Posts mit dem Label Josef werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Josef werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 19. März 2026

Josef in der Olmützer Mauritiuskirche

 

Heilige Familie, bitte für uns!


Geburt Jesu, Kanzel der Mauritiuskirche in Olmütz

BENEDIKT XVI.

ANGELUS

Petersplatz
III. Fastensonntag, 19. März 2006

 

Liebe Brüder und Schwestern!

Heute, am 19. März, wird das Hochfest des hl. Josef gefeiert; da es jedoch mit dem 3. Fastensonntag zusammenfällt, wird seine liturgische Feier auf morgen verschoben. Der marianische Bezug des Angelusgebets lädt heute aber dennoch ein, voll Verehrung bei der Gestalt des Bräutigams der seligen Jungfrau Maria und Patrons der Universalkirche zu verweilen. Ich denke gerne daran zurück, daß auch der geliebte Papst Johannes Paul II. den hl. Josef sehr verehrt hat, er hat ihm das Apostolische Schreiben Redemptoris Custos – Beschützer des Erlösers – gewidmet und sicherlich in der Todesstunde seinen Beistand erfahren.

Die Gestalt dieses großen Heiligen ist, auch wenn sie eher verborgen blieb, in der Heilsgeschichte von grundlegender Bedeutung. Vor allem verband der hl. Josef dadurch, daß er dem Stamm Juda angehörte, Jesus mit der Nachkommenschaft Davids, so daß sich die Verheißungen über den Messias verwirklichten und der Sohn der Jungfrau Maria sich tatsächlich »Sohn Davids« nennen kann. Vor allem das Matthäusevangelium betont die messianischen Prophezeiungen, die durch Josefs Rolle ihre Erfüllung fanden: die Geburt Jesu in Betlehem (2,1–6); sein Aufenthalt in Ägypten, wohin die Heilige Familie geflohen war (2,13–15); der Beiname »Nazoräer« (2,22–23). In all dem erwies er sich genau wie seine Braut Maria als wahrer Erbe des Glaubens Abrahams: Glauben an den Gott, der die Ereignisse der Geschichte nach seinem geheimnisvollen Heilsplan leitet. Josefs Größe tritt wie die Marias noch deutlicher hervor, weil seine Sendung in der Demut und in der Verborgenheit des Hauses in Nazaret geschah. Im übrigen hat ja Gott selbst, in der Person seines menschgewordenen Sohnes, diesen Weg und diesen Stil – die Demut und die Verborgenheit – für sein Dasein auf Erden gewählt.

Das Vorbild des hl. Josef ist für uns alle ein eindringlicher Aufruf, die Aufgabe, die uns von der Vorsehung anvertraut wurde, in Treue, Einfachheit und Bescheidenheit zu erfüllen. Ich denke vor allem an die Familienväter und -mütter, und ich bete dafür, daß sie die Schönheit eines einfachen, arbeitsamen Lebens stets zu schätzen wissen, indem sie ihre eheliche Beziehung sorgfältig pflegen und ihren großen und nicht einfachen Erziehungsauftrag mit Begeisterung wahrnehmen. Für die Priester, die die Vaterschaft gegenüber den kirchlichen Gemeinschaften ausüben, erwirke der hl. Josef, daß sie die Kirche mit Zuneigung und voller Hingabe lieben, und er unterstütze die geweihten Menschen in ihrer freudigen und treuen Befolgung der evangelischen Räte der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams. Er beschütze die Arbeiter der ganzen Welt, damit sie durch ihre unterschiedlichen Berufe zum Fortschritt der gesamten Menschheit beitragen, und helfe jedem Christen, den Willen Gottes vertrauens- und liebevoll zu erfüllen, um auf diese Weise an der Vollendung des Heilswerks mitzuarbeiten.



