erster Stelle Simon, genannt Petrus,
und sein Bruder Andreas,
dann Jakobus, der Sohn des Zebedäus,
und sein Bruder Johannes,
3 Philíppus und Bartholomäus,
Thomas und Matthäus, der Zöllner,
Jakobus, der Sohn des Alphäus,
und Thaddäus,
4 Simon Kananäus und Judas Iskáriot,
der ihn ausgeliefert hat.
5 Diese Zwölf sandte Jesus aus
und gebot ihnen: Geht nicht den Weg zu den Heiden
und betretet keine Stadt der Samaríter,
6 sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel!
7 Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe!
8 Heilt Kranke,
weckt Tote auf,
macht Aussätzige rein,
treibt Dämonen aus!
Umsonst habt ihr empfangen,
umsonst sollt ihr geben.
(Evangelium vom 11. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A)


Die Apostel, Gerd Mosbach, St. Aposteln, Köln

Kirche St. Aposteln in Köln



Samstag, 11. Oktober 2025

Am Grab des hl. Bischofs Bruno von Köln in St. Pantaleon

 

St. Pantaleon, Köln

 

Machtstreben oder Frömmigkeit? Bruno I. von Köln (925-965) soll der beeindruckende Spagat zwischen beidem gelungen sein. Er entstammte dem Hochadel und war der jüngste Sohn des ostfränkischen Königs Heinrich I. und dessen zweiter Frau Mathilda. Während Brunos Bruder Otto später den römisch-deutschen Kaiserthron bestieg, sein Bruder Heinrich als Herzog über Bayern herrschte und seine Schwestern machtpolitisch heirateten, bestimmten die Eltern Bruno für den geistlichen Stand. Nach seiner Ausbildung an der Utrechter Domschule galt Bruno bald als einer der größten Gelehrten des Reiches. Otto I. ernannte seinen damals erst fünfzehnjährigen Bruder zum Reichskanzler und organisierte im Jahr 953 dessen Wahl zum Erzbischof von Köln. Gleichzeitig übergab er Bruno das Herzogtum Lothringen – bis ins 19. Jahrhundert sollte der Kölner Bischofsstuhl mit weltlicher Macht zusammenfallen. Die Herrschaft der Familie zu sichern war keine leichte Aufgabe: Für gleich mehrere verfeindete Neffen übernahm der als Friedensstifter gerühmte Erzbischof zeitweise die Vormundschaft. Ebenso sorgte der persönlich überraschend bescheiden lebende Bruno für das geistliche Wohlergehen seines Bistums. An seiner Klosterschule förderte er die größten Talente seiner Zeit und gründete zahlreiche Klöster, deren imposante Kirchen bis heute das Stadtbild Kölns (heutige Stadt siehe Bild) prägen. Er starb am 11. Oktober 965 in Reims, wohin er zur Streitschlichtung geeilt war. Die Nachwelt verlieh ihm den Ehrennamen "der Große".
(Katholischde)


Grab des hl. Bruno von Köln


Heiliger Bruno von Köln, bitte für uns!






St. Pantaleon (2020)

 Bruno von Köln als Gründer der St. Andreaskirche, Köln

 

Heute gedenkt die Kirche auch des sel. Jakob von Ulm (Jakob Griesinger alias Alemannus)

an seinem Grab in Bologna

des hl. Papstes Johannes XXIII.

Bild in der Kathedrale von Ravenna 

Statue und Reliquien in der Kathedrale von Bergamo

Am Grab des sel. Johannes XXIII. im Petersdom

 
und des hl. Alexander Sauli (Paulaner) an seinem Grab im Dom zu Pavia

Freitag, 10. Oktober 2025

Gereon, Märtyrer und Heiliger

Er kam als Soldat nach Köln und wurde zum Märtyrer und Heiligen: Gereon. Die Skulptur eines abgeschlagenen Kopfes vor St. Gereon in Köln erinnert an die Legende um einen der Anführer der Thebäischen Legion aus dem 4. Jahrhundert. Die Kirche gedenkt seiner am 10. Oktober.

