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Samstag, 27. September 2025

Nie alles nach unserem Wunsch

 

Notre Dame de Paris

Fenster in Saint Germain-l`Auxerrois, Paris 

Statue im Hof der Rue du Bac

Reliquienbüste des hl. Vinzenz in Saint Sernin, Toulouse

Glasfenster in der Kathedrale von Reims, Beichte

Vinzenz von Paul - geht die Kirche in Europa unter? (Statue in der Kathedrale von Amiens)

Die Statue des hl. Vinzenz von Paul im Petersdom

Das Herzreliquiar in der Rue du Bac

Vinzenz von Paul sieht während der hl. Messe die Seele von Johanna Franziska von Chantal in den Himmel eingehen

Vinzenz von Paul als Feldprediger bei den königlichen Galeeren 

 

In Pouy 1581 geboren, wurde er Pfarrer und später Hausgeistlicher beim General der Galeeren. Er stiftete 1625 die Kongregation der Lazaristen zur Abhaltung von Volksmissionen und zur Heranbildung des Klerus und 1633 zusammen mit Louise de Marillac die Barmherzigen Schwestern. Mit den führenden Persönlichkeiten des kirchlichen Lebens verbunden, wurde er zum Erneuerer von Klerus und Volk in Frankreich. Gestorben am 27. September 1660 in Paris. Gebeine in der dortigen Vinzentinerkirche.

Vinzenz von Paul, Notre Dame de Paris

Hier auf Erden kann nie alles nach unserm Wunsch gehen, ganz gleichgültig, wo wir leben und welchen Beruf wir ausüben. Im Gegenteil: unser Herr läßt es zu, daß wir immer wieder Schwierigkeiten und Verdruß haben, um uns von dieser Welt zu lösen und auf den Weg zu Gott zu führen, der die Erfüllung all unserer Wünsche ist.
Wie glücklich ist der Mensch, der sich ganz seiner Führung überläßt, der zu den Schwierigkeiten, die ihm auf diesem Weg begegnen, ein tapferes Ja sagt und so dem Ziel seiner tiefsten Sehnsucht immer näher kommt!
Echte Gemeinschaft zeigt sich darin, daß der eine dem andern dabei behilflich ist, daß wir einander ertragen und vor allem um Frieden und Eintracht bemüht sind.
Das ist der Wein, der die Wanderer auf dem schmalen Weg Jesu Christi stärkt und erfreut.
(Vinzenz von Paul, Worte des Erbarmens, 77)

Heiliger Vinzenz, bitte für uns!

Freitag, 27. September 2024

Da jeder Mensch seine Fehler hat, bedarf auch jeder ....

Heiliger Vinzenz, bitte für uns!

 

Priester, Ordensgründer
Namensdeutung: der Siegende (lat.)
Namenstage: Vinzenz, Vincenz, Vincent, Vincenzo, Vince, Bence, Zenz
Gedenktag: 27. September

Lebensdaten: geboren am 24. April 1581 in Pouy (Gascogne), heute Saint-Vincent-de Paul, gestorben am 27. September 1660 in Paris

Lebensgeschichte: Vincent Depaul wurde von seiner Familie, Landwirten in Südwestfrankreich, zum Priester bestimmt und zum Studium nach Toulouse geschickt. Obwohl er bereits mit 19 Jahren die Weihe empfing, gelang ihm die geistliche Karriere mangels Anstellung nicht. Nach allerlei Abenteuern verschlug es ihn 1608 nach Paris, wo die Freundschaft zum Oratorium und die Gunst der Königin Margarete von Valois eine Wende in seinem Leben bewirkten.

1612 übernahm er eine Vorort-Pfarrei in Paris und wurde dann Hausgeistlicher des Galeerengenerals de Condi und dessen Familie in Lyon. Nicht zuletzt durch die Begegnung mit Franz von Sales und Johanna Franziska von Chantal erkannte er, dass es seine Lebensaufgabe war, sich für die Schwächsten dieser Welt einzusetzen.

1617 gelobte er, sein Leben lang den Bedürftigen zu dienen. Dazu rief er zuerst die Gemeinschaft der Laienschwestern „Confrérie de la Charité“ ins Leben, bald darauf die entsprechende Laienbruderschaft; 1625 gründete er den Orden der „Lazaristen“ und 1633 gemeinsam mit Louise de Marillac die „Barmherzigen Schwestern“, auch „Vinzentinerinnen“ genannt. Alle dienten seinem großen Werk, Menschen in jeglicher Not zu helfen.