Josefsaltar, Mauritiuskirche in Olmütz

St. Mauritius-Kirche, Olmütz,Tschechien

Mittwoch, 19. März 2025

Josef in der Fastenzeit

 

Heiliger Josef, blick vom Himmel
auf Dein armes Pflegekind,
dass im schnöden Weltgetümmel
nicht die wahre Brücke find.

Möchte so gerne heilig werden,
doch Du kennst mein böses Herz,
siehst wie Kämpfe und Beschwerden
mir bereiten manchen Schmerz.

Heut erwähl ich Dich zum Vater
Und zum Lehrer, Führer, Freund,
denn Du Heiliger bist ein Rater,
der es redlich mit mir meint.

O Sankt Josef, meine Seele
ist gar arm und elend dran,
sieh doch, wie ich täglich fehle,
wie ich gar nicht voran kann.

Viele, viele fromme Seelen
Sagen, dass wir Dich verehrt.
Sicher darauf könnte zählen,
dass ihm alles wird gewährt.

Darum lass mich heute eilen,
an Dein väterliches Herz,
um Dir treulich mitzuteilen,
bester Vater meinen Schmerz.

Du, ein Vorbild frommer Einfalt,
Zimmermann von Nazareth,
tu’ in mir den Stolz doch Einhalt,
sieh, wie meine Seele fehlt.

Möchte die Demut von Dir lernen,
Demut, Einfalt, Kindes Sinn,
möchte mich selbst von Dir entfernen,
doch die Selbstsucht reißt mich hin.

Möchte gerne beten lernen,
beten nach des Heilands Sinn.
Möchte vom Tod schon mich entfernen,
streben nur nach oben hin.

Doch mein Herz ist gar so flüchtig,
weilt bald hier und ruht bald dort
und weiß doch, dass alles richtig,
dass der Herr allein sein Hort.

Komme heiliger Pflegevater,
höre mitleidvoll mich an,
sei mir doch ein treuer Rater,
auf des Himmels steiler Bahn.
Lass mich von Dir beten lernen,
beten ohne Unterlass,
mich vom Heiland nie entfernen
und ihn lieben ohne Maß.

Ja, die heilige Gottesliebe,
die so ganz Dein Herz durchglüht,
heilige auch meine Triebe,
meine Seele, mein Gemüt.

Gott allein sei meine Freunde,
Gotte allein sei all mein Glück,
Gott allein in Schmerz und Leiden,
Gott in jedem Augenblick.

Und die Liebe zu dem Nächsten,
heiligen Vater übt ich gern.
O, sie war in Dir am regsten,
denn Du lerntest sie vom Herrn.

Sahst die in Maria glühen,
Deiner reinen heiligen Braut.
O, wie mächtig müsst es ziehen,
wenn man solches Beispiel schaut.

Drum St. Josef bittend, kniend,
jetzt Dein Pflegekind, vor Dir,
von der Lieb in Dir glüht,
sende heut ein Fünklein mir,

dass ich alle Menschen liebe,
weil der Herr sie innig liebt.
Das ich keinen je betrüge,
weil mein Gott sonst wird betrübt.

O, lass mich doch nie es wagen,
irgendeinem weh zu tun,
was mir dann mein Heiland sagen,
kann den Zorn er lassen ruhn?

Nein, kein Wörtchen, kein Gedanke
soll dringen in die Seele mein.
Dieser Vorsatz niemals wanke,
lass uns gute Kinder sein.

Und der Tugend schönste Zierde,
heilige Reinheit schmückte Dich.
O mit heißester Begierde,
sehnt meine Seele sich.

Diese Tugend zu empfangen,
durch dich, bester Vater mein,
Du kannst von dem Herrn erlangen,
dass ich lebe keusch und rein.

Heiliger Josef schau vom Himmel,
auf Dein Kind, dass Dir vertraut,
reiß mich los vom Weltgetümmel,
wo man nichts als Sünde schaut.

Heilig, heilig möchte ich werden,
sprich für mich ein wirksam Wort.
O St. Josef, sei auf Erden,
stets mein Vater und mein Hort.