 

das abgeschlagene Haupt des hl. Gereon vor der Basilika St. Gereon

Die Legenden um den heiligen Gereon erzählen von der frühen Zeit des Christentums und der Christenverfolgung im Römischen Reich. Gereon soll als Anführer einer Legion mit 318 Soldaten vom ägyptischen Theben aus nach Köln gekommen sein. Die Thebäische Legion war im Auftrag von Kaiser Diokletian unterwegs. Sie sollten gegen Christen vorgehen. Gereon und seine Soldaten weigerten sich als bekennende Christen an der Verfolgung teilzunehmen und legten vor Kaiser Maximian die Waffen nieder. Der Kaiser befahl, jeden zehnten Soldaten zu enthaupten. Als die übrigen Soldaten sich immer noch weigerten, befahl er sie zu erschlagen. Ihre Leichname wurden in einen Brunnen geworfen.

Wo das Martyrium stattgefunden haben soll, wird unterschiedlich überliefert. Einige Legenden sprechen von Mechtenfeld, dem heutigen Köln-Ehrenfeld. Andere Legenden berichten von einem Gräberfeld vor den Toren der Stadt, dem heutigen Standort der Gereonskirche in der Kölner Innenstadt. Das Blut der Soldaten soll während des Martyriums an eine Säule gespritzt sein, die heute als Blutsäule in St. Gereon zu sehen ist. Ihr wird nachgesagt, dass sie zwischen Gut und Böse unterscheiden und Sünder entlarven kann.

Kaiserin Helena soll auf dem Gräberfeld der Legende nach den Vorgängerbau der heutigen Kirche St. Gereon haben bauen lassen. Historische Belege gibt es dafür nicht, jedoch gehen die Ursprünge von St. Gereon bis ins 4. Jahrhundert zurück. Und auch das Gräberfeld ist archäologisch belegt. Die Gräber der Enthaupteten sollen unter dem Altar von St. Gereon liegen. Dieser Teil der Legende deckt sich mit der Legende der Märtyrer der Thebäischen Legion in Bonn, Cassius und Florentius sowie Victor in Xanten.

erzbistumköln 

Heiliger Gereon, bitte für uns!




St Gereon, Köln

Donnerstag, 2. Januar 2025

Gleiche Hoffnung auf Erkenntnis bestimmte uns beiden den Weg

 

Basilius der Große und Gregor von Nazianz, Kölner Dom

Eine Seele lebt in zwei Körpern
 
In Athen fanden wir beide, Basilius und ich, uns vereint. Athen hatte uns wieder! Wie wenn sich ein Gewässer an der einen heimatlichen Quelle teilt, so hatte uns das Verlangen nach Bildung in verschiedene Richtungen auseinandergetrieben; nun waren wir wieder in Athen beieinander, als ob wir es so verabredet hätten, in Wirklichkeit aber, weil Gott es so gefügt hatte. Damals verehrte ich meinen großen Basilius, weil ich seine ernste Lebensauffassung sah und die Reife und Klugheit seiner Reden. Aber ich verehrte ihn nicht allein, sondern ich gewann auch andere für ihn, jüngere, die ihn noch nicht kannten. Ich gewann sie, dass sie ihn wertschätzten wie ich. Aber die meisten schenkten ihm gleich ihre Verehrung, weil sie ihn vom Hörensagen schon kannten. Nach einiger Zeit gestanden wir einander unsere gemeinsame Neigung: die Philosophie, um die es uns ging. Damals schon bedeuteten wir uns alles: wir lebten unter demselben Dach, aßen am gleichen Tisch, arbeiteten zusammen, hatten die gleichen Interessen, und einer weckte stets im andern wärmeres und festeres Verlangen. Gleiche Hoffnung auf Erkenntnis bestimmte uns beiden den Weg, Hoffnung auf Erkenntnis, um die doch die Menschen einander am meisten beneiden. Aber zwischen uns gab es den Neid nicht. Und doch war uns ein Wettkampf wichtig: Das war der Streit zwischen uns, nicht, wer den ersten Preis gewänne, sondern wer ihn den andern gewinnen lasse. Denn jeder hielt den Ruhm des andern für seinen eigenen. Eine Seele lebte in zwei Körpern. Wenn auch die Philosophen keinen Glauben verdienen, nach denen alles in allem gegenwärtig sein soll, so darf man doch uns glauben, dass jeder im andern und beim andern war.
Unser beider Wirken und Streben galt der Tugend, auf die künftige Hoffnung hin zu leben und uns so einzustellen, dass wir schon vor dem Scheiden aus dieser Welt Abschied von ihr nahmen. Das stand uns vor Augen, und danach richteten wir das Leben und alles Tun. Wir hielten die Gebote Gottes und eiferten einander an zum Ringen um das Gute. Wenn es nicht zu anmaßend scheint, möchte ich sagen: einer war dem andern Norm und Richtmaß, nach dem er das Rechte vom Falschen unterschied. Der eine hat diesen, der andere jenen Zunamen. Er hat ihn von den Eltern geerbt oder ihn durch eigenes Mühen und Arbeiten erworben. Uns aber war es die eine große Wirklichkeit und der eine große Name: Christen zu sein und Christen zu heißen.