Vinzenz von Paul kümmerte sich mit Hilfe seiner Gemeinschaften um Galeerensträflinge, Kranke, Arme, Witwen und Waisen, aber ebenso auch um die Priesterausbildung und den Aufbau von Missionen. Er wurde der Begründer der weltweiten Caritasbewegung. Mit fast 80 Jahren starb er am 27. September 1660 in Paris.

Verehrung: Vinzenz von Paul wurde 1737 heiliggesprochen und 1885 zum Patron der Nächstenliebe erklärt, sein Herz wird in der Kathedrale von Lyon verehrt (corr.: in der Rue du Bac in Paris), sein unverwester Leichnam in der Pariser Kirche Saint-Lazare. Seine Ordensgemeinschaften betreiben weltweit karitative Einrichtungen.

Darstellung: im Priestergewand, inmitten seiner Schützlinge, oft mit einem flammenden Herzen

Patron: aller karitativen Einrichtungen, der Vinzentiner und Vinzentinerinnen, der Priester, Kranken- und Waisenhäuser, Waisen und Gefangenen, Helfer für das Auffinden verlorener Gegenstände.

(bistumaugsburg)

Vinzent bei der Arbeit
 

Da jeder Mensch seine Fehler hat, bedarf auch jeder der Nachsicht. Bei ehrlicher Selbstkontrolle entdeckt man bei sich viele Schwächen und Unzulänglichkeiten und muß feststellen, daß man sich gar nicht ohne weiteres davon frei machen kann. Man fällt also anderen zur Last.
Man hat zum Beispiel eine Abneigung gegen einen Menschen, der nicht schlechter ist als wir. Aber alles an ihm mißfällt uns. Er mag sehen, hören, reden oder tun, was er will, alles ist verkehrt bei ihm. Der Grund liegt bei uns.
Ein anderer spricht korrekt, aber wir finden seine Gedanken langweilig, weil er uns unsympathisch ist, was wir aber auch wieder nicht in unserer Gewalt haben.
Wie froh sind wir, wenn man deswegen Nachsicht mit uns übt!
Wir wollen, daß die anderen unsere Launen und Schwächen hinnehmen.
Ist es da nicht gerecht, daß auch wir die anderen ertragen? Wer sich kennt, weiß, daß er seinen Mitmenschen manches zu ertragen gibt. Und je tiefer einer spürt, daß ja auch Gott unsere Verkehrtheit erträgt, desto mehr ist er bereit, die Last zu tragen, die der andere ihm aufbürdet.
(Vinzenz von Paul, Worte des Erbarmens, 78f)


Glasfenster des hl. Vinzenz von Paul in Saint Germain-l`Auxerrois, Paris

Statue im Hof der Rue du Bac

Reliquienbüste des hl. Vinzenz in Saint Sernin, Toulouse

Glasfenster in der Kathedrale von Reims, Beichte

Vinzenz von Paul - geht die Kirche in Europa unter? (Statue in der Kathedrale von Amiens)

Die Statue des hl. Vinzenz von Paul im Petersdom

Das Herzreliquiar in der Rue du Bac

Vinzenz von Paul sieht während der hl. Messe die Seele von Johanna Franziska von Chantal in den Himmel eingehen

Vinzenz von Paul als Feldprediger bei den königlichen Galeeren 

Montag, 27. September 2021

Vinzenz von Paul

 

Vinzenz von Paul, Statue in der Rue du Bac

 

Vinzenz von Paul stammte aus Pouy, einem Dorf in der Gascogne (Südfrankreich), das seit 1828 St-Vincent-de-Paul heißt. Er wurde im Jahr 1600, noch nicht zwanzig Jahre alt, zum Priester geweiht. Hatte er diesen Beruf zunächst gewählt, um aus der Armut herauszukommen, so vollzog sich in dem jungen Priester bald ein tiefer Wandel, zu dem die Begegnung mit dem Priester (und späteren Kardinal) Bérulle wesentlich beitrug. Als Hausgeistlicher des Grafen de Gondi entdeckte Vinzenz die Verlassenheit und religiöse Unwissenheit der Landbevölkerung, und er stellte auch die mangelhafte Bildung vieler Geistlicher fest. Aus kleinen Anfängen entstand 1625 die Kongregation der Lazaristen, so genannt nach dem ehemaligen Priorat St-Lazare, das der Kongregation seit 1633 als Mutterhaus dient. Die Aufgabe der Lazaristen sah Vinzenz in der Abhaltung von Volksmissionen und in der Heranbildung eines guten Klerus; der Erfolg einer Mission kann ja nicht von Dauer sein, wenn die Arbeit nicht an Ort und Stelle weitergeführt wird. In Zusammenarbeit mit Louise de Marillac gründete Vinzenz die „Töchter der Liebe“ (Barmherzige Schwestern, Vinzentinerinnen). Immer tat Vinzenz „nur“ das Notwendige: das, was die Situation ihm als den Willen Gottes zeigte. Er hat keine Bücher geschrieben und keine Wunder gewirkt, aber er war demütig und treu, groß in seiner Einfachheit. Er starb 1660 in der Nacht zum 27. September. (erzabteibeuron)