Endlich dann, in jener Stunde,
wo mein Leben neiget sich,
Vater, lass aus Deinem Munde,
Trostesworte hören mich.

Komm mit Jesus und Maria,
in der letzten größten Not.
Sei mit Jesus und Maria,
Hilfe mir und Trost im Tod.
Amen.
Q: unbekannt


Heiliger Josef, bitte für uns!

Montag, 2. Oktober 2023

Begleite mich zur Ewigkeit

 

Wir dür­fen kei­ner fal­schen, mecha­ni­schen, grob­sinn­li­chen Vor­stel­lung vom Schutz­en­gel hul­di­gen. Es ist bil­lig, die Wahr­heit des Schutz­en­gels dadurch lächer­lich machen zu wol­len, daß man bei­spiels­weise sagt: Ja, das Kind hat er nicht bewahrt, als es sich das Bein brach. Da hat er nicht auf­ge­paßt, daß es unter die Räder kam. Der Schutz­en­gel führt die ihm Anver­trau­ten zu Gott.
Der Weg zu Gott ist manch­mal hart und schmerz­lich. Er kann durch Krank­heit und durch Qua­len füh­ren. Aber des­we­gen bleibt es der Weg zu Gott. Wenn es Got­tes Wille ist, kann der Schutz­en­gel selbst­ver­ständ­lich auch aus Gefah­ren des Lei­bes, der Gesund­heit, des Lebens ret­ten. Das kann er. Wenn Gott es so will, dann kann er es. Aber der Bei­stand der Engel ist wie der Glaube über­haupt kein Rechen­ex­em­pel. Wenn man mit einem Engel­ge­bet alle Gefah­ren von sich abhal­ten könnte, dann würde die Fröm­mig­keit zum Geschäft, dann würde der Glaube zum Han­del, und das darf er nicht wer­den. Der Glaube muß das Ver­trauen auf die sou­ve­räne Macht Got­tes blei­ben. Und Gott bleibt nur sou­ve­rän, wenn er erhö­ren kann, wann immer er will, und nicht, wenn er muß.

So ist also die Ver­eh­rung des Schutz­en­gels berech­tigt, ja sie ist uns gera­dezu not­wen­dig. Wir sol­len auf ihn lau­schen, denn man kann ihn spre­chen hören. Er spricht in unser Gewis­sen hin­ein, in die­sen so viel miß­brauch­ten Raum des Gewis­sens, da spricht er hin­ein. Und wenn wir auf seine feine Stimme hören, dann fin­den wir den rech­ten Weg.

Es gibt schöne Gebete zu den Engeln, und wir soll­ten sie uns aneig­nen und den Kin­dern leh­ren. Es ist erschre­ckend, meine lie­ben Freunde, wenn ich manch­mal Stu­den­ten nach zehn Semes­tern Theo­lo­gie­stu­dium frage, wel­che Gebete sie kön­nen, aus­wen­dig kön­nen. Außer Vater unser und Ave Maria kommt fast nichts. Ist das der Erfolg von zehn Semes­tern Theo­lo­gie­stu­dium? Nein, wir, wir schlich­ten Men­schen, wir wol­len uns die Gebete zu den hei­li­gen Engeln aneig­nen, sie aus­wen­dig ler­nen, sie unse­ren Anver­trau­ten leh­ren.

„O Engel rein, o Schüt­zer mein, du Füh­rer mei­ner Seele.
Laß mich dir anemp­foh­len sein, daß ich vor Gott nicht fehle.
Beschirme mich bei Tag und Nacht, erleuchte meine Pfade.
Halt über mich getreue Wacht, daß mir der Feind nicht schade.
Trag mein Gebet zu Got­tes Thron und fleh für meine Sün­den!
Durch sei­nen ein­ge­bor'nen Sohn laß mich Ver­zei­hung fin­den.
Beschütze mich im letz­ten Streit, wenn Leib und Seel sich schei­den!
Begleite mich zur Ewig­keit, wo Freud ist ohne Lei­den!“ 


(Georg May, 1.10.1989, Quelle)

Josefsaltar in der Heimsuchungskirche in Nitra

Montag, 20. März 2023

Patron der ganzen Kirche

 

Altar der hl. Familie, Pottenstein

Papst Pius IX. erklärte den heiligen Josef zum Patron der ganzen Kirche.