Dienstag, 29. Dezember 2020

König David

 

König David, Kölner Dom

David, König Israels und Urahne Jesu. König David lebte um 1000 vor Christus. Als Knabe kam der jüngste Sohn Isais von den Herden seines Vaters weg als Zitherspieler an den Hof Sauls. Als David jedoch vom Volk mehr geliebt wurde als Saul, verfolgte ihn der eifersüchtige König. David musste zu den Philistern fliehen. Nach dem Tod Sauls wurde David König des Volkes Israel und machte das um 1004 eroberte Jerusalem zur Hauptstadt seines Reiches, das er durch glückliche Feldzüge ausdehnte. David schuf einen Beamtenstand, der in seinem Auftrag die Verwaltung besorgte. Seine Residenz Jerusalem machte er durch die Überführung der Bundeslade auch zum religiösen Mittelpunkt des Volkes. Der Überlieferung nach ordnete er bereits den Dienst der Priester und Leviten am Heiligtum und verfasste eine große Anzahl der Psalmen. Durch den Ehebruch mit Bath-Seba und die Ermordung ihres Gatten Urias sündigte David schwer. Er erhielt aber nach seiner Buße durch den Propheten Natan die Verheißung, dass aus seinem Hause der Messias hervorgehen werde. David wird als Sänger mit Harfe oder Leier dargestellt, in königlichen Gewändern.
(Martyrologium Sancrucense)

König David besiegt Goliat, KHM, Wien

David besiegt Goliath (Jesus College, Cambridge)

Salbung Davids, KHM, Paolo Veronese 

Verheißung Nathans, Tintoretto, KHM, Wien 

Stammbaum Jesu mit David in der Kathedrale von Canterbury

Davidgrab in Jerusalem, Abendmahlsaal 

Stammbaum mit David in Litte St Mary, Cambridge 

 

Heute gedenkt die Kirche des Märtyrers Thomas Becket

 

 

Samstag, 26. Dezember 2020

Das Stephanusfenster im Kölner Dom

 

Kölner Dom

Apg 6, 8–10; 7,54-60

Ich sehe den Himmel offen

Lesung aus der Apostelgeschichte.