 

Strom der Güte

„Kein Mensch ist im Guten stetiger und unbeirrbarer als der Milde und Gütige. Ewig wankend sind sie alle, die sich vom Zorn und von der unersättlichen Gier der Leidenschaften fortreißen lassen. Sie handeln schrullenhaft und unbeherrscht - wie Sturzbäche sind sie, deren Kraft und Ungestüm nur im Überborden besteht. So wie sie verfließen, trocknen sie aus. Anders die Ströme, die wie gütige Menschen sind - ohne Geräusch und voller Ruhe ziehen sie dahin, ohne je zu versiegen.“

„Ich habe Hochachtung und Liebe, um eine ganze Welt damit zu beschenken.“ (Vinzenz von Paul)

 

Reliquienbüste des hl. Vinzenz in Saint Sernin, Toulouse

Glasfenster in der Kathedrale von Reims, Beichte

Vinzenz von Paul - geht die Kirche in Europa unter? (Statue in der Kathedrale von Amiens)

Die Statue des hl. Vinzenz von Paul im Petersdom

Das Herzreliquiar in der Rue du Bac

Vinzenz von Paul sieht während der hl. Messe die Seele von Johanna Franziska von Chantal in den Himmel eingehen

Vinzenz von Paul als Feldprediger bei den königlichen Galeeren 

Sonntag, 27. September 2020

Vinzenz von Paul

 


Es ist schon viel, wenn den Armen in leiblicher Hinsicht geholfen wird. Wie aber unserem Herrn vor allem das ewige Heil der Menschen am Herzen lag, so müssen auch wir darin unsere Hauptsorge sehen.

Ein gutes, von Herzen kommendes, verständnisvolles Wort, kann den Menschen zu Gott führen, ihm zu Geduld verhelfen, zu einem guten Sterben oder zu einem guten Leben nützlich sein.

(Vinzenz von Paul, Worte des Erbarmens, 38f)


Glasfenster in der Kathedrale von Reims, Beichte

Vinzenz von Paul - geht die Kirche in Europa unter?

Die Statue des hl. Vinzenz von Paul im Petersdom

Das Herzreliquiar in der Rue du Bac

Vinzenz von Paul sieht während der hl. Messe die Seele von Johanna Franziska von Chantal in den Himmel eingehen

Vinzenz von Paul als Feldprediger bei den königlichen Galeeren 

 

Reliquienbüste von Vinzenz von Paul, Saint Sernin, Toulouse

Freitag, 27. September 2019

Vinzenz von Paul - Beichte

Kathedrale von Reims


Vinzenz von Paul - geht die Kirche in Europa unter?

Die Statue des hl. Vinzenz von Paul im Petersdom

Das Herzreliquiar in der Rue du Bac

Vinzenz von Paul sieht während der hl. Messe die Seele von Johanna Franziska von Chantal in den Himmel eingehen

Vinzenz von Paul als Feldprediger bei den königlichen Galeeren 


Vinzenz von Paul? oder ein anderer Vinzenz?, Kathedrale von Metz, Glasfenster v. Gaudin

Vinzenz von Paul stammte aus Pouy, einem Dorf in der Gascogne (Südfrankreich), das seit 1828 St-Vincent-de-Paul heißt. Er wurde im Jahr 1600, noch nicht zwanzig Jahre alt, zum Priester geweiht. Hatte er diesen Beruf zunächst gewählt, um aus der Armut herauszukommen, so vollzog sich in dem jungen Priester bald ein tiefer Wandel, zu dem die Begegnung mit dem Priester (und späteren Kardinal) Bérulle wesentlich beitrug. Als Hausgeistlicher des Grafen de Gondi entdeckte Vinzenz die Verlassenheit und religiöse Unwissenheit der Landbevölkerung, und er stellte auch die mangelhafte Bildung vieler Geistlicher fest. Aus kleinen Anfängen entstand 1625 die Kongregation der Lazaristen, so genannt nach dem ehemaligen Priorat St-Lazare, das der Kongregation seit 1633 als Mutterhaus dient. Die Aufgabe der Lazaristen sah Vinzenz in der Abhaltung von Volksmissionen und in der Heranbildung eines guten Klerus; der Erfolg einer Mission kann ja nicht von Dauer sein, wenn die Arbeit nicht an Ort und Stelle weitergeführt wird. In Zusammenarbeit mit Louise de Marillac gründete Vinzenz die „Töchter der Liebe“ (Barmherzige Schwestern, Vinzentinerinnen). Immer tat Vinzenz „nur“ das Notwendige: das, was die Situation ihm als den Willen Gottes zeigte. Er hat keine Bücher geschrieben und keine Wunder gewirkt, aber er war demütig und treu, groß in seiner Einfachheit. Er starb 1660 in der Nacht zum 27. September.
(Quelle: Erzabtei Beuron) 