Papst Leo XIII. nannte die Gründe dafür: „Josef war Hüter, Haupt und Verteidiger der göttlichen Familie. Es ist daher für den heiligen Josef angebracht und seiner höchst würdig, daß er, so wie einst die Familie von Nazaret ..., jetzt die Kirche Christi mit seinem himmlischen Beistand beschützt und verteidigt.“


Donnerstag, 31. März 2022

Zum Abschluss des Josefsmonats

 

Glasfenster des hl. Josef, Perchtoldsdorf b. Wien

V/A Herr, erbarme dich unser.
V/A Christus, erbarme dich unser.
V/A Herr, erbarme dich unser.

V Christus, höre uns.
A Christus, erhöre uns.

V Gott Vater im Himmel, A erbarme dich unser.
Gott Sohn, Erlöser der Welt
Gott, Heiliger Geist
Heiliger dreifaltiger Gott

Heilige Maria, A bitte für uns.
Heiliger Josef
Du erlauchter Sproß Davids
Du Licht der Patriarchen
Du Bräutigam der Gottesmutter

Du Beschützer des Erlösers
Du keuscher Beschützer der allerseligsten Jungfrau
Du Nährvater des Sohnes Gottes
Du sorgsamer Beschirmer Christi
Du Diener Christi
Du Diener des Heils

Du Haupt der Heiligen Familie

Du gerechter Josef
Du keuscher Josef
Du weiser Josef
Du starkmütiger Josef
Du gehorsamer Josef
Du getreuer Josef

Du Spiegel der Geduld
Du Freund der Armut
Du Vorbild der Arbeiter
Du Zierde des häuslichen Lebens
Du Beschützer der Jungfrauen
Du Stütze der Familien
Du Stütze in Schwierigkeiten
Du Trost der Bedrängten
Du Hoffnung der Kranken

Du Patron der Verbannten
Du Patron der Bedrängten
Du Patron der Armen

Du Patron der Sterbenden
Du Schrecken der bösen Geister
Du Schutzherr der heiligen Kirche
 

V Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt,
A verschone uns, o Herr.
V Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt,
A erhöre uns, o Herr.
V Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt,
A erbarme dich unser.

V Er hat ihn bestellt zum Herrn seines Hauses
A und zum Verwalter seines Besitzes.

V Lasset uns beten. Gott, du hast in deiner wunderbaren Vorsehung den heiligen Josef zum Bräutigam deiner heiligsten Mutter erkoren. Wir bitten dich, laß uns im Himmel den zum Anwalt haben, den wir auf Erden als unseren Beschützer verehren, der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit.
A Amen.

Samstag, 19. März 2022

Heiliger Josef, steh uns bei!

 

Heiliger Josef, bitte für uns!
Josef nach einem anstrengenden Arbeitstag, Dom St. Stephan, Passau

Der hl. Josef wird von den Evangelisten Matthäus und Lukas erwähnt. Nach beiden Evangelien war Josef davidischer Abstammung: das Bindeglied zwischen dem davidischen Königshaus und dem Messias. Er war ein Mann des Glaubens und des Vertrauens, Mitwisser göttlicher Geheimnisse, ein großer Schweiger. Als Gatte der Jungfrau Maria hat er an Jesus die Stelle des Vaters vertreten. Wie lange Josef gelebt hat, wissen wir nicht; das letzte Mal wird er bei der Osterwallfahrt mit dem zwölfjährigen Jesus erwähnt. Die öffentliche Verehrung des hl. Josef beginnt im Abendland erst im 14./15. Jahrhundert. Im römischen Kalender steht sein Fest seit 1621. Pius IX. erklärte ihn 1870 zum Schutzpatron der Kirche. (Erzabtei Beuron)

