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Donnerstag, 11. September 2025

Bischof Maternus


Maternus, Bischof. Maternus ist der erste geschichtlich bezeugte Bischof von Köln, er war ein Vertrauter Kaiser Konstantins und ist 313 bei einer Lateransynode in Rom und 314 bei einer Synode in Arles bezeugt. Die Bischofslisten von Köln und Tongern nennen ihn an erster Stelle. Eine Legende behauptet, dass Maternus später Bischof des in römischer Zeit weit bedeutenderen Trier geworden sein soll. Diese Annahme wird dadurch gestützt, dass Köln niemals Gebeine des Maternus besessen hat, während die Reliquien des Maternus seit 760 in Trier aufgetaucht sind.

(Martyrologium Sancrucense) 

Heiliger Maternus, bitte für uns, Trierer Dom

Maternusportal des Kölner Doms

das Petrus-Maternus Fenster im Kölner Dom 

 

Altar der hl. Katharina

 

Freitag, 11. September 2020

Das Petrus-Maternus Fenster im Kölner Dom

Maternus, Kölner Dom

Dokumente der Synode von Rom (313) und der Synode von Arles (314) erwähnen Maternus als Bischof in Köln. Da Maternus als Kölner Bischof genannt wurde, ist sicher: Es gab damals in Köln eine Kirche, eine verfasste und organisierte Christengemeinde.

Hohes Ansehen der frühen Kölner Kirche

Da Maternus auf der Kirchenversammlung in Rom eine Aufgabe als Richter wahrzunehmen hatte, ist anzunehmen, dass der Kölner Bischof damals in der Gesamtkirche ein Ansehen besaß, das über die germanischen Provinzen hinausreichte. 

Es kann sein, dass Maternus mit Kaiser Konstantin persönlich bekannt war; denn Kaiser Konstantin hatte sich auch in Köln aufgehalten. Unklar ist, ob Maternus ein Missionsbischof am Niederrhein gewesen ist.

Legendenhafte Überlieferungen

Weitere zuverlässige Informationen über Leben, Wirken und Tod von Maternus fehlen. 

Gemäß teils legendenhafter Überlieferung soll er zunächst Bischof von Trier gewesen sein, bevor er nach Köln kam. Dies wird von der Forschung aber weitgehend verworfen. Ebenso hat die Überlieferung von der Gründung des belgischen Bistums Tongeren durch Maternus wohl wenig mit der Realität zu tun.

Kein Kölner Maternus-Kult

Ein ausgeprägter Kult des ersten namentlich genannten Bischofs ist im Kölner Bistum merkwürdigerweise nie entstanden, ja man schien ihn zeitweise fast vergessen zu haben. Weder ist eine Grabstätte bekannt noch wird vor dem Hochmittelalter eine Verehrung als Heiliger greifbar. 

Nur zwei Kirchen im Erzbistum tragen heute den Namen des hl. Maternus: eine in der Kölner Südstadt und eine in Köln-Rodenkirchen. 

Das Erzbistum Köln hat den 11. September jeden Jahres als Festtag des hl. Maternus festgelegt.

Eines der ersten Bistümer Deutschlands

Durch die Erwähnung des Maternus gilt das Bistum Köln nach Trier als das am frühesten nachweisbare Bistum Deutschlands. Es kann 2013/14 auf eine 1.700-jährige Tradition zurückblicken, und auf Bischof Maternus folgten bis in die Gegenwart 93 Männer im Amt als Bischöfe oder Erzbischöfe (seit 794/95).

(Quelle: erzbistumköln)

Das Maternusportal des Kölner Doms 

 

 

Der hl. Petrus ist in päpstlichem Ornat mit Tiara und Kreuzstab als 'primus papa' (erster Papst) dargestellt. In der linken Hand hält er sein Attribut, den Himmelsschlüssel. Neben ihm steht der hl. Maternus, erster Bischof von Köln und der Legende nach ein Schüler des hl. Petrus. Beide Figuren stehen in einem reich gegliederten gotischen Architekturtabernakel. Sie werden von vier Heiligengestalten umrahmt. Die unteren Figuren sind Märtyrer, die oberen Apostel. Zu seiten des hl. Petrus stehen die Apostel Johannes und Paulus, zu seiten des hl. Maternus die Apostel Bartholomäus und Petrus. Der Sockel trägt das Wappen des Domkapitels.
Dr. Ulrike Brinkmann, Kunsthistorikerin, (Quelle: Kölner Dom) 


Petrus-Maternus Fenster im Kölner Dom

Donnerstag, 14. September 2017

Maternus von Köln

Petrus sendet Maternus, Valerius und Eucharius nach Trier, Tongern und Köln, Maternusportal, Kölner Dom
  

Maternus war der erste historisch gesicherte Bischof in Köln (+ nach 314)

Der Legende nach soll der hl. Petrus die Priester Maternus, Valerius und Eucharius nach Trier, Tongern und Köln gesandt haben, um dort das Christentum zu predigen. Diese Szene ist in der Spitze des Tympanons dargestellt.
Unterwegs verstarb aber Maternus im Elsaß. Mutlos kehrten die beiden Gefährten nach Rom zurück. Petrus aber übergab ihnen seinen Hirtenstab, mit dem sie den schon sechs Wochen im Grabe liegenden Maternus auferweckten (unten links).
Nach dem Tode der beiden anderen übernahm Maternus auch noch das Bischofsamt in Trier und Tongern. Als er selbst nach langer, segensreicher Tätigkeit in Köln starb, war unklar, wo er bestattet werden sollte. Man legte den Leichnam daher in einen Kahn, der von alleine stromauf trieb (unten rechts). Damit stand Trier als Begräbnisort fest. (Quelle)


Mit dem Hirtenstab Petri wird Maternus zum Leben erweckt, Maternusportal


Der Leichnam von Maternus wird in einen Kahn gelegt, Maternusportal, Kölner Dom

Tympanon des Maternusportals, Kölner Dom (Aufnahme 2013)