Im Januar 1617 hielt Vinzenz sich in der Picardie auf, unweit von Amiens, auf den Gütern der Gondis in Folleville. Dort wurde er zu einem todkranken Bauern gerufen, der als ein untadeliger Mensch galt. Dennoch: seine Generalbeichte wurde für ihn zur Offenlegung einer unglaublichen geistlichen Misere. Die Leute beichteten nicht mehr, sie zogen es vor, ihre eigenen Nöte für sich zu behalten, und so konnten sie sich nicht mehr von ihrer Schuld befreien, weil sie sich zu sehr schämten. Es handelte sich hier keinesfalls um einen Einzelfall. Nein, dies war die allgemeine Lage in Frankreich. Die Armen waren weder evangelisiert noch wurde ihnen in irgendeiner Weise geholfen.

Vinzenz begriff, dass der Grund für diese Situation nicht in einem Mangel an Priestern zu finden war. Im Gegenteil, es gab zu viele davon. Aber die Priester zogen es vor, sich vorwiegend mit sich selbst und ihren eigenen Angelegenheiten zu beschäftigen. Dem Klerikerstand beizutreten, bedeutete nicht, Beschwerlichkeiten und Unbequemlichkeiten auf sich zu nehmen, sondern vielmehr teilzuhaben am „ersten Stand im Königreich“. Genau das also, was Vinzenz ursprünglich für sich selbst beabsichtigt hatte. Der Bauernsohn, der geradezu erleichtert war, dass er nun die Situation endlich verstanden hatte, beschloss, mit Madame de Gondi darüber zu sprechen. Sie war zutiefst bestürzt, als sie von diesen Dingen hörte. Sie fragte Vinzenz, wie man Abhilfe schaffen könne. Sie legte ihrem Beichtvater nahe, die Kanzel zu besteigen, zu den Leuten zu sprechen und sie zur Generalbeichte aufzufordern.
Dies alles ereignete sich am 25. Januar, dem Fest der Bekehrung des heiligen Paulus. Die Ansprache wurde zu „einer Predigt“, die das ganze Volk verstand. Die Menschen stürmten daraufhin förmlich den Beichtstuhl, und Vinzenz musste sich von anderen Priestern helfen lassen. Mit der Zeit sah Vinzenz ein, dass es sich nicht um ein zufälliges Ereignis gehandelt hatte, sondern um eine Begegnung mit der Vorsehung, die ihm den Plan für sein Leben enthüllt hatte. Aus diesem Grunde sah er diese Predigt immer als seine erste Missionspredigt an. Allerdings erkannte er das erst viel später. Längere Zeit sollte es auch dauern, bis er zu der Erkenntnis kam, zur Verkündigung des Evangeliums bei den Armen auf dem Lande berufen zu sein.
(Quelle: lazaristenat)


Kathedrale von Metz

Donnerstag, 27. September 2018

Vinzenz von Paul - geht die Kirche in Europa unter?


Vinzenz von Paul, Kathedrale von Amiens

"Ich gestehe, daß ich viel für die Propagierung der Kirche in den Ländern der Ungläubigen übrig habe, aus der Auffassung heraus, daß Gott die Kirche hier nach und nach zugrunde gehen läßt, und dies wegen unseres sittlichen Tiefstandes und der neuen Lehren wegen, die mehr und mehr anwachsen.
Sie hat in den letzten hundert Jahren durch zwei neue Irrlehren den größten Teil des Kaiserreiches, die Königreiche Schweden, Dänemark und Norwegen, Schottland, England, Irland, Böhmen und Ungarn verloren, so daß nur noch Italien, Frankreich, Spanien und Polen bleiben, wobei in Frankreich und Polen viele Irrlehren auftreten.
Diese Verluste der Kirche seit hundert Jahren lassen uns in den augenblicklichen Notzeiten fürchten, daß wir in weiteren hundert Jahren die Kirche in Europa ganz verlieren. In dieser Befürchtung sind jene glücklich, die einst an anderer Stelle an ihrer Ausbreitung wirken können."
(Vinzenz von Paul an Jean Deborgny, Superior in Ron, 31. August 1646, in: Hans Kühner, Vinzenz von Paul, 218)