Allmächtiger Gott,
du hast Jesus, unseren Heiland,
und seine Mutter Maria
der treuen Sorge des heiligen Josef anvertraut.
Höre auf seine Fürsprache
und hilf deiner Kirche,
die Geheimnisse der Erlösung treu zu verwalten,
bis das Werk des Heiles vollendet ist.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Samstag, 18. Dezember 2021

Als Josef erwachte, tat er

 

Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen, Loreto

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus 1

18Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete - durch das Wirken des Heiligen Geistes.

19Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen.

20Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist.

21Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.

22Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat:

23Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, einen Sohn wird sie gebären, und man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott ist mit uns.

24Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich.

(Evangelium vom 18. Dezember)

Freitag, 19. März 2021

Falls ihr die Josefsnovene nicht gebetet habt! Der März ist noch lang ;-)

 

Heiliger Josef, bitte für uns!

Das Gebet wird am besten in der Kirche vor dem Allerheiligsten Sakrament gebetet:

1. Tag: Vorbild und Fürsprecher

V       Heiliger, unergründlicher Gott, all deine Wege sind Gnade und Treue. Du zeigst denen, die dich fürchten, den Weg, den sie wählen sollen, und führst die Demütigen nach der Gerechtigkeit. Wir wollen nun die wunderbaren Wege betend nachgehen, die du den heiligen Josef, den Bräutigam der Gottesmutter, geführt hast. Gewähre uns gnädig, dass wir seinen Gehorsam gegen deine Fügungen nachahmen und seiner mächtigen Fürbitte stets sicher sind.

A       Zeige uns deine Wege, o Herr, und lehre uns deine Pfade. Amen.

 

2. Tag: Bräutigam der Gottesmutter

V       Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete – durch das Wirken des Heiligen Geistes.

A       Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen. Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich.

V       Gott, durch deinen Geist hast du den heiligen Josef geführt; voll Vertrauen unterstellen auch wir uns deiner Führung und deinem Ratschluss: Ich preise den Herrn, weil er mir Einsicht gab, weil das Herz mich mahnt sogar in der Nacht:

A       Allezeit habe ich vor Augen den Herrn. Er steht mir zur Rechten, dass ich nicht wanke.

V       Immerdar schauen meine Augen zum Herrn; er ist es, der meinen Fuß befreit aus der Schlinge.

A       Alle Wege des Herrn sind Gnade und Treue für jene, die seinen Bund und seine Gebote bewahren.

V       Heiliger Josef, der du in der schweren Prüfung dich mit dem Herrn beraten und an der heiligsten Jungfrau Maria recht gehandelt hast.

A       bitte für uns.

V       Du weiser Josef,

V       Du reiner Hüter der allerseligsten Jungfrau

V       Du Beschützer der Jungfrauen

 

3. Tag: An der Krippe

V       In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen. Des geschah zum ersten Mal; damals war Quirinius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen.

A       So zog auch Josef von der Stadt Nazareth in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids.

V       Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft, und sie gebar ihren Sohn den Erstgeborenen.

A       Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.

V       Du sandtest deinen Sohn zur Rettung der Welt, o Gott; in der neuen Freude der Erlösten preisen wir dich: Singt dem Herrn ein neues Lied, denn Wunderbares hat er getan.

A       Seine Rechte errang ihm den Sieg! Ja, den Sieg errang sein heiliger Arm.

V       Kundgetan hat der Herr sein Heil, seine Gerechtigkeit enthüllt vor den Augen der Heiden.

A       Alle Enden der Erde, sie haben das Heil unseres Gottes geschaut.

V       Heiliger Josef, der du als Pflegevater des Herrn und als Bräutigam der reinsten Jungfrau die Gnade der Heiligen Nacht erleben durftest,

A       bitte für uns.