In jenen Tagen
6, 8 tat Stéphanus aber,
voll Gnade und Kraft,
Wunder und große Zeichen unter dem Volk.
9Doch einige von der sogenannten Synagoge der Libertíner
und Kyrenäer und Alexandríner
und Leute aus Kilíkien und der Provinz Asien
erhoben sich, um mit Stéphanus zu streiten;
10aber sie konnten der Weisheit und dem Geist, mit dem er sprach,
nicht widerstehen.
7, 54Als sie seine Rede hörten,
waren sie in ihren Herzen aufs Äußerste über ihn empört
und knirschten mit den Zähnen gegen ihn.
55Er aber, erfüllt vom Heiligen Geist,
blickte zum Himmel empor,
sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen
56und rief:
Siehe, ich sehe den Himmel offen
und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen.
57Da erhoben sie ein lautes Geschrei,
hielten sich die Ohren zu,
stürmten einmütig auf ihn los,
58trieben ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn.
Die Zeugen legten ihre Kleider
zu Füßen eines jungen Mannes nieder, der Saulus hieß.
59So steinigten sie Stéphanus;
er aber betete
und rief: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!
60Dann sank er in die Knie
und schrie laut:
Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an!
Nach diesen Worten starb er.

Stephanusfenster
 

Das Mittelbild zeigt das Martyrium des hl. Stephanus, der zu Tode gesteinigt wird. Darüber werden zwei Szenen aus seinem Leben geschildert. Die Brustbilder zeigen Heilige, die in Köln besonders verehrt werden. In der Sockelzone sind die Heiligen Gregor von Spoleto, Apollinaris, Papst Silvester und Maternus zu sehen, außerdem das bayerische Wappen und die Stifterinschrift König Ludwigs I. von 1848. Mit diesem Fenster, das dem ersten Blutzeugen der christlichen Kirche gewidmet ist, schließt der Bildzyklus der Bayernfenster ab.
(Kölner Dom)

Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an

Samstag, 5. Dezember 2020

Anno, Bischof

St. Georg, Köln

 

Bischof, Klostergründer
Namensdeutung: wie ein Adler herrschend (althochdeutsch)
Namenstage: Anno, Hanno, Arnold, Arno, Arne, Arn, Arild, Arndt, Arnie, Onno
Gedenktag: 5. Dezember

Lebensdaten: geboren um 1010 in Altsteußlingen (Ehingen), gestorben am 4. Dezember 1075 in Köln

Lebensgeschichte: Anno war aus edelfreier Familie und erhielt nach kurzem Ritterdienst seine Ausbildung an der Bamberger Domschule, wo er später selber als Lehrer wirkte. Kaiser Heinrich III. machte ihn nacheinander zum Hofkaplan, zum Domprobst von Goslar und 1056 zum Erzbischof von Köln. Der persönlich asketische, aber leicht erregbare und in manchen Angelegenheiten auch skrupellose Anno vergrößerte das Bistumsgebiet, stiftete die Klöster Siegburg und Saalfeld und die Kirchen Maria ad gradus und St. Georg, baute für die Armen ein Hospital am Dom und sorgte für die Ausbildung der Jugend. Von Siegburg aus unterzog er alle Klöster seines Sprengels einer grundlegenden Reform, die sich über die Bistumsgrenzen hinaus auswirkte.
1062 brachte er den zwölfjährigen Kaiser Heinrich IV. sowie die Reichskleinodien in seine Gewalt und regierte bis zur Schwertleite des jungen Monarchen 1065 das Reich – beispielsweise durch einen Feldzug nach Ungarn durchaus erfolgreich. Als Erzkanzler für Italien beendete er 1064 durch seine Anerkennung Alexanders II. auf der Synode von Mantua das Papstschisma.
An Ostern 1074 brach wegen der willkürlichen Beschlagnahmung eines Schiffes ein Aufstand gegen ihn aus, vor dem Anno durch ein Loch in der Stadtmauer fliehen musste. Nach der brutalen Niederschlagung des Protests sollen 600 Bürgerfamilien die Stadt verlassen haben. Anno lenkte erst am Gründonnerstag 1075 wieder ein und begnadigte die angeklagten Kölner Rädelsführer, als er den Tod nahen spürte und Angst vor dem strafenden Gericht bekam.

Verehrung: Nach einer pompösen Trauerfeier wurde Anno in ein byzantinisches Seidentuch gewickelt, in einen Schrein gelegt und in das Kloster Siegburg überführt. Um 1080 entstand dort das Annolied zu seinen Ehren. 1183 wurde er durch die päpstlichen Legaten heiliggesprochen. 1391 wurden Reliquien an das Kloster Grafschaft im Sauerland gegeben.