Die Statue des hl. Vinzenz von Paul im Petersdom

Das Herzreliquiar in der Rue du Bac

Vinzenz von Paul sieht während der hl. Messe die Seele von Johanna Franziska von Chantal in den Himmel eingehen

Vinzenz von Paul als Feldprediger bei den königlichen Galeeren 

Mittwoch, 24. Januar 2018

Franz von Sales als Seelsorger in einer Diözese mit fast 600 Pfarren

Die von 1941 bis 1952 entstandenen zwölf Glasfenster der Heimsuchungsbasilika von Annecy zeigen Lebensstationen der hl. Johanna Franziska von Chantal und des hl. Franz von Sales.

1. Fenster rechts: Die Jugend von Franz von Sales
2. Fenster rechts: Franz von Sales als Priester und Missionar
3. Fenster rechts: Franz von Sales als Bischof von Genf
4. Fenster rechts: Franz von Sales als geistlicher Schriftsteller


a) Das fünfte Fenster zeigt Franz von Sales als Seelsorger seiner Diözese. Mit Hilfe eines Maultiers visitiert er von 1605 bis 1609 die 600 Pfarren seiner Diözese. Er segnet die Gläubigen und spendet das Sakrament der Firmung.

b) Bildmitte: im September 1609 durchquert der Bischof Genf, um seine Pfarren in der Grafschaft Gex zu besuchen. Erstaunt beobachten die Menschen den Bischof in der völlig protestantisch gewordenen Stadt.

c) Links unten: Franz von Sales trifft 1619 in Paris seinen Freund, den hl. Vinzenz von Paul, und setzt ihn als Oberen der Heimsuchungsschwestern im Pariser Kloster ein. Dieser Aufgabe wird der hl. Vinzenz über vierzig Jahre nachkommen.



d) Die große Bildszene: Von November 1618 bis September 1619 hält sich Franz von Sales in Paris auf, um die Heirat von Prinz Victor Amadeus von Savoyen, dem er freundschaftlich verbunden war, mit Christine von Frankreich, der Schwester Ludwigs XIII., anzubahnen.

Heinrich von Gondi (Henri de Gondi) Kardinal von Retz, Bischof von Paris, bot dem Bischof von Annecy wenigstens dreimal die Würde eines Kodadjutors an.
"Sie wissen", sagte er zum Heiligen, "wie beliebt sie bei den Parisern sind und welchen Segen Sie hier stiften könnten, so wie Sie das bereits getan haben. Es geht hier einzig um die Ehre Gottes!"
"Ich weiß mich meiner kleinen Herde verpflichtet", war die Antwort des Bischofs in der Hauptsache. "Ich glaube nicht, sie wegen eines so bedeutenden Angebots verlassen zu dürfen; stehe ich doch bereits an der Schwelle des Greisenalters und bin großer Gebrechlichkeit unterworfen. Offengestanden fühle ich mich nicht einmal stark genug, die Last meines eigenen Bistums zu tragen; um wieviel weniger könnte ich da eine Stadt übernehmen, die eine Million Seelen zählt".



Je ne crois pas devoir changer une pauvre femme pour une riche.
Ich werde nicht eine arme Gattin (Diözese) gegen eine reiche auswechseln

Am Tag nach diesem Angriff vertraute Franz seinem Freund, dem Präsidenten Favre, an: "Meine Seele bereitete mir gestern großes Vergnügen, da sie diese Vorschläge nicht nur nicht in Erwägung zog, sondern sie verachtete und davon nicht mehr Aufhebens machte, als hätte meine Todesstunde bereits geschlagen, in der einem ja die ganze Welt wie Rauch anmutet." Anton Favre riet ihm trotzdem, auf das Angebot einzugehen, weil er in der Hauptstadt mehr Gutes wirken könne. Doch da erhielt er zur Antwort: Würden Sie etwa ihre Gattin gegen eine andere eintauschen, wie reich sie auch wäre?" - "Das gewiß nicht", meinte dieser. -""Nun, warum verlangen Sie dann, daß ich die meine auswechsle"?
(Etienne-Jean Lajeunie, Franz von Sales, 563f)