V       Du Bräutigam der Gottesmutter,

V       Du Nährvater des Sohnes Gottes,

V       Du Freund der Armut,

 

4. Tag: Auf der Flucht

V       Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen guten Willens.

A       Als die Engel sie verlassen hatten und in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: Kommt, wir gehen nach Bethlehem, um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr verkünden ließ.

V       Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach. Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten; denn alles war so gewesen, wie es ihnen gesagt worden war.

A       Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte, noch ehe das Kind im Schoß seiner Mutter empfangen wurde.

V       Dann kam für sie der Tag der vom Gesetz des Mose vorgeschriebenen Reinigung.

A       Sie brachten das Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn zu weihen gemäß dem Gesetz des Herrn, im dem es heißt: Jede männliche Erstgeburt soll dem Herrn geweiht sein.

V       Gott, der du das unheilvolle Trachten des Herodes gegen deinen Sohn zunichte machtest, deinem väterlichen Schutz vertrauen wir uns an: Ich hebe meine Augen empor zu den Bergen; woher wird mir Hilfe kommen?

A       Hilfe kommt mir vom Herrn, der geschaffen Himmel und Erde.

V       Er lässt deinen Fuß nicht wanken, der dich behütet, schläft nicht.

A       Siehe, es wird nicht schlafen, nicht ruhen, der Wache hält über Israel.

V       Der Herr ist dein Hüter! Zu deiner Rechten wird der Herr dich beschützen.

A       Am Tag wird dich nicht versehren die Sonne, nicht schadet dir der Mond in der Nacht.

V       Vor allem Übel wird der Herr dich bewahren, der Herr behütet dein Leben.

A       Der Herr behütet dein Gehen und Kommen von nun an bis in Ewigkeit.

V       Heiliger Josef, der du im Gehorsam gegen das Wort des Herrn und im Vertrauen auf seinen Schutz mit Jesus und Maria nach Ägypten geflohen und nach der Weisung des Herrn wieder heimgekehrt ist,

A       bitte für uns.

V       Du gehorsamer Josef,

V       Du starkmütiger Josef,

V       Du sorgsamer Beschützer Christi,

 

5. Tag: „Sie suchten ihn…“

V       Die Eltern Jesu gingen jedes Jahr zum Paschafest nach Jerusalem. Als er zwölf Jahre alt geworden war, zogen sie wieder hinauf, wie es dem Festbrauch entsprach.

A       Nachdem die Festtage zu Ende waren, machten sie sich auf den Heimweg. Der junge Jesus aber blieb in Jerusalem, ohne dass seine Eltern es merkten.

V       Sie meinten, er sei irgendwo in der Pilgergruppe und reisten eine Tagesstrecke weit; dann suchten sie ihn bei den Verwandten und Bekannten. Als sie ihn nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem zurück und suchten ihn dort. Nach drei Tagen fanden sie ihn im Tempel; er saß mitten unter den Lehrern, hörte ihnen zu und stellte Fragen.

A       Alle, die ihn hörten, waren erstaunt über sein Verständnis und über seine Antworten. Als seine Eltern ihn sahen, waren sie sehr betroffen, und seine Mutter sagte zu ihm: Kind, wie konntest du uns das antun? Dein Vater und ich haben dich voll Angst gesucht.

V       In Angst und Sorge suchte der heilige Josef den Sohn Gottes; lass auch uns dich suchen, o Gott, und deinen geliebten Sohn: O Gott, du mein Gott, gar sehnlich suche ich dich.

A       Es dürstet nach dir meine Seele, nach dir verlangt mein Leib gleich einem dürren, lechzenden Land ohne Wasser.

V       So schaue ich aus nach dir im heiligen Zelt, deine Kraft und deine Herrlichkeit möchte ich schauen.

A       Denn besser ist deine Huld als das Leben, meine Lippen singen dir Lob.

V       Heiliger Josef, der du mit der heiligsten Jungfrau das göttliche Kind mit Schmerzen gesucht und im Tempel wieder gefunden hast,

A       bitte für uns.