Darstellung: als Bischof mit Stab, Buch, Schwert oder Kirchenmodellen

Patron: von Siegburg, gegen die Gicht

(BistumAugsburg)

Glasfenster von Anno im Kölner Dom


Mosaik über dem Eingang der Kirche St. Georg, die Anno erbauen ließ

HEILIGER ANNO UND HEILIGER GEORG

BITTET FÜR UNS!

Freitag, 4. Dezember 2020

Adolph Kolping, der Gesellenvater

 

Minoritenkirche, Köln
 

Adolf Kolping, Priester und Gesellenvater. Adolf Kolping stammt aus einer kinderreichen Taglöhnerfamilie aus Kerpen bei Köln, wo er am 8. Dezember 1813 geboren wurde. Er erlernte das Schuhmacherhandwerk. Auf seiner Wanderschaft als Geselle erfuhr er selbst das geistige und soziale Elend der Handwerksgesellen, die ohne soziale Absicherung waren. Adolf Kolping wurde nach einem mühevollen Studium, das er mit großer Selbstdisziplin meisterte, 1845 Priester. 1849 gründete er als Vikar am Kölner Dom den Kölner Gesellenverein: eine Selbsthilfeorganisation, die durch soziale Unterstützung sowie mit Freizeit- und Bildungsangeboten verhindern sollte, dass die jungen Handwerker ins Proletariat abrutschten und sich dem Christentum entfremdeten. Die Gesellenvereine waren den wandernden Handwerkern eine Art Familienersatz und halfen ihnen „tüchtige Christen und Geschäftsleuten“ zu werden. Kolpings Vereinsgründung entwickelte nun plötzlich eine gnadenhafte Dynamik, sodass er sich auf zahlreichen Reisen sowie durch Wort und Schrift Gehör verschaffen konnte. Die Idee der katholischen Gesellenvereine verbreitete sich rasch in Deutschland, Österreich, in der Schweiz und sogar in Nordamerika. Seine Ziele waren Weckung des Familiengeistes, Erziehung zur Ehre und Berufstüchtigkeit. Adolf Kolping, dem man schon zu Lebzeiten den Beinamen „Gesellenvater“ gegeben hatte, starb am 4. Dezember 1865 in Köln und ruht in der Minoritenkirche. Johannes Paul II. sprach ihn 1991 selig. Er wird als Priester dargestellt, der von jungen Gesellen umlagert wird. (Martyrologium Sancrucense)

 


Das Adolph-Kolping-Denkmal vor der Minoritenkirche am Kolpingplatz in Köln ist dem Gründer der katholischen Gesellenvereine, des heutigen Kolpingwerks, Adolph Kolping (1813–1865) gewidmet, der in der Minoritenkirche beigesetzt ist. Es steht seit 1980 auf der Kölner Denkmalliste.

Den Entwurf der Bronzeskulptur schuf der in München geborene und ausgebildete, ab 1894 in Köln lebende Bildhauer Johann Baptist Schreiner (1866–1935). Das aus Mitgliederspenden des Kolpingwerks finanzierte Denkmal wurde am 12. Juli 1903 feierlich enthüllt. Es zeigt auf einem Granitsockel in etwa anderthalbfacher Lebensgröße den Priester Adolph Kolping in Soutane, der einem auf die Wanderschaft gehenden Gesellen zum Abschied ernst und väterlich die Hand reicht. Damit weicht die Gestaltung bewusst von den damals in großer Zahl aufgestellten Einzelstatuen nationaler und kultureller Leitfiguren ab.

Die Inschrift auf dem Sockel lautet: „Adolf Kolping. Der Gesellenvater“. (wikipedia)

Adolf Kolping, der Gesellenvater
bitte für uns

Heute gedenkt die Kirche auch der hl. Barbara und des hl. Johannes von Damaskus

Barbara in der Kathedrale von Laibach

Barbara im Wiener Stephansdom

Tele-Kleinode in Heiligenkreuz (mit dem Glasfenster der hl. Barbara im Hintergrund)

Barbara und die hl. Eucharistie in Heiligenkreuz

Die hl. Barbara bringt dem hl. Stanislaus Kostka die Eucharistie

Sonntag, 15. November 2020

Am Grab des hl. Albert des Großen in Köln

Krypta von St. Andreas in Köln
 

 

1280

15. November

Tod Alberts im Köln Konvent

 

18. November

Beerdigung in der Dominikanerkirche

1483

11. Januar

Erhebung der Gebeine, Hochgrab
In Lauingen Mess-Stiftung für "Magnus Albertus Altar"

1484

 

Papst Innocenz VIII. erlaubt Altäre zu Ehren Alberts
in den Dominikaner-Klöstern Köln und Regensburg

1622

21. September

Papst Gregor XV gestattet Verehrung in Regensburg

1631

15. November

Erstes liturgisches Fest in Lauingen

1651

 

Erste Gesamtausgabe seiner Werke in Lyon

1671

29. September

Übertragung der Reliquien in den Barockschrein

1802

28. September

Dominikanerkirche in Köln wird geschlossen,
Reliquien Alberts nach St. Andreas

1859

12. November

Übertragung der Gebeine in den gotischen Schrein       

1890

 

Gesamtausgabe der Werke in Paris

1931

16. Dezember

Albert wird heiliggesprochen und zum Kirchenlehrer erklärt

1941

16. Dezember

Patron der Naturwissenschaften

1947

 

Dominikaner übernehmen Seelsorge an St. Andreas

1951

 

Erster Band der kritischen Gesamtausgabe durch
Kölner Albertus-Magnus-Institut

1954

15. November

Übertragung der Gebeine in den Sarkophag in der Krypta von St. Andreas in Köln

1980

15. November

Besuch von Papst Johannes Paul II. am Grab des hl. Albert in St. Andreas, Köln

 

Papst Johannes Paul II. am Albertus-Grab
Gebet am Grab des hl. Albertus Magnus in St. Andreas in Köln

am 15. November 1980

Gott, unser Schöpfer, Urheber und Licht des menschlichen Geistes, du hast dem heiligen Albert in der treuen Nachfolge unseres Herrn und Meisters Jesus Christus eine tiefe Erkenntnis des Glaubens geschenkt.
Die Schöpfung selbst wurde für ihn zur Offenbarung deiner Allmacht und Güte, indem er dich in der Kreatur tiefer erkennen und lieben lernte. Zugleich hat er die Werke menschlicher Weisheit, auch die Schriften nichtchristlicher Philosophen, durchforscht und sie für die Begegnung mit deiner Frohen Botschaft erschlossen.

Du hast ihn durch die Gabe der Unterscheidung in einzigartiger Weise dazu befähigt, dem Irrtum zu wehren, die Wahrheit aber zu vertiefen und unter den Menschen auszubreiten. Dadurch hast du ihn zum Lehrer der Kirche und aller Menschen bestellt.

Stärke und beschütze auf seine Fürsprache unseren Glauben in der geistigen Verwirrung unserer Tage. Gib uns die Weite seines Geistes, damit uns auch der Fortschritt der Wissenschaften hilft, dich tiefer zu erkennen und dir näherzukommen. Laß uns wachsen in der Erkenntnis der Wahrheit, die du selber bist, damit wir dich einmal zusammen mit allen Heiligen schauen dürfen von Angesicht zu Angesicht.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

(Quelle: gemeindenkölnde) 


Grab des hl. Albertus Magnus, Krypta von St. Andreas, Köln
Heiliger Albert, bitte für uns!

 

Heute gedenkt die Kirche Österreichs des hl. Leopold III:

Alter Relquienschrein des hl. Leopold, Steinstatue, Predigt v. Nuntius Zurbriggen

Zur Einführung des kirchlichen Feiertages des hl. Leopold 1663