V       Du getreuer Josef,

V       Du Spiegel der Geduld,

V       Du Trost der Bedrängten,

 

6. Tag: Die heilige Familie in Nazareth

V       Dann kehrte er mit ihnen nach Nazareth zurück und war ihnen gehorsam.

A       Ist das nicht der Sohn des Zimmermanns? Heißt nicht seine Mutter Maria, und sind nicht Jakobus, Josef, Simon und Judas seine Brüder?

V       Dein Segen, o Gott, ruhte auf dem Tun des heiligen Nährvaters, denn sein Blick war auf dich gerichtet; hilf uns, dass wir seinem Beispiel folgen und so an deiner Verheißung Anteil erhalten, die da sagt: Selig der Mann, der fürchtet den Herrn, der Freude hat an seinen Geboten.

A       Sein Stamm wird im Land gar mächtig, Segen ruht auf dem Geschlecht der Frommen.

V       Wohl dem, der Erbarmen übt und leiht mit Freude, der seine Sache ordnet nach Recht.

A       Den Guten erstrahlt er als Licht in der Finsternis, milde ist er, gerecht und barmherzig.

V       Heiliger Josef, der du Jesus und Maria mit deiner Hände Arbeit ernährt hast und der heiligen Familie in Nazareth ein treuer und kluger Hausvater gewesen bist,

A       bitte für uns.

V       Du Haupt der heiligen Familie,

V       Du Vorbild der Arbeiter,

V       Du gerechter Josef,

 

7. Tag: Seliger Heimgang

V       Die Seelen der Gerechten ruhen in Gottes Hand, keine Qual kann sie berühren. Den Augen der Unverständigen schienen sie zu sterben. Ihr Hingang wird für Unglück erachtet und ihr Scheiden als Vernichtung angesehen. Sie aber sind im Frieden.

A       Nach kurzer Leidenszeit empfangen sie großes Glück. Gott prüfte sie nur kurz und fand sie seiner schon würdig. Wie Gold im Ofen erprobte er sie und nahm sie wie ein Brandopfer an.

V       Wie der Fromme nicht in Zittern und Zagen dem Tod entgegen schreitet, so lass auch uns in gläubiger Zuversicht sprechen, o Gott: Wer ist wie der Herr, unser Gott, der thront in der Höhe, der nieder schaut auf Himmel und Erde!

A       Den Geringen hebt er empor aus dem Staub, aus der Verachtung erhebt er den Armen.

V       Er verleiht ihm Sitz bei den Fürsten, bei den Edelsten seines Volkes.

A       Lobsingt, ihr Diener des Herrn, lobsingt dem Namen des Herrn.

V       Heiliger Josef, der du mit dem Beistand Jesu und Mariens als getreuer Knecht in die Freude des Herrn eingehen durftest,

A       bitte für uns.

V       Du Hoffnung der Kranken,

V       Du Patron der Sterbenden,

V       Du Schrecken der bösen Geister,

V       Jesus, Maria, Josef, euch schenke ich mein Herz und meine Seele.

A       Jesus, Maria, Josef, steht mir bei im Todeskampf,

V       Jesus, Maria, Josef,

A       lasst meine Seele mit euch in Frieden scheiden.

V       Lasset uns beten. Allmächtiger ewiger Gott, dessen Wege unerforschlich sind: Du hast dem auserwählten Nährvater deines Sohnes und Bräutigam der allerseligsten Jungfrau Maria die Prüfung nicht erspart: Armut und Sorge, Flucht und Fremde und ein Leben mühsamer Arbeit hast du ihm auferlegt. Gläubig und gehorsam hat er deinen Willen erfüllt. Du hast ihn als gerecht vor dir erfunden und als klugen und treuen Knecht in deine Freude heimgeholt. Wir preisen dich für deine Erbarmungen und bitten dich:

A       Bewahre auch unser Leben in deiner Hut. Führe uns deine Wege und schenke uns Glauben und Gehorsam. Gib, dass wir als treue Knechte erfunden werden, und rufe uns in eine ewige Freude. Amen.

 

8. Tag: Gott hat ihn gesetzt zum Herrn seines Hauses

V       Lasst uns den Herrn lobpreisen, lasst uns in Freude vor sein Antlitz treten.

A       Wir loben dich, Herr, und preisen deinen Namen ewiglich.

V       Herr Jesus Christus, wie wunderbar ist der heilige Josef durch dich begnadet worden. Von Ewigkeit war er auserwählt, in deinem Erdenleben die Stelle eines Vaters zu vertreten. Er durfte dich lieben wie ein Vater, er durfte sich um dich sorgen wie ein Vater, er durfte dich leiten wie ein Vater.

A       Gott hat ihn eingesetzt zum Herrn seines Hauses.

V       Tag für Tag durfte er dir nahe sein, unter einem Dach mit dir wohnen.

A       Herr, unser Gott, wie wunderbar ist deine Herablassung und deine Güte zu uns Menschen.

V       Du wolltest aber in deiner Liebe uns alle in deine Nähe rufen. Durch die Taufe sind wir aufgenommen worden in die große heilige Familie der Kinder Gotts.

A       Wir sind jetzt nicht mehr Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes.

V       Darum hast du, Herr, auch bei uns Wohnung genommen. Nicht nur in deiner göttlichen Allgegenwart bist du uns nah, auch als Mensch bist du hier zugegen unter den Gestalten des allerheiligsten Sakramentes.

A       Wir beten dich an und preisen dich im Sakrament deiner Liebe.

V       Zwar erkennen wir dich nur mit den Augen des Glaubens. Aber auch der heilige Josef konnte dich in seinem Erdenleben nur im Glauben als den Sohn Gottes und den Erlöser der Welt erkennen.

A       Der Gerechte lebt aus dem Glauben.

V       Bitte für uns, heiliger Josef.

A       Auf dass wir würdig werden der Verheißungen Christi.

V       Göttlicher Heiland, du hast Wohnung bei uns genommen; schenke uns auf die Fürsprache des heiligen Josef, den du so hoch begnadet hast, einen lebendigen Glauben an dich, unseren Herrn und Gott, und eine frohe Liebe zu dir, unserem Bruder und Freund. Der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit.

A       Amen.

 

9. Tag Gebet zum Heiligen Josef von Leo XIII.
Bei dir, heiliger Josef, / suchen wir Zuflucht. / Wir haben deine heiligste Braut um Hilfe angefleht / und bitten nun vertrauensvoll / um deinen väterlichen Schutz.

Um der Liebe willen, / die dich mit der unbefleckten Jungfrau und Gottesmutter verbunden, / um der väterlichen Liebe willen, / mit der du das Jesuskind umfangen hast, / bitten wir dich flehentlich: / Schau gütig herab auf die Kirche, / die Jesus Christus durch sein Blut sich erworben hat, / und komm unseren Nöten durch deine Macht zu Hilfe.

Du hast in treuer Sorge gewacht über die heilige Familie; / schütze nun auch die auserwählten Kinder Jesu Christi. / Liebreicher Vater, halte fern von uns jede Ansteckung durch Irrtum und Verderbnis. / Du starker Beschützer, / steh uns vom Himmel aus gnädig bei / in unserem Kampf gegen die Mächte der Finsternis.

Wie du einst das Jesuskind aus höchster Lebensgefahr gerettet hast, / so verteidige jetzt die heilige Kirche Gottes / gegen alle Nachstellungen ihrer Feinde / und gegen jede Widerwärtigkeit.

Jeden von uns aber / nimm unter deinen beständigen Schutz, / damit wir nach deinem Beispiel / und mit deiner Hilfe / heilig leben, / gut sterben / und die ewige Glückseligkeit im Himmel erlangen. / Amen.


Verlobung von Josef und Maria und der Tod Josefs

Josefsaltar in the Church of the Immaculate Conception, Farm Street, London